8.8. ein sehr bedeckter Tag auf Senja

Wieder war es nachts so apät gewesen, was dann dazu führt, daß wir morgens lange liegen. Was zu Beginn der Reise fehlte an Schlaf können wir nun nachholen:-) Manchmal ist es allerdings zu viel und man bekommt Kopfschmerzen. Die Kinder gehen übrigens seit Wochen immer erst nach 12:00 Uhr ins Bett. Morgens war Sabine und ihr Freund nicht da. Wir warteten eine ganze Weile, ich wollte gerade die anderen fragen, ob sie was wissen, da sah ich ein Briefchen am Scheibenwischer. Gerne hätten wir nochmal das Boot gemietet, aber das Wetter war nicht sonderlich gut, noch war es zwar halbwegs trocken von oben, aber die Sicht war sehr schlecht. Wir legten also das Geld für Platz und Boot am abgesprochenen Ort ab und fuhren zu Markt in Gibostad, dort parkten wir etwas abseits und liefen dann zum "Jahrmarkt". Das war so eine Art Künstlermarkt und es kostete 30 Kronen Eintritt pro Erwachsenem, Kinder waren frei. Wir hätten einen größeren Markt erwartet, aber es war auch so schön, die Kunstgegenstände zu betrachten. Es gab viel aus Holz und ich kaufte was für meine Mutter. Noah mochte ein kleines Käferchen in einem kleinen Holzkästchen gern, und für Amy fanden wir gebrauchte Plastikdinos. Die Kinder, die sie verkauften gaben uns einen Sonderpreis, wenn wir alle kaufen (es gab 5!), der war so gut, daß ich freiwillig 10 Kronen mehr gab:-) Die nächsten Tage gab es viel Dinospielkrach hinter uns, denn diese Monster sind gefährlich laut:-) Nun, die Kids sind nun im Regenwetter beschäftigt, vor allem, wenn man beim Einkaufen einen Pappkarton mitnimmt.

Wir fuhren noch an ein zwei Stellen auf Senja, aber ein Tunnel schreckte mich so, daß ich lieber drehte. Der war mir zu eng. Die Tunnels auf Senja sind sowieso sehr eng und holprig, dazu oft noch dunkel. Uui! Die Berge lagen so sehr im Nebel, daß mir die Fahrt irgendwann auch zu gefährlich wurde, ich sah fast nichts mehr. Diese Landschaft muß in besserem Wetter traumhaft sein. OK, der Regen gehört dazu, aber wenn die Wolken so tief hängen, daß man keine 50m mehr sehen kann?!

Tunnel

das war der Tunnel - er war auch in unserer Karte nicht eingezeichnet, die alte Straße nebenan war nicht mehr befahrbar, so schnell holt sich die Natur ihren Teil wieder zurück

Wolken

Auch gegen Abend kam die Sonne nicht unter der Wolkendecke heraus, es waren wohl zwei Schichten übereinander.

Nach dem Mark beschlossen wir in Richtung Gryllefjord zu fahren um von dort die Fähre nach Andenes zu nehmen. Die Strecke war toll, die Wolken hingen weiterhin sehr tief. Hier müssen wir nochmal herkommen, um Photos bei besserem Wetter zu machen. Es nieselte nur hie und da, war ansonsten halbwegs trocken. Einen Abstecher nach Bøvær machten wir und die Kinder konnten lange am weißen Sandstrand spielen, während Gunter das Essen - den selbstgefangenen Fisch von gestern, zubereitete. Ich lief mit den Dreien den Strand bis zum Ende, wo die Kinder wie wahnsinnig, wild herumrannten. Es gab ein paar schöne kleine Muscheln, ich photographierte welche, sie waren zum Sammeln zu zerbrechlich.

Rorbuer

ein wunderschönes altes Fischerhaus in Bøvær

Muschel

eine etwa 1cm lange Muschel

Korallen

Korallen!

Kinderkunst

Kinderkunst - Esra wollte unbedingt dieses Treibholz aufstellen, dazu verbuddelte er es ziemlich tief, dann schmückten sie es zu dritt mit Tang und alten Fischernetzen währenddessen spülten wir und ich unterhielt mich mit einer deutschen Touristen, die hier bei Bekannten wohnt.

In 2 Wochen wird hier übrigens ein Tunnel eröffnet, der die beiden langen Stichstraßen verbindet, dann ist ein Rundkurs um die Insel möglich. Ob die kleinen, fast komplett einspurigen Straßen das wegstecken, ist meiner Meinung nach fraglich. Das Fahren ist mit dem Wohnmobil teilweise anstrengend, denn es gibt für uns wenige Wendemöglichkeiten. Einmal mußte ich etwa 600m rückwärtsfahren, weil ein Auto entgegenkam.

Kurz vor dem Gryllefjord sahen wir einen großen Troll, das wollten die Kinder natürlich genauer sehen und so schauten wir, ob noch offen ist. Gunter hatte Kopfweh, er wollte sich lieber ausruhen - so ging ich mit den Dreien und löhnte 170 Kronen Eintritt (viel zu viel!). Zu sehen war nämlich fast nichts, so ein paar Schaufenster mit Trollen und schaurigen Geräuschen. Draußen konnten die Kinder spielen, aber der Platz bot sehr wenige Möglichkeiten, also das Ding ist sein Geld definitiv nicht wert.

Troll

Das Trollmuseum von außen

Esra und Noah

Esra und Noah beim Troll - Amy hatte Angst

Garten

seltsamen Figuren im Brunnen

im Troll

eine Touristenattraktion!

Etwas gefrustet, sogar die Kinder sahen es ein, daß es viel zu teuer gewesen war, fuhren wir dann zum Fähranleger und merkten, daß die Fähre vor 10 Minuten abgefahren war. Am Ende der Straße stand ein Concorde, den wir schon ein paar Mal gesehen hatten. Der nette Herr winkte uns heran und wir redeten eine Weile, dann kam noch ein deutscher Rentner der etwas weiter hinten stand und ging zum angeln. Das animierte die Kinder, so schnappten wir die Angel und gingen auch los. Es gab eine ideale Stelle an einem Holzsteg, sehr tiefes Wasser und der alleinreisende Deutsche hatte schon 3 Fische gefangen. Ich warf die erste Angel raus und zog sogleich einen Fisch rein, der sich jedoch kurz vor der Landung losriss, danach biss keiner mehr. Esra hatte viel Spaß, auch Amy rollte die Angel ein. Noah beobachtete Quallen und Seesterne, auch Amy war davon sehr begeistert, jedoch so lautstark, daß die Fische alle weit wegschwammen:-)

angeln

Esra angelt

Es war kalt am Fjord, wir redeten noch eine Weile mit den Nachbarn und gingen dann ins Bett, ich schrieb noch, die Kinder lasen und der Wecker wurde gestellt, denn die Fähre am morgen wollten wir nicht verpassen, sie ging um 10:00Uhr.

Womo

so standen wir an diesem Abend

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