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10. Oktober 2011

Hirtshals – Dänemark

So fuhren wir denn von Skagen nach Hirtshals. Der Leuchtturm dort war wunderbar. Aber das Licht war erstmal nichts. Nur Regenwolken, keine Kontur drinnen. Außerdem regnete es immer und immer wieder. Dazu der heftige Sturm. Wir gingen trotzdem den Leuchtturm hoch. Oben verschlug es uns fast den Atem so lies es dort. Von der windgeschützten Seite machte ich aber ein paar Aufnahmen. Dann beschlossen wir, die Küste gen Süden zu fahren. Alle Campingplätze waren geschlossen, für die Nacht waren wir geradeso noch auf einen untergekommen. Die Betreiben waren sogar so nett, eine Herrentoilette aufzumachen. Doch der Platz war weit vom Strand weg und auch wenn das Wetter so schlecht ist, ich will abends ans Meer!!!

Wir wollten den Leuchturm, der im Sand versinkt, bei Rudbjerg Knude aufnehmen. Da es so stark blies war ich mir allerdings gar nicht sicher, ob das überhaupt möglich sein würde. Schauen könnten wir ja mal. Wir liefen also los, sahen den schönen Turm auch in der Düne, sahen aber auch, wie der Sand umherwehte. Schon von weitem tat es im Gesicht weh. Dann wurden wir noch nass. Nein, bei aller Liebe, das wollten wir den Kameras und uns nicht antun. Vielelicht würde der Sturm ja morgen etwas nachlassen?

In Blockhus fanden wir eine geniale Stimmung. Doch der Sturm blies mir innerhalb weniger Sekunden die Linse nass. Ich kann ja immer mal wieder putzen:-) Also fotografiere ich einfach munter weiter. Es sah so toll aus!

Regen über dem Meer

Regen über dem Meer

weiter mit einen ganz genialen Leuchtturm geht es hier….

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09. Oktober 2011

Skagen, Dänemark

In dunkler, stürmischer Nacht waren wir in Dänemark angekommen. Es war eigentlich unmöglich da noch einen Campingplatz zu finden. In Skagen parkten wir vor einem geschlossenen Campingplatz, denn wir waren es leid noch weiter zu suchen. Der Sturm blies und rüttelte am Wohnmobil. Wir waren müde, die Fährfahrt hatte uns angestrengt. Vor allem das Parkten zwischen den Lastern mag ich ja gar nicht und die waren diesmal sehr eng geparkt und man kam kaum zwischen ihnen durch.

Morgens fuhren wir natürlich gleich zum Leuchtturm, konnten die Parkgebühren nicht zahlen, weil wir keine Münzen hatten und die Souvenirbuden noch geschlossen waren. So liefen wir einfach so los. Es war leider eher grau in grau. Doch wir fotografierten trotzdem. Natürlich wollten wir zu der Stelle laufen, wo sich Nordsee und Ostsee treffen. Das taten wir trotz Regenwetter in der Luft und es waren erstaunlich viele Menschen unterwegs. Umso mehr verwunderte es uns, dass zwei kleine Robben am Strand lagen. Es gab tatsächlich Leute, die mit den Füßen an die armen Tiere stießen. Doch die Robben liesen sich nicht stören. Eine der beiden sah sehr krank aus. Ich machte mit dem Tele ein paar Fotos.

Robbe

Robbe

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23. Juni 2011

wieder nach Brignogan:-)

Brignogan Plage zieht uns so magisch an, wir können dieser Küste nicht widerstehen. Die Kids – nun unsere Jugendlichen hört sich so seltsam an, wäre aber korrekter – wollten unbedingt nochmal ein paar Tage hier her. Warum auch nicht. Der Strand gibt uns allen Kraft, wir lieben ihn über alles!

