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31. Januar 2011

Eggum – Schneeregen und Wind

Wir machten eine sonntäglichen Ausflug nach Eggum. Alles weiss. So weiss……

Hier nur zwei Fotos. Wir machen uns jetzt auf den Weg zu den Vesterålen, wollen unseren Freunde Per Ole besuchen. Heute wieder regnerisch und windig, auf den Vesterålen eher Sturm, mal sehen….

Eggum

Eggum

frischer Schnee

frischer Schnee

der abends wieder weggeregnet wurde….. Sah aber tagsüber sehr schön aus.

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30. Januar 2011

Begegnung

Nur kurz im Text, ich melde mich später nochmal….. Aber ein paar Bilder wollte ich doch schon hochladen.

Schneelandschaft - blau

Schneelandschaft - blau

Frisch gepudert präsentierte sich die Landschaft gestern früh. Nach dem Regen der letzten Tage doch sehr fotogen. So machten wir uns auf den Weg, wollten Strände erkunden. Die Wellen, der Tang, der frische, nach Meer riechende Wind. Einfach ein tolles Erlebnis. Ich liebe das offene Meer und die Stände da! (Bilder kommen später:-)

Eis und Schnee mit Fernsicht

Eis und Schnee mit Fernsicht

Teilweise läuft es sich besser, teilweise schlechter im Winter. Der Schnee schichtet sich in der Landschaft teilweise sehr hoch auf. Wenn es wärmer ist, kann man leicht einbrechen, wenn es kalt ist, läuft man schön über diese dicke Schicht drüber. Man sollte doch immer darauf eingestellt sein, dass man tief einsinken kann. Also, langsam und bedächtig laufen.

Olderfjord

Olderfjord

Diese zugefrorenen Fjorde sind sehr fotogen. Vor allem in der blauen Stunde.

Als wir diese kleine Straße zum Fjord hineinfuhren, dachte ich noch, hmmm, ob das was wird hier. So klein, so eng. Doch dann ein großer Wendehammer und Ende der Straße. Da lief ein Hund im Gallop vor uns her zu seinem Herrchen. Mit Hundebesitzern komme ich doch immer sofort ins Gespräch:-)

So lernten wir Tor kennen. Schon am eisigen Strand merkten wir, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. Es war fantastisch einen so netten Gesprächspartner gefunden zu haben. Wir fotografierten noch eine Weile, bestaunten die Eisskulpturen und kehrten dann bei unserem neuen Freund Tor und seiner Tochter ein. Er wohnte nicht weit entfernt. So unterhielten wir uns noch lange über denn Sinn des Lebens, das Lernen und das Reisen, die Gesundheit.

Tor, der Heiler

Tor, der Heiler

Abends fuhren Gunter und ich nochmal los, denn die Chancen auf Nordlicht waren nicht ganz so schlecht. Aber, tiefhängende Wolken verhinderten den Blick. So fuhren wir im Schneegestöber doch sehr bald wieder heim. In der Nacht lief ich nochmal mit Esra los, die Sterne strahlten wieder am Firmament, doch kein Nordlichtschimmer war zu sehen…. Doch dann, wir blickten gerade Richtung Henningsvaer, ein heller Blitz, ganz ohne Donner und dann war eine sehr große Wolke direkt über uns. Sie war innerhalb von Sekunden aus dem Nichts gekommen?! Und dann schneite es richtig heftig. Also, doch wieder rein und ins Bett, es war eh schon spät genug.

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28. Januar 2011

Regen und Sturm auf den Lofoten….

da nahm ich mir die Zeit, meine ersten Nordlichtbilder dieser Tour doch mal genauer anzusehen und auch zu optimieren:-) Ihr müßt  verzeihen, wenn die Fotos hier im Blog noch nicht optimal sind, ich lade die abends, oder nachts, wenn es Nordlichter gab, runter. Sichere sie zweimal. Das dauert. Dann schaue ich die Bilder an, dauert auch, weil ich ja nur ein Notebook habe… Und der Bildschirm, zwar kalibriert, aber halt Notebook. Und dann konvertiere ich die Fotos einfach nur aus Lightroom und fertig. Aber gerade bei den Nordlichtern ist es doch besser mal genauer draufzuschauen und auch mal den Photoshop aufzumachen und die Fotos zu entrauschen. (Nicht, dass ihr denkt, ich dreh da die Farbe rein:-)

Ok, gestern, war es nur nass und ungemütlich. Wir waren nachts, also nach 5:00 Uhr auf der Brücke unterwegs und selbst das Licht der Stirnlampe wurde von der tiefen Schwärze verschluckt. Hmm, nass waren wir auch. Also, keine Fotos. Ne, das war selbst mir zu viel.

