24. Juli, Die Anfahrt und erste Impressionen in Schweden
Immer wieder ist es hektisch vor einer Reise. In den Schulen und dem Kindergarten passiert noch viel in den letzten Tagen, die Bücher müssen bestellt werden, die Hefte besorgt. Wieder haben wir zu viele Vorbereitungen aufgeschoben - nun, Gunter war die gesamte "Vorbereitungswoche" krank, er hatte Durchfall:-( Der Plan, direkt am Freitag nach der Schule loszufahren fiel ins Wasser. Ich hatte noch starke Schmerzen im Gelenk, ging auch besser nochmal zum Arzt. Zu lange wollte ich den Reisebeginn nicht verschieben. Am Donnerstag dem 28.7. würde der Dalai Lama in Wiesbaden sprechen, ich war sehr traurig, daß ich ihn nicht sehen könnte. Und wenn man dann die Reise zu weit Richtung Donnerstag verschieben würde, wäre es noch schlimmer. Am Sonntag waren wir dann soweit, mein Bruder hatte unsere jungen Beagledame abgeholt, Scharie, unser Cokermischling, bleibt bei Mathilde zu Hause. Gegen 14:00 Uhr fuhren wir los, schon bei der Ausfahrt aus dem Tor in der Hochstraße waren wir eingebaut. Ich hatte die Nachbarn gebeten, den Weg freizumachen, da stand schon das nächste Fahrzeug zu nach am Tor. So war es eine lange Rangiererrei, bis wir draußen waren, und erstmals machte ich einen Kratzer ins Tor, das Wohnmobil blieb verschont.
In Hannover hatten wir uns mit Freunden verabredet, denen ich etwas Sperriges bringen wollte. Wir fanden trotz Routenplaner nicht dahin (der Ausdruck war voller Fehler!) und behalfen uns mit dem Handy. Schließlich holte Karl-Heinz uns ab. Wenn man mal im Reden drin ist, dann hört man kaum auf. Wir hatten viel Gesprächsstoff, die Kinder wurden müde, Noah schlief kurz vor seinem 9. Geburtstag ein. Esra hätte Karl Heinz noch lange zuhören können, denn die Mineraliensammlung fand großen Anspruch. Da es so spät war, beschlossen wir nicht ganz so früh aufzubrechen am nächsten Morgen, sondern noch zusammen zu frühstücken. Wir verabredeten uns auf 7-7:30Uhr und parkten in einer ruhigen Nebenstraße.
25.7. Noah's Dreiländergeburtstag:-)
Das gemeinsame Frühstück mit Marita und Karl-Heinz war wunderbar. Die Brötchen sehr lecker (vielen Dank dafür!), die Gespräche vom Vorabend gingen nahlos weiter.

Frühstück bei Martita und Karl-Heinz
Trotzdem packten wir es um kurz nach 9:00 Uhr auf die Autobahn. Unsere Gastgeber lotsten uns auf den rechten Weg, und weiter ging es gen Norden. Wir fuhren mit kleineren Unterbrechungen, standen vor Fehmarn recht lange im Stau, feierten Noah's Geburtstag mit Küchlein und Kerzen, dann ging es auf die Fähre nach Dänemark (68 Euro, 45 Minuten).

doch - neun Kerzen fanden auf dem Küchlein Platz! Amy hilft mit:-)

auf der Fähre nach Dänemark
In Dänemark hielten wir uns nur zum tanken und Lakritzkaufen auf und waren dann auch schon auf der Brücke nach Schweden (63 Euro). In Schweden aßen wir gemütlich zu Abend, genossen den Nebel, der vom Meer über das Land zog und taten uns schließlch schwer einen schönen Platz zu finden. Campingplätze sind auch nicht so einfach! An einem Badeplatz nördlich von Helsingborg, in Ängelsbäckstrand, fanden wir schließlich Ruhe, machten eine ganz kurzen Spaziergang zum Strand, denn es war schon fast dunkel. Dann schauten wir zur Feier des Tages "Peanuts", Noah vermißt Lucky sehr, so kann vielleicht Snoopy etwas trösten!
26.7. Südschweden, und ab nach Norden
Schon früh waren wir wach, das Frühstück mit Meerblick war sehr angenehm, trotzdem wollten wir jetzt bald so richtig im Norden sein. Also, schubbs waren wir wieder auf der E 6.

mit Amy ganz früh am Meer

eine wunderschöne Baumgruppe am Meer

die Getreidefelder in Schweden sind rießengroß, die Bauernhäuser sehen sehr idyllisch aus

die Kirche in Bastad
In Udevalla kauften wir nochmal ein, denn in Schweden sind die Preise moderater. Ich habe Probleme mit den Wandersandalen länger Auto zu fahren, denn mein Bein, samt Fuß schmerzt doch noch ziemlich. Meine bequemen, ausgelatschten "Autofahrschuhe" lies ich aus Gepäckgründen zu Hause, nun brauche ich doch welche. Im Einkaufszentrum fand ich leider keine. Aber eine gute, sehr praktische Outdoorhose, ich bin im letzten Jahr zu dick geworden, weil ich nicht gut laufen konnte und auch das Walking verzichten mußte. So klemmt es mir wenigstens nicht am Bauch:-)
Im Hafen von Hunnebrostrand fanden wir einen Wohnmobilstellplatz für 30 Kronen. Leider war alles zugestellt und die großen Arbeitsfahrzeuge fuhren kreuz und quer. Der Hafen war sehr schön. Die Wolken am Himmel schön weis und teils sehr dramatisch.

der Hafen von Hunnenborstrand

geniales Photowetter
Wir wären ganz gerne geblieben, aber die Kinder sehnten sich nach dem schönen Campingplatz auf dem wir vor zwei Jahren waren. Leider hing schon ein paar Kilometer vorm Ziel ein Schild draußen, daß der Campingplatz voll sei. Schade! So fuhren wir im schönsten Abendlicht weiter gen Norden. Meist wählten wir kleine, abgelegene Straßen. In einem Naturschutzgebiet bei Resö fanden wir dann einen schönen Stellplatz. Wir liefen kurz vor Sonnenuntergang durch den Wald und am Fjord entlang. Die Ruhe und die Natur war einfach wunderbar. Die Kinder wollten zugleich schwimmen gehen, der Wind war aber zu kühl so rieten wir davon ab.

die Ruhe in der Natur

Womo, Wolken und Wasser
Ich fing endlich mit meinem Reisebericht an und es wurde spät. Den Wecker lies ich am morgen einfach klingeln, denn die Sonne war schon um 5:oo Uhr morgens aufgegangen, was mir entschieden zu früh war:-)