19. August, Einkaufen und Göteborg

Den morgen am Meer genossen wir noch ausgiebig, die Kinder spielten auf dem Spielplatz, wir sahen uns das klare Wasser an, holten den Kecher, angelten (die Bedingungen waren schlecht, die Chancen, für uns keinen Fisch zu fangen, gut:-). Unsere Dreierbande konnte sich nicht lösen von diesem Platz, wir werden bei einer weiteren Reise in den Norden hier wohl besser zwei Tage einplanen. Ich traf auch wieder die beiden netten Angler von gestern - hatte mein Andreas Eschbach weitergegeben, denn bei den beiden könnte Büchermangel auftreten und ich komme auf Reisen kaum zum Lesen. (Andreas Eschbach kann ich übrigens nur empfehlen, besonders gut gefallen haben mir "Eine Billion Dollar" und das "Jesus Video" - mit einem Dank an Marion!, ich bin mir schon bewußt, daß das hier eigentlich nicht hingehört, mir war nur gerade danach:-)) Das Wetter war nicht so toll, die Wolken waren zahlreich und sie hingen tief aber unphotogen. Wir wollten sowieso nochmal shoppen, so hielten wir bei Uppvalla in einem großen Einkaufszentrum, kamen trockenen Fußes hinein, verweilten zwei Stunden, gaben auch Geld aus und erreichten schließlich im strömenden Regen, vollbepackt das Wohnmobil. Hunger hatten wir, die Mittagszeit war schon wieder vorbei, so hielten wir an der nächsten Raststätte und brieten unseren Fisch, dazu gab's Reis. Ich buchte derweil die Fähre von Göteborg nach Frederikshafen. Das war gar nicht so einfach, weil die Fähren zu angenehmen Zeiten natürlich schon ausgebucht sind und die anderen uns Sorgen bereiten, weil wir entweder spät in der Nacht fahren müßten oder recht früh morgens - ich wählte zweitere Variante, wir müssen morgen also den Wecker stellen. Um 9:30 Uhr geht die Fähre, wir müssen aber eine Stunde vorher da sein und noch mehr als eine Stunde fahren, denn am Fähranleger kann man, oder sollte man nicht übernachten. So schnell ist man bei 6:00 Uhr Aufstehen:-( Übrigens war das Buchen mal wieder typisch Schwedisch - es sollte 10 Kronen kosten, den es war mit viel Telefoniererei verbunden, ich fragte, ob sie Kreditkarten akzeptieren, weil ich dachte, daß ich auch die Fähre gleich zahlen müßte, so meinte der nette Herr, der auch Deutsch sprach nur, dann mache er es eben kostenlos! Wir kramten schließlich und fanden noch Kronen Münzen, die ich ins Infozentrum brachte.

Wir nahmen heute ohne Zeit auf eine Stellplatzsuche zu verwenden, einen Campingplatz, der leider kein Internetzugang hat, ich hätte sehr gerne mal wieder die Homepage übertragen. Das Internet in der Touristeninfo war leider auch defekt gewesen. Die Kinder waren total begeistert, denn es gab wieder einen schönen großen Spielplatz, da rannten sie sogleich lautstark hin, wir besorgten derzeit das überfällige Entleeren und Versorgen des Wohnmobils, was lange dauerte, den Kindern aber gar nichts ausmachte. Der Abwasserabfluß war aus irgendwelchen Gründen verstopft, so mühten wir uns etwas länger ab, schließlich, wir hatten kurz vorher auch noch den Dieseltank gefüllt, waren wir wieder völlig frisch - leeres Abwasser, volles Frischwasser und Diesel, und die Toilette leerten wir auch noch. Wir fanden wieder nette Gesprächspartner auf dem Campingplatz, sahen einen "wilden, zahmen" Feldhasen, machten eine kleine Wanderung zum Aussichtspunkt, der steil war und meinem Bein heftige Pein verursachte, gingen schließlich noch zum Meer und photographierten den Sonnenuntergang, der zu meiner großen Überraschung wieder grün endete:-) Warum macht es nur so einen großen Spaß die paar Sekunden "grün" zu sehen? Eine deutsche Familie, Gunter und die Kids hatten es nicht gesehen, und das, obwohl sie alle, bis auf unsere Drei, den Sonnenuntergang beobachtet hatten. Auf dem Photo kann man es nur leicht erkennen, nicht so gut wie auf dem Bild, welches ich auf den Lofoten gemacht habe.

Kinder

unsere Drei, gegen Abend dann doch wieder mit den warmen Pullovern

Schären

Schären im Abendlicht - leider etwas diesig

Schiffswald

seltsam aussehender "Schiffswald"

Langzeit

die einzige Langzeitaufnahme, die ich seit Tagen gemacht habe - der Wind wehte stark, so ziehen die Wolken schnell und hinterlassen Spuren am Himmel

Wir mußten jetzt aber noch etwas essen, die Sonne geht hier um kurz vor 9:00 Uhr unter, wir aßen also nach dem Sonnenuntergang, machten rießige Baguettes, mit Salat, Gurken, Käse und Schinken. Das Belegen machte den Kindern Spaß, Esra verdrückte schließlich Unmengen.

So, ich höre nun besser auf, denn morgen müssen wir früh raus, Amy ist mal wieder immer noch wach, das wird sie morgen knatschig sein, wenn wir sie wecken.

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