7. März - Von Henninsgvaer nach Stø

Wir waren nun wirklich die einzigen Gäste im Hotel und so liesen wir nicht das ganze Buffet herrichten. Während wir drinnen leckeres, frisches Brot aßen, schwammen draußen im Hafen, also direkt unter uns, Eiderenten. Meine Mutter, eine sehr gute Vogelfotografin, war ganz aus dem Häuschen:-)

Der Sturm bebte allerdings immer noch, ich mußte die Bank anrufen, denn das Geld, welches ich gestern in Leknes abgehoben hatte, war zweimal abgebucht worden. Das hatte ich von Gunter erfahren. Das Interessante war, daß der Sturm so bebte, daß ich das Gespräch frühzeitig beenden mußte, denn die Telefonzelle hob an einem Ende ständig ab und das war recht laut und ich wurde dabei fast seekrank.

es sieht friedlich aus nach dem Sturm, 100%ige Entwarnung gab es nicht.

da fliegt der Schnee

Wir fanden unseren Mietwagen und befreiten ihn soweit es ging:-)

noch verhüllen dunkle Wolken die Berge

fast ein SW Bild - aufgenommen von der Fähre aus. Wir nahmen die kurze Fähre nach Melbu

In Stockmarknes zeigte ich meiner Mutter das Hurtigrutenmuseum

Diese Strecke Richtung Stø zu fahren war ein Augenschmaus, der Schnee verwandelt eine ohnehin schon schöne Landschaft in einen Traum.

Das Bild wird für 2008 auf dem Weingarten Kalender erscheinen.

Die Landschaft um den Ort Klo herum finden wir auch im Sommer schon hervorragend, jetzt kamen wir aus dem Staunen nicht heraus.

deshalb mal ein Photo etwas größer

Die Häuser als Farbakzente

die Dreizehenmöwen waren eingetroffen und sangen ihr übliches Lied. Wer es schon einmal gehört hat, weiss, wovon ich rede:-)

Mit Lauri zusammen tranken wir einen Kaffee und aßen eine Kleinigkeit, denn im Winter gibt es ein Cafe in Stø, wo sich die Fischer treffen können. Wir wohnten bei Lauri im Rorbur, es war sehr gemütlich. Ich fühlte mich wunderbar, denn so mittendrin kann man fotografisch am besten arbeiten.

Abends dann das absolute Highlight: ich schaute ständig zum Himmel, denn Nordlichter wollte ich unbedingt nocheinmal aufnehmen. Und ich wurde belohnt. Esra und Mutti waren absolut aus dem Häuschen. Wir jubelten vor Freude. Man kann dieses Gefühl nicht in Worten ausdrücken. Da ich ja sehr Langzeiterprobt bin, kam mir das bei diesen Aufnahmen zu Hilfe. So war die Fotografie eher eine Meditation als Arbeit und ich erlebte den Hochgenuß überhaupt. Ich durfte das faszinierendste Nordlicht aufnehmen an meinem Lieblingsort bei und mit den tollsten Menschen! Vielleicht kommt es auf den Bildern ja ein wenig rüber. Besser ist es in der vertonten Projektion:-)

Die Wolken fand ich an diesem Abend besonders interessant.

Der Abend war lang, wir waren alle drei sehr glücklich. Esra legte sich sogar in den Schnee und genoß das Spektakel liegend. Spät und sehr bildreich schlichen wir spät ins Bett.

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