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02. Februar 2011

Per Ole Lund und Freunde treffen

Wir waren also auf den Vesterålen. Die Hinfahrt war anstrengend, sehr anstrengend. Es regnete auf die Schnee- und Eisdecke auf der Straße. Das ist nicht nur rutschig, auf der Straße sammelt sich sehr viel Wasser an. Ich hatte es glaube ich schon mal geschrieben, es fühlt sich an wie starker Seegang. Wir wählten die neue Straße zwischen den Lofoten und Vesterålen und ich bereute es. Die Fähre wäre doch eine gute Idee gewesen, es spart ein paar km und man kann sich eine halbe Stunde ausruhen.

Lieder sah die wunderschöne Landschaft im Regen auch nicht sonderlich schön aus. So machten wir im strömenden Regen keine Fotostopps, waren nur froh, endlich in Myre angekommen zu sein. Dort trafen wir im Friseursalon gleich Loivsa, die im Sommer den Campingplatz in Stø betreibt. Wir hatten sie schon seit mehr als 1 Jahr nicht mehr gesehen und freuten uns. Dann kauften wir noch ein, denn Per Ole fühlte sich nicht so gut, er hatte Kreuzschmerzen. Frischen Fisch fanden wir wieder nicht. Bisher schlugen alle unsere Versuche an die leckere Mahlzeit heranzukommen fehl:-(

In dunkler, dunkler Nacht erreichten wir schließlich Per Ole’s Haus in Klo. So saßen wir lange zusammen und erzählten. Per Ole ist für mich der “Mr Whalewatch”. Er machte nicht nur die Touren zu den Orcas im Tysfjord sondern auch die von Stø aus zu den Pottwalen vor Andenes. Es ist immer sehr spannend und lustig, seinen Geschichten über diese Touren und auch die anderen Erlebnisse auf See, die er in mehr als 40 Jahren als Kapitän erlebte zu zu hören.

Irgendwann, relativ spät am Abend telefonierte er mit einem Freund in Nyksund. Dieser berichtete, dass in Nyksund der Himmel halbwegs klar sei und sogar Nordlicht zeigte. Wow, hier  schüttete es. Ich ging trotzdem raus und schaute nacht. Ja, es regnete, aber eine Stelle am Himmel war frei. Und da zeigte sich ein grüner Schimmer. Ja, endlich, ich hätte wirklich Lust mal wieder Nordlichtbilder zu machen. Wir gaben den Kindern die Schlafsäcke raus, damit sie die Betten vorbereiten konnten und dann zogen wir uns an und liefen zum nahen Strand. Kein Nordlicht mehr am Himmel…. Der Schnee am Strand hatte sich sehr hoch aufgetürmt. Wow, ich sackte bis zu den Oberschneckeln ein und konnte mich kaum noch befreien. Es war einfach zu warm und nass. Und kein Nordlicht. Dann schüttete es. Wir waren ja nur vielleicht 50m vom Haus weg, wurden trotzdem platschnass. Und die Kamera auch, hatte keine Tasche mitgenommen, es war ja so nah. Ja, so kann es gehen…

Ich hatte als wir angekommen waren von Per Ole’s Kaffee getrunken. Starker Kaffee war das gewesen. So lag ich dann stundenlang neben Gunter wach und lauschte seinem Atmen und Schnarchen. Und ich wäre doch müde gewesen!

Per Ole

Per Ole

Treffen mit Hilde und Raymond

Treffen mit Hilde und Raymond

Morgens nach dem Frühstück kamen noch Hilde und Raymond. Das war klasse, auch sie hatten wir schon seit 2009 nicht mehr getroffen. Es tat gut mit Freunden zu plaudern. In Henningsvaer kennen wir noch niemanden, da sind wir ziemlich allein.

