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Fahrt zur Île d’Ouessant, Bretagne

Zwischenübernachtung im Hotel

Wir kamen direkt von der Ile de Sein und mussten eine Zwischenübernachtung einlegen, bevor es mit der Fähre von Le Conquet auf die Ile d’Ouessant ging. Das ibis-Hotel war motel-typisch maximal anonym und nüchtern eingerichtet, aber wenigstens sauber und nicht teuer. Wir sortierten dort abends noch halbwegs unseren Kram zusammen und hauten uns aufs Ohr.
Am nächsten Morgen gings ernsthaft ans Umpacken: was brauchen wir auf der Île d’Ouessant, was können wir im Auto lassen. Wir haben frische Klamotten in die Fahrradtaschen gesteckt, denn auf Ouessant würden wir zwei Räder mitnehmen. Außerdem packten wir diesmal noch vorsichtshalber eine extra Tasche voller Lebensmittel, denn auf der Île de Sein waren Essvorräte knapp und alles sehr, sehr teuer gewesen.  Wir hatten noch genug Zeit zum Packen, denn die Fähre ging erst um 14:00 Uhr. Schließlich standen wir  mit 15 Gepäckstücken am Hafenpier. Der Foto-Technikkram ist bei uns einfach aufwendig mitzuschleppen: Vier Kamerataschen, zwei Stative und die Notebooks müssen unbedingt mit.

Parken in Le Conquet

Einen Parkplatz für unseren Bus zu finden, war das nächste Problem, denn am Hafen waren alle Plätze dauerbelegt. Wir packten die Fahrräder nochmal ins Auto, das Gepäck bleibt am Hafen, und machten uns auf die Suche. Le Conquet ist nicht groß, trotzdem brauchten wir über eine halbe Stunde, bis wir den Platz gefunden, unseren Bus geparkt hatten und zurückgeradelt waren. Der große Dauerparkplatz an der Nordostseite des Städtchens an der Straße nach Brest, liegt direkt neben der Gendarmerie. Leider sind die Hinweisschilder nur von einer Fahrtrichtung aus sichtbar.  Die eine Woche Parken kostet uns fast 50 Euro. Dafür scheint der Parkplatz recht sicher zu sein.

Osterurlauber drängen auf die Insel

Am Fähranleger im Hafen war wenig los, als die Fähre anlegte. Ein paar Leute stiegen aus, ein paar Leute standen so in der Gegend herum. Wir freuten uns schon auf ein geruhsames Boarding, aber es war ja noch eine dreiviertel Stunde Zeit bis zum Ablegen. Unaufhaltsam wuchs die Passagierschlange, dann kam auch noch ein großer Stadtbus voller Touristen, die auch mit wollten. Ach ja, es ist Osterwochenende, und Massen von Tagesausflüglern wollen auf die Insel – nichts da mit ruhiger Fährfahrt.
Wenigstens hielt sich das Geschaukel bei der Überfahrt in Grenzen, keinem von uns wurde es schlecht. Nur ein paar vereinzelte Passagiere schwankten unsicher durch die Gänge und suchten verzweifelt die „Sacs Vomiteures.“ Draußen an Deck war es fast unmöglich Fotos zu schießen, die Passagiere standen in zwei Reihen an der Reling.