Fotos müßte ich eigentlich keine machen:-) Aber, auch, wenn man denkt, man kennt jede Ecke, hat alles schon fotografiert, es stimmt nicht. Immer wieder gibt es was zu entdecken. Und wie das am Meer so ist: Ebbe und Flut verändern ständig alles. Es war Vollmond, die Flut also entsprechend hoch und wir hatten das Glück gegen Abend Höchststand zu haben. Das Licht war auch relativ in Ordnung, es war kalt im Wind und der Wind wir wirklich heftig. Ich und die Kids waren den ganzen Tag draußen, Abends merkte ich, dass ich so richtig windig, sandig, meerwassergetränkt erschöpft war. Unsere drei auch! Nur Gunter fand es zu windig. Er hat aber bisher, weil es ja Sommer ist, auch noch keine Jacke angehabt. Nun, da wäre es mir auch kalt! Ich machte also trotzdem Fotos:-) Da vergesse ich sowieso die Zeit und alles andere  – darüber hatte ich mal in der Naturfoto geschrieben: “fotografische Glücksgefühle” Ich war sehr glücklich, fast bekam ich eine Überdosis. Könnte es aber auch so formulieren: ich füllte meine Akkus auf. So gut.

 

Welle in Brignogan

Welle in Brignogan - aufgenommen mit 17 mm, ich mußte also ziemlich nah an die Wellen ran!

Kirsten, eine Freundin, hatte mir so Neoprenschuhe geschenkt. Ein großer Dank an Dich an dieser Stelle! Die Dinger hatte ich an. Nicht, weil das Wasser kalt war, ja, war es auch, sondern eher, weil der Sand an diesem Strand so grob ist, dass er echt an den Füßen weh tut. Die Schuhe halten durch die Extrachicht an Wasser also sehr warm, sie sind griffig an der Sohle, man muß nicht so auf die Wellen aufpassen, wenn eine kommt, dann kommt sie eben:-) Die Füße sahen, da sie den ganzen Tag über nass gewesen waren am Abend zwar aus wie die eines schrunzeligen Aliens (ja, meine Fantasie geht durch:-) aber sie waren warm. Und das Wichtigste ist: ich traute mich viel näher ans Geschehen ran. Mußte nur noch auf die Kamera aufpassen, die war nicht gegen zu hohe Wellen gewapnet. Auch bei der Unterwasserfotografie sind die Schuhe übrigens sehr praktisch.

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15. Mai 2011

dunkler Winter?

Mit dem Schnee und der Sonne war es manchmal so hell!  Kommt auf dieser Aufnahme gut raus, oder? und auch dieses Foto wurde nach dem Schneesturm aufgenommen. Ich mochte das sehr, wenn überall der Schnee festpappte:-)

 

Lichtdurchflutet

Lichtdurchflutet

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25. Februar 2011

Sturm und Wellen

Wir scheinen etwas windgeschützt zu wohnen hier auf der Insel, draußen tobt der Sturm. Wir nutzten das Wetter um zu ruhen, zu lesen, zu spielen. Ich war jedoch neugierig, wollte gern wissen, ob sich schon Wellen bilden oder nicht. Wenn man nämlich vor der Tür horcht hört man ein relativ lautes Grundrauschen. Man kann aber nicht genau sagen, woher es kommen, Wellen oder Wind. So fuhren wir nur zum Rorvik Strand, das ist die Straße von Henningsvaer raus und das reichte schon für einen Eindruck. Es stürmt wirklich sehr. Und zwar boeig mit aller Kraft. Wir fotografierten also die aufgepeitsche See, nach und nach rollten die Wellen herein. An einer eher flachen Stelle knallten die Wellen heftig auf die Felsen, es war schon ziemlich dunkel, man brauchte das Stativ, doch würde des dem rüttelnden Sturm standhalten. Ich nutzte meinen Körper als Windschutz, doch konnte mich kaum auf den Beinen halten. Auf der Straße bildet nass geregneter Schnee einen spiegelglatten Belag, zusammen mit den Böen ist es da sehr schwierig sich gefahrlos fortzubewegen oder eben stillzustehen. Na, wir stellten die Kamera auf Serienaufnahme und taten unser Bestes. Ich mag das ja, wenn ich salziges Wasser auf den Lippen schmecke, Talassotherapie vom Feinsten:-)

