Wir frühstückten im Sonnenschein, wow, das war gestern einer dieser extrem fotogenen Tage. “Was können wir mit diesem wunderschönen Tag machen?” Ich rief kurz die Emails ab, unser USB-Modem funktioniert jetzt. (zwar nicht zum surfen aber für mails gar nicht schlecht). Auf der FC stand unter einem Nordlichtbild der Hinweis, doch mal die Wellen in Unstad zu fotografieren. Ja, warum auch nicht. Wir waren ja schon in Eggum und in Utakleiv, Stände, die wir favorisieren, aber am Surferstrand Unstad, wo ich 2009 auch das Gewinnerbild des Europäischen Naturfotgrafenwettbewerbs aufgenommen hatte, da waren wir noch nicht. Und Wellen gab es ja schon an Stellen. wo man normalerweise nur dümpelndes Wasser findet.Was würden wir wohl in Unstad vorfinden? Über die enge gewundene Straße und durch den Tunnel, da sah man schon die Wellenberge majestätisch hereinrollen. Fast wie in Zeitlupe, was Rückschlüsse auf die Größe zulässt. Wir parkten auf einem Parkplatz aus Eis, und schlitterten und liefen alle zusammen ergriffen den Strand entlang. Monsterwellen kamen gischtsprühend ohne Unterlass auf uns zu. Zum Glück hielt der ablandige Wind die Gischt von uns ab. Die Kinder testeten die Schneereste auf Festigkeit, sammelten Strandgut oder betrachteten die Wellen, während wir fotografierten. Nach einigen Stunden völlig durchgefroren vom Wind, wärmten wir uns im Auto mit heißem Tee und Kaffeestückchen wieder auf . Mit dem guten Gefühl, etwas Einmaliges erlebt zu haben, traten wir die lange Rückfahrt an.

