Steinseeigel als Split-Foto

Auf Arte läuft im August und September 2026 der Dokumentarfilm „Ebbe – Gefangen auf Zeit“ als Zweiteiler. Als ich die Doku im Frühjahr zum ersten Mal sah, war ich als Gezeitentümpel-Fotografin sowas von begeistert. Für kurze Zeit konnte man den Film in der Mediathek sehen, dann war er wieder weg. Aber bald ist es soweit und die Doku wird im Fernsehen ausgestrahlt. Wenn du gern in die Bretagne reist, oder sonstwo in Europa am Meer Urlaub machst – verpasse diese Doku nicht.

Zum Nachlesen liste ich hier fast alle Tiere, die in der Doku gezeigt werden auf. Die Reihenfolge richtet sich nach dem Erscheinen im Film.

Außerdem gebe ich dir Tipps, wie du beim nächsten Urlaub auch auf Entdeckung gehen kannst und diese faszinierende Welt, vielleicht auch mit deinen Kindern, erleben kannst. Es lohnt sich unbedingt.

So, und jetzt geht es praktisch weiter. Notiere dir unbedingt folgende Termine:

Sendetermine arte Doku „Ebbe – Gefangen auf Zeit“

Deutsche Streaming-Premiere Mi. 26.08.2026 arte.tv

  • Deutsche TV-Premiere Mi. 02.09.2026 arte
  • Zweiter Teil Di. 08.09.2026 arte

Hier stelle ich die in der Dokumentaion vorgestellten Tiere in kurzen Texten und Fotos in Reihenfolge des Erscheinens in der Doku vor.

Fotos in Gezeitentümpeln in der Bretagne

Ich fotografiere die Unterwasserwelt in der Gezeitenzone bereits seit 20 Jahren. Fast allen in der Dokmentation vorgestellten Tiere bin ich bereits begegnet (und natürlich einigen mehr – dazu gibt es bald ein Buch von mir). Wenn dich „Ebbe – Gefangen auf Zeit“ genauso begeistert wie mich, kannst du dir hier noch einmal in Ruhe Fotos der faszinierenden Lebewesen anschauen und kurze Texte dazu lesen.

Öffne deine Wahrnehmung für diese wunderbare Welt, die an der Küste vor unseren Füßen zur Erkundung bereit liegt. Schau beim nächsten Urlaub genauer hin, vielleicht triffst du dann auch einige meiner „Freunde“.

Obwohl ich schon seit so vielen Jahren in der Gezeitenzone fotografiere, wächste meine Begeisterung von Jahr zu Jahr. Je mehr ich über diesen Lebensraum lerne, desto mehr nehme ich wahr. Für mich ist jeder Ausflug in die Gezeitenzone eine Auszeit des Staunens die mir unglaublich gut tut. Bei mir kommt Ehrfurcht auf, und diese Emotion ist der Gesundheit sehr zuträglich. Und es ist so einfach, diese Ehrfurcht zu spüren – laufe langsam mit einer wachen Wahrnehmung vorsichtig und liebevoll durch die Gezeitenzone.

Schaue nicht nur über das Meer – erlebe es auch unter Wasser

[caption id="attachment_51196" align="aligncenter" width="900"]Unterwasserwelt Unterwasserwelt[/caption]

[caption id="attachment_51197" align="aligncenter" width="900"]Küstenlandschaft Küstenlandschaft[/caption]

 

1. Katzenhai

Den Katzenhai habe ich bisher leider nicht in einem Gezeitentümpel gefunden. Und auch seine Eikapseln habe ich in der Bretagne noch nicht gesehen – außer in der biologischen Station in Roscoff. Ich werde natürlich weiterhin die Augen aufhalten.
Was du an den Stränden jedoch häufig findest, sind die Eikapseln der Rochen.

 

2. Gezeitentümpel

Kommt mit zu einem kleinen Unterwasserspaziergang in den Gezeitentümpeln. Es lohnt sich wirklich, die Algen und Lebewesen der Gezeitentümpel genauer anzuschauen. Falls du eine Action-Cam hast, halte die unbedingt einmal ins Wasser.

