13. August, Laksfossen, E6 nach Süden

Wir gönnten es uns, auszuschlafen.Die Kinder schliefen auch etwas länger, nur Amy weckte Gunter gegen 6:30 Uhr, denn sie suchte ihr Orca Kuscheltier. Ich hörte davon nichts. Es regente morgens, auch gut, wir müssen mal was langsamer machen. So blieben wir einfach länger als sonst stehen, mit dem Wohnmobil meine ich - die Kinder spielten, ich schrieb den Bericht, Gunter las. Ich packte es wieder auf den aktuellen Stand zu kommen, wenn auch eher in Kurzfassung, das Spiel der Kids war nicht gerade konzentrationsfördernd. Erst um 14:00 Uhr fuhren wir los, das Wetter war, wie in den letzten Tagen, grau und verregnet. Wir entschieden uns nun von der Küstenstraße zu lösen und im Land weiterzufahren, die Fähren kosten nicht nur viel Zeit und Geld sondern auch Nerven. Wir nahmen einen deutschen Anhalter mit, unterhielten uns ein wenig, mußten noch eine 20igminütige Fähre nehmen, um 80 km zu sparen. Diese letzte erreichten wir mit den letzten Tropfen Diesel, die Landschaft ist nach wie vor schön, nicht so grandios wie die Lofoten (aber was kann da schon mithalten?) Photos machten wir jedoch kaum, denn wieder war das Wetter und das Licht gegen uns. Bevor wir den letzte Fjord für eine längere Strecke verlassen mußten Angelten wir nochmal, konnten aber das Mittagessen nicht aufbessern. Der kleine Seelachs von gestern wanderte in den Kochtopf, wir hatten den heidelberger Angler (er selbst bezeichnet sich nicht als Angler - er esse nur gerne Fisch) wieder auf der Fähre getroffen und über die Zubereitung gesprochen. Also brieten wir den Fisch nicht, sondern kochten ihn im Salzwasser, ich versuchte nur ein wenig, hatte ein schlechtes Gewissen - die Jungs jedoch freuten sich richtig über den ersten selbst gefangenen Fisch und liesen kein Stück übrig - was mich dann natürlich wieder beruhigte.

Angeln

Das Herauswerfen der Angel macht besonders Esra und mir großen Spaß, die Angel hält auch gut mit:-)

Fisch

unser erster Fang

Strasse

die Strasse, die zur E 6 führt war zeitweise sehr eng

Erst spät erreichten wir den16 m hohen Laksfossen. Wir haben an diesem Tag beide nicht mehr mit einen intensiveren Photostopp gerechnet, nun, hier sollte man auf alles gefasst sein. Ich hätte nicht gedacht, daß die Lachse nun auf dem Weg zur Quelle sind, wir sahen sie schon von weitem hoch springen. Ein Wahnsinn ist das! Die Kinder waren hin und weg - jedoch hält die Begeisterung nicht allzulang, dann spielen sie wieder, werfen Steine, bauen Kunstwerke aus Treibholz. Die Felsen waren sehr steil, glatt und stellenweise rutschig. Die Kinder hatten nur Sandalen an, kletterten zu Glück sicher. Gunter und ich photographierten hauptsächlich Langzeitaufnahmen, das Wasser floß so schön. Später, Gunter hatte Filme in Wohnmobil vergessen, und das 100-400 mm mitgebracht, nahm ich die springenden Lachse auf, was sehr anstrengend war, denn beobachtet man eine Stelle des fließenden Wassers lange, wartet, bis einem ein Lachs durchs Bild springt, dann wird man schwindelig.

Kids

die Kinder vor dem Wasserfall, eine Langzeit, die drei hielten halbwegs still.

Laksfossen

der sehr imposante Laksfossen

laksfossen

und noch ein Bild

springender Laks

zwei der großen, starken Fische

Springend

springend den Wasserfall hinauf

Noah's Kunstwerk

Noah's Kunstwerk

Wir unterhielten uns mit zwei deutschen Touristinnen, dann wollte ich noch gerade mein Stativ holen, welches noch weiter unten am Wasser stand - der Wind hatte gedreht, daher waren die Felsen leicht feucht - ich rutschte aus, rutschte dann etwa 4 m mit verdrehtem Bein den Fels hinunter. Autsch! Und Scheiße! Anscheinend sind meine Laufschuhe nicht für das Felsenklettern geeignet - ich hätte mir besser in Schweden etwas geeigneteres zugelegt, dort sind Schuhe und Outdoorsachen nicht ganz so teuer - findet man etwas im Schlußverkauf (Rea!) kann man richtige Schnäppchen machen. Nun, es war passiert, ich konnte noch laufen, aber unter Schmerzen. Wir hätten gerne mit den beiden deutschen Damen einen Platz gesucht, aber auf der Wiese, die wahrscheinlich noch gemäht werden sollte, wollten wir mit dem großen Wohnmobil nicht unbedingt stehen, so fuhren wir weiter. Mir wurde es schlecht vor Schmerzen im Bein, so hielten wir an einem Campingplatz und suchten den billigeren Stellplatz nicht. Mir wurde es nun richtig schlecht, der Schmerz im Bein wurde immer schlimmer. An Schreiben war nicht zu denken, so versuchte ich früher zu schlafen - konnte jedoch nicht, denn das Bein schmerzte nicht nur bei Bewegung sondern auch so. Schließlich hielt ich es nicht mehr aus und nahm eine halbe (!!) jedoch sehr starke Schmerztablette, schlief unruhig, aber wenigstens ein wenig durch die Nacht.

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