Lernen ohne Schule



Noch vor zwei Wochen hätte niemand gedacht, dass alle Schulen geschlossen werden und die Eltern fragen sich, ob Kinder auch zu Hause richtig lernen können.

Wir lernen seit Jahren daheim und unterwegs, ja einfach überall. Das klappt, weil Kinder – oder Menschen generell – nie nicht lernen. Wir lernen also stetig, mal mehr und mal weniger.

Selbstbestimmtes Lernen

Selbstbestimmtes Lernen sieht nicht immer nach Lernen aus. Gerade wenn man nicht gezielt auf so etwas wie das Abitur oder den Realschulabschluss zuarbeitet. Denn dort muss man dem Lehrplan folgen, und hat nicht allzuviel Freiheit, sich selbst seine Themen auszusuchen. Und obwohl der Schulstoff viele wichtige Information und Allgemeinwissen vermittelt, trifft er oft nicht auf großes Interesse, oder ist langweilig aufbereitet.

Ohne einen triftigen Grund zu Lernen, machen die Kinder lieber etwas, das ihnen Spaß macht. Sie spielen lieber am Computer, unterhalten sich mit Freunden oder vertiefen sich in andere Hobbies. Dabei eignen sie sich ihr eigenes, nicht minder wichtiges Wissen an. Die Schüler lernen das Lernen, indem sie ihre Interessen und Vorlieben verfolgen.

Vielleicht wollen sie sich auf Reddit, oder auf anderen Foren über diese Hobbies austauschen. Dazu brauchen sie in der Regel Englisch. So lernen sie Englisch eher nebenbei, weil sie sich mit Gleichgesinnten austauschen wollen.

So bist du plötzlich stark motiviert, dich einer Fremdsprache zu nähern. Oder du baust in Minecraft eine Stadt auf, welches Planung und stukturiertes Denken erfordert. Du entwickelst Spaß an der Herausforderung und  hast Erfolgserlebnisse. So lernst du neue Fähigkeiten auf spielerische Art. Aus eigener Neugier und ohne Druck von außen.

Selbstbestimmtes Lernen sieht nicht nach Lernen aus, so wie es die Gesellschaft sieht. Mit einem dicken Lehrbuch am Tisch, leise oder laut vor sich hin brummelnd und fluchend während der Kopf qualmt. Das wahre, nachhaltige Lernen sieht man nicht, man kann nur hin und wieder ein frohes Lachen hören.

Mathe was

Mathe was

Das Lernen für einen externen Abschluss ist dem Lernen in der Schule wieder ähnlicher. Der wichtigste Unterschied dabei ist jedoch, dass die Verantwortung vom Schüler ausgeht und dessen eigener Wille das Lernen bestimmt.

Die Prüfungsfächer beinhalten auch Themen, die nicht so brennend interessieren. Als Schüler lässt du dich notgedrungen darauf ein. Weenn du erst einmal den Einstieg in die fremde Materie geschaft hast, findest  du plötzlich auch Wissensgebiete spannend, die du vorher ignoriert hast. Wie zum Beispiel politische Systeme oder die geschichtliche Zusammenhänge, oder Chemie, oder Mathe.

Hier also unsere Tipps von erfolgreichen Freilernern, für all die Familien, die jetzt plötzlich unvorbereitet und verunsichert mit ihren Kindern zu Hause sitzen.

Der Lehrplan ist überschaubar

Dass der Lernstoff für die Schulabschlüsse überschaubar und prinzipiell für JEDEN machbar ist, sollten wir uns alle klar machen. Ein Realschulabschluss ist kein Hexenwerk. Das Abitur ist um Einiges schwieriger, aber auch möglich.

Wenn du an einem Thema vier, fünf Stunden lang dranbleibst, und nicht alle 45 Minuten das Fach wechselst, dann fällt der Groschen schneller. Ich vergleiche das immer mit einem Film, den du dir anschaust. Stell dir vor, du darfst jede Woche einen 10-Minuten-Ausschnitt ansehen, dann wird auf Pause gedrückt und nächste Woche gehts weiter. Ein Film von zwei Stunden Länge wird so wie Kaugummi auseinandergezogen. Du verlierst jeden Überblick über das Geschehen. So ähnlich ist das auch mit dem Schulstoff. Jede Woche kriegst du ein bisschen Stoff vermittelt, der Stoff aus der letzten Stunde wird nochmal wiederholt , und dazwischen darfst du noch ein paar Hausaufgaben machen.

Bleibst du aber konzentriert über Stunden und Tage an einem Thema dran, erkennst du plötzlich neue Zusammenhänge. Dein Gehirn hat nun so viel mehr thematisch relevante Informationen, dass es seine eigenen logischen Verbindungen herstellt.  Aus diesem Grund lernt sich der geforderten Schulstoff in wesentlich kürzerer Zeit und bleibt länger im Gedächtnis. Unsere Tochter Amy hat es auf diese Weise geschafft, sich den Biologiestoff fürs mündliche Abitur in nur drei sehr intensiven Lernwochen anzueignen.

In dieser schulfreien Zeit kannst du also endlich in deinem Tempo und nach deinem Biorhythmus lernen!

Wir hoffen für dich, deine Lehrer machen nicht allzuviel Stress mit Arbeitsblättern die dich vom kreativen Ansatz des Freilernes ablenken.

Wir tragen hier in der nächsten Zeit für Eltern und Schüler unsere Erfahrungen zusammen und hoffen sehr, dass wir damit helfen können.

Liebe Eltern: Glaubt an eure Kids, gebt ihnen die Selbstbestimmung für das Lernen zurück!

 

Liebe Schüler: Ihr könnt das auch „allein“ – da wir im Informationszeitalter leben, sind deine „Lehrer“ überall gut und vor allem erschwinglich erreichbar.

Im Prinzip würde sogar ein Smartphone reichen – wenn du es sinnvoll einsetzt. Trau es dir ruhig zu!

 

 

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