30.7. Eine neue Pumpe in Bergen

Dieser Bericht ist von Gunter verfasst, mir gings abends zu schlecht.

Heute kamen wir etwas früher als gestern aus den Federn, aber immer noch zu spät, um dem Morgennebel ernsthaft zu begegnen. Dringendes Ziel war, den Camperservice zu finden, dessen ungefähre Adresse wir gestern mühevoll an der benachbarten Tankstelle herausbekommen hatten. Tatsächlich hatte sich der Laden so gut in einem Gewerbegebiet versteckt, daß wir über eine Stunde frustriert umherirrten und uns durchfragen mußten, bis wir endlich erfolgreich davor standen. Dafür war aber der Service prompt. Ein netter Techniker baute die defekte Pumpe prompt aus und die neue, zum Glück vorrätige, wieder ein. Der ganze Spaß war nicht ganz billig (200Euro), das ist aber hier normal, wenn man sich die üblichten Preise vergegenwärtigt. So nun hat der Unterboden endlich Gelegenheit wieder zu trocknen.

Pumpe

Da (Pfeil) ist der Riss in der Pumpe

Kreuzfahrtschiff

Ein ganz grandioses Kreuzfahrt Schiff - sowas hatten wir noch nie gesehen

Unsere Drei hatten die ganze Zeit zurückstecken müssen, also beschlossen wir, ihnen einen Besuch im Bergener Aquarium zu bieten. Das bedeutete rein in die Stadt und mitten durch über dutzende von Ampeln und Einbahnstraßen. Der Aquarium-Parkplatz ist nicht für Wohnmobile geeignet und auf der Suche nach einem Stellplatz endeten wir auch schon mal in einer zu engen Sackgasse. Schlußendlich parkten wir unsere Kiste in Hafennähe. Da sich dort aber allerlei zwielichte Gestalten herumtrieben, die unser Womo mit interessierten Blicken musterten, beschloß Gunter, zurückzubleiben und noch ein paar Befestigungsarbeiten an der neuen Pumpe zu tätigen. Die Kinder hatten sehr viel Spaß mit all den Fischen, Pinguinen, Robben, Schlangen, Krebsen und anderem Getier, Gabi fand das Angebot eher durchschnittlich. Die Kids gaben nicht eher Ruhe als bis sie alle Fische gesehen haten.

Esra mit Krebs

hier konnte man die Tiere angreifen - Irgenwie taten mir die Krebse jedoch leid (Gabi)

Fisch

das war einer der wenigen, der Stillhielt und somit abgelichtet werden konnte

Pinguin

ein tauchender Pinguin - die waren so schnell, daß man sie fast nicht auf Bild bekam

Im Anschluß daran ging Gabi nochmal alleine auf den Wochenmarkt, und beim Anblick des Angebots der Fischstände hätte man sich fast die 190 Kronen für das Aquarium schenken können. (nein, nicht wirklich, denn die Kinder, besonders Noah, waren so begeistert, daß sie JEDEN Fisch angeschaut hatten. Auch von den Schlangen, an denen ich mich (gabi) vorbeischlängeln wollte, und den chinesischen Wasserdrachen, die auch so aussahen, war die Dreierbande angetan.)

markt

auf dem Fischmarkt

Krebse

Krebse auf dem Markt - die Hummer (nicht im Bild) taten mir sehr leid, teilweise fehlten ihnen mehrere Gliedmaßen und sie lagen zappelnd auf der Seite

pano

ein (verzerrtes) Bergenpanorama

Haeuser

die bunten Häuser aus dem fahrenden Wohnmobil aufgenommen

Gabi machte Fotos von den schon vielfotogarfierten Häusern. Sie kaufte einen Bildband über Norwegen (damit wir sehen, was wir noch sehen wollen) und hetzte schweißgebadet zurück zu Mann und Kindern. Das hat ihr dann irgendwie den Rest gegeben: erst leicht bekleidet im kühl klimatiserten Aquarium, dann durchgeschwitzt und abgehetzt mit 2 T-shirts. Abends lag sie mit Schüttelfrost und sehr starken Schmerzen im gesamten Brustkorb im Bett. Zu allem Überfluß hat Noah auch hohes Fieber und hängt ziemlich in den Seilen. Er wurden heute nur getragen, was nicht zur Entspannung der ohnehin belasteten Muskulatur führt. Wir beschlossen, Bergen hinter uns zu bringen und fuhren über die Nr. 7 Richtung Eidfjord. Die Fahrt zog sich hin, vor allem, wenn man mit sich vor Schmerzen krümmt.

Fjord

der Blick über den Fjord

Wasserfall

wasserfall

endlich können wir mal wieder das Graufilter einsetzen - Gunter mußte einem jungen Herrn und seiner Kamera helfen und für ihn ein ähnliches Foto machen

kids

unsere Kids vor dem rauschenden Wasser

Die Landschaft unterwegs war schlicht grandios, hohe Berge, Schluchten, Wasserfälle, ruhige Seen/Fjorde, die Straße allerdings manchmal zu knapp, wenn Gegenverkehr herrschte. Milimetergenau (!!) rangierten die Laster und Wohnmobile. Und dauernd ging es bergauf-bergab und durch schlecht belüftete Tunnel. Der heftige Dieseldunst tut angegriffenen Lungen nicht gut. Wenigstens konnten wir ein paar Langzeitaufnahmen von Wasserfällen machen. Wieder einmal viel später als geplant landeten wir mit letzter Kraft auf einem kleinen Campingplatz in Kvanndal, wo wir uns wegen starker Ermüdung und wegen Gabi`s Schmerzen im Brustkorb selbst etwas zu Abend kochten.

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