Tangvielfalt

Tangvielfalt

 

3. Algen im Gezeitentümpel

Schauen wir von der Küste aus übers Wasser, fällt uns der Wald im Meer auf den ersten Blick nicht auf. Eine atemberaubende Vielfalt tut sich auf, sobald du dich drauf einläßt.

Im nördlichen Finistere findest du 800 Algenarten. Sie dienen den Lebewesen als Lebensraum, vergleichbar mit den Regenwäldern des Amazonas – nein, ich übertreibe nicht!

Felsen und Tang, Brignogan, Bretagne

Felsen und Tang, Brignogan, Bretagne

 

 

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4. Strandkrabben

Strandkrabben findest du fast überall an der Küste. Sie sind tagsüber sehr scheu und verstecken sich zwischen und unter Felsen und im Tang.

Manchmal findest du die abgelegte Schale nach der Häutung. Im Frühjahr siehst du manchmal zwei umschlungene Strandkrabben, die auf die Paarung warten.

Besonders spannend ist es, abends an den Strand zu gehen. Dann sind die Strandkrabben nicht mehr scheu, sehr viele krabbeln über die Felsen und den Strand und futtern Strandflöhe oder Seepocken. Ein beeindruckendes Schauspiel.

Die jungen Strandkrabben sind kaum größer als die Sandkörner. Da musst du genau hinschauen, um sie zu sehen. Halte inne und nimm dir die Zeit, sie zu beobachten.

Strandkrabbe in der Nacht - frisst Seepocken

Strandkrabbe in der Nacht – frisst Seepocken

 

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5. Schleimfische

Schleimfische haben ihren Namen, weil sie keine Schuppen haben (da ist der liebe Gott wohl zu großzügig mit dem Antischuppenshampoo umgegangen).
Grundel werden sie auch genannt, weil sie Bodenbewohner sind. Sie leben in Felsspalten und Gezeitentümpeln an der bei Flut überschwemmten Felsenküste.
Sie sind besonders an dieses Ökosystem der Extreme angepasst und können sogar kurze Zeit auf dem Trockenen überleben, da sie an der Luft atmen können.

Ich habe sie noch nie bei der Jagd auf Seepocken beobachten können.

Schleimfisch

Schleimfisch

 

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6. Einsiedlerkrebse

Einsiedlerkrebse findest du sehr häufig in den Tümpeln an den Stränden. Achte auf „Schnecken“, die sich schneller und ruckartiger bewegen als üblich. Da sind dann meistens die kleinen Krebse drinnen. Sie sind nie allein unterwegs, schau genau hin, dann wirst du sehr viele, in sehr unterschiedlichen Schneckenhäusern sehen können.

Ich habe noch nie beobachten können, wie ein Einsiedler sein Haus wechselt. Aber einmal fand ich einen Einsiedlerkrebs ohne „Haus“. Ich legte ihm ein Schneckenhaus hin und er zog sofort ein.

Wenn du zwischen den Felsen eine große Menge an leeren Schneckenhäusern findest, wirst du sicher die Einsiedlerkrebse in der Nähe finden. Ich habe das Gefühl, dass die sich ein kleines Lager an Wohnungen zurecht legen.

Einsiedlerkrebs ohne Haus

Einsiedlerkrebs ohne Haus

 

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7. Garnelen

Garnelen findest du am Strand meist unter Tang und in den Tümpeln. Auch wenn sie auf den ersten Eindruck sehr scheu wirken – sie sind es nicht. Wenn ich beim Fotografieren die Hände länger ins Wasser der Tümpel halte, kommen fast jedes Mal Garnelen zu mir und „knabbern“ an den Händen.

Besonders eindrucksvoll ist es, sie in der Nacht zu fotografieren. Dann kannst du sie mit der Taschenlampe beleuchten und sogar in den Körper hineinschauen. Die Augen der Garnelen sehen beeindruckend aus. Schau genau hin.

Garnele in der Nacht

Garnele in der Nacht

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8. Seespinne

Diese Seespinnen tarnen sich in Küstennähe so gut, dass man sie selten findet. Ich jedenfalls nicht. Weshalb ich sie kaum fotografieren kann. Du erkennst sie erst als Tier, wenn sie auf der Flucht ist. Sie sind richtig faszinierende, wandelnde Unterwassergärten.

