21.7. Weiterfahrt Richtung Norden

Abseits der Autobahn suchten wir einen Stellplatz bei Homberg/Efze und standen dort dann ganz allein auf dem gut ausgerüsteten Platz. Um 2:00 Uhr sanken wir in tiefen Schlaf, um 6:00 Uhr wurden wir vom einem hefigen Gewitter herausgedonnert. Bis 9:00 Uhr fielen weitere 5 Gewitter, teilweise mit Hagel, über uns her, bis wir schließlich weiter Richtung Norden flüchteten. Beim Frühstück hatten wir übrigens das Gefühl, daß die Jungs, die von Reifenpanne und frühmorgendlichem Gewitter nichts mitbekommen hatten, unsere Skandinavienvorräte alle auf einmal auffuttern wollten. Danach saßen sie mit dicken Bäuchen in den Sitzen und lauschten Erich Kästners "Emil und die Detektive" und Bibi Blocksberg. Wir übrigens auch. Der Tag ist von vorsichtiger Fahrt geprägt. Wir hielten seeeehr oft an, um die Reifen zu prüfen, Esra verstand das überhaupt nicht, denn er hatte den Reifen nicht gesehen. Hätten wir nun eine weitere Panne gehabt - nicht mal einen Ersatzreifen hätten wir draufmachen können!

Autobahn

Impressionen von der Autobahn

Wettermäig hatten wir von allem was, strahlender Sonnenschein, heftige Gewittergüsse, Blitze und düstere Wolken. Auch war von Stau bis fast leerer Strecke alles drin. Es war Sonnatg, was den großen Vorteil hatte, daß die Lastwagen nur sehr sporadisch zu sehen waren. Die überfüllten Raststätten mit Kirmescharakter kenne ich in dieser Form noch nicht. Ferienzeit!

Auch das Gebiet um Hamburg herum konnten wir gut bewältigen, der Elbtunnel war aufregend, daher von da ein paar Fotos.

Elbtunnel

Wie man sieht, wurde das Wetter, je weiter wir nach Norden kamen, immer schlechter. Schließlich standen wir im Sturm mit Orkanboen!

Über die Route hatten wir uns noch gar keine Gedanken gemacht. Das diskutierten wir dann, als wir beide schon hundemüde waren. Ich hätte gern in St Peter Ording übernachtet, weil ich die Bilder von Peter und Manu aus der FC so gerne mag und die beiden dort wohnen. Gunter folgte lieber dem Gegrummel seines Magens und plädierte für einen Stellplatz bei einem Restaurant am Deich von Husum, eigentlich noch weiter nördlich. Gunter gewann die Debatte und ich quälte mich die letzte Stunde Fahrt, die sich gewaltig in die Länge zog, mit heftigen Kreuzschmerzen. Immerhin hatte ich 700 km (in etwa) ziemlich vorschtig mit Tempo 80 abgesessen. Das Restaurant war sehr teuer, ein Stellplatz für 10 Euro wäre billiger gekommen, doch wunderbar einsam gelegen. Direkt am Deich mit einem Marschgebiet samt Vogelschutzgebiet im Anschluß. Die Nordsee hatte sich zu meinem großen Bedauern gerade verdrückt! Wir aßen Fisch, die Kinder waren super geduldig und gegen 23:00 Uhr, nach einem Deich- oder besser Schafkackehürdenlauf, schlichen wir erschöpft ins Bett.

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