8. und 9. Mai - Raftsund und Myrland

Erstmals fuhren wir die neue Strasse zu den Lofoten, man braucht jetzt keine Fähre mehr, um auf die Inselgruppe zu kommen. Die Strecke war schön, es lag noch Schnee in den Bergen und die Seen waren noch zugefroren. Digermulen mögen wir schon lange, also fuhren wir da auch als erstes hin. Schon öfters hatte ich mit dem kleinen Campingplatz in Raften geliebäugelt. Es gibt dort ein großes sandiges Gebiet mit Tang, solche Stelle erkunde ich bei Ebbe gern und bei Flut kann man Spiegelungen fotografieren, wenn es keinen Wind gibt. Wir hatten strahlenden Sonnenschein, es war wunderbar. Leider hatte ich Kopfweh, hatte wohl doch falsch gegessen in den letzten Tagen. Ich wollte mich ein Stündchen ausruhen, konnte aber nicht bei dem schönen Wetter. So lief ich mit Amy raus ins Wattgebiet und machte Makros. Das war weise, denn kurz darauf war die Sonne weg. So lief ich später nochmal mit Gunter in diesem nassen Sand herum, es war schön. Leider war es Freitag und der Platz extrem voll. Neben uns stand ein Wohnwagen mit zwei jungen Pärchen, die tranken und rauchten und waren sehr laut. Aber wir konnten kaum woanders hin, so voll war der Platz. Und der Strom war uns ganz recht für diese Nacht, denn es war kalt, so ohne Sonne.

Gegen Mitternacht sollte die Hurtigrute kommen, Ich wartete dann mal wieder in der Kälte auf das große Schiff. Es dauerte und dauerte und dann war sie sehr schnell vorbei. Für "normale" Fotos war es zu dunkel, also machte ich ein paar Langzeits.

ich fand dieses alte Teekesselchen, was ziemlich fotogen aussah

die Sonne ist bei Makros gut, zum Glück nutzte ich sie

mittags sah ich die Hurtigrute gerade rechtzeitig, glücklicherweise gehe ich fast nie ohne Kamera raus:-)

sieht noch recht winterlich aus, was? Beim Warten auf die Hurtigrute aufgenommen

wuuusch, da war sie wieder weg

alles blau - auch auf dem Campingplatz

Myrland

Unser Lieblingsstrand zog uns doch wieder magisch an. Ich freute mich, wieder Felsen zu finden, die ich zuletzt vor 6 Jahren gesehen hatte. Die waren bisher anscheinend immer wieder von Sand bedeckt worden. Vielleicht hatte ich Glück und sie sind später im Jahr wieder weg. Es wäre schön, so einen Strand mal über längere Zeit näher anzusehen. Im Winter hatte dieser Strand mal gar keinen Sand. Es ist phänomenal zu sehen, welche Kräfte das Wasser hat.

Hier sind diese unscheinbaren, glatten Felsen auf denen Algen wachsen

leider fehlte etwas die Sonne, Wolken hatten sich zusammengezogen, es war richtig kalt im Wind.

eine lange Belichtungszeit (2 Minuten) im Wind, man sieht die Wolken ziehen

ein eher meditatives Bild

Es war mittlerweile sehr kalt. Dummerweise haben wir kein Thermometer, so kann ich keine Angaben machen. Aber es waren höchsten 4-5 ° C und das mit einem kalten Wind. Für uns eher Sturm. Auf dem kleinen Platz am Ende der Strasse in Myrland, der für Wohnmobile vorgesehen ist, war es sehr schief, zu unangenehm zum Schlafen und der Stromanschuss war noch ausgeschaltet.

Vor zwei Jahren hatten wir einen netten Schafbauern in Myrland kennengelernt. Ihm hatte ich damals einen Kalender geschenkt, weil Myrland auf der Titelseite war. So ging ich jetzt hin und brachte ihm einen neuen und versuchte heruaszufinden, wo es wohl einen Stromanschuss für uns geben könnte. Er freute sich sehr über den neuen Kalender, den alten hatte die Familie zerpfückt und die Bilder aufgeteilt:-) Wir könnten bei ihm auf dem Hof stehen und Strom anschließen. Uff, das war nett und sehr gut für uns, denn die Nacht war dann heftig stürmisch, nass und kalt. Wir sassen noch mit Leander und seinem Sohn zusammen. Die Jungs spielen mit dem Rennbegeisterten Sohn ( schon über 20) am Computer Autorennen und hatten Spaß. Es gab noch kurz ein wenig Sonne, die ich leider fotografisch verpasste, es war einfach wunderbar in Myrland.

Schlafen taten wir in dieser Nacht nicht. Es gab heftige Sturmböen, die das Wohnmobil dermassen durchrüttelten, dass wir jedesmal, wenn wir gerade eingeschafen waren, wieder wach gerüttelt wurden. Wenigstens hatten wir es halbwegs warm.

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