Seespinne

Seespinne

 

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9. Schwimmkrabbe – Sandkrabbe

In allen meinen Bestimmungsbüchern wird vor den kraftvollen Zangen der „steitlustigen“ Sandkrabbe gewarnt. Pass also auf deine Finger auf. Die Sandkrabbe wehrt sich zu Recht, sie steht bei den Fußfischern auf dem Speiseplan und möchte nicht im Kochtopf landen. Ich beobachte sie sehr gern, auffallend sind die roten Augen und die hinteren Beine, die als Antrieb zum Schwimmen genutzt werden. Deswegen auch der andere Namen – Schwimmkrabbe.

Ich hebe die Krabben nie hoch – deswegen habe ich noch keine mit Eiern gesehen. Wenn du in der Gezeitenzone unterwegs bist, schau, was die Fußfischer suchen. Die finden diese Krabben immer gut.

Angriffshaltung der Schwimmkrabbe

Angriffshaltung der Schwimmkrabbe, gut zu erkennen, die roten Augen und im Hintergrund, die Schwimmbeine

 

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10. Möwen

Wenn ich lange an einem Gezeitentümpel sitze und mich in der Fotografie der kleinen Lebewesen verliere, gesellen sich oft Möwen direkt neben mich. Sie sind neugierig und es könnte ja was zum Essen abfallen.

Möwen sind gute Jäger – und vor allem Krebse verstecken sich deswegen tagsüber sehr gut. Seesterne sind da langsamer als Krebse. Die haben aber einen besonderen Trick und können einen Arm abgeben und sich so vor dem sicheren Tod retten. Der Arm regeneriert übrigens wieder.

Möwe mit Seeigel

Möwe mit Seestern

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11. Meereschen

 

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12. Hummer

Hummer in den Gezeitentümpeln zu finden ist schwierig. Sie sitzen tief in Höhlen. Mir als Gezeitenzonen-Fotografin kommen sie nur sehr selten vor die Linse. Manchmal läuft mir tatsächlich einer über die Füße, die Begegnung ist dann aber so kurz, dass eine Fotosession unmöglich ist.

Hoffe also nicht zu sehr drauf, sie beim Spaziergang zufällig zu sehen – schau sie dir auf dem Wochemarkt oder im Supermarkt an.

Hier hatte ich das Glück, dass ein Fußfischer mir einen zeigte. Zwei, drei Fotos waren möglich, dann war der Hummer wieder weg.

Hummer im Gezeitentümpel

Hummer im Gezeitentümpel

Einfacher ist es, diese Schalen der Tiere anzuschauen. Diese kannst du an den Stränden manchmal finden und dann in Ruhe fotografieren.

Teil eines Hummer Panzers am Strand

Teil eines Hummer Panzers am Strand

13. Wattwurm

Vom Wattwurm siehst du meistens die Hinterlassenschaften, die sehr kunstvoll daher kommen können. Selten sehe ich mal die Würmer. Auf die Idee für eine Fotosession welche auszugraben kam ich noch nicht. Fischer machen das, damit sie Köder für die Angel haben.

Die Würmer sind größer, dicker und klebriger als Regenwürmer und sie leisten im Watt eine bemerkenswerte Arbeit, indem sie den Sand reinigen und auflockern.

Wattwurm

Wattwurm

 

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14. Krake

Mir ist in all den Jahren nur einmal ein Krake am Strand begegnet. Ich schnorchel ja nicht und beobachte nur Tiere am Strand. Bei dieser Begegnung war das Wasser sehr trüb, also nicht fotografisch interessant. Trotzdem freute mich diese kurze Interaktion mit diesem schlauen Tier.

