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04. Juli 2011

“Was fotografiert Ihr denn?”

 

Meneham, Bretagne

Meneham, Bretagne

Wir standen mit den Kameras auf den Stativen am Meer. Es hatte geregnet, zog sich immer wieder zu, klarte immer wieder kurz auf. Wechselhaftes Wetter mindert zwar den Drang, nach draussen zu gehen, ist aber ideal für außergewöhnliche Fotografie. Man weiss nie, was man dann wirklich bekommt. Es kann auch ohne brauchbare Fotos enden und man schleicht völlig durchgeweicht von heftigen Regenschauern wieder ins Mobil zurück. Meistens bieten sich jedoch kurze, sehr fotogene Momente, die man nicht missen möchte. So auch an diesem Abend. Wir fanden fantastische Ansichten, die Wolken hingen sehr tief und dunkel am Hoizont. Über uns jedoch war der Himmel frei und das brachte das Meer zum Leuchten. Das schaffte einen genialen Kontrast zwischen Himmel und Wasseroberfläche.

Eine Touristin stand zwischen den Felsen und beachtete uns zuerst gar nicht. Irgendwann wurde sie doch zu neugierig, kam auf uns zu und sprach und auf Deutsch an: “Was fotografiert Ihr denn da? Da gibt es doch gar nichts zu sehen? Und es ist doch schon viel zu dunkel zum Fotografieren? Früher am Tag, als die Sonne noch schien, da war es schön!”

Ja was sieht man denn da überhaupt! Ich beschrieb einfach, was ich sah und war doch überracht, dass nicht jeder diese Magie wahrnimmt! Seltsam. Als ich darauf hinwies, wie das Wasser leuchtete, wie sich die Wolken so dunkel kontrastierend davon abheben, auf die hellen Flechten auf dem großen Felsen, die im Farbkontrast  zur Umgebung standen – da sah sie es auch! Und dann zeigte ich ihr das Foto auf dem Display der Kamera! Da kam dann ein erstauntes “Wow!” und große Augen.

Nun meine Schlußfolgerung: man sieht und genießt als Fotograf anders! Und ich finde das einfach sowas von Klasse!

 

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21. Juni 2011

Mo. 13.06. in St. Guenole

 

Morgens suchten die Jungs vergeblich Brot, die meisten der Bäckereien in diesem Ort, der so viele Sommerhäuser hat, waren geschlossen. So fuhren wir los, fanden einen Supermarkt nicht weit. Danach parkten wir beim Leuchtturm, dessen Spitze konnte man von unten nicht erkennen, trotzdem liefen Leute nach oben:-) Wir machten leider keine Fotos, es war einfach zu trüb. An einigen Ständen gab es Spitzen zu kaufen und Ketten aus Schneckenschalen. Und die Schalen von Abalones. Ich tauschte ein paar Fotos gegen die Schalen, wollte doch meine spärlichen Französischkenntnisse testen:-)#

Leuchtturm Loctudy

Leuchtturm Loctudy

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20. Juni 2011

So. 12.06. von Trevignon nach Penmarc’h

Das Wetter wurde schlechter und schlechter. Nieselregen, richtiger Regen, ergiebiger Regen. Wir wollten doch endlich auch mal Concarneau ansehen, Lisa hatte das empfohlen, doch es war Pfingsten, es war unendlich voll, die Autos stranden km weiter vor der Stadt, es schüttete und es sah auch nicht so aus, als wolle es bald aufhören. So suchten wir einen MC Donalds, tranken einen Kaffee und lasen die emails. Ich gewöhne mich daran, nur einmal die Woche mails zu lesen, gar keine schlechte Idee! Vielleicht sollte ich es daheim auch so machen? Wäre wahrscheinlich wesentlich effektiver? Habe doch gerade das Buch „The 4 hour work week“ gehört:-) Doch, ihr habt richtig gelesen! „Die 4 Stunden Arbeits Woche“ kann es sehr empfehlen.

St Guenole

St Guenole

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12. Juni 2011

Sa/So 4.-5.6. Übernachtung Vouvant, Gewitter, Leuchttürme und Ile de Oleron

Um den Touristenmassen und Fahrzeugkolonnen in Meeresnähe zu entgehen, fuhren wir ein Stück ins Landesinnere in ein Waldgebiet bei Mervent, das und von einem jüngeren Wohnmobil-Paar empfohlen wurde. Auf dem Weg wurde es schwül und schwüler, unser Navi schickte uns wieder mal über kleinste Straßen und der Stellplatz in Mervent hatte die Attraktivität einer Baugrube, aber im Wald, war es etwas angenehmer. In Vouvant, einem attraktiven mittelalterlichen Städtchen kamen wir auf der großen Stellwiese unter, als sich die Gewitterwolken drohend zusammenzogen. Bei Blitz und Donner verzichteten wir vorerst auf Erkundungen und gingen recht früh schlafen. Das Gewitter war so heftig, dass der Donner das ganze Mobil wackeln lies. Kurz drauf zog auch die Feuerwehr aus, da hatte der Blitz wohl ganz in der Nähe eingeschlagen.

