Gestern klarte es in der Nacht auf, nachdem den ganzen Tag über dichte Wolken am Himmel gehangen hatten. Anfangs war es noch etwas diesig, doch irgendwann würden die Sterne klarer. So stellte ich die Kamera in der Nähe des Hauses raus. Leider hatte ich nicht an das Licht in der Küche gedacht, das überstrahlte einige Aufnahmen. Nun, ich lerne nie aus:-)
Wir planen gerade die Reise nach Norden, wollen in etwa zwei Wochen auf die Lofoten. Evtl werden wir über Olso reisen, mal sehen. Falls jemand Tipps und Erfahrungen hat, nur her damit:-)
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/01/bahnenbis251.jpg6671000Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2011-01-02 18:21:392014-08-29 09:25:03Sternenbahnen in der kalten Nacht
Heute nur ein Foto. Wenn die Sonne rauskommt und der Nebel vom See her über die Landschaft zieht, dann hält uns drinnen nichts mehr. Hier ein Foto, auf dem ich drauf bin. Da sieht man mal, wie groß die Eichen im Naturschutzgebiet sind.
Zucker ist ein effizientes und beliebtes Konservierungsmittel, welches zudem auch geschmacklich der Majorität zusagt. Wir Mitteleuropäer schätzen diese Eigenschaften hauptsächlich an Marmeladen und Gelees und, weniger hervorstechend, an Ketchup.
Da wir nun schon eine Weile in Schweden weilen, hatten wir schon ausreichend Kontakt mit einigen Eigenarten des schwedischen Nahrungsmittelangebotes. Was uns aufgefallen ist, die Schweden lieben süße Speisen. Ist ja bei uns auch nicht anders. Allerdings macht diese Affinintät zum Süßen nicht bei Desserts, Schokolade, Kuchen und Marmeladen halt. Das erste Problem fängt mit dem schwedischen Backwarenangebot an. Die Grenze zwischen Brot und Kuchen verläuft hierzulande fließend und ist nicht leicht auszumachen. Ein Brot nur nach dessen äußerlicher Erscheinung zu erwerben, kann sich fatal für deutsche Geschmacksnerven auswirken. Wir sind schon ein paar mal in diese Falle getappt uns saßen vor einem hübsch anzusehenden Brotlaib, dessen Geschmack extrem in Richtung labbrig süß ging, angereichert mit allerlei unpassenden Gewürzzutaten. Seitdem achten wir auf das Kleingedruckte an den Lebensmittelpackungen und kaufen nur noch Produkte, bei denen das Word „Socker“ unter „Ingredienser“ ziemlich weit hinten auftaucht.
Doch dummerweise hat es mich an Weihnachten noch einmal voll erwischt. Auf der Suche nach etwas Erfrischendem und Würzigem hatte ich im Hinterkopf, dass die Schweden traditionell gerne Matjeshering essen. Ich entdeckte dieselben als 2kg-Eimer im lokalen Supermarkt und habe sie, ohne das Etikett genauer in Augenschein zu nehmen, käuflich erworben.
Die Überraschung folgte auf dem Fuß. Zuhause schnell ein paar Kartoffeln gequellt und den Heringscontainer geöffnet, da blickte mich eine trübe, rötlichfarbene Brühe an, in der gräuliche Fischleichenteile herumschwammen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wurde mir erst klar, als der erste Bissen Heringsfilet mit meinen Geschmacksknospen in Berührung kam. Keine Meldung von Sauer, keine Meldung von Salzig, Alarmstufe Rot von Süß!!! Das war so ziemlich die größte Enttäuschung nach einer kulinarischen Erwartungshaltung, die mir bisher untergekommen ist. Die Filets schmeckten so widerlich süß, dass ich sie beinahe wieder rückwärts gegessen hätte. Glücklicherweise fand ich in unseren schwedischen Freunden Abnehmer für den Rest des Fischeimers, obwohl sie mir auch keinen besonders begeisterten Eindruck machten.
Und die Moral von der Geschichte? Traue nicht deinen Erwartungen und lese in Schweden IMMER das Kleingedruckte auf den Lebensmitteletiketten.
