3. - 7. September - Northumberland nach der Hauptsaison

Wir fuhren nach einem weiteren sehr ausgiebigen Border Book Store Besuch Richtung Süden. Gegenüber von Edinburgh suchten wir einen Campingplatz, recht spät schon und auch eher erfolglos. Alle Plätze, die wir finden konnten waren sehr weit von der Küste weg, hatten einen Rasenplatz, der völlig, richtig völlig durchgeweicht war. Zu nass für unsere 3,8t! Manche Plätze (vor allem auf der Isle of Skye) sahen wie frisch umgepfügte Felder aus. Jedenfalls fanden wir an diesem Tag einen richtig guten Hafenplatz in Kinghorn. Leider regnete es so, dass wir gar kein Bild gemacht hatten. Wir schauten eine Serie "The Coast" von BBC damit wir den Regen und den Sturm nicht so hörten. Dann rauschte noch das Meer, sehr heftig, denn wir standen richtig nah am Wasser und die Flut kam recht hoch in dieser Nacht. Schade eigentlich, dass wir kein Bild machten. Es war nämlich schön, mit Felsen und Sand und allem, was zu einem schönen Hafen gehört.

in Dunbar gab es lauter berühmte Leute. z.B den Erfinder der Schiffsschraube

die Reusen findet man in jedem Hafen

Wir fuhren dann Richtung Northumberland. Dort hatte es mir sehr, sehr gut gefallen. Nur leider war es im August zu voll gewesen. Also, nahmen wir uns diesen Teil nochmal vor. Wir hatten eigentlich vor gehabt, nochmal beim Bass Rock oder in Thonrtonloch bleiben. ABER die Flüsse waren über die Ufer getreten, die Strassen waren überflutet, das Meer war nur noch Braun vom Wasser, welches mit den Flüssen kam. Es hatte einfach keinen Sinn. Selbst die A1 war gesperrt gewesen. Wir schauten uns ein paar Ortschaften an. schlenderten durch die Geschäftsstrassen und fuhren dann flutbedingt doch viel weiter und länger als erwünscht.

so sahen die Strassen nach der Flut aus - wir kamen gut durch. Ich hatte eigentlich solche "Fuhrten" eher für Island erwartet:-)

Mindestens 10 solche Stellen hatten wir, teilweise gefährlich tief!

Spät schon in Seahouses fanden wir endlich einen Platz. Leider war die Rezeption schon geschlossen. Wir mußten anrufen, damit jemand kam. Und dann der Schock: es waren nur noch zwei Plätze da, also recht voll und es kostet 38 Pfund! Ich war müde! Ich wollte mich ausruhen und trotzdem nah am Meer sein. Wir blieben also, denn es wurde schon fast dunkel. Leider hatten wir die Wellen, die reinrauschten und dann vom letzten Licht, welches unter den Wolken durchkam beschienen wurden nicht aufnehmen können, weil wir da den Platz zahlten! Ahhh. das Fotografenherz blutete! Schnell war dieses Schauspiel wider im Nieselregen verschwunden:-(

Dann die Überraschung! Die sanitären Anlagen waren nicht nur gut, sonder absolut fantastisch! Ahhh, was für eine Wonne! Eine richtige, sauberer BADEWANNE! in einem beheizten Raum! Ahhhh, ja! Nach 5 Monaten baden! Was für ein Genuss! Ich fühlte mich so wohl hinterher. Wie leicht man doch einen Langzeitreisenden glücklich machen kann!

Am morgen sah ich mich im Hafen um. Es war bedeckt und sehr stürmisch. Zwei Touranbieter boten Bootsfahrten zu den Farne Islands an, zwei hingen Zettel raus, dass es wegen schlechtem Wetter keine Touren gäbe. Also mit leicht schaukelanfälligem Mann besser keine Tour. Die Puffins waren sowieso schon weg. Wie schade. Ich machte ein paar Fotos im Hafen und sah mir mit Amy und Noah noch die Gezeitenbecken an. Fantastisch! Ich liebe die Rockpools (wie sie hier genannt werden) in Northumberland. Es gibt auch schöne Bücher speziell über die Unterwasserwelt. Klasse ist das!

ein paar Tage später hatten wir dann tatsächlich Sonne. Hier ein paar Bilder von Seahouses Rockpools - am nächsten Tag taten mir alle Knochen weh! Anfangs hatte ich bei diesen Aktionen noch den Rucksack auf, den gab ich als ich nicht mehr konnte an Esra ab.

was für eine Anemone das war fand ich noch nicht raus - es liegt aber nicht an der fehlenden Literatur (habe ich gut eingedeckt), sondern an der fehlenden Zeit

Die Napfschnecke lag so da, ich habe sie nicht angemacht, das überleben sie nämlich nicht. Vor mir war jemand mit dem Quad durch die Becken gefahren! Schlecht!

und nochmal die Seahare

beim Fressen

Den Campingplatz wollten wir uns nicht zweimal leisten. Er hätte nämlich mehr gekostet, aber weil wir spät angekommen waren, gab uns der Herr einen Rabatt, er meinte, wir würden sicher nicht mehr in den Fittnessraum und in das Schwimmbad gehen. Und daher zahlten die Kinder nichts. Die zweite Nacht wäre also sicher wesentlich teurer geworden.

Aber in Beadnell fanden wir noch einen Platz direkt am Meer aber mit weniger schönen Gezeitenbecken. Leider war das wieder so ein Clubplatz, es kostete also wieder extra Gebühr und die Kinder kosteten alle zusätzlich. Trotzdem war der Platz günstiger als der vorige.

Das Wetter war noch trüb, aber die Wellen noch schön. Strümisch war es nicht mehr. Gegen Abend ging ich los, Wellen fotografieren. Man kam nicht an die Stellen heran, wo die Wellen auf die Felsen knallten, also keine Langzeitaufnahmen. aber die Wellen rollten so schön rein. Ich knallte an diesem Tag alle meine Speicherkarten voll, eine Welle nach der anderen. Schließlich mußte ich abbrechen, weil jeder Hunger hatte. Sowas Dummes aber auch! Ich war gerade im Element, wollte endlich mal ausgiebig fotografieren.....

Nach dem Essen wollte ich nochmal los, aber es knallte nicht mehr so, die Flut ging zurück und man kam immer noch nicht an die Felsen ran. Die waren nämlich glitschig und es wurde schon dunkel. Ich bin lieber vorsichtig! Hier ein paar Wellenbilder. Ich mus die daheim besser bearbeiten an einem richtige Bildschirm, dann werden die sicher richtig gut!

durch den Wind noch dynamischer:-) Die Sonne kam nur ganz kurz unter der Wolkendecke hervor und gerade dann kamen keine Wellen!

nun, keine so richtig Rollenden!

mit Leuten als Größenvergleich

mit mir:-)

und nochmal mit mir und den Kids

kurz vor der Dunkelheit trauten wir uns vorsichtig weit raus und wir machten ein paar Langzeits

manchmal laufen die Leute auch einfach ins Bild und bleiben dann sitzen.

Amy "bewacht" die Stative

Noah und ich beurteilen die Bilder. Schaut nicht auf die Crogs!!!

bald geht es weiter mit Wales und engen Strassen und dann machen wir uns auf in die Bretagne!