17.8. Taen, Wanderung zu den Seen auf Hadseloya
Wir trödelten morgens, denn wieder schien keine Sonne, alles grau in grau. Die Kinder wollten schon früh an den Strand. Tobten auch noch etwas in Monis Zelt. Als wir beim Frühstück saßen klopfte es, Jörg aus Stockmarknes war da. Er wollte uns einen Spaziergang zu den Seen im Innern der Insel zeigen. Irgendwie kamen wir kaum in Gang, wenn einer fertig war, hatte ein anderer noch was zu tun und umgekehrt. Ich kühlte meinen Knöchel mit Jörg erzählend im Eiswasser, danach brauchten meine Füße länger als eine Stunde, um warm zu werden. Die Leute im Wohnmobil nebenan waren sehr nett, nach einer Weile sprach der Herr dann Gunter an, daß er unsere Beichte im Internet kenne, Gunter freute sich und erzählte es mir hinterher. Ich hatte mich mit Moni und Jörg unterhalten und nichts mitbekommen.

Schließlich packten wir es uns zur Wanderung aufzumachen. Wir hätten diesen Weg niemals allein finden können, denn es gibt keine Beschilderung. Das Wetter war leider sehr trüb, ich machte fast gar keine Bilder. Die Wanderung war sehr schön, die Seen sehr groß und das Bergpanorama wunderschön. Bei tollem Wetter sicher absolut klasse. Wir aßen Sauerampfer in Mengen, kamen uns ein wenig wie Schafe vor. Dann fingen Moni und Amy an, sich auf die Blaubären zu stürzen. Sie pflückten und pflückten und aßen. Noah quengelte, er wolle zurück zum Mobil, ihm täten die Beine weh. Als der Weg um den See doch zu beschwerlich wurde, ich hatte längst ziemliche Schmerzen, entschieden wir uns, doch umzukehren. Die Strecke zurück dauerte länger, denn die beiden Blaubären genossen die Strecke kulinarisch.
Am Strand gibt es eine "Höhle", eine kleine in den Fels gebaute Hütte, in die man sich bei schlechtem Wetter zurückziehen kann. Darin hatten die Kinder große Freude, wir unterhielten und draußen, im Windschatten sitzend und Tee und Kaffee trinkend. Die Zeit verging wie im Fluge, schwubbs da war es schon fast 16:00 Uhr. Das Paket mit der neuen 20d war nicht angekommen bei Jörg, er hatte per Handy nachgefragt. Sch...! Wir beschlossen etwas zu essen, Jörg fuhr nach Hause, wir aßen im Mobil mit Meerblick. Dann entsorgten wir und füllten Wasser auf kurz hinter Melbu, auch mit Meerblick. Zwischenzeitlich hatten wir noch in Deutschland angrufen um zu klären, wie die Kamera verschickt worden war. Es scheint Probleme mit dem Zoll zu geben:-( Zuhause bei Mathilde war aber auch nichts angekommen! Hoffentlich ist die Kamera morgen da, ich will wieder meine Klasse 8MPixel!! Wieder brauchten wir Brot und Jogurt .... Wir besuchten dann Jörg noch zuhause, erzählten eine Weile, checkten mails, falls da was gekommen wäre, aber auch Fehlanzeige. Dann fuhren wir hintenrum wieder um die Insel um auf dem Parkplatz zu essen, wo wir am vormittag zur Wanderung gehalten hatten. Wir kochten Linseneintopf mit Sonnenuntergangsblick. Etwa 3 Minuten super Licht hatten wir, die Amy uns quengelnd vermieste, ein paar Aufnahmen machten wir totzdem. Nach dem Essen fuhren wir wieder nach Taen, denn da kann Moni das Zelt aufbauen und die Kinder können morgens zum Strand. Esra baute mit Moni das Zelt auf, ich spülte die Unmengen Geschirr (es war eigentlich nichts mehr im Schrank), Gunter baute das Bett mit Amy und Noah schlief schon. Wieder bis 1:30 Uhr sitze ich am Notebook und schreibe. Viel zu spät.
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