So saßen wir dann abends bei einem Feuer im Kamin zusammen, die Kinder schrieben und erarbeiteten Ihre Themen. Und ich nahm mir mal ein paar Fotos genauer unter die Lupe. Hatte doch auch Panoramen versucht??

Hier also meine ersten Ergebnisse (immer noch nur am Notebook!):

Nordlichtbogen und Berge vor Henningsvaer

Nordlichtbogen und Berge vor Henningsvaer

und weitere faszinierende Nordlichter hier….

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27. Januar 2011

kurzes Nordlicht

Ich fand die blaue Stunde gestern sehr fotogen, war eine ganze Weile unterwegs. Der Schnee war festgebacken und ziemlich glatt. Dumm, dass wir nicht von daheim Spikes für die Schuhe mitgebracht hatten. Da sind sie doch noch was billiger. Wir haben nur ein paar dieser Dinger und die hatte ich an den Füßen. Wir waren auf der Insel und in Henningsvaer unterwegs. Liesen das Auto mal gern nach der langen Fahrt stehen. Hier gibt es ja erstmal viel zu erkunden.

Es gibt sehr wenig Touristen in Henningsvaer im Winter. Das Bryggehotel ist noch bis Mitte Februar geschlossen. Mit dem Besitzer des kleinen Lädchen sprach ich. Auch er meinte, es wäre gar  nichts los, denn durch die Dunkelheit ist der Tourismus doch sehr eingeschränkt. Die Sonne geht um ca. 10:00 Uhr auf und gegen 15:00 Uhr wieder unter. Das sind schon kurze Tage, aber es wird jeden Tag ein wenig besser. Ich fgenieße die Dunkelheit eher. Die Lichtsstimmungen in der Nacht sind so fantastisch. Ich bin gerne unterwegs. Na, das ist wahrscheinlich DER Fotografenvorteil. Man kann alles genießen. Auch die Nacht. Und die ist hier ja was ganz besonderes:-)

Ich zeig es Euch am besten:

Nordlicht über Henningsvaer

Nordlicht über Henningsvaer

Leider zeigte sich das Nordlicht nur sehr kurz, dann zogen wieder Wolken über den Himmel und es stürmte die ganze Nacht. Wir schliefen beim Klingen des Fahenmasts.

und noch mehr Winter- und Nachtaufnahmen….

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26. Januar 2011

wilde Wetter auf den Lofoten

Das Wetter ist ein Erlebnis hier. Es wechselt, dauernd, und immer wieder ist es schön, sogar, wenn es eigentlich schlechtes Wetter ist. Stürmisch, trüb und regnerisch. Gehört wohl aber dazu. Und ich habe mir vorgenommen, trotzdem und vor allem dann zu fotografieren:-)

Hier ein paar Fotos vom gestrigen Tag. Es fing mit einem wahnsinns Sonnenaufgang an. Einfach absolut fantastisch. Ich wollte mich gerade zum heißen Tee mit Knäcke niedersetzten, da  blickte ich aus dem Fenster und mein Hintern berührte den Stuhl nicht mehr. Ohne Jacke und Handschuhe, was sich als Fehler herausstellte, lief ich hinters Haus, und dann doch noch weiter und weiter auf den Hügel. Im Wind froren mir nicht nur die Finger ein. Trotzallem: ein wunderbar warmes Gefühl durchströmte mein Herz. Der Vestfjord war so schön. Ist er eigentlich immer, aber in diesem Licht! Wow!

Das Frühstück packte ich dann glücklich mit einer schon gefüllten Kameraspeicherkarte. So wurde auch noch mein müder Körper gesättigt:-)

leuchtende Wolke

leuchtende Wolke

Na, kann man meine Begeisterung nachvollziehen?

Vestfjord

Vestfjord

Dann kamen die Wolken zu uns. Es schneite und sah wieder gut aus:-) Ich war viel unterwegs, mir tut die frische Luft sehr gut.

kleines Leuchtfeuer

kleines Leuchtfeuer

Schneeflocken und Weg nach Henningsvaer

Schneeflocken und Weg nach Henningsvaer

Und abends war es nur trüb, leider. Ich machte also keinen Ausflug in die Nacht. Nur, kurz an die Brücke.