Krake im Aquarium - Oceanopolis, Brest

Krake im Aquarium – Oceanopolis, Brest

 

Krake im flachen Wasser

Seltene Begegnung mit einem Kraken im flachen Wasser

Sepiola – kleine Version des Kraken für Strandbesucher

Für Strandbesucher ist diese kleine „Version“ des Kraken – ein Sepiola eher am Strand zu finden. Der Sepiola ist circa 5 cm klein, er wuselt im Wasser herum, wechselt oft die Farbe und versteckt sich schnell im Sand, wenn er sich gestört fühlt. Achte auf kleine vermeintliche Tangstückchen, die gegen die Strömung flitzen. Du wirst großen Spaß haben, wenn du mal einen entdeckst. Sie verschwinden bei Gefahr sehr schnell im Sand, dann schauen nur noch die Augen heraus.

Kleiner Sepiola im Sand

Kleiner Sepiola im Sand

15. Meeraal

Meeraale sind scheue Fische. Keine wirkliche Fotomodelle. Wenn ich einmal einen unter einem Felsen sehe, schieße ich schnell ein Foto und sehe zu, dass sich der Aal schnell wieder sicher in seinem Lebensraum verkriechen kann.

Seeaale gehen mit Hummern eine Zweckgemeinschaft ein.

In der Nähe von einem Hummer habe ich noch nie einen gesehen. Was natürlich dran liegt, dass ich kaum Hummer sehe.

Meeraal

Meeraal

 

Meeraal

Meeraal

16. Napfschnecke

Diese faszinierende Schnecke findest du sehr zahlreich fast überall an der Küste der Bretagne. Vielleicht wird sie aus diesem Grund ein wenig unterschätzt.

Napfschnecken sind aber wahre Spezialisten der Gezeitenzone. Ihre Zunge, die Radula, gehört zu den härtesten bekannten Biomaterialien überhaupt. Mit winzigen Zähnchen raspeln sie damit Algen vom Fels. Und raspeln wohl auch immer ein klein wenig Fels mit ab. Deswegen wird die Zunge auch erneuert, sie ist extrem lang und schiebt nach.

Die Napfschnecke hat einen ganz eigenen „Parkplatz“ auf dem Fels. Sie passt die Form ihres Gehäuses so genau an die Unebenheiten des Untergrunds an, dass sie sich bei Ebbe nahezu perfekt an den Fels anschmiegt. Sie macht das mit Hilfe eines Vakuums, es wird aber auch spekuliert, dass da ein schnell wirksamer Superkleber am Werk ist. Der sich in Sekundenbruchteilen auch wieder lösen lässt. So hält sie selbst kräftiger Brandung stand und schützt sich vor dem Austrocknen.

Nach der Futtersuche findet sie erstaunlicherweise zu ihrem eigenen Platz zurück. Dabei hilft ihr ihre Schleimspur: Sie kann der eigenen Spur folgen und so ihren exakt passenden „Parkplatz“ wiederfinden. Wenn du die Schnecken siehst, „rüttel“ mal ein klein wenig daran und du wirst merken, dass nach einer kleinen Bewegung der Schnecke danach gar nichts mehr geht. Sie hat sich noch ein klein wenig fester gesaugt.

Ein kleines Tier, das zeigt, wie perfekt Leben an die Gezeitenzone angepasst sein kann.

Eindrucksvolle Napfschnecken Zunge

Eindrucksvolle Napfschnecken Zunge mit dem härtesten Biomaterial in der Natur

 

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17. Strandföhe

Manch Urlauber schimpft vielleicht abends wegen der springenden Strandflöhe. Gäbe es sie nicht, würde er spätestens am nächsten Morgen die Nase rümpfen. Die Strandflöhe sind zahlreich. Sie kommen gegen Abend aus den Sandlöchern heraus und übernehmen die Aufgabe einer Müllabfuhr indem sie den angespülten Tang wegfressen. Gleichzeitig dienen sie als Nahrung für zahlreiche andere Tiere, wie zum Beispiel den Strandkrabben. Diese kannst du übrigens auch in der Dunkelheit ganz wunderbar am Strand beobachten.

Strandfloh frisst Tang

Strandfloh frisst Tang

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18. Netzreusenschnecke

Netzreusenschnecken sind sehr zahlreich und oft an Sandstränden zu finden. Der Fuß wandert unter dem Sand, der Rüssel, der Aas auf große Entfernung riechen kann schaut heraus. Beim Kriechen wandert der wie eine Antenneständig hin und her. Wenn du dir die Zeit nimmst, diese Schnecke zu beobachten, wirst du begeistert sein.