Nicht von ungefähr bezeichnen die Norweger ihre östlichen Nachbarn etwas hämisch als „unsere süßen Brüder“. Sie brauchen sich aber nicht hinter den Schweden zu verstecken. Wer einmal einen norwegischen Schokokuchen probiert hat, oder in Zucker konservierte Sardinen, oder den berüchtigten „Geitost“, Ziegenkäse mit karamelisiertem Zucker, weiss wovon ich rede.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webp00Gunterhttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGunter2010-12-29 19:33:382014-08-29 09:25:05Die Vorliebe der Schweden für Süsses
Die Sonne schien, das macht doch gleich viel Spaß. Es war viel Schnee gefallen, die Kinder schaufelten erst mal das Auto frei morgens, das dauerte, der Schnee war nämlich relativ klebrig gewesen. Wahnsinn, wieviele verschiedene Schnees es gibt. Das Auto war an 4 Seiten zugeschneit, sah sehr schön aus, nur der dreckige Teil unten schaute noch raus. Trotzdem ist der Schnee extrem leicht, wenn man durchläuft, durch den frischen, neuen Schnee ist der so richtig schön fluffig. Aber nur da, wo er nicht über einer alten Schneeschicht liegt. Ansonsten ist es sehr schwierig zu laufen, denn er reicht mindestens bis zu den Knien, meist noch höher….
Dann kam der Nebel vom See. Wunderbar sah das aus. Da wurde ich sehr schnell, sehr nervös, das war klasse. Das Auto war schon halbwegs frei, die Kinder wollten noch ein paar Scenen für den Film drehen, wir machten uns auf den Weg. Und zwar nochmal zu den großen Eichen an der anderen Seite des Sees. Vor uns war schon jemand da gewesen, es gab eine Spur, erst zu spät dachten wir daran, dass es evtl eine Ski Spur gewesen war, nun, wahrscheinlich nicht mehr, nachdem wir durch gelaufen waren. Sorry….
Übrigens war es sehr anstrengend zu laufen. Wir hatten kalte Hände aber waren ansonsten sehr, sehr warm. Ich war am Ende des Ausflugs richtig durchgesschwitzt. Wenn ich dann die Mütze abziehe gefrieren mir die Haare, ich merke eben nicht mal mehr, wenn es minus 10° sind, habe mich wohl dran gewöhnt – cool:-)
Die Bäume sind atemberaubend. Ich fühle mich sehr wohl, wenn ich da sein darf. Und wir genossen es sehr, ganz allein zu sein. Der Nebel war etwas zu stark und so richtig fotogen zu sein, aber wir machten trotzdem Fotos am See und im Nebel mit den grandiosen Riesen. Dann fuhren wir wir über eine sehr kleine, extrem verschneite Straße zurück. Es sah so toll aus mit dem tief hängenden Nebelschwaden, leider gab es an den besten Stellen keine Parkmöglichkeit. Aber, ich genieße das auch so zur Zeit, das Licht, schräg hinter den Bäumen, die Baumstämme mit Schnee behangen, die hochverschneiten kleinen Weg. Es sieht so perfekt, so sauber aus.
Die Kinder waren noch beschäftigt als wir zurück kamen, hatten Filme gemacht und an ihren War Hammer Figuren gearbeitet. Abends stand Sauna und Schwimmbad auf dem Programm. Viktorias Computer hatte sich einen Virus eingefangen, so war Gunter beschäftigt, das wieder zu bereinigen. Leider kam dadurch das Essen etwas zu kurz, also nur ein Knäckebrot und dann gleich ins Schwimmbad. Die Kinder hatten bei unseren Freunden mit gegessen.
Die Sauna tat wie immer sehr gut. Ich redete viel mit Lovisa, die zur Zeit zu Besuch ist. Und schwamm ein paar Bahnen, verbrachte aber die meiste Zeit im Whirlpool und der Sauna. Die Jungs genießen die Sauna auch immer mehr, nur Amy mag lieber schwimmen….
Baum im Licht
durch den Schnee zm See
Am See
Tja und dann ist wieder ein Tag vorbei. Hier ein paar Fotos…..