Gepäck und Fahrräder, wir warten auf die Fähre zur Île d'Ouessant

Gepäck und Fahrräder, wir warten auf die Fähre zur Île d’Ouessant

Das neue Fährschiff zur Île d'Ouessant

Das neue Fährschiff zur Île d’Ouessant

Vier Reicherts auf der Fähre zur Île d'Ouessant

Vier Reicherts auf der Fähre zur Île d’Ouessant

Leuchtturm vor der Île de Molene

Leuchtturm vor der Île de Molene

Funkturm der Île d'Ouessant

Funkturm der Île d’Ouessant

Phare deuStiff und Semaphor von der Fähre aus gesehen

Phare du Stiff und Semaphor von der Fähre aus gesehen

Küste in Porz Doun

Küste in Porz Doun

Vorankommen auf der Île d’Ouessant

Wir machten uns Kopfzerbrechen, wie wir das ganze Gepäck die vier Kilometer bis zu unserer Ferienwohnung im Hauptort Lampaul transportieren könnten, aber das Problem löste sich wie von selbst. Am Hafenanleger wartete schon der Inselbus auf die Fährpassagiere. Der war mit 2 Euro pro Person wirklich nicht überteuert. Gabi uns Esra schwangen sich auf die vollgepackten Räder (jeweils zwei Radtaschen  und eine Kameratasche auf dem Rücken), der Rest nahm den Bus. Wir kamen fast zeitgleich im Ort Lampaul and, die Radfahrer waren etwas schneller gewesen, weil der Bus später abfuhr. Die letzten 200 Meter von der Bushaltestelle zur Unterkunft schafften wir mit Leichtigkeit zu Fuß.

Freundliche Einweisung ins Ferienhaus

Am Gartentor begrüßte uns Madame Tual, eine zierliche, freundliche „Ureinwohnerin“ von Ouessant und führte uns im Haus herum. Unser jetziges Domizil übertrifft alle unsere Erwartungen: hell, geräumig, hochwertig und vollständig ausgestattet. Wir fühlen uns sofort wohl. Sogar ein Glas selbstgemachte Brombeermarmelade hat unsere Vermieterin bereitgestellt.
Gabi lief sofort durch den Ort um die Versorgungslage zu checken. Anders als auf der Île de Sein gibt es hier mehrere halbwegs große Geschäfte und eine Bäckerei. Das Angebot ist wesentlich umfassender und auch nicht zu teuer. Da hätten wir gar nicht so viele Nahrungsmittel mitschleppen müssen. Nun ja, man weiß es ja vorher nicht.

Die Fährgesellschaft zur Île d’Ouessant und Île de Sein ist die Penn Ar Bed. Wir hatten zwar dort vorreserviert, aber wenn nicht gerade Osterwochenende oder Hauptsaison ist, ist immer noch ein Plätzchen für die Überfahrt frei.

Sonnenuntergang hinter Wolken, Ouessant

Sonnenuntergang hinter Wolken, Ouessant

Die bretonische Insel Ouessant als Fotoreiseziel

 

Disclaimer:

Unsere erste Reise zur Île d’Ouessant entstand in Kooperation mit Fewo für die wir eine Reisereportage verfassten.

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

10 Kommentare

  1. Frohe Ostern auch von mir!
    Wunderschöne Fotos habt Ihr gemacht!
    Werde wohl doch mal in Graufilter investieren. Habt Ihr einen Tipp, welche Filter den wenigsten Farbstich machen?
    Die Bretagne kommt erstmal auf die Wunschliste der nächsten Urlaube.
    LG Michaela

    • Auf unserer Langzeit-Seite haben wir auch Kauf-Empfehlungen für Graufilter, ziemlich in der Mitte des Artikels. Ältere B+W Filter hatten erhöhte Infrarotdurchlässigkeit, was für wissenschaftliche Aufnahmen von Vorteil war, aber bei allgemeiner Fotografie besonders in den Morgen- und Abensstunden zu einem Rotstich führte. Die aktuell angebotenen Markenfilter sind alle ausreichend neutral. Wenn es zu einem Farbstich kommt, sind meist die Lichtbedingungen oder der automatische Weißabgleich die Ursache. Wenn Du die Farbstimmung ganz neutral haben willst, musst Du jedes Mal mit aufgesetztem Graufilter einen Custom-Weißabgleich an Deiner Kamera durchführen, wenn Du eine Aufnahmeserie beginnst.
      LG Gunter

    • Ja, das ist eine Sehnsuchtsinsel. Würde Euch auch gefallen. Für uns ist das Wetter fast zu gut. Keine Wolken, Sonnenschein, zwar Wind aber keine Wellen…
      Zeit um zur Ruhe zu kommen :-)
      Ostern haben wir irgendwie verpasst…

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