31.7. Slettnes

Gleich vorweg - die Tage, die wir in Slettnes verbrachten waren atemberaubend. Hier stimmte einfach alles: die Landschaft, die kreischenden Vögel, das Meer, die Wale, die Menschen und das Licht!

Remco

Remco im Zelt

Da es abends sehr spät geworden war, blieben wir relativ lange liegen. So lange es halt geht, wenn die Sonne die ganze Nacht auf das Wohnmobil scheint! Es ist einfach ungemütlich warm, vor allem nachts! Wer hätte das gedacht? Unsere Nachbarn waren schon weg, es ist ihre erste Reise, sie wollen wohl noch was vom Land sehen. Ich bin froh, daß wir mittlerweile mehr Ruhe gefunden haben und auch mal bleiben können, wenn es uns gefällt - sonst sind wir auch viel zu viel gefahren. Man müßte halt mehr Zeit haben!! Allein der Weg ist schon so weit. Das Licht war viel zu grell um ernsthaft zu photographieren, so beobachteten wir die Vögel vom Wohnmobil aus, sprachen viel mit den netten Menschen hier. Vor allem mit einem Ehepaar, Horst und Marie Luise (?), mit Dieter und Remco, die beide allein reisen, haben wir uns angefreundet. (Remco mit Rucksack und Zelt, Dieter mit kleinem Bus, Horst und Marie Luise im Adlerhorst Wohnmobil) Es ist schön, immer wieder mal zu schwätzen, die Gegend erkunden, Vögel, Wale und das Meer beobachten, das Licht bewundern, wie es immer wieder neue Impressionen schafft. Ich versuchte meinen Bericht zu schreiben, fand aber nicht die nötige Ruhe. So bearbeitete ich die Bilder und sicherte die Daten. Sah irgendwann wieder Wale und sagte das den Feunden, kam dadurch leicht vom Weg ab und wurde von einer Raubmöwe gewarnt, das machte mir großen Eindruck! Die Vögel sehen nicht so groß aus von der Ferne, wenn sie jedoch wenige Zentimeter am Ohr lang fliegen, ist das eine andere Sache! Ich hatte ein schlechtes Gewissen und respektierte danach das Gebiet. Als wir gerade das Mittagessen zubereiteten sah Esra Leute mit Fernrohren, die sahen nach Forschern aus - ich bin ja immer sehr neugierig, so ging ich hin und fragte. Es waren tatsächlich Forscher - Roy arbeitet für den WWF, er beobachtet, zählt und beringt nicht nur Vögel, er bestimmt auch Spinnen und macht andere Projekte. Dann war da noch Kare Grip, der (so glaube ich für das Vogelschutzgebiet zuständig ist) Hier ist seine Webpage. Beide waren von ihren Frauen begleitet. Birgitte, Roy's Frau, kann auch Englisch, so redeten wir lange. Ganz wenig Norwegisch konnte ich probieren - ich traue mich nicht, wenn jemand ja Englisch kann. Jedenfalls ist das mein absoluter Traum: so ein Job! Ich sollte mich wirklich bemühen und es einfach versuchen, dann findet sich bestimmt was! Ich war jedenfalls sehr froh, so nette Menschen zu treffen, zeigte ihnen meine Photos und verschenke aus lauter Dankbarkeit welche:-) Wir verabredeten uns für 20:00 Uhr - da wollten Roy und Birgitta uns die WWF Ecostation zeigen.

Am späten Nachmittag gingen wir nochmal wandern, nicht so weit, denn wir wollten ja um 20:00 Uhr da sein. Wir versuchten den Eingang zur Höhle zu finden, in die wir am Tag zuvor fast gefallen wären. Die Höhle selbst war uninteressant, nun, nicht ganz, denn die Muster in den Felsen waren schön, nur der Müll, der sich angesammelt hat durch die Flut, der trübte den Genuß und groß war die Höhle nicht.

Höhle

Muster am Eingang der Höhle

Küstenseeschwalbe

eine Küstenseeschwalbe beim Fischen

Rentiere

Rentiere am Rand der Welt

Greysided Mouse

eine recht große Greysided Mouse

Fundstücke

solche Fundstücke liegen hier oft herum, wir denken, diese Zähne sind von einem Fisch

Remco hatte Lust mit zu Roy zu kommen, so fuhren wir alle zusammen mit dem Womo zu Roy und Birgitta. In der Station konnten die Kinder die Spinnen, die Roy gefangen hatte, unter dem Stereomikroskop betrachten, die Kids waren natürlich absolut begeistert. Roy hatte Bedenken gehabt, daß die Tierchen zu klein seien, um Eindruck zu hinterlassen. Roy zeigte uns vor der Station noch die kleinsten Bäume der Welt, das Mausohr und die Kriechbirken. Noah redete noch Tage später davon! Ich fand das auch sehr interessant, denn die Bäume sind keinen cm hoch! Wir redeten eine ganze Weile, dann kam Nebel auf - der Photofinger fing an zu jucken, die Kids wurden müde, Roy und Birgitta mußten nochmal auf den Berg, um nach Spinnen zu suchen und Remco begleitete die beiden. Wir hatten unsere wahre Freude am Nebel, der späten Sonne, dem Leuchtturm und der Landschaft. Da wir mit dem Womo unterwegs waren und sowieso im Gamvik wenden mußten, konnten wir viele Photos machen. Die Kinder hörten währenddessen ein Hörspiel - es war wieder sehr spät.

Gamvik

das Ortsschild von Gamvik im Nebel durch die schmutzige Frontscheibe aufgenommen - also kein Effektfilter:-)

Häuser

Häuser im Nebel

Birgitta und Roy

Roy und Birgitte vor der Ecostation Hier der Link zu Roy's Seite!

Eco Stasion

das ist die Station im Nebel

LT in der Nacht

Power

Nebel

Einsam im Nebel zu wandern

Hurtigroute

hurtig in der Nacht

Ja, die Leuchttürme üben eine magische Anziehungskraft auf mich aus - ich kanns nicht lassen, sie immer wieder aufzunehmen. Den Rest des Abends verbrachten wir natürlich wieder ins Gespräch vertieft, sahen dem Nebel zu, wie er kam, herumwaberte, uns auskühlte und schließlich in die Mobile trieb. Den eigentlichen Sonnenuntergang hatten wir nicht gesehen, denn eine Nebelwand stand am Horizont. Ich lud dann noch die Bilder runter und staunte, war sehr zufrieden. Im Wohnmobil sitzend hatte ich immer den Blick auf dem Meer, es könnten ja Wale kommen, oder das Licht gut werden. Ich bearbeitete die Bilder noch für die Webpage, Gunter war schon mit dem Lesen fertig, da kam die Sonne schon wieder über den Nebel und stahlte den Leuchtturm an. So machte ich nach 2:00 Uhr noch Photos, schlich dann ins Bett und wieder wärmte die Sonne das Mobil und so fand ich keinen ruhigen Schlaf.

Strassenlichter

die Sonne bringt die Reflektoren zum Leuchten

erstes Licht

erstes Sonnenlicht so gegen 2:00 Uhr

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