23. Juli, Entlang der Ostküste Schwedens

schwarze Wellen

schwarze Wellen

pano

Ich war früh wach, hatte nachts beim unruhigen Schlaf das Rolo eingedrückt und da kam morgens gleich früh schon die Sonne rein. Schon vor 8:00 Uhr war ich munter, wollte jedoch die anderen nicht wecken. Doch dann hielt es mich nicht mehr im Bett, denn ich hatte Abends zu viel getrunken und davon wollte was raus. Wir fuhren nach vorne zum Strand, dem frustrierenden mit dem braunen Wasser. Ich wollte Vögel aufnehmen und es zog mich raus, in die frische Meeresluft. Die Kids hatten großen Hunger, blieben daher bei Gunter, ich ging für ein paar Minuten mit dem 100-400mm Tele los und nahm dann tatsächlich Vögel auf.

Flug

eine Lachmöwe im Anflug

im wasser

im Wasser

Wir fuhren schon recht früh los, und hielten in Stenshuvud, einem Nationalpark. Der Parkplatz ziemlich nahe am Informationszentrum kostete 25 Kronen, wir parkten also und zogen sofort los in den Wald. Zum Aussichtsunkt wanderten wir zuerst, die Kinder brachten wir zur beobachtenden Ruhe - sie sahen viel, vor allem Noah unser zukünftiger Meeresforscher:-) Einen Kaisermantel (Schmetterling) entdeckten wir, eine sehr große, wunderschöne Libelle, beide zu schnell für unsere Photoapparate, aber nicht für das Gedächtnis der beiden Jungs, denn die beiden malten die Tiere naturgetreu abends ins Tagebuch. Esra scheibt auch jeden Abend ein paar Sätze. Nach dem Aussichtspunkt und mehrere Dutzend Mistkäfer später, erkundeten wir den Badestrand. Nun verstanden wir auch, warum wir die einzigen auf dem Wanderweg gewesen waren - allen anderen waren am Strand:-) Lange behielten die Kinder ihre Klamotten nicht an, dann waren sie nackt und genossen das angenehm kühle Nass. Temperaturmäßi ist es hier auch sehr angenehm, wir fühlen uns bei 23 ° C mit leichtem Wind viel besser als bei 37° C ohne Wind:-) Nach dem Baden wischten wir das Wasser von den Kindern mit den Händen ab, denn wir hatten nicht mit einem Bad gerechnet und daher keine Handtücher eingepackt. Dabei bemerkte ich zwei Zecken an Amy, die die Stimmung trübten. Eine der Zecken bekam Gunter zu packen, bei der anderen blieb der Kopf drinnen. Mist! Ich fragte im Besucherzentrum, ob hier die Meningitis häufig verbreitet sei, was glücklicherweise verneint wurde. Den Kopf der Zecke bekamen wir leider auch mit Pinzette nicht raus, daher versorgten die die Wunde mit einer Salbe. Wir werden die Bissstellen im Auge behalten.

Rettungsring

Ein Rettungsring, der Leuchtturm ist hinten im Wald zu sehen

im wald

im Wald

Mistkäfer

ein Mistkäferportrait

Die Familie

an dem Aussichtspunkt

Amy

Amy und Esra im Wasser

Ameise

die Ameisen beim Läusemelken

bitte laecheln

diese Liebelle war auf meinem T-Shirt gelandet, Gunter konnte ihr in aller Ruhe mit der Coolpix auf den Pelz rücken

Danach fuhren wir Richtung Norden - wer hätte denn gedacht, daß Schweden so groß ist? Mensch, da kann man fahren und fahren. Und kommt noch immer nicht ans Ziel. Von der Küstestraße aus sieht man die Küste leider sehr wenig. Ab und zu, nicht ganz so oft, fuhren wir mal raus, um zu sehen, was es wohl zu sehen gibt. So einen wunderschönen Badestrand fanden wir natürlich nicht mehr. Schade. Dafür aber einen alten Hafen, wo nicht das Meer das Interessanteste war, sondern die Blumen und Insekten auf der Wiese. Vor allem die Libellen. Ich kaufte vom Hunger getrieben, Brot und Fisch ein, dann fuhren wir mit schweren Mägen weiter. Auf einem weiteren Zwischenstopp vertrat ich mir die Beine und schlief dann tatsächlich ein Viertelstündchen, während die Kinder weiterhin Libellen betrachteten. Gegen Abend zog sich die Fahrt dahin, näher an Magnus und Maria kamen wir zwar schon, aber für diesen Tag blieb das Ziel unerreichbar. Wir folgten dem Womoführen in eine enge Gasse, wo es einen Badeplatz geben sollte, doch plötzlich war da in der sehr engen Gasse nur ein verschlossenes Tor! Frust, kaum wollte ich zurückstoßen, um das Rangieren auf enger Straße zu erproben, da stand auch schon ein sehr verärgertert Busfahrer samt Gefährt hinter uns. Gunter öffnete die Tür, um sich zu entschuligen, da rannte der zornige Busfahrer schon an uns vorbei, schlug auf dem Weg Gunter die Tür ins Gesicht. Mensch, war der SAUER! Warum nur? Ich denke mal, daß viele deutsche Touristen dieses Buch haben und fehlgeleitet werden, immer wieder das Tor des ansonsten sicher sehr netten Herrn blockieren?? Jedenfalls war ich froh wieder außer Reichweite des Herrn zu sein, wir bogen die nächtse Straße ein und fanden tatsächlich am Ende einer wieder sehr engen Gasse, den besagten Parkplatz am Badestrand. Diesmal schon in den Schären. Sogleich unternahmen wir eine kleine Wanderung mit Photogerät. Die Kinder nahmen die Federballschläger mit, doch anstatt mit dem Federball zu spielen, schossen Gageln weit hinaus ins Meer. Amy holte nach und erzählte mit lauter, sehr deutlicher Stimme, die sich noch weiter über das stille Wasser in den letzten ruhigen Winkel trug. Doch plötzlich waren sie da, die Stechmücken, die Attacke war so heftig, daß wir regelrecht flohen.

schaeren

Da sind sie wieder, diese wunderbar photogenen Felsen im Meer. Und diese Ruhe - kann man sie sehen?

schwaene

Schwäne im Abendlicht

Waage

gras

Stecher

Stechmücken UND es waren eigentlich noch viel mehr!

Ich hatte dennnoch nicht genug, verzog mich noch ein paar Minuten ans Wasser. Und ich traf natürlich wieder mal nette Leute - deutsche Waldorflehrer mit Anhang. Wir sprachen, bis die Stechmücken uns vertrieben. Ich kam genau recht zum Essen - lecker: Fisch mit Reis. Heute tranken wir einen sehr guten Wein von unserem Nachbarn, Herrn Finkenauer. Lecker! Aber mein Kopf ist niht ganz so klar, deshalb reichts vorerst - Gute Nacht!

Tja, so müde war ich. Mir fielen schon fast die Augen zu, da brannte ich noch eine CD, legte mich ganz kurz hin, um die paar Minuten Ruhe zu genießen, ich hatte Gunter gebeten, den Computer abzustellen und schubs war ich auch schon eingeschlafen. Völlig verschreckt erwachte ich 3 Stunden später, es war schon hell (morgens um 4:00 Uhr) und das Notebook lief noch, das Licht war noch an. Sowas ist mir bisher noch nie passiert.

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