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04. Februar 2012

Bovbjerg Fyr in Ferring, Thorsminde Strand – Nissum Fjord

Kalt war es und das Thermometer fiel und fiel immer weiter. In der Nacht war frischer Schnee gefallen, nicht viel, doch genug dass alles frisch gepudert war. Fantastisch fotogen zeigte sich die Umgebung.  Nach dem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zu einem weiteren Leuchtturm.

Wir stoppten vorher noch in Ringkoping, denn die Sensoren der Canon 7d und der 5D waren sehr fusselig. Meine Canon 5d Mk II hatte ich zuhause komplett sauber geputzt, und die ist jetzt im Dauerstreik…. Der nette Herr im Fotoladen hatte noch ein paar Tipps bezüglich unseres Error 20, das wollten wir später gleich testen. Ein ordentliches Sensor Reinigungs Kit hatte er aber nicht auf Lager. Schade, dass wir erstmals unseres daheim gelassen hatten!

Weiter ging es  nach Norden, zwischen Küstendünen und Nissum-Fjord, vorbei an schneebedeckten Strandparkplätzen zur Abbiegung zum Leuchtturm. Die kleinen Straßen waren noch schneebedeckt, nur die Größeren hatte man geräumt. Es wehte ein leichter Wind, das war genug, um der Kälte, etwa minus 8-9 °C, noch eins drauf zu setzen. Wir waren alle warm eingepackt und hatten auch heißen Tee dabei. Der rote Leuchtturm bei Ferring, der Bovbjerg Fyr kontrastierte perfekt in der winterlichen Landschaft, vor allem die beiden dänischen Flaggen leuchteten im Licht. Die Küste ist dort sehr steil. Der Schnee hing in dicken Wulsten an den Hängen der Steilküste, ich traute mich nicht wirklich nah an den Abgrund heran.

Bovbjerg Fyr

Bovbjerg Fyr

Wir erforschten etwa zwei Stunden lang die Umgebung und fuhren dann noch ein Stück gen Norden. Doch die Scheibenwaschanlage war eingefroren, wir mußten immer wieder halten, um die Scheiben mit Schnee zu reinigen. An einer Tankstelle füllten wir dann Scheibenwaschanlage und Kühlwasser frisch auf. Richtig geholfen hat es aber nicht.

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20. Januar 2011

nach Narvik

Wir waren schon kurz nach 6:00 Uhr auf den Beinen. Direkt wieder Betten abziehen, packen, Frühstücken, Essen für die Fahrt vorbereiten, alles in Auto tragen (war viel) und dann das Zimmer wieder putzen. Dafür war die Unterkunft günstig:-)

Es war eisekalt morgens, das Licht war genial, es wird so schön arktisch hell, mit schönen Pastellfarben. Alles, was noch im Auto geblieben war, fühlte sich sehr seltsam an. Es war wohl so kalt in der Nacht gewesen, dass die Kälte dermaßen überall hineingekrochen war. Vielleicht ist sogar unsere letzte halbe Flasche Wiskey eingefroren? On the rocks halt. Mir tat das arme Auto leid. Die Türen öffneten sich nur noch einen kleinen Spalt breit, die Kopfkissen, die wir liegen gelassen hatten waren wie Bretter. Wow, minus 30° C! Das finde ich gleichzeitig faszinierend und beängstigend!

 

eisiges Denkmal

eisiges Denkmal

Und wieder war die Fahrt einfach nur traumhaft schön. Die Straßen waren annehmbar, nicht zugeschneit, ein wenig mit Eis überzogen. Die Bäume und das Licht, wieder einmal erste Sahne. Sowas Schönes habe ich wirklich noch nicht gesehen. (Mutti -  da halten sogar die Lofoten nicht mit!)

 

Lappland

Lappland mit dem VW T4

Bei dem Eis auf der Straße sind wir froh, Spikesreifen zu haben!

 

märchenhafter Wald

märchenhafter Wald

Wir sahen zahlreiche Rentiere, konnte aber leider kein schönes Foto machen. Die Rentiere, die stillhielten waren nicht mehr fotogen, da tot. Da saßen immer die Raben drauf, konnte man schon von weitem sehen. Leider sahen wir davon sehr viele. Und immer waren noch lebendige Rentiere in der Nähe. Komisch, oder? Einen Fuchs sahen wir durch den Schnee stapfen.

Trotzdem, wir hatten morgens das Wetter gecheckt, es soll Schnee geben, Freitag und Samstag und wir müssen über einen Pass. Also hielten wir kaum an, machten ein paar Fotostopps, kauften einmal einen Kaffee, weil ich in einem Kaffee die Toilette benutzen wollte und  ich bei fast minus 30°C nicht an der Straße pinkeln wollte. Eigentlich hatten wir ja vor, bis Kiruna zu fahren, und dort in einem Wandrehem unterzukommen, wir waren relativ früh dort, gegen 14:00 Uhr, so beschlossen wir, mit der Schneenachricht im Hinterkopf, doch noch ein paar km zu fahren. Schweren Herzens fuhr ich auch am Eishotel vorbei…. Auf dem Rückweg, hoffentlich… Abisko würde ja auch noch Möglichkeiten bieten. Als wir da waren, war die Sonne schon weg. Wir sind ja jetzt nördlich des Polarkreises, da geht die Sonne ja auch früh unter. Ich wollte mich, bevor wir Schweden verlassen sowieso noch von Maria verabschieden, so rief ich jetzt an. Bat sie darum, nochmal das Wetter zu checken, denn noch was es halbwegs hell, wir könnten es auch noch bis Narvik schaffen. Maria meinte, dass Schnee für morgen vorhergesagt war. Dann sahen, wir, dass die Jugenherberge offen war und fragten dort nochmal nach. Gleiche Auskunft, nur meinte der nette Herr dort, dass die Straße relativ schnell gesperrt werden würde bei Schneefall. So fuhren wir denn weiter… Mittlerweile war es dann doch nicht mehr so wirklich hell. Und es kam noch Nebel dazu, der auf der Scheibe gefror. Ich sah nicht mehr so viel. War vielleicht auch besser, jetzt wurde es nämlich noch steil. Die Reifen bewährten sich aber sehr, denn der Nebel bildete auf der sowieso rutschigen Straße einen Schmierfilm.

