Gestern verließen wir unsere geliebten Lofoten. Da Sturm und starke Regenfälle auf den Lofoten und Schnee in Abisko für Mittwoch vorhergesagt waren, entschlossen wir uns, den Vesteralen keinen Besuch mehr anzustatten, sondern gleicht Richtung Schweden zu fahren.
Fahrt nach Lulea in Nordschweden
Wir haben es gestern in einer sehr langen Fahrt, bei freien Straßen die 740 km nach Lulea gepackt. Es war aufregend unterwegs – davon werde ich aber bald ausführlich berichten (jetzt wollen wir weiter ….) Nur kurz: wir sahen das Eishotel, wegen der sehr hohen Eintrittspreise (hätte uns über 200 Euro gekostet mal reinzuschauen!) nur von außen an. Dann begleitete uns fantastisches, sehr starkes Nordlicht auf der Fahrt. Ich verlor einen Autoschlüssel beim Fotografieren, und wir haben nur zwei! Also, fuhren wir wieder einige km zurück, suchten den Halteplatz und Amy fand den Schlüssel plattgefahren im Schnee. Uff, Glück gehabt!
Polarlicht in Lulea
In Lulea mieteten wir ein Zimmer, da waren wir ja schonmal. Und dort ging es nach mehr als 10 Stunden Fahrt dann gleich mit richtig wunderbarem Nordlicht weiter. Zeit zum Essen hatte ich nicht….. Bis nach 12:00 Uhr waren wir also draußen, glücklicherweise bei angenehmen minus 4-5° und nicht minus 30-40° wiebeim letzten Mal, als wir hier waren.
So, jetzt geht’s weiter. Wir melden uns wieder…..
Unterwegs . . hier habe ich den Autoschlüssel verloren und dann wiedergefunden.
und in Luleå ging es mit Nordlichtern weiter…. Weiterlesen
Wir sind gerade in Härnösand, unserer erste Station auf dem Weg nach „oben“. Unsere Gastgeber sind eine Lehrerin, Mimmi, und ihr Mann Anton, ein Arzt. Gabi entschied kurzerhand dass ich, Noah und Amy bestimmt gerne mal eine schwediche Schule besuchen wollten, also schleppte sie uns mit zu der Schule wo Mimmi die 7.- 9. Klassen unterrichtet. Wir sahen uns mal an, wir man in Schweden lernt. Interresant war’s allemal.
In einer schwedischen Schule
Die Schüler lernten je nach Wissenstand aus unterschiedlichen Büchern, es war relativ ruhig in der Gruppenarbeit und sie redeten auch untereinander Englisch. Ich hab mich viel mit den Schüler unterhalten, Amy allerdings hat sich nur scheu in der Ecke versteckt und musste fast gezwungen werden den Mund aufzumachen. (Anmerkung von Gabi: ja sie war schüchtern, aber nicht in der Ecke:-) Und abends erzählte sie sogar Witze auf Englisch! Und sogar richtig gut.)
schwedischer Schulunterricht: Fach Englisch
Da Härnösand in Schwedens schneereichster Region liegt und dieser Winter eh besonders schneereich und kalt ist, liegen hier über 1,3 m Schnee, stellenweise wesentlich mehr! Man kann keine drei Schritte tun, ohne mindestens zwei mit Schnee beladene Lastwagen anzutreffen, die die weißen Massen von den Sraßen karren. Allein auf der kleinen Nebenstraße auf der wir uns gerade befinden, wurden sage und schreibe zehn große Laster Schnee weggebaggert! Jetzt kann man wieder etwas besser parken:-)
Rundfahrt Harnösand
Irgendwann während des frühen Nachmittags gingen wir dann auf eine Tour um die Insel und klapperten einige fotografierbare Stellen ab, inklusive der Aussichtsplattform bei der Ski-Strecke und die vereiste Küste.
Danach schrieb der Plan einen Besuch des Technikhus, ein Technikmuseum, vor, doch dort angekommen erfuhren wir von dessen nur noch 20minütiger Betretbarkeit, bzw. wir waren zu spät. Netterweise liess man uns dafür umsonst rein und wir konnten uns die tollen Ausstellungsstücke noch ein paar Minuten ansehen. Unter anderem hatten sie dort eine Apparat, der eine Eisenkugel von einem der beiden Opponenten zum anderen schob, und der Gewinner war der, bei dem die Maschine die geringste Hirnaktivität messen konnte, das heisst man musste an absolut nicht denken, was von einer auf einen zu rollenden Eisenkugel noch erschwert wurde.
Da wir noch einige Sachen einkaufen mussten verirrten wir uns mal schnell in der Stadt und suchten einen Supermarkt. Bei LIDL wurden wir fündig. Wir verliessen die Filiale mit einigen schweren Einkaufstüten und bewegten uns Richtung unserer Gastgeber, wo wir einen Haufen Bean-Boritos zubereiteten und diesen terminierten. Lecker!
so hoch ist der Schnee hier
Schnee wegfahren…
eisige Küste
Anmerkungen Gabi:
Esra hat ja schon fast alles beschrieben. Ich möchte noch ein paar Anmerkungen zur Insel machen. Erstmals, seit wir unseren VW T4 haben, konnten wir den Allrad mal richtig testen. Jetzt mit Spikesreifen kamen wir tatsächlich richtige Steigungen auf fefstgefahrener Schneedecke hoch. Da es am Nachmittag noch anfing, leicht zu regnen, packten sogar ziemlich rutschige Berge.
