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Ein Reisestart mit vielen Pannen

Endlich sind wir auf dem Weg nach Skandinavien! Wenn es nach uns ginge, wären wir schon viel früher unterwegs gewesen, doch wie es sich bei jeder längeren Reise gehört, geht irgendetwas schief (gerne auch schon, bevor die Reise überhaupt erst angefangen hat). Zuerst hat sich mein Laptop in der Nacht vor dem geplanten Abfahrtstermin theatralisch verabschiedet und den Geist aufgegeben, und am folgenden Morgen trieb uns Gabis Kamera in den Wahnsinn, als ihr Sensor beim Säubern nicht sauberer, sondern schmutziger wurde. Als er nach der dritten Runde schließlich völlig eingesaut war, blieb uns nichts anderes übrig als einen Tagesausflug nach Mainz zu machen, wo wir die Kamera professionell putzen ließen und ich das Innere meines frisch geschlachteten Sparschweins für einen neuen Computer hinblätterte (glücklicherweise ermäßigte mir ein kleiner, kaum merklicher Kratzer den Preis um satte 70€, hehe).

Während wir so im Kamerageschäft standen, auf die Säuberung unserer Kamera warteten und mit dem Verkäufer laberten, sprang uns eine GoPro ins Auge. Wir liebäugelten schon seit einer halben Ewigkeit mit diesen kleinen, hochqualitativen Actioncams, und diese Gelegenheit schien uns gerade recht, eine solche zu unserer Ausrüstung zu gesellen. So war das ganze kaputte Equipment wenigstens für irgendetwas gut! Ich bastelte noch am selben Abend einen alten Fahrradhelm um (selbstverständlich mit viel Kordel, Klebeband und Gefluche), jetzt kann man sie auf dem Kopf herumtragen – macht euch auf ein paar interessante Videos gefasst, Leute!

 

Putzen in der Nacht

Putzen in der Nacht

Als wir dann nach noch einem weiteren Trip nach Mainz endlich aus dem Tor rollten (wir mussten noch mal zum Media-Markt, Zubehör kaufen) fing es allerdings gleich wieder an mit den technischen Pannen! An der ersten Tankstelle fiel uns eine verräterische Pfütze unter dem Mobil auf, und bei näherer Inspektion stand die Wasserpumpe als Schuldige fest. Also durften wir nach nicht einmal 20km unseren ersten Servicestop einlegen. Der Nachmittag rieselte dahin, und es war bereits 6 Uhr abends, als wir endlich auf der Autobahn waren. Sonderlich weit kamen wir nicht an diesem Tag, aber immerhin … Moment mal Leute, was stinkt denn hier so nach Benzin?? Nachdem jeder mal seine Nase in die Luft gestreckt hatte, waren sich alle einig, dass der Duft seinen Ursprung im Kofferraum hatte, eine Minute später war die Klappe offen und unser Verdacht bestätigt – in einer der Kisten stand eine prall gefüllte Dose WD-40 … nur leider ohne Deckel, und nur leider in der unteren Kiste, was zur Folge hatte, dass aus der prall gefüllten Dose eine ziemlich leere Dose geworden war, und der komplette Schmieröl-Inhalt nun auf den anderen Sachen in der Kiste verteilt war. Wir hatten aber Glück im Unglück – es war kaum etwas besonders Empfindliches in der Kiste gewesen, ein paar Werkzeuge, Bauteile und dergleichen … nur ein ledernes Messerhalfter war übel in Mitleidenschat gezogen worden, jetzt stinkt es zehn Meilen gegen den Wind dass sich die Fußnägel kringeln, und es hat seine hübsche Leder-Farbe eingebüßt und ein ziemlich schwarzes Braun angenommen … mal sehen, was sich da jetzt machen lässt.

Unsere Laune hat all das zum Glück aber nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, immerhin passiert so etwas auf jeder Reise, außerdem war gestern der 13. gewesen … nicht auszumalen was passiert wäre, wenn auch noch Freitag gewesen wäre! Naja, eigentlich sind wir gar nicht abergläubisch (das bringt Unglück!) aber es ist gut, wenn sich die Schuld auf etwas schieben lässt, haha. Jetzt hoffen wir mal, dass es das war mit den Pannen, wenigstens auf absehbare Zeit, und freuen uns auf Norwegen. Am Samstag geht die Fähre, bis dahin treiben wir uns noch in Norddeutschland und Dänemark herum.

Esra

Autor: Esra

Ist der älteste Sohn seiner Eltern und hinterlässt überall Fahrradspuren.

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