Brücke am Abend

Brücke am Abend

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25. Januar 2011

Nordlichter und Sonnenschein

Berge und Nordlicht

Vorweg eine nette Info: das ist der 100. Beitrag, den ich hier schreibe:-)

Noah und die Schneeflocken

Noah und die Schneeflocken

Gestern war es klasse. Nach einem sehr trüben Tag mit Regen und Schneematsch, tat die Sonne gut. Nun, sie geht erst gegen 10:00 Uhr auf, da kann man sich gemütlich fertig machen, wenn man aus den Federn kommt.

Wir waren, dank Wetterbericht, vorbereitet und machten uns schon vor Sonnenaufgang auf den Weg. Wollten man nach Hov fahren, um dort am Strand den neuen Schnee zu begutachten. Es hatte schon relativ viel geschneit nachts. Das Auto war sowas von zugepatscht mit Schnee, der heftig klebte. Es hatte ja vorher geregnet, war also ideal, um alles, natürlich mal wieder samt Schlösser zu vereisen. Wir schrubbten eine ganze Weile.

Die Fahrt war natürlich atemberaubend. Wer die Lofoten im Winter kennt, weiss wovon ich rede. Leider sind hier nicht wie in Schweden, die Parkplätze geräumt. Wir konnten also weniger oft anhalten, als wir das gern getan hätten. In Hov war es noch heftiger, da konnte man erstmal gar nicht parken. Vielleicht erwartete ich aber auch von Schweden her mehr Schnee, man muß das einfach vorher testen, wie tief der am Rand ist. Die Straßen sind übrigens spiegelglatt. Zum Glück haben wir Spikes. Hatten uns schon Gedanken gemacht, ob die Ausgabe lohnt oder nicht. Jetzt sind wir uns sicher. Es ist besser. Habe gestern ein Auto an der Brücke gesehen, das mußte wegen Gegenverkehr halten und kam und kam nicht mehr weg. Die Brücken sind hier fast alle steil.

Fotos hier lang….

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23. Januar 2011

magische Sonnemomente auf den Lofoten

Nach der langen Reise brauchen wir erst mal ein wenig Ruhe…

Trotzdem ziehen wir automatisch los, wenn das Licht schön wird, da kann ich als Fotografin nicht drinnen sitzen, da muß ich raus:-)

Hier also nur ein paar Fotos von gestern, damit ihr seht, wie schön es bei wechselhaften Wetter sein kann. Heute nieselt es, nur grau in grau, also wesentlich weniger fotogen.

Scheune auf der Insel

Scheune auf der Insel

auf dem Weg nach Henningsvaer

auf dem Weg nach Henningsvaer

Über diese Brücke laufen wir, wenn wir von der Insel, wo wir wohnen nach Henningsvaer wollen. Ein schöner Spaziergang, aber auch windig…

Schneereiche Wolken

Schneereiche Wolken

klasse, wie die abschneien. Hier wechselt das Wetter sehr oft, ständig neue Ansichten

Berge in der Ferne

Berge in der Ferne

kommen die Wolken dann näher, sieht's so aus

kommen die Wolken dann näher, sieht's so aus

So, in den nächsten Tagen meer….

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22. Januar 2011

angekommen auf den Lofoten

Wir kamen im Dunkeln in Narvik an. Nun, es ist ja früh dunkel, wir sind nochmal ein ganzes Stück gen Norden gefahren. In der Stadt suchten wir sogleich eine Tankstelle und dort füllten wir nicht nur unseren Dieseltank auf, sondern auch das norwegische Handy. Glücklicherweise konnten wir die Sim Karte vom September noch nutzen, und mußten nur das Guthaben aufladen. Dann suchten wir die Jugenherger, bekamen die letzten beiden Zimmer (fällt mir gerade auf, hatte ich gestern schon geschrieben, gell? Bin wohl etwas überanstrengt) Im Zimmer hatten wir leider keinen Internetempfang, so mußte ich mich in die Lobby setzen und sah auch, wieviele Leute und Jugendliche hier wohnten. So ganz wohl fühlte ich mich nicht, aber Esra kam und leistete mir Gesellschaft, da ging es besser:-)

