In der aktuellen Terra (4/12) findet Ihr einen Artikel von uns über unsere Winterreise nach Westjütland.
Artikel zum Schlagwort: Dänemark
Sneglehuset, Dänemark – ein Text von Noah
In der dänischen Stadt Thyborøn kann man seit 1975 das Sneglehuset, zu Deutsch Schneckenhaus, bewundern. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, in dessen Verzierung ein in der Stadt ansässiger alter Fischer 25 Jahre seines Lebens investierte. Dieser Mann, gennant Alfred Pedersen, bepflasterte seiner Frau zuliebe das ganze Haus über und über mit Muscheln, Schnecken und Strandgut.
Die Idee zu einer solchen Aktion kam ihm, als er noch außerhalb der Stadt vor der Küste hauste.
Er wollte sich damals einen Garten anlegen, um das triste Haus zu verschönern, leider gingen ihm die Blumen wegen des kräftigen Windes immer wieder ein, und er stand mit einem erfrorenen Beet da. Aber so leicht ließ sich Pederson nicht entmutigen. So errichtete er eine Mauer, die von nun an die Pflanzen vor dem eisigen Nordwind beschützte. Jetzt hielt sein Bauwerk zwar die Böen ab, aber es verbaute auch den Blick auf seine Pflanzen, zudem sah der graue Beton überaus monoton aus. Dieser Anblick missfiel dem Fischer, und er fing an, die Mauer mit Hunderten am Strand gefundenen Muscheln zu besetzen. Nach einigen Wochen war so die Verzierung seines Hofes fürs Erste abgeschlossen.
Bernstein – ein Text von Amy, Fotos von Noah
Bernstein ist dass versteinerte Harz von vorzeitlichen Bäumen, den man oft an bestimmten Stränden findet, nachdem es gestürmt hat. Und obwohl er eigentlich kein Stein ist, zählt er doch zu den Schmucksteinen. Er ist sehr leicht, ungefähr so schwer wie Plastik. Er kann bis zu 260 Millionen Jahre alt sein. Der Bernstein kann viele verschiedene Farbarten aufweisen, honiggelb, gelbweiß, orange, rot, grünlich, braun, schwarz und selten, blass. Er kann entweder durchsichtig, durchscheinend oder undurchsichtig auftreten. Selten findet man ein Insekt oder ein Pflanzenteil in einem der Steine, die sogenannten Inklusen kommen leider nicht so häufig vor. Doch wenn ein Insekt im Harz gefangen ist, beginnt zusammen mit der Versteinerung des Harzes auch die Zersetzung der Weichteile. Dabei treten Muskeln, Drüsen und Körperflüssigkeit durch Körperöffnungen und Körperwandung aus, weshalb der Bernstein um das Insekt herum oft milchig wirken kann. In Bernsteinen finden sich Fliegen, Mücken, Libellen, Ohrwürmer, Termiten, Heuschrecken, Zikaden und Flöhe, aber auch Asseln, Krebstiere, Spinnen und Würmer, sowie vereinzelt Schnecken, Vogelfedern und Haare von Säugetieren. Einmal fand man sogar eine komplette Eidechse im Stein. Wassertiere findet man nicht in den Bernsteinen, weil im Wasser keine Bäume wachsen. Trotzdem gibt es auch Bernstein mit eingeschlossenen Wassertropfen, wahrscheinlich von Regentropfen. Es ist wissenschaftlich widerlegt, dass man Dinosauriergene findet, wenn man eine Fliege aus einem Bernstein untersucht, die dass Blut eines Dinosauriers gesaugt hat. Auf diese Theorie basiert nämlich das Buch Jurassic Park.
Der Bernstein reagiert mit Sauerstoff, schwach konzentrierten Säuren und Ölen und ist resistent gegen Schwefelsäure. Er lädt sich bei Reibung elektrisch auf. Früher nutzte man diese Eigenschaft, um damit losen Schmutz von den Kleidern zu entfernen. Man kann Bernstein anzünden, dann qualmt er und verbreitet einen harzigen Geruch.
Amy fotografiert in Dänemark
Amy griff diesmal wieder zur Kamera und zwar zu der Canon SX20, die wir sehr schätzen. Wir haben gemeinsam die Fotos gesichtet, herausgesucht und bearbeitet.Hier ein Link zur Canon PowerShot SX20 IS bei Amazon. Und der neue Nachfolger die Canon PowerShot SX40
, die wir allerdings noch nicht getestet haben. Zur Powershot hatte ich schon mal einen Artikel geschrieben und zwar bezgl der Konzertfotografie. Amy freut sich natürlich auch sehr über Kommentare zu Ihren ersten Fotos hier im Blog:-)
- auf der Flucht vor der Welle
- Bovbjerg Fyr mit Mond
- das Sneglehuset
- ein Rabe spielte mit einer Abfalltüte
- im Sneglehuset
- im Sneglehuset
- Möwen in den Wellen
- Sonnenuntergangsstimmung
- Strandlandschaft
- Vogel im Wasser
- vor dem Sneglehuset – Korallen im Schnee
- Wellendetail
Wetterwechsel – Argab Strand mit dunklen Wolken
Das Wetter wechselte, Es wurde wärmer, dicke Wolken zogen auf,das bot wieder völlig neue Motive. Nur das Rausgehen fiel uns schwerer, denn auch der Wind war stärker geworden. Ich habe ja nun die neue, extrem warme Mütze mit Fell – da nahm ich diese Herausforderung doch sehr gerne an. Wir fuhren allein, unsere Sippe konnten wir nicht begeistern, waren wir doch die letzten Tage sehr lange in der Kälte unterwegs gewesen. So spielten sie Würfel oder Karten in der warmen Stube.
Hier also ein paar dunkle Wolken für Euch.
