7.8. Walsafari in der Kälte
Wir gingen mal wieder mit auf Waltour! Wow, ich freue mich immer wieder. Es war weiterhin sehr kalt. Wir kleideten uns entsprechend. Ich hatte Skihosen für zwei der Kinder und mich mit. Noah packten wir in warme Unterhosen und eine gefütterte Winterhose, Dann trugen wir alle T-Shirts, Pullover und Winterjacken, samt Handschuhen und Mützen. Und wir hatten es nötig. Ich hatte eine Tablette eingenommen, den Kinder jeweils eine halbe gegeben, denn die Fahrt würde rau werden. Gunter versuchte sich homöopathisch, denn er verträgt die Tabletten nicht. Die Erklärungen gab es in Deutsch (von einer Holländerin, die letztes Jahr mit ihrer Familie auf Tour war), Spanisch von Maria und English von einem jungen Herrn, den ich nicht mit Namen kenne. Wir blieben eine ganze Weile lang draußen, denn so warm eingepackt war es dann drinnen zu warm. Ich vertrage es sowieso innen nicht, zumindest kann ich mich nicht genütlich hinsetzen, denn dann wird mir's richtig übel. Ich nahm Tabacum (homöopathisch) damit ich klar kam. Noah schaute einmal zu lange nach unten, dann fühlte er sich auch schlecht, aber ihm halfen die Kügelchen sehr schnell. Außer Amy war es uns allen irgendwann mal richtig kotzig, Gunter mußte sich leider erstmals wirklich übergeben, und verpaßte somit den ersten Wal!

Erklärungen vor der Fahrt


Maria in der Schiffsküche
Den allerersten verpaßte ich auch, photographisch, denn er tauchte abm bevor wir nah genug rangekommen waren. Der zweite war für mich ganz gut, nur der Autofocus machte nicht so richtig mit. Aber ein paar schöne Flukenbilder sind dabei. Schade, daß das Licht nicht besser war, denn alles war grau in grau. Ganz kurz kam mal die Sonne durch, aber zu einer Zeit, zu der keine Wale in Sicht waren. An diesem Tag hatten wir sowieso das Pech, daß die Pottwale nicht in ihrem üblichen Gebiet waren und wir mußten noch eine Stunde weiter nördlich schauen. Die Gischt hatte uns bis dahin schon alle klatschnaß gespritzt, meine Handschuhe waren nicht mehr brauchbar. (Ich habe sowieso nur alte Fahrradhandschuhe, weil ich sonst die Kamera nicht bedienen kann). Ich hätte gerne Per Ole oben besucht, aber da wäre es mir wahrscheinlich auch richtig schlecht geworden. So blieb ich unten mit den Kindern meist im Bug stehen. Die Drei wärmten sich immer wieder drinnen auf und tranken dabei ziemlich viel Kaffee, um der Tablette, die Müde macht entgegenzuwirken:-) Maria war ganz erstaunt! Ich fühlte mich auf der Leonora trotzdem sehr wohl, ich kenne das Boot schon recht gut und die Leute auch. Mit einem schwedischen Ehepaar unterhielten wir uns immer wieder, die beiden waren sehr sympathisch. Wir hatten auch genügend Zeit, einen kleinen Photokurs zu machen, denn die Kamera, die Stefan hatte (die Canon 300d) kenne ich recht gut und so konnte ich einige Funktionen erklären.

die Fragen kommen hinterher, hier hat man genügend Zeit für Erklärungen

ein Eissturmvogel

der erste Pottwal

die große Fluke hebt sich

...hoch hinaus

Nach den Walen gab es Fischsuppe und Gunter füllte nacht, was vorher versehentlich über Bord gegangen war. Er schaffte 3 Schalen voll. Mir tat die Fischsuppe auch sehr gut, sie schmeckt wirklich vorzüglich und ich esse normalerweise keine Fischsuppe. Als wir bei der Insel Anda Fyr ankamen war das Licht fast noch schlechter geworden, aber die Tiervielfalt war überwältigend. Viele Papageitaucher flogen mit Fischen im Schnabel umher, ca. 15 Adler umkreisten den Leuchtturm, viele Robben lagen müde auf den Felsen. Wunderbar! Erst nach 20:00 Uhr kamen wir im Hafen an, uff, wir waren geschafft!
Ich verkaufte noch ein paar Kalender, zwei davon hatte Per Ole ins Boot gehängt:-) Dann briet Gunter den am Tag zuvor gefangenen Fisch. Ah, wie lecker. Wir schafften alles, kein Krümel blieb übrig. Esra war mächtig stolz, denn er hatte den Großteil davon gefangen. Per Ole besuchte uns kurz und ich zeigte ihm die Bilder vom Tag. Dann sanken wir müde in die Kissen!

Per Ole sucht den nächsten Blas

die Robben, auf Anda Fyr
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