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19. Juli 2011

Barfleur, Normandie und Algen

Wir waren schon öfters in dem malerischen Hafenstädtchen Barfleur und haben dort noch nie so viele Algen gesehen, wie dieses Mal. Der ganze Hafen war mit einem grün schimmernden Teppich bedeckt, die schrägen Betonrampen hinter dem Hafenbecken waren mit glibberigen Algen überzogen. Wir liefen an der Hafenmauer entlang ins Zentrum des Städchens, da roch es plötzlich streng nach Chemie. Hmm, Esra und ich sahen uns um und entdeckten einen Arbeiter mit einer Spritze auf dem Rücken, der versuchte, der Algenplage Herr zu werden. Es sah nicht so aus, als ob er diesen Kampf gewinnen könnte. Chemie gegen einen Zustand, die durch zu viel Chemie ausgelöst wurde!! Das ist schon verrückt, passt aber gut in die heutige Zeit mit all ihren Widersprüchen.

Wir sind diesem Übermaß an grünen Algen schon öfter in der Bretagne begegnet, es wird von Jahr zu Jahr schlimmer und immer mehr Küstengebiete leiden darunter. Einige Strände sind so stark  betroffen, dass es gefährlich ist, dort entlang zu laufen. Wir haben schon mit unseren Freunden in St. Michel en Greve über dieses Thema diskutiert, dort ist sogar schon ein Pferd an den Gärgasen erstickt, der Reiter kam gerade noch davon, und wahrscheinlich starb auch ein Mitarbeiter bei der Algenentsorgung daran. Die Algenthematik  ist schon einige Jahre präsent und es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen endlich zur Vernunft kommen und was gegen die Ursachen, die massive Überdüngung der Felder und die Massentierhaltung, unternehmen.

Heute fanden wir einen Artikel über die Algen bei Spiegel.de! Es frustriert mich enorm, diesen Artikel zu lesen, es scheint sich wegen Machterhalt und Profitsucht will sich niemand richtig darum kümmern. Mir kam ein Teil eines Verses des Tao in den Sinn:

“Unwissen erkennen ist Stärke – Erkenntnis misachten ist Krankheit”

Einfach den Tatsachen nicht in die Augen sehen, weiter Geldscheffeln?? Wo wird das enden? Kranke Gesellschaft!

 

Hafen von Barfleur, Normandie

Hafen von Barfleur, Normandie

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10. Juli 2011

Erquy im Regen, dann nach Barfleur

Die Regentage in Erquy brachten viele Motive und gute Möglichkeiten Bücher zu Ende zu lesen:-) Außerdem lernten wir wieder nette Leute kennen und unterhielten uns viel. Oft “beschnuppert” man sich am ersten Tag so ein wenig, vertieft aber die Unterhaltungen immer mehr und erst nach ein paar Tagen hat man das Gefühl jemanden kennengelernt zu haben. So ging es mir auch hier mit Rita und Eva, die wir immer wieder trafen. Daher genieße ich es zur Zeit, dass wir es uns, wie all die langzeitreisenden Rentner, erlauben können, länger zu verweilen. Auch, wenn das noch ein Lernprozess ist. Habt Ihr ja sicher an der Route, die wir gefahren sind gemerkt, dass wir wohl noch etwas bremsen lernen müssen:-)

 

Regen in Erquy

Regen in Erquy

weiter in Text und Bild hier:-)

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26. Mai 2011

Mt St Michel und nette Gespräche mit Schotten:-)

Beim Einkaufen von Lebensmitteln suchten wir auch gleichzeitig nach einer Sim Karte, damit wir Internet bekommen. Wir fanden einen Handy Laden und fanden schließlich einen Laden, der auch Sim Karten verkaufte. Es dauerte und dauerte bis wir sie endlich unser eigen nennen konnten. Dann versuchten wir das Ding auch online zu bekommen, doch es funktionierte nicht. Ein USB Stick für’s Internet würde uns extra 69 Euro kosten. Und wir haben ja einen Internet Stick. Das mit dem Internet scheint viel komplizierter zu werden als gedacht. Wie dumm!