So viel Schnee habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Es sieht wunderbar, aber auch ein wenig beängstigend aus. Die Dächer der Schulgebäude wurden heute geräumt, sie bogen sich fast durch unter der Last. Die Insel Härnösand ist wirklich einen Besuch wert. Glücklicherweise lernten wir von unseren Gastgebern noch eine Menge zur Geologie. Die Küste war in der letzten Eiszeit unter einer 3 km dicken Eissschicht verdeckt, so wurden die Erdmassen durch das imense Gewicht nach unten gedrückt. (Wenn man heute die ganze Lastwagen gesehen hat, kann man sich in etwa vorstellen, wie schwer wohl 3 km Eis sein könnten. Jetzt hebt sich das Land immer noch, ich weiss nur nicht mehr genau, um wieviele m pro Jahr. Es gibt Stellen an der Küste, wo man in 100m Höhe sehen kann, wo die Küste war. Es ist also sehr spannend.
unsere Gastgeber
Morgen werden wir weiterfahren Richtung Norden. Mal sehen, wie weit wir kommen, wir nöchten die Reise in die Dunkelheit und Kälte genießen und es langsam angehen, wir haben ja noch etwas Zeit:-)
Falls wieder Internet erreichbar ist, berichten wir natürlich….
Micha: Dein Päckchen reist noch mit uns, wir haben die Post nicht finden können. Irgendwann werden wir Glück haben und Du auch!!
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/01/GReichert-4765.jpg533800Esrahttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpEsra2011-01-19 00:00:382017-08-13 13:17:58In Härnösand – So viel Schnee haben wir noch nie gesehen!
Wir haben uns jetzt an die Kälte gewöhnt, scheinen schon etwas abgehärtet zu sein. Jetzt schauen wir auf’s Termometer, damit wir wissen, ob wir frieren sollten. Minus 6-7° ist schon fast warm. (Heute ist es allerdings sauwarm bei plus 4°).
Das Fahren mit unserem, mittlerweile mit Spikesreifen ausgestattetem, VW T 4 Synchro ist ganz OK. Wenn wir in hohe Schneewehen reinkommen, bringen die Spikes zwar nichts aber auf Eis fährt es sich ziemlich sicher. Wir konnten das jetzt testen, weil der festgefahrene Schnee mit einer Schicht Regen und Schmelzwassser für eine rutschige Fahrbahn sorgten. Ohne Spikes an den Schuhen können wir kaum laufen.
1700 Kilometer Fahrt auf Eis und Schnee und in Dunkelheit
So starten wir jetzt das nächste Abenteuer. Die Reise in die Norden – nochmal 1700km im Schnee zu den Lofoten beginnt. Die Übernachtungen auf der Strecke haben wir leider noch nicht alle sicher. Da wir die Straßenverhältnisse nicht einschätzen können und deswegen nicht wissen, wie weit wir an einem Tage kommen werden. Erste Station wird Härnösand sein, da kommen wir bei einer Servasfamilie unter. Weiter im Norden gibt es da leider kaum noch Möglichkeiten. Wir werden uns ja jetzt, wo die Tage hier endlich wieder länger werden, wieder in die Dunkelheit bewegen. ABER, Dunkelheit bedeutet auch die Möglichkeit, Nordlichter zu sehen und darauf freuen wir uns alle.
Also, wenn es jetzt mal ein paar Tage evtl etwas ruhiger wird hier im Blog, wir sind unterwegs und wir werden berichten, sobald wir die Möglichkeit dazu haben:-)
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/01/GReichert00-6547.jpg600900Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2011-01-16 23:13:492023-12-26 16:26:51Reise zu den Lofoten
In Schweden wird immer am 13. Januar das Haus entweihnachtet, allerdings haben wir das gestern irgendwie verpeilt. So musste das mittlerweile schon übel zugerichtete Pfefferkuchenhaus (siehe disen Blogeintrag mit einem wundeschönen Stop motion film) erst gestern dran glauben und der Weihnachtsbaum wurde auch erst gestern von seinem Job als Dekoration gefeuert. Über die Wochen hat das Pfefferkuchenhaus allem Anschein nach mit seinen vielen Smarties und dem schönen Zuckerguss etwas zuviel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, das heisst es musste auf ca. alle seine Smarties und einige Teile des Daches schon vor Tagen verzichten.
WAAAAAAARGH
Am 14. aber hatte sein letztes Stündlein endlich geschlagen und es wurde brutalst zerschlagen und konsumiert. Leider aber war das ein ganz schön grosser Haufen Pfefferkuchen und lecker war er auch noch, jedenfalls haben wir uns alle überfressen und mir war dannach leicht übel. Als keiner mehr Lust hatte nach versteckten Smarties zu suchen bzw. als jedem leicht übel war fingen wir an die Dekorationen vom Baum zu pflücken und diese wegzuräumen. Um Weihnachten richtig zu verabschieden muss der Schwede seinen Baum aus der Haustür schmeissen, so besagt es eine Tradition. Also packte Aron das arme nadelnde Pflänzchen und warf es in den Schnee. So, jetzt ist Weihnachten rum. Nur noch 344 Tage bis zum nächsten Weihnachten!!
