8. Ausgust, von Andenes nach Langenes

Womo in Andenes

unser Womostellplatz für die Nacht

Felsen

Felsen vor der Küste

Wir wachten spät auf, hing sicher mit dem Wetter zusammen:-) Es ist sehr kühl, windig und naß. Amy schläft so spät ein, und wenn wir so morgens wecken müssen, ist sie sauer. Nun, heute gönnten wir uns das Trödeln, die anderen Womos waren alle vor uns weg. Die waren sicher auf Waltour, ich bin sehr froh, daß wir wämeres Wetter erwischt haben, wenn man bedenkt, wie kalt es draußen auf dem Schiff war! Wir entsorgten mal wieder die Toilette und das Abwasser und fuhren erleichtert wieder nach Andenes. Dort wollten wir ins Internet, weil wir die Nummer der Fiatwerksatt in Koblenz heraussuchen mußte, damit wir wegen der Räder nachfragen können. Wir waren erfolgreich, checkten schnell noch die emails. Die Kinder wollten im Womo bleiben, weil sie gerade ein Hörspiel fertig hören wollten - mit den Funkgeräten kann ich das nun mit ruhigem Gewissen machen. Noah wünschte sich den Plüsch Pottwal so sehr, also lief ich im strömenden Regen nocheinmal ins Walzentrum, dort war die Dame in Soubenirshop sehr nett, riet mir von den zum Verkauf angebotenen CD's ab, die Musik sei nicht so toll:-) Noah bekam seinen Wal, den er sogleich auf den Namen Pott taufte. Amy's Orca heißt Orc:-) So spielten die Kids heute den ganzen Tag über, Esra hat den Delfin aus Rotorua, Neuseeland. Amy verarztet ihren Wal immer, weil er Flossen gebrochen hat - ihr scheint Noah's Armbruch nachzugehen. Noah ist mit dem Arm recht munter, er ist zwar immer noch als erster müde, aber er benutzt den Arm nun wieder, schont ihn nicht mehr total.

Unterwegs

die Wolken hingen sehr tief heute morgen!

beeren

Beeren

beeren

eine andere Perspektive

Fjord

eine Fjordwolkenstimmung - aus dem fahrenden Womo - mir gefiel es trotzdem

Kirche

Nun, wir hatten die Nummer, aber es war Mittagszeit, daher fuhren wir erstmal an der Ostküste entlang wieder nach Sortland. Unterwegs gab es nur Regen, heftigen Regen, Sturm und wilde Küste. Einige schöne Stellplätze haben wir gesehen, wir brauchten jedoch noch keinen. Photographieren war schwierig, denn der Regen war zu heftig, die kurzen, nur wenige Minuten dauernden Pausen konnten wir teilweise nutzen. Wir fanden natürlich kein Telefon bis nach Sortland, na gut, dann sind wir halt wieder da:-) Schließlich hatten war das Womo im Stadtgebiet geparkt, eine Telefonzelle angepeilt, da war sie schon besetzt:-( Die Kinder wollten wir hier nicht allein lassen, so ging Gunter allein los um in einem Einkaufszentrum zu telefonieren, ich versorgte die hungrige Sippe mit Brot. Schließlich waren die beiden Halbstarken auch mit ihrem Gespräch zu Ende und ich lief die paar Meter, um meine Feundin Chista anzurufen, will doch mal wissen, was es so zu Hause Neues gibt! Das Gespräch dauerte etwas länger, denn es gab viel:-) Gunter war zwischenzeitlich auch fertig! Es gab gute Nachrichten von Ihm. Alles, was wir brauchen sei ein 50er Schlüssel und eine Flasche Bier:-) Die Lager seien nicht defekt, sie müßten nur angezogen werden. Gott sei Dank! Ich war sehr beruhigt! Ich war aber auch geschockt: wollen den die norwegischen Werksätten die Touris wirklich nur verarschen? Haben sich die Werkstätten denn abgesprochen? Uns kam es so vor, als erlauben sie sich alle eine Spaß auf unsere Kosten!! Der Frust meinerseits war groß! Doch das Gespräch mich Christa hatte mir auch gut getan, auch wenn da nicht alle Neuigkeiten so gut waren.