Gewitterwolken

Gewitterwolken

Noah mit frischem Baguette

Noah mit frischem Baguette

Leuchtturm auf der Ile de Oleron

Leuchtturm auf der Ile de Oleron

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11. Juni 2011

Übernachtung Notre Dame de Monts

Wir waren natürlich aufgrund von anregenden Gesprächen später aufgebrochen als geplant und das obwohl ich schon gegen 6:00 Uhr am Strand spaziert war. Auf der Insel Noirmoutier sollte es einen großen Stellplatz geben. Den gab es auch. Er war so voll und so laut und ungemütlich, dass wir ganz unsicher waren, was wir tun sollten? Schon das Fahren auf der Insel war sehr anstrengend gewesen, sehr viel Verkehr, viele Fahrräder in den Kreiseln, überall schlendernde Menschenmassen. Und es war so heiß und schwül, dazu der Staub vom Parkplatz und kein Schatten weit und breit. Ich lief mit den Jungs in die Stadt Richtung Hafen. Wir hatten eigentlich beschlossen zu blieben, so kehrten wir vor dem Hafen wieder um, denn die Sonne brannte nur so auf meine eh schon verbrannte Haut. Wir aßen zu Mittag und es wurde immer trubeliger um uns herum. Wie unangenehm, ständig  kamen und gingen Mobile und Autos, dazuzwischen noch die Motorräder und Roller. Es war einfach zu laut und stickig. So fuhren wir relativ spät doch noch weiter. Sehnten uns nach einer ruhigen Nacht.

Häuser im Ort

Häuser im Ort

die Häuser sehen so ganz anders aus, als in der Bretagne. Mir gefallen sie sehr gut!

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09. Juni 2011

Leuchtturm Port Manec’h, Pointe de Trevignon

Früh am Morgen, nachdem Gunter im heraufziehenden Schauerwetter etwas fotografiert hatte und wir das Ritual der Sanitärkassettenreinigung zelebriert hatten, fuhren wir weiter Richtung Süden. Einen Zwischenstopp in Crozon nutzten wir, um im lokalen Supermarkt das Wlan-Netz anzuzapfen und den Internetkram zu erledigen. In Port Manec’h angekommen, suchten wir den Leuchtturm an den Klippen, bis wir bemerkten, dass er hinter uns, etwas im Land plaziert war. Die Wolken waren wunderschön fotogen, es war so warm, dass man in T-Shirt rausgehen konnte. Wow, was so ein paar Kilometer Richtung Süden ausmachen!

Felsen bei Camaret

Felsen bei Camaret

erstmal ein abendliches Foto, die anderen habe ich noch nicht gesichtet…..

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27. Mai 2011

Roscoff 1

 

Sonnenuntergang in Roscoff

Sonnenuntergang in Roscoff

 

Da einige Richtung Osten fahrende Reisemobilisten berichtet hatten, die Stellplätze in Roscoff wären wieder benutzbar, entschlossen wir, diesem romantischen Städtchen einen Besuch abzustatten. Doch der Platz bei der Chapelle du Saint Barbe war, wie im letzten Herbst, für Womos nicht mehr zu benutzen und die Service-Säule entfernt. Westlich von der Innenstadt fanden wir nach einigem Herumirren in engen Sträßchen den neu eingerichteten Stellplatz an der Bucht bei Laber. Der Nachteil: mehr als drei Kilometer Fußmarsch bis zur Innenstadt. Einfach! Mike mit dem roten Bus hatte sich auch schon eingefunden und wir luden ihn zum Abendessen-Resteverwerten ein. Wir hatten frischen Fisch und Reis.

