6. August, der Weg zurück ins Fjordland, langweilige E 6, Regen auf dem Fjell

Auch an diesem Morgen beeilten wir uns nicht, die Kinder konnten toll spielen, es gab ein Boot und sie waren gerade Käptain Blaubär, Hein Blöd und Feindfinger (Amy:-)), ich duschte und wir studierten mal wieder Landkarte! Ach, ist das schwierig, wenn man das Land nicht kennt. Die Strecke war genauso langweilig wie gestern, obwohl wir die Route über Orkanger (700) fuhren - wir lockerten sie geschickt mit kleinen Pausen auf. Also mußten wir alle Gebüren nochmal zahlen - grummel - und auch das teure Diesel verfahren. An einem Fjord mit ein wenig Watt hielten wir und erforschten das Wasser. Esra fing mit dem Kecher Garnelen - winzig kleine und alle Drei waren begeistert. Im Eimer konnten wir sie gut beobachten. Wir sammelten ein paar Muscheln (nur ein paar recht uninteressante) und fuhren dann weiter.

Amy

Amy mit Blick nach unten!

In Oppdal zog Gunter Geld am Automaten, schade, daß es so teuer ist hier. Aber eigentlich ist es ja schön, mal Kronen zu haben:-) Unserem kleinen König Noah (er läßt sich gern bedienen:-)) lege ich manchmal eine auf den Kopf. Je weiter wir kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Die dunklen Wolken sahen bedrohlich aus. Sobald die Wolken vor die Sonne ziehen ist es auch kalt. An einem schönen Parkplatz mit Camping/Übernachtungsverbot ruhten wir uns aus und kochten was. Esra und ich fotografierten die Blumen am Wegesrand, es fing an zu regnen.

Pink

ich muß unbedingt nachlesen, wie diese Pflanze heißt

Ein weiteres Hochgebirge, den Dovre Fjell, stand auf dem Programm, es war schon spät mittlerweile. Dieses Fjell steht unter Naturschutz, die E 6 führt mittenhindurch. Im strömenden Regen quälte sich das Mobil die Straße hoch, der VW Bus vor uns hatte noch mehr Mühe.

Regen

Dieses Wetter paßt eigentlich zum Gebiet, das war mal was ganz anderes nach den Sonnentagen

Oben angekommen wurde es heller, die Wolken hingen tief, es regnete weiter. Plötzlich lugte die Sonne hinter den tiefhängenden Wolken hervor und sogar die Kinder ließen Freudesschreie ertönen - echt! Ein Regenbogen, wie wir noch keinen gesehen hatten. So intensiv und strahend und doppelt! Der absolute Wahnsinn, dazu passend die nassen Flechten und Moose und Felsen. Auf der anderen Seite dramatisches Licht. Ein Fotografentraum wurde zum Trauma - denn es gab absolut KEINE Haltemöglichkeit! MIST! Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei.-( Schade, wenn man nun mal diesem Fotokasten verfallen ist, möchte man die Fotos, die bei so einem Anblick automatisch im Kopf entstehen, auch schießen. Ach, die Norweger müssen noch was über Halteplätze lernen.

Licht

Die Stimmung kommt kaum an, sorry!

Wir fuhren also weiter auf der E 136 in westlicher Richtung, wieder runter ins Tal, dort lichtete Gunter eine Kirche ab.

kirche

eine schöne Kirche in Dombas - und auf der anderen Seite ein WahnsinnsTouriTrubel

Es wurde zu spät, wir waren viel zu viele Kilometer gefahren. Aber es hatte auch einen Vorteil: so spät am Abend sieht die Landschaft einfach klasse aus. Wir sahen Nebelfelder über Wälder ziehen, mit Schnee bedeckte Fjelle im Abendlich scheinen, einen Fuchs, der sich über die Sraße schlich. Täler im weichen Licht. Zu dumm, daß ich Alles beschreiben muß, weil wir es einfach nicht fotografieren konnten. Dieser Fotografenfrust saß tief bei mir. Viel zu spät, um 21:30 Uhr checkten wir auf einem Campingplatz für Dauercamper bei Einbu, ein. Er bot eigentlich Nichts - keine Aussicht und keinen See oder Fjord, dafür war er recht günstig. Den Kindern hatte ich noch eine DVD versprochen, also wählte ich eine über Delfine, auf der zwei Filme sind, ich dachte der sei kurz, war er aber nicht. Erst um 12:00 Uhr gingen die Kinder schlafen. Ich machte nur die Bilder fertig und verzichtete auf das Vergnügen des Berichtes, mir fielen die Augen zu, die Beine waren schwer. Die letzten beiden Tage hätten wir uns sparen können - wenn man vorher wüßte, was einem erwartet, dann wäre es aber nicht mehr so spannend.

weiter - zurück - index-skan - home