29.7. Fähren ,Tunnel und Brücken - der Weg nach Bergen und die defekten Wasserpumpe

So, wie der Tag gestern aufgehört hatte, nämlich mit einem langen, tiefen Tunnel, so fing der heutige auch gleich wieder an. Dieser erste war 4 km und auch sehr tief. Es ist anstrengend, erst bei starkem Gefälle nach unten zu düsen, dann unter Hochleistung wieder nach oben.

ende des tunnels

doch auch der längste Tunnel hört glücklicherweise wieder auf und wir fahren ins Licht

Das Licht war toll, an diesem morgen. Es war neblig und wirkte dadurch geheimnissvoll. Wir fanden jedoch leider wieder keinen Halteplatz, und dabei hätten wir so gerne fotografiert. Der Bewuchs sieht hier ganz anders aus als an der gesamten unteren Küste, die Bäume waren sehr klein, fehlten teilweise ganz. Die felsige Küste mit dem bunten Heidekraut sah malerisch aus. Die Geräusche sind bei nebel auch so ganz anders, gedämpft, geheimnisvoll.

Gabi und Kids

noch müde auf der etwa 30igmiütigen Fährfahrt

Und wieder ging es auf eine Fähre, diesmal von Mortavik nach Arsvagen. Mit dröhnendem Schiffsmotor glitten wir in den Nebel hinein. Ich gewöhne mich nun an die Fähren und Tunnel, meine Angst davor wird wahrscheinlich nach dieser Norwegenreise geheilt sein. Wir landeten schließlich im strahlenden Sonnenschein. In Haugesund erledigten wir Einkäufe, wir vergaßen jedoch, vorher zu sehen, ob hier Kreditkarten genommen werden, wir hatten nicht genügend Geld. Ich ging also los, eine Bank zu finden. Das dauerte lange, denn ich wurde von einem Einkaufszentrum ins Nächste geschickt. Schließlich fand ich den Weg zurück zu Gunter und den Kindern. Während meiner Abwesenheit vertreib sich mein nudelliebender Gatte die Zeit damit, Spagetti zu bunkern. Die hatte ich nämlich zu Hause gelassen, weil ich dachte, die essen sich nicht so gut im Wohnmobil - die Kinder samt Umgebung sehen danach immer genauso aus, wie die Soße. Na,ja - dann essen wir halt Nudeln. Beim Einräumen von Kiloweise Spagetti fiel mir auf, daß unter dem Wohnmobil eine Pfütze stand. Wir hatten irgendwo ein Leck. Leck mich am ....

Buavag

Buavag, höchstens 10 Häuser gibt es dort, aber auch einen Hafen

Algen

eine Algen-Wolken-Wasser-Impression

Fähre

die Fähre öffnet ihr "Maul", der Laster paßte haargenau

In einem kleinen Dörfchen, Buavag hielten wir, damit wir unsere Mägen wieder vollstopfen können und Gunter schaute, was da rausläuft. Tja, die Wasserpumpe ist defekt, sie hat einen Sprung. Das Holz darunter war schon muffelig. Zu reparieren was das Teil nicht, denn das Gußgehäuse hatte einen Riß. Also müssen wir zusehen, daß wir in eine größere Stadt kommen, damit wir eine neue Pumpe bekommen. Normalerweise meiden wir große Städte, denn sie sind zu stressig mit Kindern und Wohnmobil. Wir fuhren Richtung Bergen, dazu kamen wir wieder an langen, stinkenden Tunneln vorbei. Nach Valevag kam nochmal meine Lieblingsversion von Tunneln: die, die unter einem Fjord durchgehen. Eine lange Streck mit röhrendem Motor bergab, dann die gleiche Strecke wieder steil bergan. Dieses Monster war 7 km lang. Und führte uns zur Insel Stord. Wir folgten der E39 und mußten wieder runter von der Insel, also ging es auf eine Fähre, die von Sandvikvag nach Halhjem. Diese Fähre war größer und teurer als die am Morgen. Glücklicherweise ist es bei den Fähren hier in Norwegen so, daß die Großen oben stehen, die Autos müssen ein Stockwerk tiefen in den Bauch des Schiffes fahren. Ganz schöne Abwechslung hat man hier in Norwegen, was?

Bruecke

Schon wieder war es recht spät geworden. In Stadtnähe geht das Fahren noch langsamer. In Haukeland fanden wir schließlich zum Lone Camping, der gar nicht so lone(ly) war, denn es war ein sehr großer mit vielen Zelten und Wohnmobilen angefüllter Platz. Eigentlich sollte beim Platz auch ein Restaurant sein, das war aber so anprechend, daß wir lieber selbst was kochten. Ich rief mit der zuvor an der Tankstelle erworbenen Telefonkarte zuhause an, es wurden keine Mäuse gefangen, es sei denn unser Hund hat vielleicht eine des Nachts gefressen:-) Auch Marion, die evtl nachkommen wollte, erreichte ich - sie hat sich eine heftige Halsentzündung eingefangen. Gunter hantierte wieder mit der Pumpe, die leckte nämlich immer heftiger. Um das Wasser aufzufangen stellen wir ein Frisbee darunter, was auch bis zum Morgen reichte.

weiter - zurück - index-skan - home