Als Aasfresser sind sie in der Gezeitenzone sehr wichtig, denn sie räumen auf.

Du findest im Tang öfters die Eigelege der Schnecke, die wie kleine Kunstwerke aussehen.

Netzreusenschnecke

Netzreusenschnecke

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19. Anemonen

Ich liebe Anemonen und finde immer noch für mich neue Arten. Anemonen sind sehr häufig an den Küsten zu finden. Am Anfang fallen dir die Pferdeaktinien und Erdbeeranemonen und Wachsrosen auf. Wenn du dich drauf einlässt, werden dir bald auch die kleineren, unscheinbaren Anemonen, wie die Felsengoldrose oder Sonnenrose auffallen. Es gibt wirklich auch nur an den Küsten eine unglaubliche Vielfalt zu entdecken mit faszinierenden Formen und Farben. Hier nur ein paar dieser wunderschönen, räuberischen Tiere.

Lies unbedingt auch den ausführlichen, spannenden Blogbeitrag über die Seeanemonen

Erdbeeranemone in einem Gezeitenbecken

Erdbeeranemone in einem Gezeitenbecken

 

Erdbeeranemone

Erdbeeranemone

 

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20. Seehase

Auch über die Seehasen schrieb ich einen ausführlichen Blogbeitrag.

Besonders erwähnenswert an dieser Stelle, weil es nicht in der Doku vorkam. Die besondere lila Abwehrtinte, die sie ausstoßen. Schau dir unten das Foto an.

Seehasen Paarung

Seehasen Paarung

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21. Seepocken

Seepocken sind Krebse, die bei Flut Partikel aus dem Wasser filtern. Da sie einen Superkleber haben und ihr Leben lang an einem Ort festsitzen haben sie diesen besonderen Rekord im Tierreich – den längsten Penis im Vergleich zur Körpergröße. Sie benötigen den Teleskoppenis, um sich vermehren zu können. Auch darüber schrieb ich bereits einen ausführlichen Blogbeitrag.

Seepocken

Seepocken und Bryozoen

Seepocken und Bryozoen, im Hintergrund eine Miesmuschel mit einer Seenelke. Da ist was los im Wasser!

 

Penisse der Seepocken

Penisse der Seepocken

 

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22. Blasentang

Bei Ebbe liegt der Blasentang im Sand. Kaum kommt die Flut, schwimmt er mithilfe der Blasen an der Wasseroberfläche. An der Wasseroberfläche kann er Fotosynthese machen.

Blasentang

Blasentang

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23. Grüne Samtschnecke

Grüne Samtschnecke

Grüne Samtschnecke

 

Anemone hat eine grüne Samtschnecke gefressen

Anemone hat eine grüne Samtschnecke gefressen

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24. Grüne Meerassel

Meerassel - die Biene der Meere

Meerassel – die Biene der Meere

 

Meerassel

Meerassel

 

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25. Dreikantröhrenwurm

Dreikantröhrenwürmer leben gut geschützt in einer selbst gebauten Röhre. Dafür verbinden sie feine Sandkörnchen, Muschelstückchen und andere kleine Partikel mit einem klebrigen Sekret zu einer erstaunlich stabilen Behausung, die eine typische Dreikantform hat. Daher der Name. Nur der empfindliche Körper ragt aus der Röhre heraus.

Mit ihren Tentakeln filtern sie Nahrung aus dem Wasser und können sich bei Gefahr blitzschnell in ihre Röhre zurückziehen. Auf dem Foto siehst du, wie klein diese Würmer sind. Da leben vier Stück auf einer kleinen Miesmuschel. Diese Röhren findest du auf Muschelschalen die am Strand liegen sehr häufig. Spannend, auch einmal den Wurm dazu zu sehen.

