23.7. Die Fahrt durch Dänemark - über viele schöne Brücken

Nach einem kurzen Spaziergang am Meer entlang mit Rosa-Rosea, frühstückten wir gemeinsam und die Kinder spielten ausgiebig. Gegen 11:00 Uhr machten wir uns auf den Weg. Ich hatte vergessen bei meiner Schwiegermutter anzurufen (wegen der Mäuse) und wollte dies in einem Einkaufszentrum tun, fand jedoch keinen Apparat und rief dann doch mit Handy an. Für Noah fand ich noch eine kleine Überraschung (Käptain Blaubär zum Anhören), denn er hat am 25. Geburtstag und leider sein ferngesteuertes Auto schon gesehen, weil wir es umtauschen mußten. Dann waren wir ganz flugs schon in Dänemark. Die Autobahnen sind recht gut, nicht zu voll, mit sehr schönen Rastplätzen. Und einigen großen Brücken. Wir fanden sogar einen Rastplatz mit Möglichkeit zur Entsorgung unsere Bordtoilette. Bei Kolping fuhren wir über die erste Brücke.

bei kolping

die sieht recht klein aus, war es aber nicht. Vor allem führte sie sehr hoch über das Meer

schild
so werden dänische Autobahnauffahrten angekündigt
rastplatzschild
so sehen die Schilder zu den zahlreichen Rastplätzen aus

Die Fahrt zog sich dahin, wir waren halt etwas spät aufgebrochen. Die Brücken boten jedoch eine nette Abwechslung. Ich hatte schon öfters von Nicole Lakritze bekomme, die anscheinend sehr günstig und besonders gut seien in Dänemark. Daß sie gut ist kann ich bestätigen, denn ich futterte die Lakritze in Dosen immer gierig:-) Wir fuhren jedoch nicht von der Autobahn ab und so kaufte ich an einem Rastplatz drei Überraschungseier und eine Tüte Lakritz. Ich löhnte dafür 50 dän. Kronen, etwa 8 Euro! Na, ja auf Autobahnen sollte man besser nicht einkaufen. Von nun an wurden auch die Brücken teuer!

Storebelt

die 19 km lange Storebaelt (mir fehlen ein paar Zeichen auf der Tastatur, Sorry!) Brücke kostete uns 360 dänische Kronen, aber nur, weil wir als Wohnmobil unter 6 m durchgingen (eigentlich sind wir 6,3 m).

Über die nächste Brücke, gekoppelt mit einem Tunnel über den die Flugzeuge zur Landung ansetzen, verließen wir Dänemark. Diesmal kostete es 650 schwedische Kronen, ca. 80 Euro, doch ich bin froh, daß wir uns bei diesem Sturm die Fähre sparen konnten. Fähren mag ich sowieso nicht ganz so gern. Auf der Brücke fuhr ein großer Lastwagen allerdings so dicht auf uns drauf, daß er uns schon fast anschob. Das vermieste den Genuß der Fahrt gewaltig, denn es wurde mir ganz mulmig.

oeresund

die Oeresund Brücke nach Malmoe, welches eigentlich so geschrieben wird:

malmoe

Die letzte Stunde dauerte wieder am längsten. Mein Kreuz schmerzte, die Sitze sind recht schlecht und da das Fahrzeug durch den verschwiegegen Unfall sehr stark nach rechts zieht, ist das Fahren anstrengend. Der Wind, oder besser Sturm, macht die Sache nicht einfacher. Diesmal hörten wir während der Fahrt "Harry Potter und der Stein der Weisen", gelesen von Rufus Beck. Die Kinder sind wieder begeistert, einmal haben sie das Ganze schon komplett gehört. Wir sahen ein paar Wohnmobile, die "frei" standen, d.h. nicht auf einem Campingplatz, sondern mitten in der Natur. Jedoch war der Feldweg dorthin wenig beruhigend. Aufgeweicht, steil und sehr holprig. Wir fuhren zu einem Campingplatz, die wir eigentlich nur nehmen, wenn wir keinen "Stellplatz" finden. Stellplätze haben weniger Komfort, sind dafür aber billiger oder kostenlos. Außerdem stehen dort keine Dauercamper. Dummerweise braucht man eine Mitgliedskarte, wenn man auf diesem Platz stehen will, was nochmal 90 Kronen extra kostete, die Übernachtung kostete auch nochmal 120 Kronen. Und das alles ohne Stromanschluß! Der kostet nochmal extra, aber wir brauchen auch gar keinen, denn unsere Solaranlage macht sogar bei Regen Strom! Wir fanden einen Platz abseits der mit Vorzelten verzierten Wohnwagen mit Blick auf das dunkle, eher braune Meer. Der Wind war für die Bummerangs zu stark, es juckte uns in den Fingern. Wir ließen es dann bleiben, weil wir nicht des Platzes verwiesen werden wollten,wo wir gerade so viel gelöhnt hatten.

Kids

die Kinder sammelten Federn und blieben diesmal erstaunlich trocken

Vorm Abendessen gab es den ersten Spaziergang zum Meer, eigentlich zum Oeresund. Es roch richtig gut - nach Tang, Meer und Fisch! Ein paar Muscheln lagen sogar auch da. Aber was war schnell kalt, denn der Wind bläst in alle Ritzen und ich war beim Packen wohl etwas zu optimistisch! Die dicken Winddichten Pullis habe ich zu Hause gelassen und schon vermisst! Der erste Eindruck ist jedoch positiv. Das Licht ist wunderbar, anders als zuhause - richtig fotogen. Die weiten Weizenfelder sind erfrischend für "verweinbergte" Augen. Insgesamt ist das Land flach und recht dicht bevölkert. Noch immer vergleichen wir dauernd mit Kanada und Neuseeland. Ich glaube, da haben wir in Europa Pech.

Bis das Abendessen soweit war, spielten wir Diabolo, die Kinder wollen es lernen. Dann ließen wir uns die Beanburritos schmecken, während die Kinder eine Hühnersuppe vorzogen.

Wohnmobil

Gegen 22:00 Uhr wurden die Wolken leicht rosa, hier das Bild mit unserem ersten Übernachtungsplatz in Schweden

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