Regen auf Eisstaße - sehr unangenehm

Regen auf Eisstaße - sehr unangenehm

Die Nacht in Narvik war nicht sonderlich ruhig. Die ganze Jugenherberge war voller Jugendlicher:-) Und die schlafen nachts nicht so viel, wie wir aus Erfahrung wissen.Trotzdem fand ich irgendwann in den Schlaf. Und wieder klingelte der Wecker gegen 6:00 Uhr. Nicht, dass Ihr denkt, wir machen hier einen auf Erholung! Ich duschte, es war mal schön warm. Als ich mich allerdings so nackt im Spiegel sah erschrak ich fast. Uff, so dünn war ich seit Jahren nicht. Meine Hosen schlabbern jetzt auch mit der langen, wollenen Unterwäsche drunter und ohne Gürtel würde ich die Hose in weniger als 1 Minute verlieren. Hmmm, wäre ja doch interessiert zu wissen, was ich wiege. Ich nenne das jedenfalls meine Reise- und Fotodiät. Nehme eigentlich immer unterwegs fast genauso viel ab, wie mein Fotorucksack wiegt. Damit das Gewicht halbwegs gleich bleibt. Nur sind zur Zeit die Abstände zum Erholen dazwischen nicht mehr vorhanden, so scheint es doch etwas zu niedrig zu werden…..
Jedenfalls ging es dann mit einer Stressdiät weiter. Es fing an zu regnene und das auf einer festgefahrenen Eis- Schneedecke. So war es ja auch vorhergesagt. Hmm, ich dachte, ich hätte das Fahren in nordischen Winter mittlerweile gelernt. Na ja, es geht noch was! Wir kamen uns vor, wie auf hoher See, bei schlechtem Wetter. Es war rutschig, es war nass, so nass. Teilweise stand so viel Wasser auf der Straße, dass man, wenn man mit ca.50km/h reinfuhr fast zum Stillstand kam. Und dann noch die LKW’s, die rasen, wie überall, nur hier sind die Straßen eng, viel enger als in Schweden, die Lasterscheinen noch schneller zu fahren. Es geht rechts und links meist irgenwo tief runter, oder es gibt direkt am Straßenrand hohe, kantige Felsen. Und ein Elch stand auch da. Und dann fing es an zu schneien. Auf dem Eis, mit der Schicht Wasser oben drauf und dann noch eine dünne Schicht Schnee. Die grandiosen Berge sahen wir kaum, die Fjorde sahen nur grau und dunkel aus. So wenig konnte ich diese, normalerweise atemberaubende Strecke noch nie genießen. Aber, ich kenne den Weg ja mittlerweile, ich weiss gar nicht mehr, wie oft wir schon hier waren…

Straße in Norwegen

Straße in Norwegen

ob Schnee besser ist, ich weiss es nicht....

ob Schnee besser ist, ich weiss es nicht....

Wir kauften dann in Svolvaer ein. Einen USB Stick für’s Internet kauften wir nicht. Im Vergleich zu Schweden sowas von teuer! Heftig! Das Modem kostet schon mal 500NOK und dann 10NOK pro Tag. Hört sich ja gut an. Nur ist der Traffic auf 200MB pro Monat begrenzt und das hat man wohl schnell voll. Danach läuft der Stick nur noch extrem langsam. Hmmm, wir wollten versuchen unser Modem, welches wir in England gekauft hatten zu nutzen, aber es funktionierte leider nicht. Also, erstmal kein Internet hier im Haus, evtl in Office von Ocean Sounds.
Das Haus war noch relativ kalt als wir ankamen. Wir trafen den Vermieter aber gleich, was gut war. Er zeigte uns noch ein wenig rum, drehte die Heizung hoch und meinte, wir sollen anrufen, falls was wäre. Das ist ja gut zu wissen. Und er hat zwei Kinder etwa im Alter von unseren.
Kaum hatten wir das Auto ausgeräumt, da fegte ein Sturm über uns hinweg. Der Schneeregen kam wirklich ganz horizontal. Erstaunlich, wie wild es hier im Vergleich zu Südschweden ist. Jetzt werden wir uns mal ein wenig ausruhen und denn natürlich nach dem Nordlicht Ausschau halten. Ich werde weiter berichten…..