Dann besuchten wir noch Freunde. Sabine und Dieter, die nach Norwegen ausgewandert sind. Amy fährt da ganz besonders gerne hin, weil Sabine Pferde hat. Wir lieben die Gespräche mit den beiden aber alle sehr und so freuten wir uns. Und diesmal war auch Per Nielsen da. Ihn hatten wir 2009 kennengelernt, als Sabine und Dieter ihren Katamaran ins Meer gebracht hatten. (das könnt ihr hier im Reisetagebuch von damals nachlesen, Esra hatte da auch einen Film gemacht.)

Ich erzählte viel mit Per, das fand ich sehr interessant, denn er interessiert sich auch für Fotografie. Er hat ein altes Archiv an SW Bildern, die wir auf seiner Webpage zusammen durchschauten. Hier ist der Link zu seiner Seite. Da sieht man übrigens auf der Webcam dem Blick, den Sabine und Dieter aus ihrem Fenster haben. Und hier ist ein Link zu Dieters Vakuumpresse:-)

Sabine und Dieter

Sabine und Dieter

Dann machten wir uns doch auf den Weg, wollten nicht die ganze Stecke zurück im Dunkeln fahren und entschieden uns diesmal auch für die Fähre von Melbu nach Fiskebøl. Da waren wir dann zeitlich gebunden. Kurz der dem Lädchen in Strengelag sahenwir einen blauen VW Bus mit dem Kennzeichen AZ. Hm, den kennen wir doch: Odo war zurück. Wir wendeten beide und hielten einen kurzen Plausch zwischen zwei VW Bus Türen:-)

Treffen auf der Straße

Treffen auf der Straße

Auf dem Rückweg hatten wir dann alles. Schnee mit geschlossener Schneedecke auf der Straße, Regen, dann tiefe Nacht mit absoluter Schwärze! Wahnsinn. In Svolvaer mußten wir noch einkaufen, drei Teenager essen was weg. Als wir dann relativ später wieder in Henningsvaer waren, war ich erstmal platt. Trotzdem schrieb ich noch emails. Und noch später fuhren wir kurz ins Center von Heike und schickten die mails ab.

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06. Januar 2011

Neuschnee – Besuch aus den USA

Wir wurden morgens von dichtem Nebel begrüßt. Da es frostig war, sahen die Bäume sehr schnell wunderschön aus. Später fing es an zu schneien und auf so vorbereiteten Ästen blieb der Schnee ganz klasse kleben…

Und mit Sonnenfinsternis war leider aus diesem Grund auch nichts….

Zufälle gibt es:-)
17 Jahre schon ist es her, da bekam Gunter einen Vorgesetzten aus den USA, Van. Und seine Tochter lebt mit ihrem Freund gerade für ein Jahr in Stockholm. Und die ganze Familie kam hier für Silvester zusammen und wir sind auch gerade in der Nähe. Was liegt also näher, als ein Treffen im Schnee:-) Van und Familie kamen mit dem Zug von Stockholm und ich holte sie in Vingaker ab. Glücklicherweise hat unser VW T4 noch 7 Sitze, zwei mußten wir daheim lassen, sonst hätte das Gepäck nicht gepasst.

Es schneite und schneite…. So saßen wir meist drinnen zusammen, machten aber auch einen Spaziergang durch den hohen Schnee. Schon toll, was an Winterklamotten zusammenkommt, wenn 11 Leute zusamme sind. Könnt ihr es euch vorstellen: Mützen, Handschuhe, Schals, Jacken, Skihosen, dicke Schuhe. So sind Spaziergänge nicht mehr spontan:-)

Wir wurden alle ganz weiss und nass, trafen unterwegs noch Maria, Magnus und Aron. Hielten ein Treffen auf dem See ab! Sah sicher lustig aus:-)

Treffen auf dem See

Treffen auf dem See

Spaß im Schnee

Spaß im Schnee

Irene

Irene

Wir machten uns relativ früh zurück auf den Weg zum Zug, es schneite und hatte den ganzen Tag geschneit, so fuhr ich extra langsam. Wir kamen rechtzeitig aber der Zug nicht. Wirklich spät war er nicht, was aber erschreckend war: alle nachfolgenden Züge wurden gestrichen. Glück gehabt, ein Zug später und sie wären nicht mehr zurück nach Stockholm gekommen. Also, das sind nicht nur deutsche Züge, die Probleme haben. Und hier sollte man doch eigentlich mit Schnee klarkommen?