Wir hatten eigentlich vor gehabt, bis nach Erquy zu fahren aber da das mit dem Internet so lange gedauert hatte blieben wir doch vorm Mt St Michel. Wieder war die Flut, weil Vollmond, extrem hoch. So wurden Wohnmobile weit hinter dem Klosterberg auf eine Wiese umgeleitet. Das sparte uns auch die 12 Euro Parkgebühr. Wir sahen ein schottisches Wohnmobil und parkten direkt daneben – wir lieben Schottland, würden vielleicht nette Gesprächspartner finden? So war es dann auch. Wir stiegen aus, schauten um die Ecke und schwätzten:-) Stundenlang, und als es uns zu kalt wurde setzten wir uns ins Mobil unserer neuen Bekannten und plauderten noch stundenlang weiter. Die Reise scheint wirklich unter dem Motto: „wir lernen Leute kennen“ zu stehen. Schließlich erblickten wir einen knuddeligen roten Bus, der hatte in St Valery schon mal neben uns geparkt. Der angehende Lehrer dazu heißt Mike und er gesellte sich zu uns ins schottische Mobil im dem wir gespannt Tom dem Fensterputzer zuhörten. Ah, das Schottisch tat unseren Ohren gut und Tom und Lindas Stories waren sehr hörenswert.

Nun war es schon fast 22:00 Uhr und wir hattten noch nichts Warmes gegessen. Also noch was kochen, wenigstens Pellkartoffeln mit Quark. Wir luden Mike ein und beendeten dann den Abend nach etwa 2 weiteren Stunden des Witzeerzählens von Esra und Amy bei uns im Mobil. Und ich hatte doch wirklich gar kein Foto gemacht an diesem Tag, und das obwohl das Licht eigentlich gut gewesen wäre……

Mt St Michel und Schilder

Mt St Michel und Schilder

 

 

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25. Mai 2011

Carteret, Normandie

Wir entschieden uns nicht noch einen Tag zu bleiben, denn es gab nicht allzuviel zu sehen. So machten wir uns auf den Weg nach Carteret. Dort fanden wir den Leuchtturm auf der Höhe, parkten dort aber nicht, denn es war für Wohnmobilisten verboten dort zu übernachten. Doch dann fanden wir unsere Nachbarn von gestern im Hafen wieder. Dort parkten wir nahe den Dünen und genossen die Sonne während wir das Gespräch von gestern fortführten. Später erwanderten wir den langen Strand, genossen die hohen Wellen und den kleinen Leuchtturm auf der Mole. In der Stadt betrachteten wir die Segelboote und die kleinen Läden, die glücklicherweise schon geschlossen hatten.

Am Abend liefen wir nochmal die Mole entlang, der Wind blies uns Sand auf den Kopf und in die Ohren. So sandige Ohren hatte ich übrigens noch nie.

Es war trübe am morgen, also länger liegen bleiben. Nach dem gemütlichen Frühstück und ein paar gemeinsamen Spielen mit unseren Nachbarn machten wir uns auf den Weg. Wir mußte wieder einkaufen.

 

 

Carteret

Carteret

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24. Mai 2011

15. Mai, Arromanches

Am 15. Mai fuhren wir schließlich weiter Richtung Westen. Wir fanden in Arromanches einen kostenlosen Stellplatz in der Stadt und es war gegen 13:00 Uhr gerade noch ein Platz frei. Dummerweise füllten wir nicht direkt Wasser auf, und kaum hatten wir eingeparkt, war der Tank ganz leer. Nun, wir konnten es nicht riskieren, wegzufahren um frisches Wasser zu füllen, also mußten wir ohne Wasser auskommen. Geht auch mal:-)

Direkt fanden wir wieder nette Gesprächspartner. Zwei deutsche Ehepaare, eins aus Aachen und eins aus Hannover. Wir erfuhren wieder viel über das Reisen mit dem Mobil, lernten etwas über die für uns noch unbekannten Regionen in Spanien und Südfrankreich. Dann liefen wir in die Stadt und an den Strand. Schauten die Panzer an, lasen alle Infos über D-day am 6. Juni 1944. Wir kauften ein kleines Buch im Laden und lasen das dann direkt im Mobil. Esra und Amy schrieben zusammen einen Text darüber.

