angekommen auf den Lofoten

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Wir kamen im Dunkeln in Narvik an. Nun, es ist ja früh dunkel, wir sind nochmal ein ganzes Stück gen Norden gefahren. In der Stadt suchten wir sogleich eine Tankstelle und dort füllten wir nicht nur unseren Dieseltank auf, sondern auch das norwegische Handy. Glücklicherweise konnten wir die Sim Karte vom September noch nutzen, und mußten nur das Guthaben aufladen. Dann suchten wir die Jugenherger, bekamen die letzten beiden Zimmer (fällt mir gerade auf, hatte ich gestern schon geschrieben, gell? Bin wohl etwas überanstrengt) Im Zimmer hatten wir leider keinen Internetempfang, so mußte ich mich in die Lobby setzen und sah auch, wieviele Leute und Jugendliche hier wohnten. So ganz wohl fühlte ich mich nicht, aber Esra kam und leistete mir Gesellschaft, da ging es besser:-)

Regen auf Eisstaße - sehr unangenehm

Regen auf Eisstaße – sehr unangenehm

Eine Nacht in Narvik

Die Nacht in Narvik war nicht sonderlich ruhig. Die ganze Jugenherberge war voller Jugendlicher:-) Und die schlafen nachts nicht so viel, wie wir aus Erfahrung wissen. Trotzdem fand ich irgendwann in den Schlaf. Und wieder klingelte der Wecker gegen 6:00 Uhr. Nicht, dass Ihr denkt, wir machen hier einen auf Erholung! Ich duschte, es war mal schön warm. Als ich mich allerdings so nackt im Spiegel sah, erschrak ich. Uff, so dünn war ich seit Jahren nicht. Meine Hosen schlabbern jetzt auch mit der langen, wollenen Unterwäsche drunter und ohne Gürtel würde ich die Hose in weniger als 1 Minute verlieren. Hmmm, wäre ja doch interessiert zu wissen, was ich wiege. Ich nenne das jedenfalls meine Reise- und Fotodiät. Nehme eigentlich immer unterwegs fast genauso viel ab, wie mein Fotorucksack wiegt. Damit das Gewicht halbwegs gleich bleibt. Nur sind zur Zeit die Abstände zum Erholen dazwischen nicht mehr vorhanden, so scheint es doch etwas zu niedrig zu werden…..

schlechte Straßenbedingungen

Jedenfalls ging es dann mit einer Stressdiät weiter. Es fing an zu regnen und das auf einer festgefahrenen Eis-Schneedecke. So war es ja auch vorhergesagt. Hmm, ich dachte, ich hätte das Fahren in nordischen Winter mittlerweile gelernt. Na ja, es geht noch was! Wir kamen uns vor, wie auf hoher See, bei schlechtem Wetter. Es war rutschig, es war nass, ach so nass. Teilweise stand so viel Wasser auf der Straße, dass man, wenn man mit ca.50 km/h reinfuhr fast zum Stillstand kam. Und dann noch die LKW’s, die rasen, wie überall, nur hier sind die Straßen eng, viel enger als in Schweden, und die Laste rscheinen noch schneller zu fahren.

Es geht rechts und links meist irgenwo tief runter, oder es gibt direkt am Straßenrand hohe, kantige Felsen. Und ein Elch stand auch da. Und dann fing es an zu schneien. Auf dem Eis, mit der Schicht Wasser oben drauf und dann noch eine dünne Schicht Schnee. Die grandiosen Berge sahen wir kaum, die Fjorde sahen nur grau und dunkel aus. So wenig konnte ich diese, normalerweise atemberaubende Strecke, noch nie genießen. Aber, ich kenne den Weg ja mittlerweile, ich weiss gar nicht mehr, wie oft wir schon hier waren…

Straße in Norwegen

Straße in Norwegen

ob Schnee besser ist, ich weiss es nicht....

ob Schnee besser ist?  ich weiss es nicht….

Wir kauften dann in Svolvaer ein. Einen USB Stick für’s Internet kauften wir nicht. Im Vergleich zu Schweden sowas von teuer! Heftig! Das Modem kostet schon mal 500NOK und dann 10NOK pro Tag. Hört sich ja gut an. Nur ist der Traffic auf 200MB pro Monat begrenzt und das hat man wohl schnell voll. Danach läuft der Stick nur noch extrem langsam. Hmmm, wir wollten versuchen unser Modem, welches wir in England gekauft hatten, zu nutzen, aber es funktionierte leider nicht. Also, erstmal kein Internet hier im Haus, evtl in Office von Ocean Sounds.