Morgen soll der Sturm noch anhalten und es soll regnen. Bisher hat der Wetterbericht nicht gestimmt, am besten, wir sehen, wie es aussieht, wenn wir aus dem Fenster schauen…

 

knallende Wellen

knallende Wellen

 

Wasser läuft von den Felsen ab

Wasser läuft von den Felsen ab

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25. Februar 2011

Wieder mal Nordlicht und eine Fotografengruppe

Gestern abend war es sternenklar und es flackerte hier und da sogar etwas Grünes auf. Der Wind blies mal wieder saukalt. Soll ich wirklich nochmal raus? Ja, die Neugier auf Nordlicht siegt. Amy begleitete mich auf dem nächtlichen Spaziergang, wir sahen Nordlicht, es war aber relativ unspektakulär. Trotzdem machte ich Fotos, die Sterne erstrahlen besonders zahlreich, wenn sich der Mond nicht am Himmel blicken läßt. Am Straßenrand vor der Brücke stand ein Auto,  Licht an, Licht aus…. Komisch. Als wir vorbeigelaufen waren, entstiegen einige Leute , holten Stative aus dem Kofferraum und taten sehr geschäftig… Ich bin immer neugierig und fragte, wo sie denn herkommen? Aus der Schweiz, aha! Ich habe da einen schweizer Fotografen auf der fc-Freundeliste von dem ich wusste, dass er gerade auf den Lofoten ist, und der war es, mit seiner Reisegruppe. Ich schaute nur kurz zu,  ich wollte die Gruppe nicht  weiter stören. Wir hatten ja scho viel Nordlicht erlebt, für diese Fotografen war es wahrscheinlich das erste und somit höchst spannend:-)

 

viele Sterne

viele Sterne und kein Mond

ja und die Fotografengruppe kommt hier…

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08. Juli 2010

2.April – Cote Sauvage – nach Penmarch

Graswellen

Wellen aus Gras und ein Zaun, der auch bei Wind still hält

Und wieder waren wir sehr erstaunt, dass uns blauer Himmel empfing am Morgen. Welch ein Glück, wenn man bedenkt, wie viel es geregnet hatte in den letzten Tagen. Da hatten wir bisher doch gute Bedingungen für Wanderungen und Fotografie gehabt. Ich verbrachte ein paar Stunden mit Amy und Noah am Strand. Die Wellen rollten immer noch wunderschön in die Bucht. Ich machte zu viele Fotos. Das Meer war aber so wild, dass fotografieren schwierig war, denn die Gischt war überall und das Meer schien fast überzukochen. Alles war weiss vor Schaum, die Wellen waren nicht mehr so schön geformt, sondern sahen aus wie überkochende Milchsuppe. Fast schon zu wild das Ganze. Schön, dass die Strände immer wieder anders aussehen und man sich immer wieder auf neue Situationen einstellen muß. Dann bleibt das Leben und die Fotografie spannend:-) Den Kids wurde es bald zu kalt, Gunter und ich fotografierten noch eine Stunde, dann beschlossen wir weiterzufahren.

Wir fuhren Richtung Pointe de Trevignon. Leider wurden wir da von Womoverbostschildern überfallen, was mich frustrierte. Ich hätte gern kurz den Hafen angesehen, aber wir durften auf km langer Stecke nicht mal Halten. Ich war so frustriert, dass ich nicht mal Lust hatte den Strand zu erkunden, als wir endlich einen Womoparkplatz gefunden hatten. Amy und Noah verbrachten ein, zwei Stunden am Strand während wir philosophierten, vor allem über die Übel in der Gesellschaft. Und ich überlegte ernsthaft, ob es noch Sinn macht, mit dem Mobil unterwegs zu sein? Wahrscheinlich sitzt bei mir der Werkstatt Schock von vor der Abreise noch zu tief. Das ist mir zur Zeit alles zu viel!