- eisige Felsen im stürmischen Wetter
- Februar Strandstimmung
- Felsen mal anders
- Wellen und Eis am Strand von Argab
zur rechten Zeit….
am rechten Ort. (wie Maria weiter unten so schön in den Kommentaren schrieb!) Das können wir bezgl dieser Reise wirklich behaupten. So eine Kältefront ist unglaublich fotogen. So außerordentlich faszinierende Strandlandschaften hätte ich in Dänemark nicht erwartet. Auch, wenn es beschwerlicher ist als unter “normalen” Bedingungen, die Winterfotografie lohnt sich. Hier zeigen wir zwei unserer Favoriten und wir würden uns sehr über Eure Meinungen freuen!
Argab Strand und Lyngvig Hafen – Fotos von Edeltraud und Heidemarie
Da ich gestern nicht dazu kam, hier nun die Fotos von unseren beiden Begleiterinnen in einem extra Blogbeitrag.
- Fotografen am Strand
- Holzgestelle zum Fischernetz flicken
- Kieselstein
- Siegelung im Fenster
- Sonnenuntergang und Eis 4
- Sonnenuntergangsstimmung
- Spiegelung am Strand
- Sterne über dem Ferienhaus
- Weg zum Parkplatz
- Welle
- auf dem Heimweg
- gefrorenes Strandgut
- sonnenuntergang am eisigen Strand
- überfrorene Felsen
Argab Strand im Eis
Und wieder erwartete uns ein absoluter Sonnentag. Edeltraud und Heidemarie waren morgens am Fjord und in unserer Siedlung unterwegs gewesen.
Erst gegen Nachmittag machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Strandzugang. Wir hielten in Haurvig, dort waren wir aber schon und wir fanden das Eis dort nicht ganz so schön- Eine rießige Eisfläche zog sich längs des Strandes, wir waren nicht sicher, wie fest dieses Eis war und ob wir darüber laufen könnten. So beschlossen wir, weiter zu suchen.
In Tingodden schauten wir nach, der Zugang war jedoch sehr steil. Wir hatten erfolgreich die Düne erklommen, da merkten wir, dass es sich ein noch weiterer, steil geschwungener Weg nach unten zog. Das wäre für Edeltraud und Heidemarie evtl zu viel. Das war ja noch steiler als in Argab. Gunter hatte die glorreiche Idee, dass ich mit den Kids nach Argab laufen könne und er mit den Damen hin fahren würde. Das machten wir dann auch. Ich entschloss mich, das Stativ dann auf der anderen Seite entgegen zu nehmen, bereute es natürlich unterwegs. Die Motive lauerten nur so auf mich. Es war ein wundervoller, wenn auch langer Spaziergang. Amy und Noah fanden gute Stellen für Bernsteine. Sie hielten sich zeitweise lange mit der Suche auf und das Licht wurde derweil besser und besser. Fantastisch, wie abwechslungsreich der Strand war. Ich fand die schwarzen, rießigen Felsbrocken, die völlig mit Eis überzogen waren sehr fotogen.
- Amy und Noah suchen Bernstein
- Eis
- Gabi im Glück – und bei minus 7° C kommt man sogar ins Schwitzen
- gefrorene Wellen im Abendlicht
- Sonnenuntergang
- überfrorene Felsen
Nach einer Weile trafen wir auf Gunter, der nur ein Stativ dabei hatte. Aber besser als keines. Und wieder durften wir einen perfekten Sonnenuntergang erleben und fotografieren. So geniales Wetter hatten wir noch nie auf einer Reise! Ich bin froh, dass wir uns für Dänemark im Winter entschieden – das Fotografieren macht mir wahnsinnigen Spaß. Vielleicht, weil es für mich völlig neue Motive sind. Da muß ich doch mal wieder an den Artikel über das Glück in der Fotografie, den ich für Naturfoto geschrieben hatte, denken! Ja, selbst in der Kälte kann man die Zeit bei der Arbeit vergessen.
Objektivdekel suchen – Argab Eisstrand
Donnerstag, 9. Februar
von Gunter
Heute sollte es eigentlich ein Faulenzertag werden, die Wettervorhersage stand wieder auf bewölkt, obwohl das nach der bisherigen Erfahrung nichts zu sagen hat.
Also ließen wir den Tag gemütlich angehen und planten nur einen Besuch im Outdoorshop. Heidemarie wollte eine Fleecejacke und Gabi eine warme Kappe. Gabi hatte ihre Fjällräven-Fellmütze, wuschelig und ultrawarm, schnell gefunden. Hattes sie ja bereits am Tag zuvor gesichtet und nochmal über den Kauf geschlafen. Heidemarie brauchte etwas mehr Zeit und endete dafür mit einer kompletten Wolfskin-Winterjacke und einem neuen Rucksack. Auf dem Rückweg suchten wir am Lyngvig-Strand Gabis verschwundenen Objektivdeckel, leider ohne Erfolg.
Lyngivg Fyr
Es war bewölkt, so ruhten wir uns morgens aus. Nach der langen Tour von gestern war das auch wirklich nötig. Gegen Mittag liefen Heidemarie, Edeltraud und ich zum Hafen von Lyngvig. Jetzt war der Fjord schon sehr weit zugefroren, auf dem Wasser des Hafens konnten wir herum laufen, es waren überall Spuren in Schnee auf dem Eis. Am Nachmittag fuhren wir Geld wechseln und Tee einkaufen. Dann weiter nach Hvide Sande zum Jack Wolfskin Laden, ein wenig Shopping tut auch mal gut. Obwohl, wir kauften gar nichts, schauten nur und probierten Mützen auf:-)










































