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06. Februar 2011

Besuch beim Schamanen

Wieder ein trüber Tag. Für Fotografen sind das die Tage an denen man ohne schlechtes Gewissen Leute treffen kann:-)
Wir hatten uns mit Tor Andreas und seiner Tochter Rose verabredet. Aber zuerst freuen wir uns auf das Frühstück.
Ich lernte bei Maria, wie man Smoothies macht. Da ich Milch und Brot nicht gut vertrage, eine geniale Möglichkeit auf eine leckere Morgenmahlzeit. Da ich zur Zeit vor dem Frühstück schon den Blogeintrag schreibe, hat Noah die Smoothiezubereitung übernommen und sie perfektioniert. Und so geht das:
Wir weichen abends Mandeln und evtl Trockenfrüchte ein. Die Mandeln werden morgens mit kochendem Wasser überbrüht und geschält. Dann mit etwas Wasser in den Mixer. Dazu die eingeweichten Trockefrüchte für die Süße. Noah nimmt da manchmal auch Zucker und Zimt. Zur Abrundung etwas Kokosfett und Banane. In eine Schüssel schneiden wir das Obst, welches gerade im Angebot war. Äpfel, Ananas, Bananen, und ich mag Avocado mit drinnen. Zum Schluss noch ein paar Mandeln, Nüsse und rohen Kakao oder Knabberhanf obendrauf.

Noah bereitet das Frühstück

Noah bereitet das Frühstück

Zutaten

Zutaten fürs Smoothie

Lecker

Lecker

Tang und Wellen und Flut

Tang und Wellen und Flut

Wellen die kommen und gehen

Wellen die kommen und gehen

So gestärkt machten wir uns erst einmal auf nach Svolvaer, um unsere Brot- und Obstvorräte aufzustocken, Elemente die in einem . 3-Teenager-Haushalt eine recht kurze Halbwertszeit besitzen.
Weil wir noch etwas zu früh waren und und in relativer Nähe von Hov, statteten wir den dortigen Stränden noch einen Besuch ab. Der Wellengang war schon im Fjord recht heftig. Zudem herrschte Fluthöchststand und ich war neugierig, wie unsere Strandfelsen bei Hochflut wirken. Ich fand, dass im Vergleich zu Unstad die Wellen eher klein hereinrollten, dafür hatte sich eine Menge frisch losgerissener Tang angesammelt, eine trotzdem fotogene Kombination.
Ein Stück weiter im Northern Light Basecenter stand ein VW-Bus und wir sahen Licht. Ich war natürlich neugierig, hatte gelesen, dass ein spanisches Paar dieses Center leitet. Die beiden waren anwesend und wir unterhielten uns eine ganze Weile. Sie haben ein Jahr Auszeit von Spanien genommen, und für sie ist es genauso wie für uns, ein großes Erlebnis, so weit im Norden zu überwintern. Und relativ gesehen sind sie ja noch weiter “verschoben”:-) Wir vereinbarten,  uns demnächst noch einmal treffen.

Schließlich fuhren wir in den engen, ruhigen und zugefrorenen Olderfjord zu Tor Andreas und seiner Tochter. Dort saßen wir am warmen Feuer, erzählten, schauten zusammen Filme im Internet an und tauschten uns aus.  Tor ist weitgereist, voller Geschichten. Er ist Lappe und fühlt sich als Schamane, straht die Ruhe eines weisen Mannes aus.

Amy freundete sich mit der 13 jährigen Rose an. Wir erfuhren einiges Interessantes über die Schule, die Rose besucht. Die Schule betreut 13 Kinder, sechs davon in Roses Klasse. Rose mag die Schule nicht immer, liebt aber English und Norwegisch.
Etwas zu spät liefen Tor Andreas, Gunter und ich noch los um die Energieplätze am Fjord zu sehen. Der Schnee am Fjord war hoch aber festgefroren, so konnten wir drüber laufen ohne einzubrechen. Das Eis am Fjordrand lud zum Fotografieren ein. Ich hatte jedoch das Stativ im Auto gelassen, und es war schon viel zu dunkel für Bilder aus der Hand. Wir machten trotzdem ein paar Fotos von Tor Andreas. Zurück am Haus, es war schon fast dunkel, behandelte Tor mich. Er ist ja Heiler und ich habe Probleme mit einem Auge. Das war sehr angenehm und ich bin ihm dafür äußerst dankbar. Der Rest der Familie saß währenddessen in der guten Stobe und verspeiste das mitgebrachte Brot und den Käse. So waren wir dann nicht allzu hungrig, als wir in dunkler Nacht wieder den Heimweg antreten mussten.

Tor Andereas

Tor Andereas

Diese Overalls nennt man Lofoten Anzug:-)