Bis zum Abend unterhielten wir uns wieder im Freien, tranken einen Kaffee (zu spät für mich, wie ich in der schlaflosen Nacht später bedauerte) und bräunten uns in der Sonne. Ich lief abends zusammen mit Amy nochmal Richtung Strand. Bestaunte die Stände bei Flut, eigentlich gab es keine Stände mehr zu sehen, so hoch war das Wasser. Es war nah an Vollmond. Wir liefen bis zur Steilklippe am anderen Ende des Ortes, standen hoch über dem Meer und dachten daran, wie sich die Soldaten gefühlt haben mußten, als sie hier im Krieg waren und so viele Kameraden sterben sahen.

 

Amy, Noah und Esra vor dem Bunker am Strand, Arromanches

Amy, Noah und Esra vor dem Bunker am Strand, Arromanches

 

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23. Mai 2011

Normandie – Sonne und kalter Wind

Wir haben noch immer kein mobiles Internet, sind bei Freunden online. So werde ich nun einfach mal ein paar Tage unseres Reiseberichtes so nach und nach “automatisch” online stellen:-)

Hier also die Tagebucheinträge:

Gunter und Esra schauen sich die Delikatessen an

Gunter und Esra schauen sich die Delikatessen an

Wir fuhren am 12. Mai gen Westen. Hatten wie immer bis zuletzt mit den Fotos gearbeitet, noch welche verschickt, an Wettbewerben teilgenommen. Noch hatte ich nicht alle Fotos von unserem skandinavischen Winter gesichtet und von Raw entwickelt. Da steckt noch sehr viel Arbeit drinnen, wir waren den Winter über fotografisch sehr aktiv. Bald werde ich damit beginnen meine Multimedia Show zu verbessern, denn noch nie hatten wir so viele verschiedene Nordlichter gesichtet, und so schöne Schneelandschaften über einen so langen Zeitraum genießen dürfen.

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20. Mai 2011

Arromanches

Der Text folgt später:-)

Hier schon mal ein paar Fotos….

Kids am Strand von Arromanches

Panzer vor dem Museum in Arromanches

Abendstimmung

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19. Mai 2011

endlich ein Eintrag aus der Bretagne

es ist sehr schwierig in Frankreich mit dem Internet….

wir sitzten gerade beiMc Donalds, trinken einen Kaffee und rufen wenigstens die mails ab. Mal sehen, ob wir das Problem noch lösen können. Hoffe es sehr. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp? Wir finden es zu teuer ca. 200 Euro für einen Monat Internet zu zahlen.

 

Nun, das Wetter war bisher sehr schön, viel Sonne, kühler Wind. Wir kennen die Normandie und Bretagne ja schon gut, aber es gibt immer wieder neue Ecken zu entdecken. Ich werde versuchen zu berichten, notfalls eben zeitversetzt.

 

Hier erstmal ein paar Fotos, damit es nicht mehr nur nach Winter aussieht:-)

 

St Valery

St Valery

Leuchtturm von St Valery en caux

Leuchtturm von St Valery en caux

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17. Mai 2010

30.März – St Valery nach St Michel

St Michel in Regennacht

St Michel in Regennacht

Morgens schliefen wir aus, was am Wetter lag. Aber auch daran, dass Nachts nochmal Ebbe gewesen war und die Bagger auch im Dunkeln Krach machen konnten. Das taten sie auch, ab ca. 4:00 Uhr. Es regnete und gab Gewitter, also alles in allem sehr laut. Ich träume immer viel Quatsch, wenn ich so leicht schlafe, das unterstützte meine Erholung nicht weiter. Die Kids bekamen zwar von dem Lärm in der Nacht nichts mit, wollten aber trotzdem lange schlafen, es sind ja Ferien. Wir verbrachten dann morgens noch eine Weile am Strand, zuerst bauten Amy und Noah noch eine Burg im Sand, aber die Flut kam so heftig und schnell, dass mit einer Welle alles wieder glatt war. So gaben sie auf, es gab am Kieselstrand kein weiteres Sandfleckchen. Ich machte ein paar Fotos von Wellen, aber, da die Sonne nur spärlich schien, die Wellen so hoch waren, dass der Sand drunter aufgewirbelt wurde, machte es nicht so viel Spaß. Wir liefen nochmal hoch auf den Berg, nicht ganz, weil es sehr matschig war, aber so weit, dass wir einen schönen Überblick bekamen. Der Stellplatz war diesmal übrigens sehr wenig besucht, so hatten wir den noch nie gesehen. Ob das am Lärm lag?

