Wie versprochen, noch in diesem Jahr!
Artikel zum Schlagwort: Schweden
Sternenbahnen, TimeLapseFilme und Fix Foto
Ihr habt ja schon mitbekommen, dass wir öfters mal gemeinsame Projekte mit Michael Sonntag machen.
In der letzten Zeit machten wir relativ häufig TimeLapse Aufnahmen von Sternen und Nordlichter. Ich rechnete die Fotos dann mit Photoshop zusammen, alles “per Hand”, was sehr aufwendig war.
Da kam Michael auf die Idee, das mit Fix Foto – einem Bildbearbeitungsprogramm, ähm: dem besten der Welt – mit Hilfe eines Skriptes anzugehen! Was bin ich dafür dankbar! Seither geht das sehr, sehr schnell und kreativ ist es auch noch.
Und ich nutze diese geniale Bildbearbeitung nicht nur für die TimeLapse Filme, sondern auch für die Fotos. Heute stelle ich ein paar Anwendungsbeispiele vor. Einen kurzen Sternenbahnenfilm werde ich auch noch in diesem Jahr hochladen – falls unser Internet das noch schafft.
Und noch etwas, was Ihr auch noch dieses Jahr machen solltet: falls Ihr Fix Foto gewinnen wollt (allerdings erst mal ohne das Sernenbahnen Skript) dann schaut mal auf der FixFotoseite vorbei. Da verlost Michael 10 Lizenzen!
- Sternenhimmel – einzelaufnahme – plus zwei echte Sternschnuppen
- viele Sternschnuppen
- viele “Sternschnuppen”
- Sternenbahnen – und die Erde dreht sich schnell!!
- Hütte und Sternenbahnen
Fähre von Göteborg nach Frederikshaven
Da Sturm angesagt war und wir sowieso nach Jütland wollten, entschieden wir uns für die Fähre von Göteborg nach Frederikshaven.
Es stürmte schon, dann fing noch der Regen an, es war trist. Wir spielten Rommee und ich checkte die mails, denn an Bord gab es Internet.
Ich wagte mich im Sturm kurz raus, wollte doch wenigstens einen der tollen Leuchttürme aufnehmen. Doch es war sehr nass…
Naturschutzgebiet vor Göteborg
Offene Campingplätze sind im Oktober nicht mehr zu finden in Schweden. Wir fanden bei Särö ein tolles Naturschutzgebiet und parkten da auf dem Parkplatz. Abend wanderten wir durch den Wald zum Meer. Das Wetter war leider grau un grau. Doch morgens kam endlich die Sonne etwas raus. Was für eine Freude. So machten wir morgens ein paar Fotos bevor wir nochmal einkauften und uns dann zur Fähre aufmachten.
Am See im herbstliche Schweden
Es war wundervoll, das herbstliche Schweden zu genießen. Endlich melde ich mich auch mal mit ein paar Fotos:-)
Wir fuhren von unseren Freunden aus etwas gen Norden. Dachten, wir hätten evtl Glück mit Nordlicht, dem war leider nicht so. Aber wir fotografierten Sterne über dem See in der Nacht (die Bilder kommen erst später…) Morgens gab es bei windstille eine herrliche Lichtstimmung.
Nordlicht, südlich von Stockholm
Noah mußte in der Nacht nochmal pinkeln:-) Und das war unser Glück. Normalerweise checke ich ie Nordlichtvorhersage, das habe ich die letzten Tage aber nicht getan. Und Noah ist ein erfahrener Nordlichtbeobachter. Er erkannte es direkt. Und so standen wir in Schlafanzügen auf der Wiese und schauten und ich machte auch ei paar Fotos. Nicht viele, es war sehr bewölkt und das Nordlicht war auch nicht sonderlich spektakulär. Hier also ein paar Fotos:
Nach Luleå
Gestern verließen wir unsere geliebten Lofoten. Da Sturm und starke Regenfälle auf den Lofoten und Schnee in Abisko für Mittwoch vorhergesagt waren, entschlossen wir uns, den Vesteralen keinen Besuch mehr anzustatten, sondern gleicht Richtung Schweden zu fahren.
Wir haben es gestern in einer sehr langen Fahrt, bei freien Straßen die 740 km nach Lulea gepackt. Es war aufregend unterwegs – davon werde ich aber bald ausführlich berichten (jetzt wollen wir weiter ….) Nur kurz: wir sahen das Eishotel, wegen der sehr hohen Eintrittspreise (hätte uns über 200 Euro gekostet mal reinzuschauen!) nur von außen an. Dann begleitete uns fantastisches, sehr starkes Nordlicht auf der Fahrt. Ich verlor einen Autoschlüssel beim Fotografieren, und wir haben nur zwei! Also, fuhren wir wieder einige km zurück, suchten den Halteplatz und Amy fand den Schlüssel plattgefahren im Schnee. Uff, Glück gehabt!
