Aldeburgh

In Dover übernachteten wir auf dem Parkplatz mitten in der Stadt. Es kostete auch gar nichts, was unser Glück war, denn wir hatten keine Münzen. Ich hatte mittlerweile starke Halsschmerzen. Sehnte mich nach Ruhe. Aber wir mußten um London rum, was gar nicht so einfach war. An den Verkehr mußte ich mich erst gewöhnen. Zumal ich mich gar nicht wohl fühlte. In Canterbury hattte Gunter einen Buchladen in den Navi eingegeben. So was blödes. Das am ersten Tag in England. Auch, wenn Canterbury nicht so groß ist. mit dem Mobil findet man da keinen Parkplatz. Ich gab entnervt auf. Wir fuhren also ein ganzes Stück an diesem Tag, um aus dem Einzugsgebiet von London raus zu kommen. Am Abend fanden wir dann endlich einen Platz in Aldeburgh. Das war unser Glück. Der Platz lag zentral, man kam zu Fuß zum Strand aus Kieselsteinen, in die Stadt und zu schönen Fischerbooten. Mein Hals tat mittlerweile höllisch weh. Da hatte ich Wochenlang in Norwegen so richtig gefroren und keine Erkältung bekommen und dann sind wir im sommerlichen Wetter und es hat uns um. Gunter hatte vorher schon die ganze Zeit genießt. Ich wollte nur noch ruhen und wir blieben auf dem Platz obwohl keine Rezeption mehr auf war und ans Telefon niemand ran ging. Die Engländer, die ich fragte waren alle so korrekt. Schön lustig hier.

Ich schlief den ganzen nächsten Tag. Gunter ging mit den Kindern in die Stadt und an den Strand. In einem sehr schönen Buchladen kauften sie eine ganze Menge Roald Dahl Bücher, die sogleich verschlungen wurden. Noah und Esra lesen zur Zeit ausschließlich englische Bücher. Sehr gut ist das! Am nächten Tag gingen wir alle in die Stadt, aßen Fish & Chips und kauften noch mehr Bücher und ein kleines Segelboot. Es gab im Ort einen künstlichen Teich in dem man es segeln lassen konnte. Noah jonglierte vor dem Mobil, wir hatten schönen Rasen und Esra übte mit dem Diabolo. Amy versuchte beides. Mein Hals war zwar noch nicht ganz auskuriert als wir weiterfuhren aber ich fühlte mich besser.

Die Boote am Hafen, der eigentlich keiner war. Die Boote mußten nämlich abends immer an Land gezogen werden.

noch ein Boot

Nach dem guten Platz in Aldeburgh hatten wir erst mal Pech. Wir kamen gar nicht an die Küste ran. Die Campingplätze waren alle ausgebucht. Keine Möglichkeit auch nur ans Meer zu kommen In Cromer versuchten wir es, fuhren durch enge Gassen, Touristenmassen drängten sich durch die Strassen. Aber: die Plätze waren alle voll! . In Stiffkey fanden wir zwar einen netten Platz, aber ans Meer kam man da nicht. Es gab Marschland und da badeten die Leute drin. Weil mein Hals noch nicht besser war, machten wir es gemütlich und schauten abends Top Gear und dann noch "Queen".

In Hunstanton war es nur laut, überall Kirmes und biertrinktende Touris. Nichts für uns und weiter....

In Kingslyn machten wir nochmal Stopp, um Bücher über Campingplätze zu finden. Das erwies sich als schwierig, denn es gab nichts gutes. Wir kauften aber eine Sim Karte für's Handy und einen Stick für's Internet. Genial! Einen schönen Musikladen fanden wir auch. Die Gitarren und Ukeleles waren klasse und gar nicht so teuer. Wir fuhren also weiter entlang der Küste und übernachteten schließlich auf einem Campingplatz etwa 3 km von der Küste, in Skipsea, ein sehr nettes Ehepaar hatte den Platz und wir unterhielten uns eine Weile. Auf dem Platz, direkt neben uns stand dann ein anderes Wohnmobil mit einem älteren Ehepaar, mit denen wir uns lange unterhielten. Wir bekamen sogar zwei englische Biere geschenkt:-)

Wir wollten bei Scarbourough und Whitby noch an die Küste aber es gab lange Staus und kein Durchkommen. Dumm, dass wir erst in Norwegen waren. Umgekehrt wäre es wohl doch besser gewesen. Die Lofoten sind doch nicht so voll im July und August.

Den ersten wunderbaren Strand fanden wir in Amble. Das war klasse, Leuchttürme in der Nähe und ein Sandstrand mit Felsen und Gezeitenbecken. Die Kinder liesen das kleine Segelboot fahren. Esra hatte nun Halsweh und er ruhte sich aus und wir machten Bilder. Fast hätten wir auch da übernachtet. Aber es kamen dauernt Jugendliche mit Bier und so fuhren wir doch weiter. Zweit junge Typen fragte ich, wo es so einen ähnlichen Strand und Campingplatz gäbe. Die schickten uns nach Craster. Der Campingplatz war zwar schön, doch voll. Und wir waren etwa 1,5 Meilen vom Ort und Strand entfernt. Der Besitzer des Platzes war sehr kurz angebunden, er sah aus, wie Farmer Hogget bei Schweinchen Babe. Wir liefen abennds noch zum Ort. Fanden ihn sehr fotogen und beschlossen, gleich am nächsten Tag nochmal hinunter zu laufen. Endlich mal richtig fotografieren!

der Strand in Amble

sah irgendwie lustig aus, das Haus im Meer!

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