Dreikantröhrenwurm

Dreikantröhrenwurm

 

Dreikantröhrenwurm

Dreikantröhrenwurm

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26. Sabellen

Sabellen sind Würmer, die man auf Sandstränden oder in Häfen sehen kann. Sie sind sehr empfindlich – kaum fällt dein Schatten auf den Wurm, schwupps, zieht er sich ein. Wenn du also etwas weghuschen siehst: Bleib ruhig stehen und warte. Der Wurm kommt wieder raus. Es ist jedesmal ein Erlebnis, das zu beobachten. Diese Würmer sind zahlreich an sehr vielen Stränden zu finden. Wenn man langsam läuft!

Sabellen filtern mit ihren „Fächern“ Plankton aus dem Wasser und ziehen sich bei Gefahr in ihre Kalkröhre zurück.

Schraubensabelle ganz ausgefahren, Gezeitentümpel

Schraubensabelle ganz ausgefahren

 

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27. Seestern

Seesterne sind sehr vielfältig. Es gibt große, sehr kleine, ganz zarte und stachelige. Und du findest sie in sehr vielen verschiedenen Farben. Über die beiden Superkräfte der Seesterne schreibe ich im ausführlichen Blogbeitrag. Da kannst du dir auch die verschiedenen Seesterne anschauen.

Hier nur in Kürze. Seesterne haben sehr viele und dadurch kräftige Saugfüßen, sogenannte Ambulakralfüßchen, an der Unterseite. Mit denen zieht er geduldig Muschelschalen auf, oder löst Napfschnecken vom Fels. Versuch mal eine Napfschnecke mit den Fingern vom Fels zu lösen. Dann wird dir klar, was diese Füßchen des Seesterns vermögen. Und dann stülpt er tatsächlich seinen Magen aus genau in die Beute hinein. Auf dem unteren Foto siehst du einen Eisstern, der seinen Magen gerade in einer Napfschnecke parkt und sie so verspeist. Wahnsinn, oder? Die Stacheln an den Armen kommen wohl von einem Seeigel, der nicht gegessen werden wollte. Was da alles passiert im Gezeitentümpel. Sex and Crime…

Eisstern frisst Napfschnecke

Eisstern frisst Napfschnecke

 

 

 

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28. Jakobsmuschel

Jakobsmuscheln wirst du häufiger auf dem Wochenmarkt und im Supermarkt sehen, als am Strand. Sie leben in tieferen Regionen im Sand. Hie und da liegt aber auch mal eine in einem Gezeitentümpel und dann kannst du dir die zahlreichen, faszinierenden Augen der Muschel anschauen.

In Häfen, wo die Jakobsmuschelfischer rausfahren, kannst du frische Schalen der Jakobsmuscheln sammeln.

Jakobsmuschel

Jakobsmuschel

Hier zeige ich Details der kleineren Kammmuschel, die ähnliche Augen wie die Jakobsmuschel hat. Als ich sie fand sah sie ziemlich unlebendig aus – klappernde Schale, sehr dünne. Doch als ich sie ins Wasser legte entfaltete sie sich schnell zur vollen Größe und ich konnte in Ruhe fotografieren und sie danach ins sichere Wasser zurück bringen.

Kammmuschel

Kammmuschel

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29. Miesmuschel

Nicht nur Seesterne lieben Miesmuscheln als Mittagessen, wir essen sie auch gern.

Ich bin der Meinung, dass wir gerade solche sehr bekannten und als Nahrung beliebten Tiere nicht mit dieser bewundernden Begeisterung betrachten, wie andere Lebewesen. Aber – sind die Miesmuscheln nicht wunderschön?

Miesmuscheln leben in einer Region der Gezeitenzone, die der Brandung voll ausgesetzt ist. Damit sie die Wellenbrecher überstehen, verankern sie sich mit ihren Bysussfäden fest an den Felsen.

Wie diese Fäden aber auch gegen die Hauptfressfeinde, die Purpurschnecken als trickreiche Abwehr eingesetzt werden, zeige ich im Beitrag über Miesmuscheln hier im Blog. Dort findest du auch weitere Fotos der Muscheln, bevor sie im Kochtopf landen.

Miesmuschel

Miesmuschel

 

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30. Steinseeigel

Steinseeigel als Split-Foto

Steinseeigel als Split-Foto

 

 

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