Heute schneite es weiter, fast den ganzen Tag. Sah wunderbar aus alles. Wir fuhren nach Katrineholm, denn wir hatten Reifen bestellt. Für die Fahrt nach Nord Norwegen möchten wir doch lieber Spikesreifen haben. Für den VW Bus sind sie doch ein stück teurer als für einen PKW, aber sicher ist sicher!

Ich lief am Nachmittag noch durch die Schneelandschaft, Noah und Amy versuchten einen Schneemann, aber noch klebte der Schnee nicht richtig. An den Autos schon, die sahen sehr weiss aus, Nummernschilder kann man da nicht mehr lesen….

Womit wir Probleme haben, wenn es erst “warm” dann kalt ist: die Schlösser des T4′s. Vor allem das Schiebetürschloss friert schnell ein und läßt sich dann nicht mehr bedienen. Aufschließen kann man es, aber es bleibt dann immer hängen, und man kann die Tür entweder nicht mehr zumachen, was schlecht ist, wenn man fahren will, oder nicht mehr aufmachen, was schlecht ist, wenn man drinnen ist und wieder raus möchte. Wir mußten, weil ich einen Termin in Vingaker hatte mal mit offener Schiebetür fahren. Gnnter hielt sie halbwegs zu. Doch auch schmieren mit Öl und solches Enteiserzeugs half nicht. Wir dachten schon, die Tür wäre kaputt. Maria meinte, das passiere oft, wir sollen mal so eine Art Fön probieren, lag bei unseren Freunden schon griffbereit in der Scheune. Ein paar Sekunden reichten aus und es ploppte, der Griff funktionierte wieder und wir waren beruhigt:-) Als Tipp, wenn kein warmer Fön griffbereit ist: heißes Wasser in der Tüte, draufhalten und das müßte tauen. Das sind alles so Erfahrungen, die man am besten macht, wenn man Freunde in der Nähe hat.

vor jeder Fahrt, entweder Schnee oder Eis..

vor jeder Fahrt, entweder Schnee oder Eis..

warum sind fast alle schwedischen Häuser rot?

warum sind fast alle schwedischen Häuser rot?

Weil man sonst die Schneeflocken nicht so gut sehen würde:-)

Und es soll noch mehr schneien, bin ja gespannt!

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18. Dezember 2010

vorsicht, Schneebälle:-)

Es waren nur minus 3 ° C also richtig warm, aber die Schneebälle klebten noch nicht ganz so gut:-)

Aber der Reihe nach: wir waren heute im Wald unterwegs um einen Weihnachtsbaum zu schlagen. Also, die Familien Reichert und Drysen/Berkestam, das sind ganze 10 Leute:-) Wir hinterliesen mächtig Spuren im Wald…. Aber, auch, wenn es ein Sport zu sein scheint, Weihnachtsbäume zu klauen hier, wir waren im Wald von Maria und Magnus unterwegs und hatten sehr viel Spaß bei der Wahl des Baumes.

Es war super schön im verschneiten Wald, mit Freunden unterwegs, Spaß haben. Magnus suchte einen Baum raus, fragte die anderen, als jeder zustimmt: “was, den Baum wollt ihr?; Ne, weiter suchen, das wäre zu einfach…” Und dann weiter durch den Wald. Ich versuchte einen krummen, kleinen, der zu dicht stand, nein, das war auch nichts…..

Schließlich einigte wir uns auf einen und Esra sägte ihn ab. Nach nur zwei Minuten war der Baum ab und Esra war stolz. Er zog ihn auch hinter sich her nach Hause…

der Baum ist es!!!

der Baum ist es!!!

Dachten wir, aber das war zu einfach. Noch ein bisschen weiter durch den hohen Schnee…. Da muß es noch was Besseres geben…..

