14.8. Wanderung in Eggum und nach Henningsvaer

Wieder schliefen wir bis nach 9:00 Uhr, das Licht war wieder langweilig. Danach regnete es jedoch nicht mehr, wir wollten alle raus. Zogen uns Regenfest an und liefen Richtung Skulptur. Die Kinder wollten unbedingt die Walknochen sehen, aber an diesem Strand hatte ich mir im letzten Jahr den Knöchel gebrochen. Ok, ich machte mich mental bereit, Moni war ja dabei:-) Die Wolken hingen tief, sie umhüllten die Berge und zogen darüber hinweg. Am Strand angekommen, ich war sehr, sehr vorsichtig gelaufen, war es mir richtig mulmig. Moni konnte diese Stimmung auch fühlen. Gunter nervte mich etwas, weil er über die Steine kletterte, um die Walknochen zu finden und sich dabei viel Zeit lies und immer weiter auf den Felsen kletterte. Ich hatte richtig Angst, und Esra auch! Er freute sich sehr darauf, diese Wanderung erstmals auch wieder zurückzulaufen. Ich auch! Wir wollten nicht, daß diesmal Gunter eine Risiko eingehen würde! Gerade, als wir die Stelle des Unfalls wieder passierten, begann es zu Regnen. Nun war mein Horror perfekt! Traumabewältigung nennt man das wohl. Noch vorsichtiger liefen wir wieder zurück. Jetzt schmerzte mein Bein extrem. Anscheinend kam die Schmerzerinnerung hoch?! Wir erreichten glücklich das Wohnmobil und aßen Hamburger, weil wir den Kühlschrank vergessen hatten umzustellen, sie waren aufgetaut.

Treibholz

Treibholz im Nieselregen

Felsen

ganz kurz war die Sonne da. Das hier ist mein Lieblingsbild!

Es war schon wieder sehr spät geworden. In Leknes tätigten wir ein paar Anrufe, ich fragte Anne Marie, ob wir nochmal vorbeikommen könnten? Wir hatten evtl verabredet zusammen Essen zu gehen. Moni lernte die beiden kennen, wir tranken zusammen Kaffee und Esra verspreiste Unmengen von Kuchen. Anne Marie hatte Spätschicht, so blieben wir nicht lange und machten uns wieder auf den Weg, diesmal endgültig Richtung Norden, denn wir wollen bald wieder zu den Vesteralen.

Anne Marie und Marten

Anne Marie und Marten in Ballstad

Wir hatten vor etwas nach Norden zu kommen an diesem Abend. Im Westen strahlte aber die Sonne so sehr, daß wir kurzerhand beschlossen nochmal nach Uttakleiv zu fahren. Wir hatten Glück. Die Bucht lag in der Sonne, wenn auch mit Regen. Da es zu glitschig war, im Nieselregen auf den Felsen nach unten an den Strand zu laufen betrachteten wir das Spektaken vom Parkplatz, der weiter oben im Berg liegt. Die Kameras wurden naß, wir auch, was nicht so schlimm ist. Die Filter putzten wir nach jedem 3. Bild:-) Aber, der Regen sah sehr schön aus. Moni versuchte wieder Langzeits, was auch recht gut klappte. Als die Sonne dann doch in einer Wolkenwand verschwunden war, machten wir uns auf den Weg, weiter nach Norden. Wir hätten auch stehen bleiben können, dann hätten wir aber am nächsten Tag zu viel Fahrerei. Erst spät am Abend landeten wir in Henningsvaer, wo Moni ihr Zelt nicht aufbauen konnte. Aber sie nahm die Isomatte und schlief im Womo auf dem Boden, denn die Kinder sind in der umgebauten Essecke doch zu aktiv. Moni machte noch einen Nachtspaziergang, hier ist auch immer viel zu tun, denn die Bilder müssen runtergeladen werden, auch Monis und wir sichern sie lieber doppelt. Spät schaute Moni nochmal nach meinem Fußgelenk, ich hatte es in den letzten Tagen sehr belastet und die nächtliche Behandlung tat gut.

Hauckland

in der Hauklandbucht, dieser Felsen heißt der "Zeh"

Regen

Regen am späten Abend

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