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20. Januar 2011

nach Narvik

Wir waren schon kurz nach 6:00 Uhr auf den Beinen. Direkt wieder Betten abziehen, packen, Frühstücken, Essen für die Fahrt vorbereiten, alles in Auto tragen (war viel) und dann das Zimmer wieder putzen. Dafür war die Unterkunft günstig:-)

Es war eisekalt morgens, das Licht war genial, es wird so schön arktisch hell, mit schönen Pastellfarben. Alles, was noch im Auto geblieben war, fühlte sich sehr seltsam an. Es war wohl so kalt in der Nacht gewesen, dass die Kälte dermaßen überall hineingekrochen war. Vielleicht ist sogar unsere letzte halbe Flasche Wiskey eingefroren? On the rocks halt. Mir tat das arme Auto leid. Die Türen öffneten sich nur noch einen kleinen Spalt breit, die Kopfkissen, die wir liegen gelassen hatten waren wie Bretter. Wow, minus 30° C! Das finde ich gleichzeitig faszinierend und beängstigend!

 

eisiges Denkmal

eisiges Denkmal

Und wieder war die Fahrt einfach nur traumhaft schön. Die Straßen waren annehmbar, nicht zugeschneit, ein wenig mit Eis überzogen. Die Bäume und das Licht, wieder einmal erste Sahne. Sowas Schönes habe ich wirklich noch nicht gesehen. (Mutti -  da halten sogar die Lofoten nicht mit!)

 

Lappland

Lappland mit dem VW T4

Bei dem Eis auf der Straße sind wir froh, Spikesreifen zu haben!

 

märchenhafter Wald

märchenhafter Wald

Wir sahen zahlreiche Rentiere, konnte aber leider kein schönes Foto machen. Die Rentiere, die stillhielten waren nicht mehr fotogen, da tot. Da saßen immer die Raben drauf, konnte man schon von weitem sehen. Leider sahen wir davon sehr viele. Und immer waren noch lebendige Rentiere in der Nähe. Komisch, oder? Einen Fuchs sahen wir durch den Schnee stapfen.

Trotzdem, wir hatten morgens das Wetter gecheckt, es soll Schnee geben, Freitag und Samstag und wir müssen über einen Pass. Also hielten wir kaum an, machten ein paar Fotostopps, kauften einmal einen Kaffee, weil ich in einem Kaffee die Toilette benutzen wollte und  ich bei fast minus 30°C nicht an der Straße pinkeln wollte. Eigentlich hatten wir ja vor, bis Kiruna zu fahren, und dort in einem Wandrehem unterzukommen, wir waren relativ früh dort, gegen 14:00 Uhr, so beschlossen wir, mit der Schneenachricht im Hinterkopf, doch noch ein paar km zu fahren. Schweren Herzens fuhr ich auch am Eishotel vorbei…. Auf dem Rückweg, hoffentlich… Abisko würde ja auch noch Möglichkeiten bieten. Als wir da waren, war die Sonne schon weg. Wir sind ja jetzt nördlich des Polarkreises, da geht die Sonne ja auch früh unter. Ich wollte mich, bevor wir Schweden verlassen sowieso noch von Maria verabschieden, so rief ich jetzt an. Bat sie darum, nochmal das Wetter zu checken, denn noch was es halbwegs hell, wir könnten es auch noch bis Narvik schaffen. Maria meinte, dass Schnee für morgen vorhergesagt war. Dann sahen, wir, dass die Jugenherberge offen war und fragten dort nochmal nach. Gleiche Auskunft, nur meinte der nette Herr dort, dass die Straße relativ schnell gesperrt werden würde bei Schneefall. So fuhren wir denn weiter… Mittlerweile war es dann doch nicht mehr so wirklich hell. Und es kam noch Nebel dazu, der auf der Scheibe gefror. Ich sah nicht mehr so viel. War vielleicht auch besser, jetzt wurde es nämlich noch steil. Die Reifen bewährten sich aber sehr, denn der Nebel bildete auf der sowieso rutschigen Straße einen Schmierfilm.

 

blaue Stunde

blaue Stunde

Dann wurden wir tatsächlich zum ersten Mal, etwa 10km hinter der Grenze kontrolliert. Ob wir Alkohol dabei hätten? Ja, eine halbe Flasche Wiskey. “Und auch Bier?” Nein, das würde nur einfrieren:-) Dann kontrollierte er sicherheitshalber noch unseren schön vollgeräumten Kofferraum – beim T4 ja rießig, und bei uns auch fast voll!

Schließlich fanden wir in Narvik noch eine Jugenherberge wo wir die letzten beiden Zimmer bekamen. Und da das hier so ein Mix aus Hotel und Herberge ist sind die Betten schon bezogen und morgen werden wir Frühstück bekommen. Wow!

