10. und 11. Mai - Vaeroy

Schon früh am Tag begann es zu regnen und winden. Wir konnten nicht so viel raus, weil es immer wieder schüttete. Wir schauten uns noch in A um, fanden auch einige Motive mit den dunklen Regenwolken.

Fischköpfe trocknen vor der Bergkulisse - seid froh, dass ich diesen Gestank nicht übertragen kann:-)

Dieses Schneehuhn traf ich mitten im Ort, konnte sogar ein paar Fotos machen

eine Langzeitaufnahme im Wind, auf den Felsen vor A

dunkle Regenwolken und wildes Meer

Gegen Abend stellten wir uns im strömenden Regen für die Fähre an. Na ja, regnen, es schüttete als die Fähre dann kam. Und diesmal, zum ersten Mal überhaupt mußten wir rückwärts auf die Fähre fahren. Ich sah natürlich im strömenden Regen gar nichts in den Rückspiegeln. Die Fähre war voll und wir mußten die letzten Millimeter ausnutzen. Auf der Fahrt war es dann auch nicht ganz so angenehm, wir schwankten gewaltig und uns wurde es ziemlich mulmig. Obwohl es kalt war verbrachte ich die Zeit fotografierend auf Deck. Die Wolken waren sehr dramatisch. Die Wellen klatschten und spritzten. Die Kamera war hinterher ziemlich gischtig.

Die Hafeneinfahrt von Vaeroy

Wir besuchten eine Familie mit drei Kindern und fühlten uns dort gleich wohl. Aina kreiert geniale Kleidung und alles, was für den Haushalt praktisch ist. Hier ist ihre Webpage: Kaosheimen

Bei uns würden wir diese Kreationen wahrscheinlich als trendige Kindermode oder dergleichen bezeichnen, da die Stücke wirklich sehr gelungen sind. Allerdings entwirft Aina nicht nur Kleidung für die jüngeren von uns, sondern auch für Erwachsene gibt es Einiges. So hat sie beispielsweise ebenso ausgefallene Damenmode in ihrem Sortiment. Handschuhe, Kleider, Westen und viele weitere nützliche Accessoires wie Schals und Mützen. Diese entwirft sie alle selbst. Sie sind niemals eintönig, sondern stellen wahre Blickfänge dar: Mal sind sie einfarbig, mal gemustert und zumeist mit aufwändigen Verzierungen versehen, die die eigentlich „normale“ und dabei immer bequeme Kleidung noch wertiger macht.Natürlich kann sie mit ihren Produkten nicht nur Geld verdienen, sondern es ist an solch einem Ort, wie dem, wo sie lebt, auch sehr praktisch, derartige Gebrauchsgegenstände und Kleidung selbst herstellen zu können. Es gibt schließlich nicht viele Möglichkeiten, hier etwas zu kaufen.

Am nächsten Morgen hatten wir die Gelegenheit den Berg hochzufahren, das war fantastisch, denn wir wären bei diesem unbeständigen Wetter mit drei Kindern nicht losgelaufen. Amy und Noah blieben bei Aina, ihnen war es zu kalt und sie genossen es einmal in einem Haus zu sein. Hier nun ein paar Bilder von der wunderschönen Aussicht. Wir wurden nur einmal kurz etwas nass, hatten viel Glück, als wir oben waren.

Aussicht auf Mostad - da müssen wir unbedingt bei schönem Wetter mal hinwandern - da kann man die Puffins finden

Blick auf die Ortschaft - unser Wohnmobil kann man im Originalbild hinter der Kirche sehen

Regen über dem Meer

ein großer Schatten über dem Meer

Esra und ich am Abgrund

nochmal eine Weitwinkeübersicht

Am nächsten Tag regnete es fast nur, wir sind zwar raus und etwas gelaufen, aber wurden ziemlich platschnass. Gegen Abend fuhren wir zur Nordküste und zeigten Bjoernar, wie man Langzeitaufnahmen macht. Ich machte natürlich auch ein paar Aufnahmen. Die kommen später.

Eine große Freude für die Kinder waren die Kaninchen der Gastfamilie. Amy und Noah waren ständig draußen zum Füttern, auch beim Ausflug ans Wasser, wir wollten eigentlich Krebse und Tiere aus dem Wasser suchen - kamen wir mit einem Eimer Löwenzahn zurück. Was für ein Spaß. Hier ein Bild von Amy mit dem Hasen:

Hier noch ein paar Bilder, die wir kurz vor der Abfahrt der Fähre machten. Esra und ich sind da mit dem Rad noch eine Runde gefahren, Am Tag zuvor hatten die Tour zu Fuß wegen Regen abgebrochen. So bekam ich nochmal einen schönen Eindruck der Insel. Da die Fähren nicht so oft fahren, beschlossen wir nach nur 2 Tagen wieder abzureisen. Ansonsten hätten wir noch zwei, drei Tage bleiben müssen. Ohne Campingplatz und Stromanschluss zu dieser Jahreszeit für uns nicht möglich, nachts war es zu kalt ohne Heizung.

Dreimal wurde ich nass, weil ich diese Kirche aufnehmen wollte, jetzt am letzten Tag klappte es mit sehr dramatischen Licht.

der Leuchtturm an der Hafenmole, näher kamen wir an diesem Tag leider nicht

Die Fähre mußten wir wieder rückwärts antreten. Wir waren fast die Letzten, die noch reinkamen, wieder war es sehr voll. Auf der Fahrt schauten wir den Eurovision Song Contest, urgh und lernten zwei Mädels aus Frankreich und der Türkei kennen. Die beiden fuhren wir dann mitten in der Nacht noch nach A, denn es fuhr kein Bus mehr und ein Taxi würde für die 6 km ca. 50 Euro kosten. Dann stellten wir uns in Moskenes auf einen anscheinend geschlossenen Campingplatz, der aber Strom hatte. Küche und anderes war zu, so warfen wir 100 NOK in den Briefkasten, in der Hoffnung, das wäre in Ordnung.

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