8. August - vom offenen Meer direkt ins Gewitter, Stryn
Die Sonne schien auf den "Schmodder" am Ufer, durch die Wärme verstärkt, stank es gen Himmel. Armes totes Meer! Wir wollten sehen, ob es überall so war oder nur an dieser Bucht. Also entschlossen wir uns zur Wanderung auf den "Berg" und zu den Vögeln. Auch unten, am Campingplatz hörte es sich wie in einer Vogelkolonie an. Vogelgekreische überall. Wenigstens daß läßt einen das Meer fühlen! Die Wanderung, die ca 2 Stunden dauern soll ohne Kinder, gingen wir recht spät an. Bis Alle fertig sind, braucht seine Zeit. Wir dachten, das erste Stück, welches sehr steil war, sei das schlimmste. Amy kämpfte und wollte zum Wohnmobil zurück. Ich war schweißgebadet, denn ich schleppte die Fotoausrüstung und zog Amy streckenweise den Berg hoch. Vögel sah man viel, aber sehr weit in der Ferne. Die "Flugschau", die sie lieferten, war Zirkusreif. Wir stiegen immer höher. Nach der Kuppe, von der wir dachten sie sei die Spitze, erschien der nächste Hügel und dann noch einer und noch einer. Plötzlich kamen die Kinder immer besser voran, ich hatte eine Kelttermedallie versprochen, falls sie es packen. Das spornte an und Noah, der ja immer noch etwas humpelt und auch Amy, die keine Wanderlust ist, kletterten munter weiter. Jetzt hing uns die Zunge zum Hals raus:-) Mir war kalt, denn so mit nassen Klamotten im kalten Wind, das tut meiner empfindlichen Lunge nicht gut. Die Aussicht, die wir hatten war berauschend. Für Fotos zwar ungeeignet, da dunstig, aber die Augen stecken ja bekanntlicherweise mehr weg als ein Film oder gar eine Speicherkarte. Nun, man kann es nicht lassen und drückt trotzdem auf den Auslöser, vielleicht ist ja was dabei?

die Staffelung der Hügel tat den Augen gut

die Kinder auf dem Weg zurück, ganz oben hatte Amy keine Lust auf ein Foto

auf diesem Häuschen wuchs so allerlei
Wieder unten angekommen machten wir uns gleich auf den Weg zur anderen Seite der Insel. Bei Runde hatte das Meer doch saubereres Wasser. Wir sahen ein kleines Stück Sandstrand und die Kinder spielten eine Stunde am Wasser und sammelten Schnecken und Krebspanzer. Ich versuchte ein Panorama, welches farblich nicht 100% paßt, ich zeig es Euch trotzdem:

In den Bergen in der Ferne sah man schwere Wolken tief hängen

kleine Schneckengehäuse
Wir hatten angenommen, die Kinder wären jetzt müde. Das war nicht der Fall, sie plauderten und stritten im hinteren Teil des Wohnmobils, wir machten den Herr der Ringe wieder an. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir von den Inseln wieder herunter waren, die Strecke war jedoch sehr schön, drirekt am dunklelblauen Meer entlang.

einspurige, steile Brücken - ich hatte mir gerade Gedanken gemacht, was ich mache, wenn mir einer entgegenkommt, als dieser Laster erschien. Der Blick von oben herab war traumhaft
Die Fähre war wieder billiger als erwartet, denn wir wurden wieder ungefragt als 6 m eingestuft und diesmal rechnete er die Kinder gar nicht. Der Sprung von 6m auf 6,01 m ist sehr teuer. Es macht etwa das 2,5 bis 3 fache aus! Werden dann noch ungerechtfertigterweise alle drei Kinder gerechnet, dann ist es so teuer, daß einem der Spaß vergeht. (Bis zu 45 Euro für 10 Minuten Fähre haben wir gelöhnt). Als wir in die Berge kamen, blitzte es überall, nein ich war nicht zu schnell gefahren und wir machten auch keine Blitzfotos, es gab ein Gewitter. Es regnete heftig und ich entschied mich, dieses Schauspiel besser von einem Parkplatz aus zu betrachten. Wir standen etwa eine Stunde und ich ruhte mich aus, Gunter fotografierte, die Kinder malten und spielten.

Mal was ganz anderes - bisher hatten wir fast ausschließlich Sonnenschein
Die Fahrt danach zog sich wieder dahin, denn die eingezeichneten Campingplätze waren sehr häßlich. Im Indurstriegebiet und sehr eng gestellte Dauercamper. So wie in Deutschland. Das "Wilde Campen" ist hier üerall ausdrücklich verboten. Campingplätze bringen uns, wie schon erwähnt, aber gar nichts. Jetzt stehen wir in Stryn in einem Touristenort, es ist teuer, es gibt gerade mal 2 Toiletten und Duschen auf einem sehr großen Campingplatz, man muß anstehen, um die Toilette benutzen zu können. Eine Dusche kostet 2 Euro extra!!! Wir hatten aber eine nötig. Es gab auch eine Waschmaschine, aber eine normale Haushaltsmaschine und die waschen viel zu lange für Camper, außerdem war der einzige Trockner noch voller, noch schmutziger, alter Putzlappen. Mir verging es dabei. Soll man die saubere Wäsche dann da rein tun, für viel Geld? So, jetzt hör ich auf, denn wir wollen weiter. Ich habe den Bericht gestern nicht mehr gepackt, weil ich einen Tag hinterherhinkte.
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