13.8. Myrland und Eggum - ein schlechter Tag für meine Kamera
Da es abends so spät geworden war, verschliefen wir den frühen morgen. Ich hatte den Wecker nicht gehört. Esra hatte bei Moni im Zelt geschlafen, Amy war es nicht gewohnt so allein zu liegen, ihr war es daher kalt. Der Blick auf den Strand beim Frühstück war ein Genuß. Aber nach kurzer Zeit juckte es wieder im rechten Zeigefinger, es war nun richtig Ebbe, neue Felsen ragten aus dem Wasser. Die Kids und Moni bauten zusammen das Zelt ab und schauten nach den Schafen, die ich am abend zuvor gefunden hatte. Leider kam die Sonne wieder nicht durch, ich meditierte trotzdem inmitten der Wellen. Gunter kam mit der Mittelformatkamera und befreite die Boje, die die Kinder am Abend zuvor gesichtet hatten.

Meditation pur für mich!

leider strahlt der Tang nicht farbig im Licht

meine Lieblingsfelsen

Gunter befreit die Boje

Tang

die Ebbe gibt den Tang frei
Ich machte mit Moni zusammen noch Makros, es war gar nicht so dunkel.
Auf meiner 20d hatte sich wieder Staub angesammelt. Ich hätte gerne noch gewartet mit dem Putzen, denn die Kids spielten gerade sehr lebhaft mit ihren Figuren. Gunter packte das Luftspray aus und wir versuchten gemeinsam den Sensor zu reinigen. Das war schlecht, denn das Spray darf man nicht schräg halten. Gunter paßte kurz nicht auf und der ganze Sensor war mit Eis überzogen! NEIN! Mein Herz schlug hoch, das brachte aber nichts, denn die Kamera ist nun nicht mehr brauchbar! Was soll ich hier ohne Kamera?! Mein bestets Stück. Mist. Gunter versuchte mit Reinigungsstäbchen und Alkohol den Sensor zu reinigen, mir wurde allein bei dem Gedanken schon schlecht! Das Ergebnis war fatal! Tausende Fussel auf der Scheibe! Photographieren unmöglich! Frust!
Wir überlegten, was zu tun ist? Eine Werkstatt zur Reperatur würde es hier auf den Lofoten nicht geben. In Leknes ging ich in einen Photoladen, es war Samstag Mittag, bald würde alles zu sein! Der sehr nette Mann im Laden meinte: "oh, sehr schlecht! Wir schicken die Kameras nach Frankfurt zur Wartung" Er versuchte, mit Druckluft was zu tun, was nicht funktionieren wollte, weil der ganze Sensor verschmiert war vom Eis und Alkohol. Wir riefen Alex an, ob er eine neue 20D lieferbar hätte, konnte er aber leider nicht sagen, weil er keinen Zugang zum Rechner hatte. Er könne sie jedoch, wenn sie lieferbar wäre spätestens am Dienstag losschicken. Herr Rehm vom Oehling hatte uns mal versprochen, per Express was zu schicken, falls wir unterwegs Probleme hätten. Das Angebot nahmen wir nun an. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir ihn, es war mittlerweile 3:00 Uhr. Wir müßten eine email schicken, das erwies sich als schwierig, weil das Touristenbüro geschlossen hatte, es war halt Samstagmittag. Im Fotoladen hatte ich auf dem Computer unsere Webpage gezeigt, also hatten sie ja Internet. Ich würde den netten Herrn fragen. Es war offen, aber wir mußten die Empfängeradresse festlegen und riefen daher Jörg aus Stockmarknes an, denn wir mußten ja wissen, ob er auch dahein wäre. Jörg war da, das ging also klar! UND dann war der Fotoladen zu:-( Ich versuchte es an der Tür und ging gerade frustiert zum Womo zurück, als die Tür wieder geöffnet wurde. Ah, wie gut. Wir durften ein email schreiben, bestellten den Body per Express und hoffen nun, daß er bis Dienstag oder Mittwoch hier sein wird. Bis dahin werde ich die D60 nutzen, die leider schon etwas veraltert ist. So ein Frust am 13.!
Das Wetter wurde schlechter, es sah nach Regen aus und er lag auch in der Luft. Wir erkundeten den Nappstraumen, aßen an einem kleinen Parkplatz zu Mittag und machten eine kurze Wanderung. Nur durch die Sieldung und ein wenig den Berg hoch, mein Bein machte den holprigen Weg über grasbewachsene Felsen steil nach oben nicht mit. Ich hatte es gestern überlastet. Die Sicht von oben war sehr schön, ich war froh, wieder unten zu stehen. Jetzt muß ich mich erstmal wieder auf die D60 umstellen.

Boote im silbrigen Wasser

Berge im Regen
Wir versuchten auf der Route 817 über Stamsund einen guten Platz zum Übernachten zu finden. Es sah schön aus im Regen. Die Berge waren so blau. Das Licht auf dem Tang fehlte um einen optimalen Photoabend zu haben. Es wurde wieder spät, weil es nichts geeignetes für uns gab. Wir entschlossen uns also nach Eggum zu fahren, denn dort könnte Moni sicher das Zelt aufbauen. Spät kamen wir an, fanden ein schönes Plätzchen, bauten das Zelt in Nieselregen auf, der jedoch stärker wurde. Der Wind war sehr kalt, so beschloß Amy freiwillig nicht bei Moni im Zelt zu schlafen. Ich lud die Bilder runter, bearbeitet sie noch ein wenig, war gefrustet. Die Kinder wollten einen Film schauen, es war schon 23:00 Uhr trotzdem machten wir Werner an. Moni behandelte meinen Fuß hinten im Bett, das tat gut! Es war wieder sehr spät, als wir ins Bett sanken. Ich hatte wieder keinen Bericht geschrieben, hing völlig hinterher.
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