30.7. nach Fjaerland und weiter zum Nordfjord
Am morgen regnete es, es lohnte sich erstmal nicht so früh aufzustehen. Aber gegen 8:00 Uhr sah ich, daß sich was tat am Himmel, gleich würde sie kommen, die Sonne! Ich stand also auf, wusch mir die Haare, warnte die Kinder schon mal vor, damit sich gleich rauskamen. Die Heizung war schon die ganze Nacht gelaufen, es war zwar nicht super warm im Mobil aber es ging. Noah fror trotzdem und tat sich schwer mit dem Aufstehen. Und, wie ich es mir gedacht hatte: die Sonne schien. Toll! Jetzt wollten wir gleich weiter. Ich freute mich auf die Fahrt nach Aurlandsvangen war damals schon so schön mit Fjordblick gewesen. Uns schmerzten bei der Abfahrt die Ohren. Es ist ganz schön anstrengend, dauernd rauf und runter. Zudem war morgens meine Nase verstopft, was die Sache verschlimmerte. Die Aussicht im Sonnenschein war fantastisch. Wir hielten öfters um Photos zu machen. Die Kinder waren mal wieder zu sehr in Harry Potter vertieft. Den 6. Band habe ich auf Englisch mit, aber wir kommen nicht dazu, ihn zusammen zu lesen.
der Aurlandsfjord

Aurland
In Aurland angekommen ruhten wir kurz aus, putzten die Scheiben, denn Gunter und die Kinder hatten entschieden, daß es das Beste sei, nochmal durch den 24,5 km langen Laerdalstunnel zu fahren, denn wir wollen nun weiter Richtung Norden und nach Westen. Ich gab mich geschlagen. Stress ist es trotzdem für mich. Diesmal hielten wir nicht an. Die Fahrt durch den Tunnel dauert ca.25 lange Minuten und diesmal wurden wir, obwohl ich 70 km/h fuhr 5 mal überholt. Das fand ich gar nicht gut, denn man fühlt sich so gehetzt. Die Diesellust machte mir wieder Kopfweh. Die Landschaft wir hinter dem Tunnel dann schnell grandios. Wir nahmen eine kurze Fähre von Laerdal Richtung Stryn. Diese war sehr teuer (301 Kronen) denn es ist eine Straßengebühr enthalten. Bei diesen Straßen eigentlich nicht verwunderlich. Die Tunnels, und es sind sehr viele hier, müssen ein Vermögen gekostet haben. Wir mußten einige Tunnels passieren und leider waren die lange nicht so schön wie der lange! Man wartet nun auf schöne blaue Hallen, die nicht kommen wollen.
der Laerdalstunnel
Nach einer Weile, und nach einer weiteren Mautstation (160 Kronen) kamen die ersten Gletscherarme in Sicht. Wow! Diese hohen Berge, die Fjorde ... In Sogndal kauften wir Brötchen, Brot und Eiscreme (zu viele Gletscher und Eisfelder machen Lust drauf). Und entsorgten unsere Toilette. Am Bojabreen (ein Ausläufer des Jostedalsbreen) gibt es einen schönen Rastplatz an dem wir auch schon übernachtet hatten. Dort aßen wir zu Mittag. Mit Amy erforschte ich die Wiese und die kleinen Bäche. Da fanden wir zwei kleine Kröten, da waren die Kids begeistert. Später beobachteten wir noch lange zwei sehr große blaue Libellen, die sich teilweise hinterherflogen. Wir machten ein paar Erkundungen, um näher an das Eis heranzukommen, bekamen alle nasse Füße und auch ein wenig Ziegendreck. Das Gletscherwasser war eisigkalt. Die Kinder warfen lange Steine in den Gletschersee, dabei traf Amy versehentlich Esra genau auf dem Kopf. Noah fand zum Glück einStückchen Eis im See, und kühlte damit Esra`s Kopf und Temperament.
Etwas näher an Fjaerland gab es noch eine Abzweigung zum Suphellebreen. Schon nach den ersten paar hundert Meter mußten wir rangieren, weil wir und ein Auto nicht zeitgleich auf die Straße paßten. Ich fuhr rückwärts aber es war zu weit. Der nette Norweger fuhr dann rückwärts, der Fahrzeug hinter ihm auch, uff, jetzt klappte es. Ich fragte, ob man mit dem Mobil wirklich noch weiter fahren sollte, oh ja, das wäre kein Problem. Nach etwa 6 km ging die Straße in Schotter über, sie wurde enger und es gab weniger Ausweichbuchten. Heute war es übrigens dann doch den ganzen Tag sonnig, wir schwitzten sehr, zogen alle kurze Hosen und T-Shirts an. Ich war auf dem Weg dann sehr angespannt, aber wir schafften es bis ans Ende der Straße. Ein weiterer schöner Gletscherarm schaute uns entgegen. Wieder spielten die Kinder sehr lange mit Steinen, sie überlegen sich damit immer neue Spiele. Fanden heraus, wie man testet, ob ein Kuhfladen frisch ist:-) Je nachdem, wie weit ein Stein in die weiche Masse aus einem Meter freiem Fall eindringt, desto frischer ist die Kacke! Wir photographierten, hatten übrigens gerade sehr großes Glück mit dem Licht, denn gerade als wir uns auf dem Weg zum Mobil machten, nahm ein großer Berg der Sonne die Möglickeit weiterhin unsere Photomotive auszuleuchten.
ein typisches Tal