Wir fanden schließlich zwei Stellplätze für Mobile, man kann also nicht mehr selbst entscheiden, was man ansehen möchte, sondern muß danach gehen, wo man parken kann! Das ist fotografisch und auch touristisch ein Spaßkiller! Ein sehr großer sogar. Und die Bretagne war immer so schön mit Mobil. Wahrscheinlich ist es einfach zu viel geworden mit den Mobilen? Ich kann die Anwohner verstehen, aber ich denke trotzdem, dass jeder das Recht haben sollte sich das Meer anzusehen. In der Vorsaison ist ja fast gar nichts los, da könnte man doch die Parkplätze öffnen? Es ist so frustrierend, wenn man an sehr großen, absolut leeren Parkplätzen vorbeifährt und selbst nicht mal halten kann:-(

Für uns ist eine Reise mit dem Wohnmobil die eizige Chance ans Meer zu kommen. Denn kurze Reise mit 5 Leuten, und die Kids zählen ja bis auf Amy alle schon als Erwachsene, mit Hotel, Zug oder Flugzeug, können wir uns nicht leisten. Ein kleineres Mobil geht leider auch nicht. Wir hatten mal dran gedacht, auf einen VW Bus umzusteigen, aber es ist sinnlos, viel zu eng für uns. Was an diesem Tag am frustrierendsten war: die Häuser waren alle für den Winter geschlossen. Nur die Reichen können sich die Häuser am Meer leisten. Und die meisten Häuser werden nur als Sommerresidenz genutzt!! FRUST!

Amy und Noah am einsamen Strand

Amy und Noah am einsamen Strand

Wellen

Wellen

dicke Wolken, wilde Wellen

dicke Wolken, wilde Wellen

alter Bunker

alter Bunker - das Meer wird früher oder später aufräumen damit....

Also, genug gemeckert, wir machten uns auf den Weg nach Penmarch. Und fuhren direkt zum Plage de la Torche, denn da hatten wir immer die schönsten Wellen bisher. Und auch heute war das so. Nur waren die Wellen noch höher und wilder als bisher. Keine Surfer waren im Wasser, das war zu gefährlich und zu wild. Außerdem ging die Flut wieder ganz hoch, bis zur Düne. Regenschauer peitschten immer wieder über die Region, das zauberte Regenbögen und dramatische Stimmungen, machte uns aber hie und da auch mal naß. Als es zu heftig wurde machten wir uns auf den Weg ins Mobil. Dort angekommen schien die Sonne wieder. Also gingen wir nochmal los und fotografierten eine Weile und als wir zurück ins Mobil kamen stellten wir fest, dass die Toilette mal wieder entleert werden mußte. Na gut, hier wissen wir, wo es eine Station gibt, nämlich an der Kläranlage. Im Sturm war das Leeren nicht so einfach, weil die Kacke überall herumgeweht wurde und auch der Eimer mehr als einmal durch die Luft flog.

Über Umwege fanden wir dann den Stellplatz fast direkt am Meer. Da die Sonne noch in den tiefhängenden Wolken hing und diese rosa färbte, lief ich noch schnell los um ein paar letzte Fotos zu machen während Gunter mit den Kindern im warmen Mobil das Essen zubereitete. Ich bestaunte die Wellen, so hoch hatte ich sie an dieser Küste noch nie gesehen. Ein paar Fotos mit bunten Wolken waren noch möglich, dann war die Sonne ganz verschwunden und die Wellen knallten ohne besondere Lightshow immer weiter an die Felsen. Ich freute mich im Mobil auf die warme Suppe.