Müll am Strand von Donnant, Belle Ile

Gestern fuhren wir bei bedecktem Himmel zum Plage de Donnant. Wir hatten uns vorgenommen, unserem Lieblingsstrand etwas zurückzugeben, für die vielen eindrucksvollen Bilder, die er uns schon ermöglicht hat.

Wir wollten einen Strandabschnitt von Müll befreien. In den letzten Tagen war uns schon aufgefallen, dass hier relativ wenig großer Müll liegt. An den Stränden in Nordnorwegen oder Shetland sieht es im Vergleich dazu teilweise schlimm aus. Hier finden sich keine Ölfässer, keine Plastikkanister, auch nicht die üblichen Getränkedosen, -flaschen und Plastiktüten. Doch beim genaueren Hinschauen fällt der Plastikmüll schnell ins Auge, die Farben verraten ihn.

Die Reicherts beim Müllsammeln

Die Reicherts beim Müllsammeln

Der Müll war vorhanden, nur viel winziger, als wir das sonst so kennen: Flaschenverschlüsse, Lolly-Stäbchen, Styropor-Stückchen und andere Kleinteile, alles aus Plastik. Am weitaus häufigsten fanden wir Reste von Fischernetzen, oft nur 1 bis 2 Zentimeter lang, und fein zerfaserte Nylon-Knäuel. Das Zeug ist wirklich überall, im Sand, zwischen den Steinen und im Seetang.

Was wir im Video an Müll zeigen, haben wir auf knapp 100 Metern Strand aufgesammelt, unter dem Sand befindet sich wahrscheinlich noch viel mehr davon. Es braucht nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, wie diese Plastik- und Nylonteile ihren Weg in die Mägen von Seevögeln, Fischen und anderen Meeresbewohnern finden.

Unsere Müllmänner und -frau nach der Sammelaktion

Unsere Müllmänner und -frau nach der Sammelaktion

Das Müllhäufchen im Bild sieht nicht unbedingt imposant aus, aber für eine halbe Stunde Sammeln an einem sauberen Strandabschnitt ist es dennoch viel. Natürlich haben wir den Müll mitgenommen und offiziell einem Müllcontainer zugeführt.

Gabi

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Kategorien: 2012 Belle Ile 2015 Belle Ile Bretagne Umwelt Schlagwörter:

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9 Kommentare

  1. hallo, ja aufräumen hilft doch immer ein wenig.
    Die armen Tiere gehen vom Plastikmüll elend zu grunde. Habe ich auf Helgoland bei den Basstölpeln sehr gut zu sehen bekommen.
    lg edeltraud

  2. Ja Edeltraud – genau aus dem Grund frustrierte es uns im prinzip mehr, dass der Müll so klein und aus der Ferne nicht sichtbar war. Gerade diese feinen Nylonschnüre sind ja am gefährlichsten für Tiere.
    Nun, wenn wir wenigstens immer ein klein wenig wegräumen, dann ist das trotzdem besser als gar nichts….
    herzliche Grüße
    Gabi

  3. Ist eine prima Idee, beim Betreten eines Strandeabschnittes, ersteinmal eine halbe Stunde Müll zu sammeln. Das ist gut machbar und hilft, wenn es viele machen. Ich werde das in Zukunft tuen und meine Familie und Freunde dazu ermuntern. Danke für den Anstoß!
    Eine schöne Reise wünsche ich Euch und freue mich auf Eure Bilder und Berichte.
    Michaela

    • Danke Michaela – so denken wir auch – es fühlt sich zwar an, wie ein Tropfen auf den heißen Stein, aber, wenn jeder ein klein wenig machen würde und keiner mehr was liegen läßt am Strand, dann wird man den Unterschied sehen!

  4. Hallo Gabi! Es ist einfach unglaublich, wie viel Müll im Meer ist. Im Pazifischen Ozean gibt es sogar Müllinseln! Das Problem hat eine unglaubliche Größe erreicht. Deshalb danke dir für die Liebe zur Natur. Nebenbei gesagt, das Thema ist sehr wichtig. Erwarten die nächsten Artikel in unserem Blog zur Fotografie http://fixthephoto.com/blog/ Viel Erfolg!

  5. Bravo!!! Ich bewundere dich!!!
    Ich bin einverstanden, dass es eine großartige Aktion ist. Ich verstehe nicht, wie Menschen so viel Müll nach sich selbst lagern können???!!! Es ist so einfach nach dem Rest, den Müll wegzunehmen…weil man hier zurück kommen kann.
    Aber viele denken leider nicht darüber nach…
    Das ist ein wichtiges Thema. Man muss die Natur, die uns umgibt, lieben.
    Vielen Dank!!!

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