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/01/GReichert00-6556.jpg600900Esrahttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpEsra2011-01-15 14:05:542018-12-22 12:35:58Death to X-mas
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/01/snowcar.jpg167250Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2011-01-13 20:59:452014-08-29 09:25:01Wie kommt der Schnee aufs Auto?
Wir wurden morgens von dichtem Nebel begrüßt. Da es frostig war, sahen die Bäume sehr schnell wunderschön aus. Später fing es an zu schneien und auf so vorbereiteten Ästen blieb der Schnee ganz klasse kleben…
Und mit Sonnenfinsternis war leider aus diesem Grund auch nichts….
Zufälle gibt es:-)
17 Jahre schon ist es her, da bekam Gunter einen Vorgesetzten aus den USA, Van. Und seine Tochter lebt mit ihrem Freund gerade für ein Jahr in Stockholm. Und die ganze Familie kam hier für Silvester zusammen und wir sind auch gerade in der Nähe. Was liegt also näher, als ein Treffen im Schnee:-) Van und Familie kamen mit dem Zug von Stockholm und ich holte sie in Vingaker ab. Glücklicherweise hat unser VW T4 noch 7 Sitze, zwei mußten wir daheim lassen, sonst hätte das Gepäck nicht gepasst.
Es schneite und schneite…. So saßen wir meist drinnen zusammen, machten aber auch einen Spaziergang durch den hohen Schnee. Schon toll, was an Winterklamotten zusammenkommt, wenn 11 Leute zusamme sind. Könnt ihr es euch vorstellen: Mützen, Handschuhe, Schals, Jacken, Skihosen, dicke Schuhe. So sind Spaziergänge nicht mehr spontan:-)
Wir wurden alle ganz weiss und nass, trafen unterwegs noch Maria, Magnus und Aron. Hielten ein Treffen auf dem See ab! Sah sicher lustig aus:-)
Treffen auf dem See
Spaß im Schnee
Irene
Wir machten uns relativ früh zurück auf den Weg zum Zug, es schneite und hatte den ganzen Tag geschneit, so fuhr ich extra langsam. Wir kamen rechtzeitig aber der Zug nicht. Wirklich spät war er nicht, was aber erschreckend war: alle nachfolgenden Züge wurden gestrichen. Glück gehabt, ein Zug später und sie wären nicht mehr zurück nach Stockholm gekommen. Also, das sind nicht nur deutsche Züge, die Probleme haben. Und hier sollte man doch eigentlich mit Schnee klarkommen?
Heute schneite es weiter, fast den ganzen Tag. Sah wunderbar aus alles. Wir fuhren nach Katrineholm, denn wir hatten Reifen bestellt. Für die Fahrt nach Nord Norwegen möchten wir doch lieber Spikesreifen haben. Für den VW Bus sind sie doch ein stück teurer als für einen PKW, aber sicher ist sicher!
Ich lief am Nachmittag noch durch die Schneelandschaft, Noah und Amy versuchten einen Schneemann, aber noch klebte der Schnee nicht richtig. An den Autos schon, die sahen sehr weiss aus, Nummernschilder kann man da nicht mehr lesen….
Womit wir Probleme haben, wenn es erst „warm“ dann kalt ist: die Schlösser des T4’s. Vor allem das Schiebetürschloss friert schnell ein und läßt sich dann nicht mehr bedienen. Aufschließen kann man es, aber es bleibt dann immer hängen, und man kann die Tür entweder nicht mehr zumachen, was schlecht ist, wenn man fahren will, oder nicht mehr aufmachen, was schlecht ist, wenn man drinnen ist und wieder raus möchte. Wir mußten, weil ich einen Termin in Vingaker hatte mal mit offener Schiebetür fahren. Gnnter hielt sie halbwegs zu. Doch auch schmieren mit Öl und solches Enteiserzeugs half nicht. Wir dachten schon, die Tür wäre kaputt. Maria meinte, das passiere oft, wir sollen mal so eine Art Fön probieren, lag bei unseren Freunden schon griffbereit in der Scheune. Ein paar Sekunden reichten aus und es ploppte, der Griff funktionierte wieder und wir waren beruhigt:-) Als Tipp, wenn kein warmer Fön griffbereit ist: heißes Wasser in der Tüte, draufhalten und das müßte tauen. Das sind alles so Erfahrungen, die man am besten macht, wenn man Freunde in der Nähe hat.
vor jeder Fahrt, entweder Schnee oder Eis..
warum sind fast alle schwedischen Häuser rot?
Weil man sonst die Schneeflocken nicht so gut sehen würde:-)
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/01/GReichert-4669.jpg533800Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2011-01-06 01:35:332014-08-29 09:25:02Neuschnee – Besuch aus den USA