10. März - ich fahre mit den Fischer raus und noch eine Nordlichtshow

Ich hatte mir für diese Reise vorgenommen, die Langleinenfischer zu dokumentieren. Allerdings sanken die Temperaturen so stark, daß mir Bedenken kamen. Mir wurde immer wieder versichert, daß es an der Küste nicht mehr als 5-7° C unter Null geben würde. Wir hatten das Thermometer im Auto jedoch ständig im Blick: es sank auf -20°C. Uff, auf einem kleinen Boot ist das heftig, man muß den Wind bedenken und wir würden 13-15 Stunden unterwegs sein. Ein wenig Angst hatte ich auch vor der Seekrankheit, denn so ein kleines Boot schaukelt ganz anders als z.B. die Leonora (mit der man auf Waltour geht). Lauri gab mir sozusagen eine Tritt in den Hinter:-) Ich würde das schon packen. Nun gut. Er hat ja Recht. Um 3:00 Uhr nachts gings los, ich war nicht sonderlich ausgeschlafen. Es war schön einmal nachts auf das Meer zu fahren. Da, wo das Schiff fährt sorgen Meeresleuchttierchen für ein geheimnisvolles Leuchten. Wir saßen noch zwei Stunden im Warmen, dann waren wir an der Stelle, wo die Leinen lagen. Ich fotografierte bis 1:00 Uhr mittags (ungefähr) und war dann so müde, daß ich mich auf dem Rückweg in der Koje ausruhte.

Hier kommen nun die Fotos:

die ersten Fische werden hochgezogen

in dieser Wanne werden sie getötet, die Kiemen werden durchgeschnitten und dann kommen die Fische zum Ausbluten in ein Wasserbecken

Das Boot und die Gerätschaften werden ständig abgespült, denn das Blut klebt sonst überall fest. Ich mußte aufpassen, daß meine Kameraausrütung nicht naß wurde.

Das ist ein sehr schwieriger Job: das Boot muß gesteuert und gefahren werden während die Leine eingezogen und die Fische einzeln an Bord geholt werden

Arbeit bei großer Kälte im Schein des Lichtes

einer der größeren Dorsche

Saubermachen

an diesem Tag gab es nicht so viele Fische

Beifang war sehr selten, ungefähr 10 Fische den ganzen Tag über

der Arbeitsplatz in der Übersicht

Hier kommen die Fische zum Ausbluten, danach rutschen sie gleich auf Eis in den Bauch des Bootes

nach dem Einholen des Fangs werden neue Leinen gesetzt

Anda Fyr vom Boot aus aufgenommen

Einfahrt in den Hafen von Stø

die benutzten Leinen werden abgeladen, damit sie wieder mit Makrelenköder bestückt werden können. Der Fisch kommt direkt in die Fischfabrik.

Ich machte gleich nach der Dusche einen kurzen Mittagsschlaf:-)

Der Tag würde noch ein paar Highlights bieten!

Nachmittags fotografierten wir die Dreizehenmöwen im Hafen, das Licht war bestens.

Hier nur ein Photo, sonst wird es zuviel:-)

Wir fuhren nochmal nach Nyksund, denn ich hatte ein Bild im Kopf, welches ich auch in der Kamera haben wollte. Das Licht in Nyksund spielte aber nicht mit!

Der Hafen im goldenen Abendlicht

Noch ein Bild von Stø mit seinen Bergen

Ein Fischerboot im Abendlicht

Die Berge und das Klodalen

eine traumhafte Winterstimmung

Nocheinmal durften wir eine Nacht des Nordlichtes erleben. Esra war so müde, daß wir ihn nicht weckten, was ihm in nachhinein gar nicht gefiel. Ich packte es, meine Mutter von unserem bisherigen Standpunkt loszueisen, ich wollte eine andere Perspektive und so vergnügten wir uns diesmal auf dem Campingplatz und hatten eine ganz andere Sicht der Dinge!

Hier gibt es eine extre Seite!

weiter - zurück - index - home