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2010/12/GReichert-4173.jpg533800Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2010-12-28 00:22:522017-08-13 12:39:49Nebel und Sonne bei minus 10° C
Wir haben ein wunderschönen Heiligabend mit unseren schwedischen Freunden verbracht.Mit leckerem Essen, Tanz durch das Haus und einem schönen Film zum Abschluß. Ich berichte morgen mehr….
neuer Schnee auf alten Äpfeln
Hier in Schweden ist es Tradition am 24. 12. mittags um 15:00 Uhr Cartoons anzusehen. Maria meinte, letztes Jahr waren es 8 Millionen Zuschauer, und das ist in Schweden richtig viel! Wir schlossen uns heute dieser Gewohnheit an und es machte wirklich viel Spaß. Und das Schwedische war auch gar nicht so schlecht zu verstehen, es wurde ja nicht so viel geredet.
Cartoons im Fernsehen, mittags am 24.12.
Unsere Geschenke haben wir mit unter den Baum unserer Freunde gelegt und einen Kartoffelsalat zum Aufstocken des Büffets für so viele Leute gemacht. Ich war gerade angekommen, wollte die Schuhe ausziehen und bückte mich, als Lovisa gerade mit Schwung eine Schublade aufzog, diese war in der Bewegungsbahn meiner Rübe und buff, knallte ich genau an die Ecke. Da sah ich erstmal Sternchen, wie das in den Cartoons auch immer ist. Autsch, das war wirklich heftig. Dumm gelaufen. Ich kühlte erstmal eine halbe Stunde, dann lies der Schwindel nach und doch die Beule wuchs weiter und weiter. Hatte heute leider sowieso Kopfweh, das verbesserte die Schmerzen nicht unbedingt, lenkte nur die Intensität auf eine andere Stelle. Mal sehen, ob man das morgen sehen kann…
Jedenfalls tanzte der Rest der Gesellschaft mit Gesang durch das Haus, sehr feierlich fühlt es sich an. Und dann speisten wir gemütlich.
weihnachtlicher Tanz durchs Haus
Auch das Auspacken der Geschenke war eher gemütlich. Jedes wurde einzeln überreicht und jeder schaute beim Auspacken zu, Bei 14 Leuten dauert das eine Weile:-)
Zum krönenden Abschluß schauten wir noch Blues Brothers. Und das war zum ersten Mal für unsere Familie ein Heiligabend fern von daheim! Die Kirche ist übrigens morgen um 6:00 Uhr früh, hoffe, wir packen das…..
Gestern nacht war es wirklich kalt, sehr kalt. Brrrr – das Thermometer sank und sank. Noah war abends von Aron heim gekommen und sein Reisverschlußzipper war beim Laufen an die Lippe gekommen und festgefroren. Eiskalt, ist das. Wenn ich das Stativ draußen habe, muß ich aufpassen, dass ich es nicht ohne Handschuhe angreife. Ich könnte dran festfrieren. Es ist ein großer Unterschied, ob es minus 15 oder minus 20 oder gar minus 28,4° sind. Der Schnee wird richtig laut und er wird lauter, je kälter es ist. Der Schnee knirscht dermaßen laut, dass man direkt nach dem ersten Fußtritt vor die Tür weiss, wie kalt es ist:-)
Als wir heute aufstanden, lief das Wasser in der Küche nicht mehr. Wir stellen zur Zeit nachts den Wecker um Holz aufzulegen, sonst ist es morgens so kalt, dass keiner mehr aus den warmen Betten raus möchte. Und trotzdem war es passiert: die Wasserleitung war eingefroren! Hmmm, ausgerechnet am 23. Dezember. Nun ich versuchte Erik, unseren Vermieter, anzurufen. Das Guthaben auf dem Handy war leer. Typisch. Also machte ich den Computer an, und telefonierte über Skype, schlechte Verbindung, aber Skype funktionierte, im Gegensatz zu gestern, wo nichts mehr ging. So ging es also auch nicht. So schickte ich eine mail mit unserer Nummer, dann fuhr der Computer ohne Warnung runter, keine Batterie mehr. Danach lies sich das Internet nicht mehr starten, also konnten wir auch das Handy nicht mehr mit einem Guthaben versorgen. So stellten wir erstmal unseren Schuhwärmer unter die Spüle. Im Keller fanden wir die Rohre nicht, unter der Küche gibt es nämlich keinen Keller. Das warme Wasser lief ja noch, das ist ja schon mal was. Ich lief dann zu Maria, wollte dort das Telefon aufladen. Da hatte Erik schon bei unseren Freunden angerufen. Wir holten einen Heizlüfter und stellten ihn unter die Leitungen, dann setzten wir einen Kaffee auf. Und bevor der getrunken war, lief das Wasser auch schon wieder. Und wieder haben wir etwas gelernt. Wenn es so kalt wird, muß man nachts das Wasser tröpfeln lassen, nicht ganz abstellen. Und den Schnee um das Haus herum auftürmen, damit er isoliert. Das machten wir dann auch gleich, es waren morgens nur noch minus 20°C, alles relativ also, gar nicht mehr so kalt:-)
Schneeisolierung
Wir warteten auf die Post. Amy’s mp3 Player ist Akkuschwach und hat etwas wenig Speicherkapazität. Und da wir immer noch nichts bei Amazon bestellen können – weil jemand unser Konto dort missbrauchte – machte Helen das für uns und lies es direkt hierher schicken. Klappte wunderbar. War etwas teurer wegen der höheren Mehrwertsteuer.
