9. August, Von Stryn nach Lom - wieder eine Hochebene mit viel Wasser
Wir brachten das Wohnmobil in Ordnung, ja das machen wir eigentlich immer:-)aber manchmal etwas gründlicher. Ich schrieb morgens den Bericht fertig, Gunter kaufte Brötchen, die sofort den Weg durch die Mägen der Reicherts begingen, ich nutzte das Internet in der Touirstinformation, mußte leider für eine Viertelstunde zahlen, obwohl ich nur ganz kurz die mails checkte, das kostete einen Festpreis von 25 Kronen. Gefrustet von den vielen Spams gab ich auf, ich wollte die Familie nicht zu lange im Wagen warten lassen. Um Bilder der Gegenden zu sehen, nahm ich ein paar kostenlose Brochüren mit, bekam natürlich bei einem Bild mit wilden Wellen, wilde Sehnsucht zum wilden Meer:-( Gunter würde dagegen gern die engsten Täler zu den größten Gletschern fahren. Die machen mir jedoch Angst. Ich bekomme in engen Schluchten ein ungutes Beklemmungsgefühl. Wir fuhren also eher durch Täler, der 15 folgend. Jedoch nahmen wir die 258, anstatt durch viele dunkle Tunnel zu düsen. Diese Strecke war wieder wunderbar für Fotografen mit Wasserfällen und Gebirgsbächen und Panoramen gespickt. Nach einer Weile ging sie in Schotterschtraße über und wir kamen nur langsam vorran. Aber das macht ja nichts. Bei einigen Fotostopps konnten sich auch die Kinder austoben - ja, genau, mit Steinewerfen:-) Und Felsenklettern.

ein kleiner Teil der Stromschnellen am Aussichtspunkt

Nochmal die gleiche Stelle nur nach unten, mit Bergen - mittendrin die Aussichtsplattform auf der man naß wird, das Wasser fällt an dieser Stelle nämlich etwa 60 m nach unten

auf der Hochebene; mit den Kindern kletterten wir etwa eine Stunde über Stock und Stein, na ja, nicht über Stock, wir waren mal wieder oberhalb der Baumgrenze

Typisch Fjell, überall Wasser, und Wollgras (?) und Sumpf

Die Schafe hatten Erfahrung, als Gunter mit der Coolpix kam stellten sie sich perfekt ins Bild, unten zu sehen, die Straße, die immer enger und dann auch unbefestigt wurde!

so sah es dann weiter oben aus, ziemlich wild und kalt
Den Doenfoss sahen wir uns an, eigentlich kein Wasserfall sondern Stromschnellen, wie es sie hier fast überall gibt. Hier war das Außergewöhnliche, daß ein Schwimmbad direkt dahinter war, das sah schön aus. Auch ein Campingplatz war angeschlossen, aber es kostete mal wieder alles extra. Wir beschlossen weiterzufahren, denn es war noch zu früh.

der Domfossen, hinter mir das Schwimmbad
An einem Rastplatz mit Riesenrutsche, Trampolin, Schaukeln und See machten wir eine späte Mittagspause, ausgiebig, damit auch alle Drei wieder dreckig werden konnten, und glücklich natürlch. Ein kleines etwa 1,5 jähriges norwegisches Mädchen schloss sich der Sippe norwegischbabyplaudernd an, was für ein Spaß. So viel sogar, daß Noah fast vor Lachen in die Hose machte.
In Lom kauften wir ein, die Preise im Supermarkt verderben einem den Spaß. Jogurteis mit Blaubeeren haben wir besorgt, in 1 l Schachteln ist es billiger. Ein kleines Wassereis kostet 1 Euro und das sehen wir nicht ein. Die Kirche des Dorfes, welches ganz in Holz erbaut ist, sah in der Ferne so schön aus, daß wir hinfuhren. Ich machte Bilder. Wie immer war gerade dann der Film voll, als es interessant wurde. Eigentlich war er gar nicht voll, denn bei 20 Bildern stoppte die Kamera, ich hatte keinen neuen Film in der Tasche, und das letzte Abendlich verblasste. Schade. Hier meine Digitalaufnahme, Speicherplatz haben wir eigentlich immer genug.

die Stabkirche von Lom, innen sah sie sehr urtümlich aus, aber Fotos waren verboten

die ganze Zeit über hatte es schon so streng gerochen, jetzt weiss ich warum, die Kirche und auch die Häuser werden geteert. Die Kirche war dann auch mit Nichtraucherschildern gepflastert
Nicht weit von Lom geht es steil bergauf, die Straße ist schlecht, ungeteert, im Gegensatz zur Kirche und kostet trotzdem Geld. Als ich das Geld in einen Kasten einwarf, kamen Autos runter, es roch stark nach heißen Bremsen, na, das macht Mut! Wir dachten, mit den 20 Kronen, die man etwa in der Mitte zahlt käme man ganz hoch, dem war nicht so. Wir kamen bis zu einem Campingplatz. Der war schon mit Sommerskifahrern gefüllt. Ein belgisches Wohnmobil lies 3 Stunden lang den Generator laufen. Man, das hat vielleicht genervt! Fast hätte ich an die Tür geklopft da hat er es um 22.15 Uhr abgeschaltet. Eine Solaranlage sollen die sich aufs Dach spannen, das ist nicht so laut und es stinkt nicht. Unsere Solaranlage ist einfach genial! Wir haben immer genug Saft, brauchen nicht extra zahlen auf den Campingplätzen und müssen keine Kabel legen. Der Weg nach oben war jedenfalls heftig, ich hoffe, wir kommen morgen wieder heil runter. Im ersten Gang fuhren wir die meiste Zeit und ich hatte das Gefühl, die Vorderreifen wollten abheben. Ob wir morgen das letzte Stück für weitere 50 Kronen fahren werden, wissen wir noch nicht. Schnee muß es geben da oben, denn hier putzen sie die Skier. Das wäre ja auch mal interessant. Hier kommt man übrigens zum höchsten Berg Norwegens, dem Galthoepiken(?).
Jetzt ist es 23:45 Uhr und Amy ist immer noch munter. Komisch. Sie schläft tagsüber nur sehr kurz, was reicht, um Abends zum Alleinunterhalter zu werden. Ich bin früh dran, oft sitze ich bis 1:00 Uhr nachts, manchmal sogar länger. Vielleicht sind wir morgen früher munter.

eine etwas zu späte Wolkenstimmung, eine halbe Stunde vorher lag noch rosa Licht auf den Bergen

Ausnahmsweise warm eingepackt, hoch oben weht ein kühler Wind