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29. Mai 2011

Brignogan – Muscheln und Schnecken, nicht nur im Museum!

24.- 26. Mai, Brignogan

Im Museum

Im Museum

Einer unsere Lieblingsstrände überhaupt ist beim Leuchtturm Pontusval in Brignogan. In der aktuellen Terra schrieben wir, wie schon hier im Blog berichtet, einen langern Artikel über die Bretagne. Ich berichtete über unsere Freundin Odile, die wir hier im Jahr 2009 kennenlernten. Sie starb leider im letzten Jahr. Odiles Zwillingsschwester Claudine, mit der ich immer mal wieder Emails schreibe kommt aber auch immer mal wieder nach Brignogan, um hier das Meer zu genießen. Wir trafen zeitgleich ein, was für ein Zufall! Die Sonne schien, das Meer war tiefblau, die Wellen rollten herein, diesen Strand haben wir noch nicht oft bei so herrlichem Wetter erleben können. Den Fotoapparat liesen wir trotzdem erstmal in der Tasche. Liessen den Strand und das Meer auf uns wirken, besuchten Claudine, redeten mit Alan, der hier sein Boot stationiert hat. Mit den kleinen Wörterbüchern versuchen wir etwas ins Französisch rein zu kommen. Vor vielen Jahren hatten Gunter und ich einige VHS Kurse für Franzöisch besucht, die Sprache jedoch nie angewendet und somit all das mühsam gelernte wieder vergessen – in meinem Fall fast zu 100 %, leider! Trotzdem möchte ich auf Menschen zugehen, denn ohne Leute lernt man das Land nicht richtig kennen. Im Jahr 2009 hatten wir auch nette Menschen im lokalen Museum für Muscheln kennengelernt. Mit Claudine vom Museum hatte ich auch Emails ausgetauscht, was dank Google Translator sogar ganz ohne weitere Sprachkenntnisse wunderbar funktioniert:-) Da das Museum die ganze Zeit geschlossen war, blieb mir nichts anderes übrig, als zum Telefon zu greifen. Die Kommunikation ohne die Hilfe von Händen und Füßen war wenig ergiebig, doch wir packten es, uns zu verabreden. Wir planten ein Treffen abends gegen 18:00 Uhr.

 

Gunter als Gourmet

Gunter als Gourmet

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15. Januar 2011

Death to X-mas

von Esra

In Schweden wird immer am 13. Januar das Haus entweihnachtet, allerdings haben wir das gestern irgendwie verpeilt. So musste das mittlerweile schon übel zugerichtete Pfefferkuchenhaus (siehe disen Blogeintrag mit einem wundeschönen Stop motion film) erst gestern dran glauben und der Weihnachtsbaum wurde auch erst gestern von seinem Job als Dekoration gefeuert. Über die Wochen hat das Pfefferkuchenhaus allem Anschein nach mit seinen vielen Smarties und dem schönen Zuckerguss etwas zuviel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, das heisst es musste auf ca. alle seine Smarties und einige Teile des Daches schon vor Tagen verzichten.

WAAAAAAARGH

WAAAAAAARGH

Am 14. aber hatte sein letztes Stündlein endlich geschlagen und es wurde brutalst zerschlagen und konsumiert. Leider aber war das ein ganz schön grosser Haufen Pfefferkuchen und lecker war er auch noch, jedenfalls haben wir uns alle überfressen und mir war dannach leicht übel. Als keiner mehr Lust hatte nach versteckten Smarties zu suchen bzw. als jedem leicht übel war fingen wir an die Dekorationen vom Baum zu pflücken und diese wegzuräumen. Um Weihnachten richtig zu verabschieden muss der Schwede seinen Baum aus der Haustür schmeissen, so besagt es eine Tradition. Also packte Aron das arme nadelnde Pflänzchen und warf es in den Schnee. So, jetzt ist Weihnachten rum. Nur noch 344 Tage bis zum nächsten Weihnachten!!

*Mampf*Schmatz*Knusper*

*Mampf*Schmatz*Knusper*

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02. Januar 2011

Neujahr

Prost Neujahr alle zusammen!

Dreimal dürft ihr raten wo und mit wem wir Silvester gefeiert haben. Richtig, drüben bei Maria und Magnus.  Um sieben gabs erstmal ordentlich was zu Essen und danach Moussé du chocolate oder so ähnlich, und einen feinen Zitronenkuchen (von mir). Danach kam Maria auf die Idee dass wir unsere Zukunft lesen sollten, also schug sie vor Blei zu giessen. Dummerweise war gerade kein Blei da und so nahmen wir Wachs und Zinn. Die Ergebnisse waren sehr amüsant, verrieten jedoch wenig über unsere Zukunft. Mittlerweile schaute mal jemand auf das Thermometer und Überraschung: plus 4°C!! zum ersten mal seit unserer Ankunft in Schweden war es so warm, und das kam uns nicht sehr gelegen; Gabi und Gunter hatten erstmalig Gefriergut draussen gelagert und eilten jetzt zu dessen Rettung. Als es in Marias Gefrierschrank lag  und wieder alle im Wohnzimmeer waren, fingen wir an Majong zu spielen, ein unterhaltsames chinesisches Spiel, ein bißchen wie Rommee.

