27.7. die Reise nach Norwegen

Heute war der Tag. Wir würden Norwegen erreichen:-) Nachdem die Sonne für meinen Geschmack viel zu früh aufgegangen war, fuhren wir ohne große, morgendliche Photosession los. Es gab zwar sehr viele Vögel auf dem Fjord, aber ich kam nicht nah genug ran. Leider kauften wir nicht nochmal schwedische Brötchen, denn wir hatten sehr leckere gefunden. Die fanden morgens übrigens sogleich den Weg in die Reichertschen Mägen, die Kinder haben unterwegs viel mehr Hunger als sonst. Das ist sehr erstaunlich! Wir könnten den ganzen Tag nur Essen bereiten. Es dauerte nicht lange, und wir waren in Norwegen, leider kostete es Mautgebüren, was wir bisher an dieser Stelle noch nie hatten. Die Gebüren gehen nach Gewicht und der Herr am Schalter fragte nach den Autopapieren. Die hatte ich sicher im Geldgürtel verstaut, noch nie hatte den jemand sehen wollen. Jetzt riß es meinem morschen Geldgürtel, den mal meine Oma genäht hatte, auseinander. Schade, nun ist er kaputt.

Unterwegs machten wir uns erstmals ernsthaft an die Routenplanung. Wir würden alle gerne Magnus, Maria und die Kinder besuchen aber der Weg an die Ostküste Schwedens ist einfach sehr weit. Wir wollen Moni am 11. August in Bodo treffen, aus diesem Grund möchten wir diesmal durch Südnorwegen fahren und dann erst weiter in den Norden.

Damit wir nicht die ganze Strecke um Oslo fahren mußten, kürzten wir mit der Fähre von Moss nach Horten ab. Diese kostete uns 278 und wir hatten keine Zeit uns vorzubereiten, denn wir konnten ohne eine Minute Wartezeit auf die Fähre fahren. So war es etwas hektisch, bis alle Schuhe und Jacken angezogen hatten. Die Fahrt war schön, die Sonne schien, wir saßen draußen und genossen das Wasser.

Dann fuhren wir noch ca. 2 h im ziemlichen Verkehr. Ich wurde irgendwann sehr müde und während die anderen ein Knäckebrot nach dem anderen verzehrten, legte ich die schweren Beine hoch. Kurz danach wurde das Fahrzeugaufkommen geringer, dafür die Berge größer, die Wasserfälle gab es wieder fast an jeder Ecke und auch die Flüsse waren ganz schön groß und schnell. Schließlich sahen wir eine Stabkirche nach der anderen. Am Anfang machte es den Kindern noch Spaß, doch bei der dritten gab es schon Gemeckere. Als dann noch eine Vierte kam, wollte nur noch Noah mit raus, und leider war diese dann geschlossen, wir durften jedoch kurz schauen gehen, sie war eingezäunt, weil abends ein Konzert stattfinden würde waren noch Leute da.

Amy

Stabkirche

die Stabkirche von Flesberg

Stabkirche

der Eingang der Stabkirche von Rollag

Innen

in der Stabkirche von Rollag, der Eintritt kostete 30 Kronen

Stabkirche

Die Stabkirche von Nore

Detail

Stabkirche

Die Stabkirche von Uvdal, die wir ganz kurz betrachten durften

Kirche

die "moderne" Kirche von Uvdal, die fast aussieht wie eine Stabkirche aber erst 1893 erbaut wurde.

Ich wäre gerne früh auf einen netten Campingplatz am Fluß oder See gegangen, Gunter wollte aber nicht. So fuhren wir noch über zwei kleine Fjells Richtung Geilo und fanden schließlich gegen 20:00 Uhr einen Stellplatz in einer Nebenstraße. Die Gegend ist sehr schön, nicht besonders wild, weil landwirtschaftlich. Die Leute, die hier leben haben ein ruhiges Leben. Einige Höfe sind wirklich schwer erreichbar!

gegen Abend

einer der abgelegenen Bauernhöfe am See

Ich versuchte zu schreiben, während Peanuts lief, was nicht gut klappte, es lenkt noch mehr ab als eine schlafende, schnarchende Familie. Aber heute will ich recht früh ins Bett, weil ich gerne das schöne Morgenlicht nutzen würde und ich von der langen Fahrt doch ganz schön gebeutelt bin.

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