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26. Mai 2011

Cancale und etwas trübes Wetter

Morgens weckte uns eine große Herde Schafe, die über die Wiese herfielen, und sich an den Mobilen rieben. Esra und ich liefen zum Mt St Michel obwohl es wirklich weit war. Das Licht war klasse, der kalte Wind hatte nachgelassen, so fingen wir erstmals fast an zu schwitzen! Ich machte nur ein paar Fotos, hatte hier ja schon sehr oft fotografiert. Doch fand ich in den schönen Mohnblumen ein bisher neues Motiv, wir waren bisher nur im frühen Frühjahr und späten Herbst hier gewesen, also keine Blumen. Die Touristenmassen, die da einströmten waren gewaltig, da hatten wir schon wesentlich ruhigere Tage erleben dürfen. So entschlossen wir uns nicht nochmal auf den Berg zu laufen. Wir machten uns also weiter auf den Weg gen Westen. Sehr weit fuhren wir allerdings nicht. In Cancale fanden wir oben auf dem Hügel einen Platz, etwas außerhalb, für Wohnmobile. So weit schien es nicht zu sein in den Hafen dieser für die Austern berühmten Stadt. Es sah fantastisch aus von oben herab, das Meer so blau, die Boote so wunderschön strahlend weiss, der Mt St Michel weit am Horizont und Blumen überall. Wir parkten also und liefen hinunter in die Stadt, schauten uns all die Austernbänke an und die Restaurants mit den interessanten Preisen. Weit ab unseres Budgets. Gunter bezweifelte eh, ob er von so klibberigem Zeugs satt werden würde:-)

Austernbänke von Cancale

Austernbänke von Cancale

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25. Februar 2011

Sturm und Wellen

Wir scheinen etwas windgeschützt zu wohnen hier auf der Insel, draußen tobt der Sturm. Wir nutzten das Wetter um zu ruhen, zu lesen, zu spielen. Ich war jedoch neugierig, wollte gern wissen, ob sich schon Wellen bilden oder nicht. Wenn man nämlich vor der Tür horcht hört man ein relativ lautes Grundrauschen. Man kann aber nicht genau sagen, woher es kommen, Wellen oder Wind. So fuhren wir nur zum Rorvik Strand, das ist die Straße von Henningsvaer raus und das reichte schon für einen Eindruck. Es stürmt wirklich sehr. Und zwar boeig mit aller Kraft. Wir fotografierten also die aufgepeitsche See, nach und nach rollten die Wellen herein. An einer eher flachen Stelle knallten die Wellen heftig auf die Felsen, es war schon ziemlich dunkel, man brauchte das Stativ, doch würde des dem rüttelnden Sturm standhalten. Ich nutzte meinen Körper als Windschutz, doch konnte mich kaum auf den Beinen halten. Auf der Straße bildet nass geregneter Schnee einen spiegelglatten Belag, zusammen mit den Böen ist es da sehr schwierig sich gefahrlos fortzubewegen oder eben stillzustehen. Na, wir stellten die Kamera auf Serienaufnahme und taten unser Bestes. Ich mag das ja, wenn ich salziges Wasser auf den Lippen schmecke, Talassotherapie vom Feinsten:-)

Morgen soll der Sturm noch anhalten und es soll regnen. Bisher hat der Wetterbericht nicht gestimmt, am besten, wir sehen, wie es aussieht, wenn wir aus dem Fenster schauen…

 

knallende Wellen

knallende Wellen

 

Wasser läuft von den Felsen ab

Wasser läuft von den Felsen ab

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25. Februar 2011

Wieder mal Nordlicht und eine Fotografengruppe

Gestern abend war es sternenklar und es flackerte hier und da sogar etwas Grünes auf. Der Wind blies mal wieder saukalt. Soll ich wirklich nochmal raus? Ja, die Neugier auf Nordlicht siegt. Amy begleitete mich auf dem nächtlichen Spaziergang, wir sahen Nordlicht, es war aber relativ unspektakulär. Trotzdem machte ich Fotos, die Sterne erstrahlen besonders zahlreich, wenn sich der Mond nicht am Himmel blicken läßt. Am Straßenrand vor der Brücke stand ein Auto,  Licht an, Licht aus…. Komisch. Als wir vorbeigelaufen waren, entstiegen einige Leute , holten Stative aus dem Kofferraum und taten sehr geschäftig… Ich bin immer neugierig und fragte, wo sie denn herkommen? Aus der Schweiz, aha! Ich habe da einen schweizer Fotografen auf der fc-Freundeliste von dem ich wusste, dass er gerade auf den Lofoten ist, und der war es, mit seiner Reisegruppe. Ich schaute nur kurz zu,  ich wollte die Gruppe nicht  weiter stören. Wir hatten ja scho viel Nordlicht erlebt, für diese Fotografen war es wahrscheinlich das erste und somit höchst spannend:-)

 

viele Sterne

viele Sterne und kein Mond

ja und die Fotografengruppe kommt hier…

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