 

blaue Stunde

blaue Stunde

Dann wurden wir tatsächlich zum ersten Mal, etwa 10km hinter der Grenze kontrolliert. Ob wir Alkohol dabei hätten? Ja, eine halbe Flasche Wiskey. “Und auch Bier?” Nein, das würde nur einfrieren:-) Dann kontrollierte er sicherheitshalber noch unseren schön vollgeräumten Kofferraum – beim T4 ja rießig, und bei uns auch fast voll!

Schließlich fanden wir in Narvik noch eine Jugenherberge wo wir die letzten beiden Zimmer bekamen. Und da das hier so ein Mix aus Hotel und Herberge ist sind die Betten schon bezogen und morgen werden wir Frühstück bekommen. Wow!

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20. Januar 2011

nach Lulea

Unsere Fahrt nach Lulea fing schlecht an. Schon um 6:00 Uhr waren wir auf, wollten zusammen mit Mimi aus dem Haus und so auch die helle Tageszeit für die Fahrt nutzen. Unseren Bus hatten wir in der Einfahrt des Nachbarn etwas nach vorn abschüssig geparkt. Und gestern war auf der Tour um die Insel die Tankleuchte angegangen. Wir waren nur noch etwa 10km gefahren, und wollten morgens als erstes tanken. Abends hatte es angefangen zu nieseln und das bei weiterhin unter Null. Unsere Windschutztscheibe war so dick voller richtig festem Eis, dass wir es nicht kratzen konnten. Absolut nicht, keinen cm bekamen wir frei. So machte ich das Auto an um mit Hilfe des Gebläses besser vorran zu kommen. Doch nach nur 5 minuten ging der Motor wieder aus. Hmmm, da war doch gestern was? Ja, klar. Tank leer! Und das, wo wir uns doch vorgenommen hatten im Winter in Schweden immer besonders vorsichtig zu sein. Gunter und Esra liefen los, die Tankstelle war nicht weit. Trotzdem, ärgerlich so was. Während wir warteten, das schöne Licht genossen, sprang ein Reh aus dem Garten über die Straße und in den nächsten Garten. Amy und Noah waren total begeistert. Ich hatte es verpasst, weil ich wieder mal ungedulig nach den Männern der Familie gesehen hatte. Nach dem Einfüllen des Kanisters dann die bange Frage: Würde der Bus jetzt auch anspringen? Nein, das wollte er nicht. Zig mal mußte ich zünden und pumpen. Ich hatte schon Bedenken, dass ich die Batterie leer ziehen würde, da sprang er endlich an. Uff, Glück gehabt und wieder eine Erfahrung reicher!

Traumhaft schön sieht die Landschaft aus. Eigentlich unfotografierbar, was ich ungern sage:-) Vielleicht braucht man eine gefrorene Nase, um in die richtige Stimmung zu kommen. Wußtet Ihr, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, ob es minus 15, minus 20 oder gar minus 30° sind? Heftig! Ich kann’s Euch sagen. Bei minus 30° tut’s weh. Auch die Hände werden da sehr schnell, sehr, sehr kalt…..

Wir haben fotografiert unterwegs, diese Schönheit der Winterlandschaft konnten wir aber auf den kurzen Stopps nicht wirklich festhalten. Ich denke, Lappland ist selbst auch eine ganze Reise wert. Habe noch nie so schönes Licht, so wunderschönen Wald und so klare Luft gesehen.  Und das Fahren war OK; wir fuhren so 70-90 km/h.

Schneelast

Schneelast

findet ihr's?

findet ihr's?

das Parkplatzschild? Ja, wir taten uns auch schwer. Ich würde sagen, dass 70% der Schilder nicht lesbar sind. Nur an der Form kann man abschätzen, was es wohl sein könnte.

Wir waren jdenfalls abends noch kurz was für’s Frühstück einkaufen. Man kann im Auto ja nichts lagern, es friert alles  viel zu schnell ein. Danach noch was zu Abend essen, dann, weil wir in einer Jugenherberge waren: Betten beziehen, Eier abkochen, damit wir was für morgen auf dem Weg haben…..

Ich bin hundemüde ins Bett gefallen, wollte eigentlich nochmal raus fotografieren, bin aber so fest eingeschlafen, dass ich es nicht mehr packte. Es sah so klasse aus. Alle Bäume waren dick mit Eis überzogen, sogar die Graffities sind hier in Eis geritzt:-) Schade,  dass ich keine nächtliche Fototour mehr packte, ich brauchte wohl den Schlaf nötiger! Reisen bei der Kälte ist anscheinend anstrengender als sonst? Sowieso scheint die ganze Welt starr, stillstehend, halt eingefroren!

nächtliche Straße in Lappland

nächtliche Straße in Lappland

So, wir sitzen schon am Frühtsück, gestern bekamen wir den Zugang zum Internet nicht. Und jetzt machen wir uns auf den Weg nach Kiruna. Melde mich also bald wieder….

PS für Leute, die auch noch hier durchreisen werden (Oliver!) Hier ist eine gute Seite zur Planung:

http://trafikinfo.trafikverket.se/lpvmenu/lpvmenu.htm#id=15