Die Post liefert Päckchen hier nicht ans Haus, zumindest nicht immer. Und das Postauto fuhr vorbei und hinterlies Nachrichten im Postkasten. Wir könnten mittags also was abholen.
Vorher machten wir noch einen Spaziergang auf dem See und durch den Wald. Amy und Noah erkundeten die Eiszapfen am See und die Bewegung tat uns richtig gut. (Gestern hatte ich so Kopfweh, dass ich gar nicht raus gekommen war.) Es war ein wunderbarer Ausflug mit eiskalten Fingern. Zum Glück fand ich ein paar dieser Taschenwärmer, die man immer wieder nutzen kann. Im Handschuh tut die Wärme sehr gut und dann halten die Finger beim fotografieren länger durch.
Amy, Noah und Gunter
Auf dem Weg nach Vingaker sahen wir einen Elch. Wow, das war toll, leider war es schon etwas spät und daher mehr als etwas dunkel. Aber ein Beweisfoto haben wir, ich schleppe ständig einen Teil der Ausrüstung mit mir rum, auch das 400er Tele ist meistens dabei. Es könnte ja sein, dass uns ein Elch über den Weg läuft.
Das Mitschleppen der Fotoausrüstung hat den Nachteil, dass ich die extra 8kg (mindestens) auch beim Einkauf auf dem Rücken trage, im Auto lasse ich das tolle Gerät sehr ungern. Eingepackt in die dicken Winterklamotten kommt man sich auf Dauer da etwas ungelenk vor. Ich schwebe schon fast, wenn ich mal nur zwei Hosen und einen Pulli anhabe und ohne „Klickgepäck“ unterwegs bin:-)
Elch mit weisser Schnauze
Wir kamen in Vingaker an und die Päckchen waren noch nicht da. Also drückten wir uns rum, liefen mal ins Systembolaget (oder so), aber bei den Preisen für alkoholische Getränke hatten wir dann doch keine Lust auf was höher prozentiges….
Die Päckchen dauerten, wir standen mehrere Male in der langen Schlange, immer wieder waren sie nicht da. Na, da braucht es etwas Geduld. Aber dann, die heiß ersehnten Lieferungen, auch, ein ersehntes Päckchen von meiner Mutter mit warmen Hausschuhen kam an. Die Hausschuhe, die es hier gibt., diese umgestülpten Schafe, sind sehr teuer.
Daheim sahen wir die Sterne strahlen, ah, klasse. Aber kalt, immer noch minus 17 ° C . Ich stellte die Kamera raus, aber sie setzte Eis an, und ich, dumm, wie ich bin, versuchte die Eiskristalle wegzublasen. Logisch, die ganze Linse fror ein. Also, Kamera wieder rein und auftauen. Der Tag war eh lang genug gewesen, wir hatten noch viel Spaß bei einer Serie von „Unsere kleine Farm“, lachten uns einen oder auch zwei. Und morgen ist dann Weihnachten, uff, das ging schnell. Ich melde mich nochmal vorm Geschenkeauspacken!