22.7. Besorgungen in Flensburg, Freunde in Gücksburg
Kaum fängt die Reise an, schon muß man sich kümmern, um Ersatzteile usw.

diese Gänseneulinge sind noch unerfahren, was die Straße und dicke Wohnmobile anbetrifft
Wir fuhren nach Flensburg, um einen neuen Reifen zu
kaufen. Ein Satz Ersatzschlüssel ist auch besser für die Nerven!
Also, rein ins Gewerbegebiet. Schon etwas spät am Morgen, denn nach einer
so langen Fahrt wie am Vortag sei es uns vergönnt zu trödeln:-) Wir
stellen sofort fest, die Nordländer sind sehr nett. Ich fühle mich
wohl. Der erste Reifenhändler checkt die Reifen, versucht herauszufinden,
warum die Panne passierte. Der Fiathändler in Koblenz war es jedenfalls
nicht, denn der Reifen war ordnungsgemäß aufgezogen. Einen neuen,
passenden Reifen hat der netter Herr jedoch nicht für uns. Wir sollen 200m
weiter fahren, auf der rechten Seite. So einfach ist das. Auch dort nur nette
Menschen. Die Dame im Büro ist allein, die Herren mit den schwarzen
Händen haben Mittagspause. Trotzdem findet sie für uns heraus,
daß ein passender Reifen auf Lager ist, den können wir um 14:00 Uhr
holen. Wir fragen, wo man Schlüssel nachmachen kann - auch ganz einfach,
die Straße in die andere Richtung, dort ist ein erstaunlich großes,
mit Dänen angefülltes, Einkaufszentrum. Die Schlüssel sind so
schnell nachgemacht, wir waren schneller als Gunter auf der Toilette. Ich rief
gleich noch beim Amt an, wegen Noah`s Darmerkrankung, hatte jedoch eine Dame an
der Leitung, die keine Ahnung hatte. Ich solle morgen wieder anrufen - von
wegen dringend. Ich hatte keine Lust mehr und sagte, sie solle der Dame, die
Bescheid weiss, sagen, daß die Reicherts nun ins Ausland fahren und der
Sohnemann wieder OK ist. Er wäscht sich auch immer die Hände nach der
Toilette. Bin mal gespannt, ob da noch was nachkommt?
Zeitlich paßte
es genau - um 14:00 Uhr waren wir wieder beim Reifenhändler, wieder so ein
ganz Netter, der flugs den Reifen drauf hatte, die Luft an den anderen
prüfte und schon standen wir ziemlich beruhigt, wenn auch knapp 200 Euro
ärmer an der Straße.

Beim Reifenhändler - auch sowas gehört zum Wohnmobilurlaub
Da wir spontan sind (das hatte ich glaube ich schon mal, was?) rief ich bei Rosa-Rosea (mit der ich das Liedloff Kontinuum Netzwerk in Deutschland wieder ins Leben gerufen habe - siehe Link auf der Homepage) an und fragte, ob sie Lust auf 5 Reicherts hätten. Hatten sie - also fuhren wir zum ersten Mal nach Glücksburg. Ich finde der Ortsname hat was, oder? Wir hatten uns schon auf die frische Meeresluft gefreut, denn bei uns in Bubenheim ist es immer etwas zu stickig. Daß die Luft jedoch mit Orkanboen angeweht kommt, kam etwas überraschend. Noah hatte Angst wegzufliegen und ließ mich nicht mehr los. Amy ist wie immer draufgängerisch, ihr macht sowas Nichts. Wir, samt Kinder, fühlten uns sofort wohl bei Rosa-Rosea, Patrick, Gaiana und Rana. Die Kinder spielten, wir aßen und unterhielten uns. Gegen Abend machten wir einen Spaziergang durch einen Wald zum Meer. Dort flog Noah dann fast wirklich weg!! Will man an dem Kurstand baden, muß man Eintritt zahlen! Sowas habe ich bisher noch nie gesehen ! Ich finde es einfach unverschämt, denn das Meer, samt Strand kann einfach niemandem gehören.

Schade, daß ich DEN Sturm nicht ins Netz stellen kann! Weiter vorne wurden wir vom Sand geschmirgelt

Unsere kleine Gruppe von der Glücksburg, Gunter ist hinter der Kamera

Nochmal ohne "Touris" - das wäre ein schönes Domizil:-) natürlich nur, wenn Hausmädchen und Gärtner mitgeliefert werden
Wir übernachteten auf dem Parkplatz in der
Nähe von Rosa-Rosea`s Wohnung, der Campingplatz, sah sehr eng gestellt
aus, und wir brauchten ja keinen Strom, kein Wasser und kein Klo!
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