Sonnenschein am letzten Tag des Jahres

Sonnenschein am letzten Tag des Jahres

23:45 wurde als richtiger Zeitpunkt zum Rausgehen gewählt, also packten wir uns ein, obwohl es draußen so “heiss” war.  (Na ja der Wind blies und es war trotzdem kalt) Dort fanden wir heraus, dass es anscheinend schon etwas länger so warm geweseb war, denn der Schnee war ziemlich feucht und einfach zu modelliern. Es dauerte nicht lange und jeder hatte einen Schneeball in der Hand, nur darauf wartend dass ein anderer zuerst wirft. Ich glaube ich hab den ersten Schneeball geworfen und so eine Schneeballschlacht ausgelöst. Die Schweden haben nämlich (wenn man Magnus glauben darf) die Tradition, den jeweils nächsten um Punkt 12 in den Schnee zu schubsen und ihn/sie so symbolisch ins nächte Jahr zu befördern. So verabschideten wir das Medium Schneeball und gingen dazu über uns gegenseitig in den Straßengraben zu schieben. Als ich heute die Strasse langlief sah ich viele Abdrücke im Schnee, von denen zwei meinen Umriss zeigten. Nachdem das neue Jahr begrüßt war (und fast alle nasse Keider hatten) begaben wir uns wieder ins Haus, um noch was zu essen. Wir sahen uns noch Mr.Bean’s Silvesterfeier auf You Tube an und unterhielten uns noch etwas, bevor wir zu einer ziemlich späten Stunde zu Bett gingen.

Zinn und Wachs gießen

Zinn und Wachs gießen

2011!

2011!

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29. Dezember 2010

Die Vorliebe der Schweden für Süsses

Zucker ist ein effizientes und beliebtes Konservierungsmittel, welches zudem auch geschmacklich der Majorität zusagt. Wir Mitteleuropäer schätzen diese Eigenschaften hauptsächlich an Marmeladen und Gelees und, weniger hervorstechend, an Ketchup.
Da wir nun schon eine Weile in Schweden weilen, hatten wir schon ausreichend Kontakt mit einigen Eigenarten des schwedischen Nahrungsmittelangebotes. Was uns aufgefallen ist, die Schweden lieben süße Speisen. Ist ja bei uns auch nicht anders. Allerdings macht diese Affinintät zum Süßen nicht bei Desserts, Schokolade, Kuchen und Marmeladen halt. Das erste Problem fängt mit dem schwedischen Backwarenangebot an. Die Grenze zwischen Brot und Kuchen verläuft hierzulande fließend und ist nicht leicht auszumachen. Ein Brot nur nach dessen äußerlicher Erscheinung zu erwerben, kann sich fatal für deutsche Geschmacksnerven auswirken. Wir sind schon ein paar mal in diese Falle getappt uns saßen vor einem hübsch anzusehenden Brotlaib, dessen Geschmack extrem in Richtung labbrig süß ging, angereichert mit allerlei unpassenden Gewürzzutaten. Seitdem achten wir auf das Kleingedruckte an den Lebensmittelpackungen und kaufen nur noch Produkte, bei denen das Word “Socker” unter “Ingredienser” ziemlich weit hinten auftaucht.
Doch dummerweise hat es mich an Weihnachten noch einmal voll erwischt. Auf der Suche nach etwas Erfrischendem und Würzigem hatte ich im Hinterkopf, dass die Schweden traditionell gerne Matjeshering essen. Ich entdeckte dieselben als 2kg-Eimer im lokalen Supermarkt und habe sie, ohne das Etikett genauer in Augenschein zu nehmen, käuflich erworben.
Die Überraschung folgte auf dem Fuß. Zuhause schnell ein paar Kartoffeln gequellt und den Heringscontainer geöffnet, da blickte mich eine trübe, rötlichfarbene Brühe an, in der gräuliche Fischleichenteile herumschwammen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wurde mir erst klar, als der erste Bissen Heringsfilet mit meinen Geschmacksknospen in Berührung kam. Keine Meldung von Sauer, keine Meldung von Salzig, Alarmstufe Rot von Süß!!! Das war so ziemlich die größte Enttäuschung nach einer kulinarischen Erwartungshaltung, die mir bisher untergekommen ist. Die Filets schmeckten so widerlich süß, dass ich sie beinahe wieder rückwärts gegessen hätte. Glücklicherweise fand ich in unseren schwedischen Freunden Abnehmer für den Rest des Fischeimers, obwohl sie mir auch keinen besonders begeisterten Eindruck machten.
Und die Moral von der Geschichte? Traue nicht deinen Erwartungen und lese in Schweden IMMER das Kleingedruckte auf den Lebensmitteletiketten.
Nicht von ungefähr bezeichnen die Norweger ihre östlichen Nachbarn etwas hämisch als “unsere süßen Brüder”. Sie brauchen sich aber nicht hinter den Schweden zu verstecken. Wer einmal einen norwegischen Schokokuchen probiert hat, oder in Zucker konservierte Sardinen, oder den berüchtigten “Geitost”, Ziegenkäse mit karamelisiertem Zucker, weiss wovon ich rede.

von Gunter

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06. Dezember 2010

Einladung zum Essen

Wir wurden bei Maria’s Mutter zum Essen eingeladen. Und einen Zeitraffer vom Tisch wollten wir schon immer mal machen. Es war sehr eng im Raum, daher sahen wir nicht, was eingestellt war. Und ich war beim aufs Stativ stellen an den Zoom gekommen. So sieht man nicht alle Köpfe. Aber, das hat auch Vorteile, dann kontentriert man sich eher darauf, was auf dem Tisch passiert:-)

Viel Spaß beim Schauen.