Haus aufheizen

Das Haus war noch relativ kalt als wir ankamen. Wir trafen den Vermieter aber gleich, was gut war. Er zeigte uns noch ein wenig rum, drehte die Heizung hoch und meinte, wir sollen anrufen, falls was wäre. Das ist ja gut zu wissen. Und er hat zwei Kinder etwa im Alter von unseren.
Kaum hatten wir das Auto ausgeräumt, da fegte ein Sturm über uns hinweg. Der Schneeregen kam wirklich ganz horizontal. Erstaunlich, wie wild es hier im Vergleich zu Südschweden ist. Jetzt werden wir uns mal ein wenig ausruhen und denn natürlich nach dem Nordlicht Ausschau halten. Ich werde weiter berichten…..

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

7 Kommentare

  1. Während in Deutschland überall das Hochwasser herrscht,befindet ihr euch im tiefsten Winter.Wunderschöne Fotos eurer Reise zeigst du,Gabi…weiter so.
    VG Maria

  2. Schön, dass ihr gut angekommen seid. Wie lange wart ihr unterwegs? Fünf Tage? Dann heissts wohl, erstmal ausruhen? Das Päckchen ist übrigens heute angekommen. Vielen Dank dafür. 🙂

  3. Hej, schön, dass ihr gut angekommen seid nach der abenteuerlichen Reise. Wo habt ihr euch eingemietet, in Henningsvaer?
    Liebe Gabi, gönn dir mal ein paar Tage Ruhe und lass dich gut bekochen, damit du nicht vom Fleisch fällst. Jetzt gibt es doch den leckeren Skrei, da kommt ihr doch besser drann als wir hier unten.

    LG Ursula

  4. Hej ihr Nordlichter! Der Bericht über die Jugendherberge in Narvik hat mich dann doch aus meiner ’stillen‘ Reserve gelockt, denn da kamen Erinnerungen hoch – nur umgekehrt als Eure. Mein Bruder und ich schlugen mal an einem 2.Januar in der JH auf. Eigentlich war sie geschlossen, ein Zimmer hatten sie aber für Leute wie uns geöffnet. Das wurde zwischen den Gästen auch nie gereinigt. Alles war leer, kalt (nur das eine Zimmer war beheizt und so zog es auch an allen Ecken und Enden), dunkel und unheimlich – und daher vor allem sehr wenig ansprechend…Wir haben allein kalten Fisch auf dem Zimmer gegessen..und Frühstück gab es natürlich auch nicht…

    LG Tanja

    • Hi Tanja

      Das hört sich ja abenteuerlich an…
      Unser Frühstück war nicht sonderlich romantisch. Im Keller stand ein Kühlschrank an dem man sich bedienen konnte. Wir hatten die Wahl zwischen einer Wurstsorte und Obst…
      Trotzdem, die Nacht war ganz gut, nur teuer in Anbetracht, dass es doch eine Herberge war. Man lernt nie aus.
      Ich genieße aber zur Zeit sogar den Wind, die frische Meeresluft tut einfach sehr gut.

      Liebe Grüße

      Gabi

  5. Hallo Ihr 5…

    Hier meldet sich mal Andreas, genau der, den Ihr auf den Lofoten im September 2009 getroffen habt.
    Allerdings mit Frau und Hunden:-)
    Also Respekt voe Eurer Energie. Offensichtlich seit Ihr in Deu nur in Ausnahmefällen…
    Die Beiträge und Fotos sind echt sensationell,lebendig und authentisch.
    Wir haben uns für 2012 die Bärenroute (Finnland) vorgenommen…
    LG Andreas aus dem Havelland

    • Hi Andreas

      Schön, von Dir zu lesen:-) War ein nettes Treffen damals in Andenes:-) Da waren die Wale jetzt ganz nah an der Küste, auch die Orcas.
      Unsere Energie:-) Ja, müde sind wir schon hie und da, Aber, da es erst relativ spät hell wird, können wir morgens auch mal länger liegen bleiben:-)
      Berichtet mal von Eurer geplanten Tour, hört sich gut an.

      Liebe Grüße

      Gabi

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