Wir fuhren dann Richtung Granville, es dauerte lange, bis wir endlich da waren. In der Stadt war es recht unangenehm zu fahren. Einmal landeten wir in einer Straße, die definitiv zu eng für uns war. Ein Händerler wollte fast die Markise einrollen, tat es aber dann nicht. Schaute nur wenig mitleidig, wir sollten schon sehen, wie wir wieder rauskamen. Dann fanden wir den Stellplatz leider nicht. Der war bisher immer vor dem Aquarium am Berg, und von da aus hatte man einen wunderbaren Blick über den Hafen und es gab einen Leuchtturm in der Nähe. Leider gab es überall Balken, keine Womos mehr erwünscht. Den Stellplatz gab es nicht mehr, wie schade. Wir mußten also weiterfahren. Und folgten dem Navi, aber nur bedingt. Warum der immer die engsten Gassen nehmen will verstehe ich nicht! (Doch, doch, wir haben ihn so eingestellt, dass er große Straßen nehmen soll. Er macht es nur nicht…) Jedenfalls landeten wir sehr spät, im strömenden Regen am Mt St Michel. Und: alle Parkplätze waren gesperrt, weil eine sehr hohe Flut erwartet wurde. So hatten wir das noch nie gesehen. Das Wasser schoß nur so in die Bucht, wie ein Fluß und es kam immer weiter. Der Parkplatz war im Nu völlig überflutet. Wir hatten einen Stellplatz etwas abseits auf einer Wiese gefunden, da standen nur drei Mobile aber wir stellten uns dazu. Auf Wiese, was mir nicht so recht war, weil es immer und immer wieder regnete. Wir liefen nochmal Richtung St Michel, waren ja jetzt ewig weit davon entfernt. Es war eiskalt, eisekalt. Brr, nach der Wanderung hatte ich Eisbeine.

Straße zum St Michel

Straße zum St Michel

Ein paar Mobile parkten oben an der Straße. Das Wasser floß schneller in die Bucht als man laufen konnte. Welch ein Schauspiel!

überfluteter Parkplatz

überfluteter Parkplatz

So hoch hatten wir die Flut hier noch nie gesehen. Und wir waren ja schon oft am St Michel. Ob das an den Baumaßnahmen liegt, welche den Klosterberg ja wieder als Insel wieder herstellen wollen?

Wir schliefen wieder eher schlecht durch die Nacht, weil es stürmte und schüttete. Ich hatte Bedenken wegen der Wiese. Wir hatten in England ja schlechte Erfahrungen gemacht mit dem Wegkommen nach starkem Regen.

letzter Reiseblogeintrag

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14. Mai 2010

29. März – Reisevorbereitungen und St Valery

Leuchtturm von St valery

St Valery

So, endlich geht es etwas weiter hier mit dem Reisebericht:-)

Reisevorbereitungen:

Wie üblich war es hektisch vor unserer Reise. Und das, obwohl wir uns bewußt waren, wie schnell die Osterferien auf uns zurasten. Wahrscheinlich war es den Kindern noch nicht schnell genug, ich konnte aber mein selbst auferlegtes Arbeitspensum kaum bewältigen.
Wir hatten lange auf wärmeres Wetter gewartet, denn das Mobil brauchte Wartung. Leider hatten wir es nach Ende der langen Reise nicht direkt geputzt, das war ein Fehler. Dann macht man es nämlich nicht mehr. Es war also noch schmutzig, glücklicherweise aber nur außen. Innen war es rein :-)

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