Nun, wir hatten noch gar nicht weiter als das Telefongespräch gedacht, was sollten wir heute noch anstellen? Ich wollte so gerne nochmal nach Stø, da hatte es mir so gut gefallen. Aber auch Nyksund haben wir noch nicht gesehen. So beschlossen wir dahin zu fahren, was vielleicht ein Fehler war. Die Straße war sehr schlecht, eigentlich bestand sie fast nur aus Schlaglöchern, es war anstrengend, diese Strecke zu fahren, wobei die letzen 11 km am heftigsten sind. Wir brauchten ewig, um die Strecke im Schneckentempo zurückzulegen. Ein Radlagertest vom Feinsten sozusagen. Endlich angekommen, war es viel zu spät für's Mittagessen, wir hatten alle großen Hunger. Noah und Amy hatten keine Lust für eine Wanderung, so beschlossen wir daß Gunter mit den Kleinen bleibt und Esra und ich das verlassene Fischerdorf, welches als Einziges echte Rorbu's hat, zu untersuchen, wir waren glücklicherweise nicht weitergefahren an der Hafenmole, wären mit Sicherheit im Dorf durch massive Enge hängengeblieben. Interessant war es schon, so abenteuermäßig. Alles am Zusammenfallen, ein paar Leute da, die es restaurieren, halt sehr interessant und sehr verlassen, und das, obwohl einige Touristen da waren, es gab sogar einen kleinen Laden, und ein Angebot für Touren mit dem Speedboot, aber keine Waltouren mehr, wie in den Reiseführern angegeben. Für Kinder ist das Dorf sicher ein Paradies, denn es gibt viel Unrat der sich zum Basteln eignet, wir sahen einige norwegische Jungs, die sich seltsam aussehende Angeln gebaut hatten. Insgesamt war es die anstrengende Reise wert gewesen, aber der Rückweg stand uns nun, da wir von einer kräftigen Suppe gestärkt waren, noch bevor. Wieder Schlagloch an Schlagloch, und die abenteuerliche Stecke zurück, wieder waren wir uns nicht ganz so schlüssig, was wir tun wollen. Ich war jedenfalls sehr froh, aus diesem Schlaglochlabyrinth wieder heil herausgekommen zu sein, warnte später noch einfranzösisches Womo, welches uns entgegenkam.

Walknochen zum Verkauf

in Nyksund gab es Walknochen zum Verkauf, man sollte bei Interessen eine Handynummer wählen! Ob es Walknochen vom Walfang sind? Esra fand die blaue Boje am besten!

nyksund

eine der alten Hütten, die wohl nicht mehr zu retten ist, an den anderen wird jedoch gearbeitet.

Nyksund pano

ein Panorama aus 4 Einzelbildern

Felsen

die Hafeneinfahrt von Nyksund

Straße

das ist sie: die Straße nach Nyksund! Feldweg, wie er im Buche steht, nur an der steilen Küste lang mit vielen, sehr vielen, sehr tiefen Schlaglöchern!

Wir fuhren eine Seitenstraße nach Gisløy, fanden dort eine Stellplatzmöglichkeit mit kleinem Sandstrand aber keinen weiteren Photomöglichkeiten. Wir unterhielten uns eine ganze Weile mit den Leuten, die dort mit GG Womo standen, die Kinder warfen Steine am Strand, doch mich zog es weiter, ich wollte heute nochmal ernsthaft photographieren - das beste Licht sollte ja noch kommen. So landeten wir schließlich in Leknes, einem Ort vor Stø an der Kirche, die einen schönen Parkplatz hat, von dem aus man wunderbare Photoplätze anlaufen kann. Noah war zu müde, denn es war schon nach 20:00 Uhr, so versorgten wir die Jungs, die im Womo bleiben wollten, mit dem Funkgerät und zogen mit Amy und Stativen los, um Photos zu machen.

Felsen

Felsen und ziehende Wolken

Haeuser

weiches, intensives Abendlicht

Langzeit

noch eine Langzeitaufnahme mit Spiegelung

Langzeit

Am Ende des Trampelpfades standen wir tief unten mit Blick zur Vogelinsel. Photographisch nicht so vorteilhaft, daher entschieden wir uns nach oben zu klattern, Amy ist sehr geländegängig, es klappte super, wir hatten einen tollen Blick über das Meer. Weiter vorne in den Felsen hatten wir einen Photographen mit Stativ entdeckt, der kam uns nach um auch das beste Licht in der Höhe zu genießen. Wir kamen natürlich sogleich ins Gespräch, er ist Holländer, photographisch sehr engagiert, betreibt eine Webpage, die über die schönsten Photoplätze berichtet und er hatte eine Canon D 60! Mit den Jungs standen wir in Funkkontakt, es klappte super. Das Licht war perfekt! Nur der Untergrund für die Stative nicht, weicher, moosiger Untergrund, wir hatten Mühe ein paar Felsen zu finden. Im kleinen Ruderbootshafen sahen wir ein Frettchen (oder was es war, klein, flink, mit schwarzem Fell) und beobachteten es eine Weile. Ich untersuchte kurz vor Sonnenuntergang noch den Weg, der an der Kirche nach oben führte und war erstaunt - ein toller Aussichtspunkt, samt gut begehbarer Stufen! Da hätten wir uns die Kletterei über gefährliche Felsen sparen können. Der Platz war wirklich bestens für uns geeignet, so was macht Freude!

weiter - zurück - index - home