Esra setzt die Säge an...

Esra setzt die Säge an...

und schwubs da war der Baum auch schon abgesägt, ahhh….

Esra mit de Baum und Viktoria

Esra mit de Baum und Viktoria

die hier ist aus England. Zum Glück, anscheinend gehen zur Zeit keine Flüge mehr…

Und als der Baum dann daheim war, Übermut. Und Schneebälle, die mir nur so um die Ohren flogen. Ich denke, wenn Ihr die Bilder seht, wisst ihr was ich meine:-)

Noah geht in Deckung

Noah geht in Deckung

Achtung: Schneebälle

Achtung: Schneebälle

so richtig klebrig war der Schnee glücklicherweise noch nicht. Meist kamen die Bälle bei mir nicht an:-)

der schwedische Schneetanz

der schwedische Schneetanz

und die Rache mit der Schneeschippe

und die Rache mit der Schneeschippe

Weihnachtsbaumjagd und schwedische Weihnachtsbräuche

Von Esra

Die Schweden gehen, wie viele andere Leute auch, eine Woche vor Weihnachten auf Weihnachtsbaumjagd. Weihnachtsbäume jagt der Schwede normalerweise auf Nachbars Grundstück, ja, man könnte sogar fast sagen (und Schweden sagen das auch) dass es eine Art Nationalsport ist, das Tannenbäumchen beim Nachbarn zu stehlen. Diesen Sport betreibend, irrten wir also auf Nachbars Waldgrundstück herum und machten Jagd auf ein potenziell zukünftig sich im schwedischen Wohnzimmer befindliches Bäumchen. Es musste allerdings ein paar Kriterien erfüllen, um ermordet werden zu dürfen. So wollten wir kein Tännchen fällen, das schön frei steht, um ihm keine glorreiche Waldriesenzukunft zu verwehren, sondern eines, welches eingeengt zwischen zwei großen Bäumen steht. Auf diese Art wollten wir ihm das traurige Schicksal ersparen, kläglich einzugehen. Hach sind wir nette Leute.

Magnus hatte nach einiger Zeit ein geeignetes Zielobjekt gefunden, und versuchte nun alle von dessen Tauglichkeit zu überzeugen. Als alle seiner Meinung waren, man sollte dieses unschuldige Wesen ermorden, schwenkte er plötzlich um und war davon überzeugt, dass es einer der größten Fehler in der Menschheitsgeschichte wäre, diesen bestimmten Baum zu fällen. So hatte er seinen Spaß mit uns. Als nach langem Weitersuchen das tauglichste, schönste und passendste Bäumchen endlich gefunden war, begannen wir es zu fällen. Nachdem ich es komplett umgesägt hatte, bemerkten wir, dass wir bei der langen Suche nach dem besten Bäumchen irgendwann von Nachbars Grundstück abgekommen und auf Magnus und Marias Boden gelandet waren. Wir hatten also das Tännchen vom eigenen Grundstück geklaut. Zur Kompensation meinten alle einstimmig, dass mir auch die Ehre gebühren solle, es nach Hause zu schaffen.

Lustige Spuren im Schnee hinterlassend dort angekommen, beschloss die Mehrheit, dass eine Schippe voll Schnee einen angebrachten, zeitweisen Bestimmungsort im Gesicht des Nächsten finden sollte. So entbrannte eine wilde Schneeballschlacht, die niemandes Klamotten trocken ließ. Sogar Gabis Kamera bekam (mehr oder weniger) unabsichtlich eine Schaufel Schnee ab (Gabi wollte ein Foto mit fliegendem Schnee machen). Als alle triefnass und durchgefroren waren, gingen wir rein in die warme Stube und begannen, ein Lebkuchenhaus zu backen (Video kommt morgen).

das war der letzte, der traf mich, samt Brille und Kamera:-) Dann mußte ich erst mal putzen....

das war der letzte Schneehaufen, und der traf mich, samt Brille und Kamera:-) Dann mußte ich erst mal putzen....