In Lulea mieteten wir ein Zimmer, da waren wir ja schonmal. Und dort ging es nach mehr als 10 Stunden Fahrt dann gleich mit richtig wunderbarem Nordlicht weiter. Zeit zum Essen hatte ich nicht….. Bis nach 12:00 Uhr waren wir also draußen, glücklicherweise bei angenehmen minus 4-5° und nicht minus 30-40° wiebeim letzten Mal, als wir hier waren.
So, jetzt geht’s weiter. Wir melden uns wieder…..
und in Luleå ging es mit Nordlichtern weiter…..
In Härnösand – So viel Schnee haben wir noch nie gesehen!
Wir sind gerade in Härnösand, unsere erste Station auf dem Weg nach “oben”. Unsere Gastgeber sind eine Lehrerin, Mimmi, und ihr Mann Anton, ein Artzt. Gabi entschied kurzerhand dass ich, Noah und Amy bestimmt gerne mal eine schwediche Schule besuchen wollten, also schleppte sie uns mit zu der Schule wo Mimmi 7.-9. Klassen unterrichtet und wir sahen uns mal an wir man in Schweden lernt. Interresant war’s allemal. Die Schüler lernten je nach Wissenstand aus unterschiedlichen Büchern, es war relativ ruhig in der Gruppenarbeit und sie redeten auch untereinander Englisch. Ich hab mich viel mit den Schüler unterhalten, Amy allerdings hat sich nur scheu in der Ecke versteckt und musste fast gezwungen werden den Mund aufzumachen. (Anmerkung Gabi, ja sie war schüchtern, aber nicht in der Ecke:-) Und abends erzählte sie sogar Witze auf Englisch! Und sogar richtig gut.
Da Härnösand in Schwedens schneereichster Regioon liegt und dieser Winter eh besonders schneereich und kalt ist liegen hier über 1,3 m Schnee, stellenweise wesentlich mehr! Man kann keine drei Schritte tun ohne mindestens zwei mit Schnee beladene Lastwagen anzutreffen, die die weißen Massen von den Sraßen karren. Allein auf der kleinen Nebenstraße auf der wir uns gerade befinden wurden sage und schreibe zehn große Laster Schnee weggebaggert! Jetzt kann man wieder etwas besser parken:-)
Irgendwann während des frühen Nachmittags gingen wir dann auf eine Tour um die Insel und klapperten einige fotografierbare Stellen ab, inklusive der Aussichtsplattform bei der Ski-Strecke und die vereiste Küste. Dannach schrieb der Plan einen Besuch des Technikhus, ein Technikmuseum, vor, doch dort angekommen erfuhren wir von dessen nur noch 20minütiger Betretbarkeit, bzw. wir waren zu spät. Netterweise liess man uns dafür umsonst rein und wir konnten uns die tollen Ausstellungsstücke noch ein paar Minuten ansehen. Unter anderem hatten sie dort eine Apparat, der eine Eisenkugel von einem der beiden Opponenten zum anderen schob, und der Gewinner war der, bei dem die Maschine die geringste Hirnaktivität messen konnte, das heisst man musste an absolut nicht denken, was von einer auf einen zu rollenden Eisenkugel noch erschwert wurde. Da wir noch einige Sachen einkaufen mussten verirrten wir uns mal schnell in der Stadt und suchten einen Supermarkt. Bei LIDL wurden wir fündig. Wir verliessen die Filiale mit einigen schweren Einkaufstüten und bewegten uns Richtung unserer Gastgeber, wo wir einen Haufen Bean-Boritos zubereiteten und diesen terminierten. Lecker.
Anmerkungen Gabi:
Esra hat ja schon fast alles beschrieben. Ich möchte noch ein paar Anmerkungen zur Insel machen. Erstmals, seit wir unseren VW T4 haben, konnten wir den Allrad mal richtig testen. Jetzt mit Spikesreifen kamen wir tatsächlich richtige Steigungen auf fefstgefahrener Schneedecke hoch. Da es am Nachmittag noch anfing, leicht zu regnen, packten sogar ziemlich rutschige Berge.
