Permalink

8

Wissant, Frankreich, dann nach Hause

Wir fuhren früh los, denn wir wollten möglichst ohne Stau an London vorbeikommen. Das Wetter war bescheiden, es nieselte heftig, das Fahren war aus diesem Grund eher unangenehm, doch kein Stau auf unserer Route.
Etwa 2 Stunden vor Fährabfahrt trafen wir in Dover ein, es regnete noch immer. Zuerst wurden wir überall durchgewunken, keine Passkontrolle, doch dann wurden wir in eine Halle geleitet, in der eine Sicherheitsbeauftragte das Womo kontrollierte. Sie marschierte durch das Mobil, war erstaunt, hinten drei Teenager zu finden. „do you have knives?“ „Well, yes, of course, we do!“ „Do you have pepper spray?“ uh, das hatten wir leider auch. Vor zig Jahren hatten wir das zum Schutz unseres Hundes zugelegt und da wir öfters an Autobahnraststätten übernachten, zur Sicherheit ins Mobil gelegt. „it’s good you are honest!“ uiui, was jetzt, wir hatten unwissentlich…

etwas Verbotetenes getan. Pfefferspray ist in GB illegal und ist nach neueser Definition eine Schusswaffe. Da muss man erst mal drauf kommen! Wir mußten warten. Ziemlich lange. Dann kam ein „richtiger“ Officer, stellte sich neben das Fenster und ich wurde verhört, belehrt, ermahnt und fühlte mich ganz schlecht. Das Spray wurde konfisziert, wir durften wieder fahren. Hmmm. eigenlich waren wir ja schon durch die Grenzkontrollen durch und auf dem Kontinent ist es in Ordnung zur Selbstverteidigung so ein Spray zu haben. Schon komisch! Es stand in keinem Reiseführer etwas drinnen. Aber Unwissen schützt vor Strafe nicht!  Jetzt wissen wir es also!! Im Übrigen wäre es wesentlich einfacher, wenn die britische Sicherheitskontrolle auf der französischen Seite alle Englandbesucher auf diese Regelung hinweisen würde, das wäre effektive Crime Prevention.

 

Möwe begleitet die Fähre

Möwe begleitet die Fähre

Abschied von GB und Dover

Abschied von GB und Dover

ein leuchtendes Mohnfeld bei Calai

ein leuchtendes Mohnfeld bei Calai

ein leuchtendes Mohnfeld bei Calai

ein leuchtendes Mohnfeld bei Calai

Schafe und Wolken - wer denkt jetzt, das Schaf ist schmutzig:-)

Schafe und Wolken – wer denkt jetzt, das Schaf ist schmutzig:-)

Wissant Strand

Wissant Strand

Wissant Strand

Wissant Strand

Wissant Strand

Wissant Strand

Die Fähre hatte über eine Stunde Verspätung, die Sonne kam durch. Wir warteten und warteten. Endlich war es so weit, Laster nach Laster fuhr auf das große Schiff. Es hörte gar nicht mehr auf, noch eine ganze Stunde schauten wir zu, bis wir endlich hochfahren durften. Wir standen schon einige Zeit an Deck, und  der Strom der Lastwagen riss noch lange nicht ab. Ich finde das schon sehr erstaunlich, wieviele Fahrzeuge da drauf passen.
Im schönsten Sommerwetter verließen wir die Insel, die Kreidefelsen leuchteten cremeweiss, umrahmt von blauem Himmel und blauem Meer. Wir wollten Karten spielen, doch es war wahnsinnig laut auf dieser Fähre. Sowas hatten wir noch NIE erlebt! Busladungen voller Italiener, die extrem laut lachten,  und sich unterhielten, als würden sie einen Kilometer entfernt voneinander stehen. Ich konnte nicht mal mehr meine eigenen Gedanken hören. Aus welchem zähen Nervengeflecht müssen italienische Busfahrer gemacht sein um das bei der Fahrt zu ertragen?? Zu alldedem gab es noch etliche Schulklassen, Männerclubs – alle mit dem selben T-Shirt – es war einfach verdammt voll. Fast waren uns die Ohren abgefallen, als wir endlich in Frankreich anlegten und dem Irrsinn entkommen konnten. Eine Frau mit japanischen Zügen fragte mich, ob wir jetzt endlich in Paris seien?! Hä, wir fahren doch nach Calais, Paris liegt nicht am Meer! Ah, ist Calais eine Insel?
Es war schon spät, eine Stunde Verspätung und dann noch eine Stunde Zeitumstellung und schwupps ist der Rest vom Tag weg. Wir wollten am Cap de Griz Nez übernachten, doch die Verbotsschilder schreckten ab, und die Küste war eher uninteressant. Es herrschte Ebbe, keine Wellen und keine blühenden Pflanzen weit und breit. In Wissant gibt es einen Stellplatz, wir besetzten das letzte Plätzchen neben einem gesprächigen Engländer, der sich ebenfalls auf der Heimreise befand.
Gegen Abend fingen die Wolken an, in charakteristischen Sonnenuntergangsfarben zu strahlen, und mich zog es an den Strand. Und wie genial war das denn?! Der weite Sandstrand, große Wasserpfützen im geriffelten Sand, Herden von rosa Wolken am ansonsten tiefblauen Himmel!  Was für ein genialer Abschluß einer absolut fantastischen Reise!! Danke!

Ein paar thematische Berichte werden noch kommen, laßt euch überraschen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

8 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


5reicherts.com speichert zur Bereitstellung einiger Funktionen Cookies auf Ihrem Rechner. Mit der weiteren Nutzung erklärst du dich damit einverstanden. Info

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen