13. - 16. August - Thorntonloch

Und wieder hatten wir Porbleme einen Campingplatz zu finden. Wir waren gegen Mittag losgefahren, erledigten Einkäufe und verbrachten einige Zeit am Strand von Bamburgh. Der Parkplatz kostet 2 Pfund, Übernachten konnte man da leider nicht. Das wäre natürlich ideal gewesen. Der Strand war sehr groß, viel Sandstrand, sehr große Felsformationen mit extrem vielen Gezeitenbecken. Und wieder eine fotogene Burg im Hintergrund und im Meer gelegen die Farne Islands. Ich wollte unbedingt auf diese Inseln aber es war unmöglich in Seahouses einen Parkplatz zu finden. Von dort gehen nämlich die Boote auf die Inseln. Es war zudem mal wieder sehr voll im Ort. Schade, dass wir in der Hauptssaison unterwegs sind, sonst hätten wir es nämlich gepackt. Die Puffins werden wahrscheinlich die Insel schon verlassen haben. Das wäre schon schön gewesen, diese gesehen zu haben. Ich merke mir die Stelle für spätere Reisen.

Jedenfalls genossen wir den Strand sehr. Amy und Noah spielen in den tiefen Gezeitenbecken mit dem Segelboot und wir liefen über die Felsen. Irgendwann rutschte ich auf einem Tang aus und ausgerechnet an diesem Tag hatte ich kurze Hosen an. Aua. Ich schlug mir das Knie an den Seepocken auf. Amy wollte schwimmen, wir wollten aber noch einen Campingplatz suchen. Wieder Fahrerei, obwohl der Strand doch so gut gwesen wäre. Schade. Hier ein paar Bilder:

Amy mit dem Segelboot, im Hintergrund eine der Farne Inseln

eine Langzeit weit vorne auf den Felsen

Wir kauften noch ein, der Laden war sehr voll, anscheinend wie alles hier. Das bekommt mir nicht immer so, ich werde dann etwas hektisch. Aber, wir kauften viel Gemüse und Obst. lecker. Das tut so gut bei den Preisen hier. Wir haben auch ein englisches Bier gefunden, welches recht gut schmeckt. Ein Bitter! Und gar nicht teuer.

Wir fuhren weiter nach Norden. Wollten noch zu den Steilklippen. Leider ist unsere Karte nicht gut genug und die Campingplätze waren nicht richtig eingeziechnet. So landeten wir mal wieder irgendwo mitten im Ort (müssen den navi noch in den Griff bekommen) und finden nicht die besten Stellen. Aber, wir wollen eh nach Schottland, die Engländer haben noch zwei Wochen Ferien und da wird es erstmal nicht besser mit den Massen an Leuten und den Engpässen auf den Campingplätzen. So fuhren wir über die Grenze nach Schottland. Und kamen auch gleich auf eine Höhe und hatten einen wunderbaren Blick über eine Bucht. Mit Getredefeldern und Mähdreschern, einfach mal ein Fernblick. Wir fanden schließlich einen Campingplatz etwas außerhalb, der auch schon recht voll war. Die Frau, erstmals hörten wir schottisch, meinte, wir sollen uns gleich entscheiden, wenn wir länger als einen tag bleiben wollten, Wir entschieden uns für zwei Tage, ohne vorher den Strand gesehen zu haben. Zumindest standen wir genau am Strand! Welch Wunder!

Der Strand sah dann aber erstmal langweilig aus. Aber, man weiss ja nie. Ich lief abends kurz los um ein paar Fotos zu machen, kam aber mit einem Ehepaar ins Gespräch. Die beiden hatten einen festen Caravan auf dem Campingplatz und sie kannten sich aus. So lief ich mit der Karte hin, um mir ein paar Tipps geben zu lassen. Das dauerte dann so lange, bis es ganz dunkel war.

Am nächsten Tag war ich auch irgendwie fertig. Ich stand auf, frühstückte, war extrem müde und legte mich wieder hin. Es war trüb, es nieselte, dann regnete es. Ich schlief den Schlaf der Gerechten. Komisch war das. Es muss der Regen gewesen sein. Es regnete sich ein, es schüttete den ganzen Tag. Und wir standen erstmals an einem Strand. Wie dumm. Amy und Noah spielten trotzdem mit dem Segelboot. Sie wurden nass. Dann hing das Mobil voller nasser Wäsche. Aber man kann auch nicht nur im Mobil sitzen. Zum Glück haben wir den Internet Stick, so beantwortet eich mails. Und schaute ein wenig im Internet. Abends ging ich mit den beiden Kleinen nochmal raus, diesmal mit Regenhosen und Regenjacken und Flitzhüten. Es regnete noch immer so sehr, dass man keine Fotos machen konnte. Erst kurz vor Sonnenuntergang klarte es soweit auf, dass ich eine Stunde Fotos machen konnte. Das Licht war nicht gut, aber ich konnte sehen, dass der Strand doch mehr bot, als sich von oben zeigte.

Wir verlängerten noch eine Nacht - war doch möglich?! Und hofften auf einen Tag ohne Regen. Den Plan, von dort aus nach Edinburgh zu fahren gaben wir auf. Die Busverbindung war zu schlecht. Am nächsten Tag regnete es wieder, fast den ganzen morgen und plötzlich schlien die Sonne! Es stürmte, sehr böig, der Sand flog nur so, das Wasser peitschte. Heftige Meeresstimmung. Die Kinder waren schon länger draußen mit dem Boot und erfanden immer neue Spiele damit. Wir erkundeten den Strand in beide Richtungen und fanden schließlich eine Stelle, die so schön Felsformationen hatte, wie wir sie nur selten zu sehen bekommen. Wow, hohe Felsen, dazwischen tiefe Gezeitenbecken. Und Bewuchs vom Feinsten. Ich war wider hin und her gerissen, was zuerst zu tun sei. Dieser Zwiespalt tut mir nicht gut merke ich. Aber ich muss wohl damit leben. Hier nun ein paar Bilder.

hier kann man erkennen, wie gross die Felsen waren und es gab noch größere

noch ein Versuch, diese grandiosen Formationen aufzunehmen - man könnte durchlaufen. Es machte Spaß auf diesen Felsen, die sehr rauh waren und mit Seepocken überwuchert waren, herumzulaufen.

da hin und da kleine Bäche ins Meer flossen, wuchs das fotogene grüne Moos

hier noch ein Überblick über den Küstenabschnitt

Wellen und Felsen

rießige Gezeitenbecken

Kontrast - schroffe Felsen und runde Steine, dazu der Farbkontrast

ein Fischer an der Stelle, wo das Kühlwasser eines Atomkraftwerks eingleitet wird. Mit etwas Glück fängt er einen Fisch mit drei Filets:-)

Wir hatten den ganzen Tag fotografiert. Und nichts gegessen, nicht geruht. Man sollte immer vorher wissen, wie lange das Wetter hält...

Ich zog nach Sonnenuntergang noch einmal allein los. Die Wolken waren schön, die Flut kam gerade, was gewaltige Wellen verursachte.

leider war das interessante Felsenstück etwas weit weg. Auf dem Weg dahin schnitt mir die Flut teilweise den Weg ab, das war mir zu gewagt. Und zudem wir es hier so richtig dunkel, nicht wie auf den Lofoten, wo man die ganze Nacht durch due Gegend laufen kann.

pastellig

ein Kieselstein in der Nacht

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