eine Digitalis und der Gletscher

die Kinder erforschten Wege, um näher an den Gletscher zu kommen. Außerdem gab es wieder überall Wasser, was immer gut ist. Leider verirrte sich einer von Amy's Steinen - er fiel direkt auf Esra's Kopf, was man weithin hören konnte! So schlimm war's dann nicht. Esra versuchte Amy dann das Werfen beizubringen.
In der Sonne schwitzten wir sehr, sie brennt gewaltig. Steht man dann vorm Gletscher fühlt man sich wie im Supermarkt vor den Kühlregalen nur mit starkem Wind! Ein Wechselbad, der einem empfindlichen Nacken schaden kann!

Noah auf der Sumpfwiese

die Eiskante, sehr hoch oben

der Suphellebreen

der Suphellebreen mit Gletscherbach. Für diese Photo mußte ich mich heftig verrenken, denn nur ein klitzekleines Stück Erde blieb für mich zum hocken, und ich mußte mich fast unter die Kamera legen, damit der Felsen im Vordergrund mit draufkam. Man muß Opfer bringen für die Photographie:-)

Wasserkraft
Ich lud gleich die Photos runter, denn die anderen verspeisten große Mengen an Eis. Ich hatte nur Durst und war ziemlich fertig von der Hitze, dem schweren Rucksack und der Plackerei mit dem Stativ:-)
Da sich nun das ganze Tal in Schatten hüllte und es sogleich empfindlich kalt war, fuhren wir weiter (auch das wäre eine gute Stelle zum Übernachten gewesen). Um eine Fähre zu vermeiden fuhren wir über das Utvikfjell. Das ist zwar nur 630 m hoch aber den Ohren tat es nicht gut. Ich habe heute abend Ohrenschmerzen. Am Nordfjord (Invikfjord) fanden wir gegen 20:00 Uhr einen netten Platz neben einen anderen deutschen Mobil mit Blick über den Fjord , vielen Steinen zum Werfen und hoffentlich etwas Ruhe. Leider ist hier ein Fest oder Konzert und viele Betrunkene laufen singend am Mobil vorbei. Es wäre mir sehr lieb, wenn wir heute abend auch Ruhe hätten!
Ich schlafe nun, weil mein Kopf schmerzt und ich tierisch müde bin. Es ist sowieso schon wieder 0:30 Uhr!