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Coral Beach bei Sonnenschein und Fairy Glen – Stardust am Abend

Wieder ein absolut sonniger Tag, wieder waren wir zu warm angezogen. Gerne wollten wir sehr früh raus und zum Beispiel zum Old Man of Storr hochwandern, doch wir waren bettschwer, die lange Autofahrt schreckte uns ab und es lohnt nicht wieder zurück zu fahren und bis zum Sonnenuntergang wird der Tag dann zu lang. So waren wir erst um kurz nach 9:00 Uhr unterwegs, zu spät für gutes Fotolicht.

Mehrfach wurde uns ein Strand mit weißem Sand Richtung Dunvegan empfohlen. Die Straßen dahin waren anfangs gut, sie wurden enger und löchriger. Auch so eine Straße, die wir mit dem Mobil nicht fahren würden. Die schattigen Stellen waren mit Eis verziert, ich erwähnte es, weil es so lokal außergewöhnlich wirkte. Gunter meinte: „Nein, das ist kein Eis, es ist nicht kalt. Das sind Flechten“ Aha, da waren plötzlich überall Flechten. Esra nannte es dann schließlich schmunzelnd „Kristallmoos“. Wir sahen es den ganzen Tag und grinsten nur noch vor uns hin. Es war also kalt, wir merkten es nur nicht! Schon seltsam. Die Sonne schien warm und hell, überall klares Wasser, welches das Licht refektierte. Wir sogen die Sonne und die meerigen Inselaussichten auf, wie ein trockener Schwamm das Wasser.

Februar in Schottland

Februar in Schottland

Spiegelung und Wracks

Spiegelung und Wracks

Die Wanderung ist einfach, meist eben. Von gesprächigen Londonern begleitet liefen wir am Fjord entlang. In der Ferne strahlte der weiße Strand hell auf. Die Isle of Skye bietet zwar eine lange Küstenlinie, doch Strände sind rar. Hier versammelten sich an diesem sonnigen, warmen Tag relativ viele Touristen. Wir gesellten uns dazu. Amy und Esra konnten dem klaren Wasser nicht widerstehen, schnell waren die Schuhe und Socken weg und Esra im kalten Nass. Amy haderte etwas, ihre Courage war wohl schnelle gewesen als der Mut. Gunter und ich liefen einen kleinen Hügel hoch, die Aussicht über den Strand fotografierten wir von oben. Unten hörten wir die Kids in der Diskussion. Die beiden hatten um eine Tafel Schokolade gewettet, wer länger im Wasser verweilen würde. Ich brach diesen Wettbwerb kurzerhand ab. Der Fjord war eiskalt!

blaues Wasser

blaues Wasser

Im Sand sitztend genossen wir die Sonne bis der Hunger sich meldete. In Portsoy kauften wir ein heißen Hühnchen im Supermarkt und futterten es mit Weisbrot. Es schmeckte nicht. Es half gegen den Hunger. Wir scheinen gut Kalorien zu verbrennen, so warm, wie es sich anfühlt ist es nicht, wir schleppen den ganzen Tag die Fotoausrüstung Hügel hinauf und wieder hinunter. Bereits jetzt merke ich, dass ich den Gürtel vergessen habe! Die Hose rutscht schon.

Uig war nah, der Fairy Glen ist Schauplatz eines unserer absoluten Lieblingfilme: „Stardust“ – das müssen wir sehen! Die Single Track road war wieder  so eine, die ich mit dem Mobil nicht fahren wollte. Möglich ist es aber! Ein kleiner Bus war auch vor Ort. Wir waren von diesem Ort absolut begeistert. Das Licht war schräg, und der Himmel absolut wolkenlos. Wahrscheinlich wirkt der Ort in dramatischem Regenwetter besser, aber wir nehmens, wie es kommt. Uns bliebt ja sowieso nichts anderes übrig :-) Angie hatte mir Bilder von den Hügeln hier gezeigt, sie in der Realität zu sehen war was ganz anderes! Wir genossen die Wanderung sehr.

brennende Isel vor Staffin

brennende Isel vor Staffin

Esra Kuhdung Füße

Esra Kuhdung Füße

Fairy Glen, Isle of Skye

Fairy Glen, Isle of Skye

Leider war der Fototag da auch schon fast zu Ende. Das Licht wurde schwach, der Weg zur nächsten Location war weit, Schade. Ich wäre gern überall im besten Licht und dann nochmal bei wechselndem Wetter.  Eine Woche Skye ist viel zu kurz! Mensch, ist die Insel schön!

Ich wollte unbedingt nochmal an den Staffin Strand, doch es war zu spät. Esra lief los, er wollte noch etwas Sand für unsere Sammlung holen. Vorne stranden Kühe am Strand, auf der Suche nach Sand ignorierte unser Ältester das einfach mal. An einer Stelle war der Matsch gefroren, Esra fühlte sich sicher und lief drüber. Dann plötzlich zwei Überraschungen: es war nicht wirklich gefroren. UND es war kein Matsch. Es war Kuhmist, und von der weichen, stinkigen Sorte. Esra sackte ein, um zu verhinden, dass ihm die Scheiße in den Schuh hineinlief, machte er schnell einen weiteren Schritt und sackte auch mit dem zweiten Schuh komplett in das Kuhparfüm ein. Verziert mit zwei Schuhen von ganz neuer Farbe erreichte er das Auto, Gunter freute sich sehr über den kostenlosen frischen Duft, vor allem, als wir die Heizung hochstellten, weil es so kalt war. Der Duft begleitete uns bis nach Fiskavaig, hielt uns nicht davon ab, die wunderbare Aussicht zu genießen.

Wir fuhren über den Quiraing Pass – jetzt, wo wir das ja können :-) – und dann wieder die Runde um die Insel. Vom Aussichtspunkt machten wir noch Fotos, jetzt war es biestig kalt.

Abends schauten wir dann „Der Sternwanderer„, was für ein Vergnügen. Nun, wirklich viel bekam ich vom Film nicht mit – kenne den eh auswendig. Ich sicherte die Fotos, schaute sie an und schrieb den täglichen Blogbeitrag. Aber, was für ein Spaß genau die Orte zu sehen, die wir gerade erwandert hatten. Anders herum geht es nicht: „Ah, den Ort kenne ich aus dem Film!“, wir hatten nämlich überlegt, in welcher Szene die Fairy Glen vorkam. Aber beim Anschauen erkannten wir alles direkt! Klasse! Wenn ihr den Film nicht kennt, schaut ihn Euch mal an. Hier hatten wir den schon einmal besprochen. 

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

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