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20. Januar 2011

nach Lulea

Unsere Fahrt nach Lulea fing schlecht an. Schon um 6:00 Uhr waren wir auf, wollten zusammen mit Mimi aus dem Haus und so auch die helle Tageszeit für die Fahrt nutzen. Unseren Bus hatten wir in der Einfahrt des Nachbarn etwas nach vorn abschüssig geparkt. Und gestern war auf der Tour um die Insel die Tankleuchte angegangen. Wir waren nur noch etwa 10km gefahren, und wollten morgens als erstes tanken. Abends hatte es angefangen zu nieseln und das bei weiterhin unter Null. Unsere Windschutztscheibe war so dick voller richtig festem Eis, dass wir es nicht kratzen konnten. Absolut nicht, keinen cm bekamen wir frei. So machte ich das Auto an um mit Hilfe des Gebläses besser vorran zu kommen. Doch nach nur 5 minuten ging der Motor wieder aus. Hmmm, da war doch gestern was? Ja, klar. Tank leer! Und das, wo wir uns doch vorgenommen hatten im Winter in Schweden immer besonders vorsichtig zu sein. Gunter und Esra liefen los, die Tankstelle war nicht weit. Trotzdem, ärgerlich so was. Während wir warteten, das schöne Licht genossen, sprang ein Reh aus dem Garten über die Straße und in den nächsten Garten. Amy und Noah waren total begeistert. Ich hatte es verpasst, weil ich wieder mal ungedulig nach den Männern der Familie gesehen hatte. Nach dem Einfüllen des Kanisters dann die bange Frage: Würde der Bus jetzt auch anspringen? Nein, das wollte er nicht. Zig mal mußte ich zünden und pumpen. Ich hatte schon Bedenken, dass ich die Batterie leer ziehen würde, da sprang er endlich an. Uff, Glück gehabt und wieder eine Erfahrung reicher!

Traumhaft schön sieht die Landschaft aus. Eigentlich unfotografierbar, was ich ungern sage:-) Vielleicht braucht man eine gefrorene Nase, um in die richtige Stimmung zu kommen. Wußtet Ihr, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, ob es minus 15, minus 20 oder gar minus 30° sind? Heftig! Ich kann’s Euch sagen. Bei minus 30° tut’s weh. Auch die Hände werden da sehr schnell, sehr, sehr kalt…..

Wir haben fotografiert unterwegs, diese Schönheit der Winterlandschaft konnten wir aber auf den kurzen Stopps nicht wirklich festhalten. Ich denke, Lappland ist selbst auch eine ganze Reise wert. Habe noch nie so schönes Licht, so wunderschönen Wald und so klare Luft gesehen.  Und das Fahren war OK; wir fuhren so 70-90 km/h.

Schneelast

Schneelast

findet ihr's?

findet ihr's?

das Parkplatzschild? Ja, wir taten uns auch schwer. Ich würde sagen, dass 70% der Schilder nicht lesbar sind. Nur an der Form kann man abschätzen, was es wohl sein könnte.

Wir waren jdenfalls abends noch kurz was für’s Frühstück einkaufen. Man kann im Auto ja nichts lagern, es friert alles  viel zu schnell ein. Danach noch was zu Abend essen, dann, weil wir in einer Jugenherberge waren: Betten beziehen, Eier abkochen, damit wir was für morgen auf dem Weg haben…..

Ich bin hundemüde ins Bett gefallen, wollte eigentlich nochmal raus fotografieren, bin aber so fest eingeschlafen, dass ich es nicht mehr packte. Es sah so klasse aus. Alle Bäume waren dick mit Eis überzogen, sogar die Graffities sind hier in Eis geritzt:-) Schade,  dass ich keine nächtliche Fototour mehr packte, ich brauchte wohl den Schlaf nötiger! Reisen bei der Kälte ist anscheinend anstrengender als sonst? Sowieso scheint die ganze Welt starr, stillstehend, halt eingefroren!

nächtliche Straße in Lappland

nächtliche Straße in Lappland

So, wir sitzen schon am Frühtsück, gestern bekamen wir den Zugang zum Internet nicht. Und jetzt machen wir uns auf den Weg nach Kiruna. Melde mich also bald wieder….

PS für Leute, die auch noch hier durchreisen werden (Oliver!) Hier ist eine gute Seite zur Planung:

http://trafikinfo.trafikverket.se/lpvmenu/lpvmenu.htm#id=15