So viel Schnee habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Es sieht wunderbar, aber auch ein wenig beängstigend aus. Die Dächer der Schulgebäude wurden heute geräumt, sie bogen sich fast durch unter der Last. Die Insel Härnösand ist wirklich einen Besuch wert. Glücklicherweise lernten wir von unseren Gastgebern noch eine Menge zur Geologie. Die Küste war in der letzten Eiszeit unter einer 3km dicken Eissschicht verdeckt, so wurden die Erdmassen durch das imense Gewicht nach unten gedrückt. (Wenn man heute die ganze Lastwagen gesehen hat, kann man sich in etwa vorstellen, wie schwer wohl 3km Eis sein könnten, und dann noch was drauflegen….) Jetzt hebt sich das Land immer noch, ich weiss nur nicht mehr genau, um wieviele m pro Jahr. Es gibt Stellen an der Küste, wo man in 100m Höhe sehen kann, wo die Küste war. Es ist also sehr spannend.
Morgen werden wir weiterfahren Richtung Norden. Mal sehen, wie weit wir kommen, wir nöchten die Reise in die Dunkelheit und Kälte genießen und es langsam angehen, wir haben ja noch etwas Zeit:-)
Falls wieder Internet erreichbar ist berichten wir natürlich….
Micha: Dein Päckchen reist noch mit uns, wir haben die Post nicht finden können. Irgendwann werden wir Glück haben und Du auch!!
nach Norden…
Wir haben uns jetzt an die Kälte gewöhnt, scheinen schon etwas abgehärtet zu sein. Wir müssen auf’s Termometer schauen, um zu wissen, ob wir frieren sollten:-) Minus 6-7° ist schon fast warm. (Heute ist es allerdings sauwarm bei plus 4°).
Das Fahren mit unserem, mittlerweile mit Spikesreifen ausgestattetem, VW T 4 Synchro ist ganz OK, zu hohe Schneewehen sind nicht so praktisch aber auf Eis fährt es sich relativ sicher. Konnten das jetzt testen, weil der festgefahrene Schnee mit einer Schicht Regen und Schmelzwassser für eine rutschige Fahrbahn sorgten. Ohne Spikes an den Schuhen können wir kaum laufen.
So starten wir jetzt das nächste Abenteuer, die Fahrt, 1700km im Schnee nach Nord Norwegen auf die Lofoten. Die Übernachtungen auf der Strecke haben wir leider noch nicht alle sicher. Da wir die Straßenverhältnisse nicht gut einschätzen können und nicht wissen, wie weit wir kommen werden am Tag. Erste Station wir Härnösand sein, da kommen wir bei einer Servasfamilie unter. Weiter im Norden gibt es da leider kaum noch Möglichkeiten. Wir werden uns ja jetzt, wo die Tage hier endlich wieder länger werden, wieder in die Dunkelheit bewegen. ABER, Dunkelheit bedeutet auch die Möglichkeit, Nordlichter zu sehen und darauf freuen wir uns alle.
Also, wenn es jetzt mal ein paar Tage evtl etwas ruhiger wird hier im Blog, wir sind unterwegs und wir werden berichten, sobald wir die Möglichkeit dazu haben:-)
Death to X-mas
von Esra
In Schweden wird immer am 13. Januar das Haus entweihnachtet, allerdings haben wir das gestern irgendwie verpeilt. So musste das mittlerweile schon übel zugerichtete Pfefferkuchenhaus (siehe disen Blogeintrag mit einem wundeschönen Stop motion film) erst gestern dran glauben und der Weihnachtsbaum wurde auch erst gestern von seinem Job als Dekoration gefeuert. Über die Wochen hat das Pfefferkuchenhaus allem Anschein nach mit seinen vielen Smarties und dem schönen Zuckerguss etwas zuviel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, das heisst es musste auf ca. alle seine Smarties und einige Teile des Daches schon vor Tagen verzichten.
Am 14. aber hatte sein letztes Stündlein endlich geschlagen und es wurde brutalst zerschlagen und konsumiert. Leider aber war das ein ganz schön grosser Haufen Pfefferkuchen und lecker war er auch noch, jedenfalls haben wir uns alle überfressen und mir war dannach leicht übel. Als keiner mehr Lust hatte nach versteckten Smarties zu suchen bzw. als jedem leicht übel war fingen wir an die Dekorationen vom Baum zu pflücken und diese wegzuräumen. Um Weihnachten richtig zu verabschieden muss der Schwede seinen Baum aus der Haustür schmeissen, so besagt es eine Tradition. Also packte Aron das arme nadelnde Pflänzchen und warf es in den Schnee. So, jetzt ist Weihnachten rum. Nur noch 344 Tage bis zum nächsten Weihnachten!!


















