Langzeitfotografie an der Meeresküste

zuletzt editiert am: 03.10.21

Fototipp – Langzeitbelichtungen mit und ohne Graufilter

 

Langzeitfotografie, eine praktische Anleitung, Felsen beim Krakenes Fyr

Felsen beim Krakenes Fyr – 30 Sekunden, f 14, ISO 100, 1000 fach Graufilter

Warum Langzeitfotografie so spannend ist

Das Thema Langzeitfotografie erfreut sich bei ambitionierten Hobbyfotografen und Profifotografen in der Reisefotografie größter Beliebtheit. Immer mehr Fotografen setzen ND-Filter, besser bekannt unter dem Namen Graufilter, ein. Mit einem solchen Filter, kannst du die Belichtungszeit steuern und sie so als ein wichtiges Bildgestaltungsmittel kreativ einsetzen.

Du kannst also die Belichtungszeit als Bildgestaltungsmittel gezielt einsetzen!

Wir bieten dir hier eine ausführliche, praktische Anleitung für die Langzeitfotografie. Befolge sie Schritt für Schritt und meistere die Belichtungszeit als Bildgestaltungsmittel.

Du musst nicht viel rechnen, um perfekt belichtete Fotos zu machen und eine App brauchst du dazu auch nicht.

  • Wir zeigen dir, wie du zu perfekt belichteten Langzeitfotos kommst.
  • Und wann sich der Einsatz eines ND-Filters lohnt.

Ein Text zu einem eher philosophische Ansatz der Langzeitfotografie!

Anwendungsbeispiele für Langzeitfotografie

  • Fließende Gewässer, Wasserfälle; zur weichen Darstellung der Fließbewegung
  • Glätten von Meereswogen, Gischt und Brandung, bei sehr langen Zeiten ergibt das den bekannten Nebeleffekt
  • Windeffekt-Aufnahmen: Bäume, Getreidefelder, flatternde Stoffe und alles, was sich sonst noch im Wind bewegt
  • Eliminierung von Personenabbildungen in Aufnahmen von belebten Straßen und Gebäuden zur besseren Konzentration auf die Architektur
  • Geisterhafte Personenaufnahmen, Doppelbilder, Wischeffekte
  • Gewitter bei Tag. (Blitzgeschützt aufstellen, Kamera auf Serienbildfunktion, Regenschirm nicht vergessen!)
  • Straßenverkehr in der Dämmerungsphase – Lichtspuren der Fahrzeuge und Straßenbeleuchtung
  • Sternenhimmel, Zeiten von einigen Minuten bis mehrere Stunden möglich
  • Nordlicht. Dazu haben wir ein großes Tutorial verfasst. 
  • Ausleuchten von Nachtaufnahmen mit „Wanderlicht“ unter Einsatz von entfesselten Blitzgeräten oder Taschenlampen. Das geht auch mit buntem Licht unter Verwendung von Farbfolien

 

Langzeitfotografie in der Stadt beim Lichterfest in Lyon (klick)

Schiffsverkehr in Lyon, Langzeitfotografie in der Stadt

Schiffsverkehr in Lyon, Langzeitfotografie in der Stadt

 

Langzeitaufnahmen in der Architekturfotografie

Sehr lange Belichtungszeiten lassen an belebten Orten Menschen verschwinden!

Der Kreuzgang im Mt St Michel, normale Belichtungszeit

Der Kreuzgang im Mt St Michel, normale Belichtungszeit

 

Langzeitfotografie in der Architekturfotografie

Der Kreuzgang im Mt St Michel, drei Minuten belichtet, es waren weiterhin zahlreiche Menschen vor Ort, aber sie bewegten sich und sind unsichtbar

Kreuzgang in St Michel, erstes Foto ist eine „normale“ Belichtung, das zweite Foto wurde 3 Minuten lang mit  aufgesetztem 1000fach Graufilter belichtet – nur Lehrer, die ihre Klassen länger als 3 Minuten stehend langweilten waren ein kleines Problem.

Langzeitfotografie in der Stadt zur Entfernung der Menschen in Dinan, Bretagne

 

Langzeitbelichtung zur Entfernung von Menschen in der Stadt

Langzeitbelichtung zur Entfernung von Menschen in der Stadt, Dinan, Bretagne – 132 Sekunden reichten aus, um durch die Straßen laufende Menschen verschwinden zu lassen. Haida Polfilter plus 1000 fach Graufilter (ND 3,0)

Weitere Fotos aus Dinan und Vergleich mit und ohne Filter.

 

Wind lässt sich mit einer Langzeitfotografie gut darstellen, die ziehenden Wolken werden sichtbar

ales Fischerboot auf Aland im Sturm

Altes Fischerboot auf  Aland im Sturm – 30 Sekunden lang belichtet. Kontraste mit den NIK-Filtern verstärkt.

Wind sieht man auf Fotos nur indirekt. Mit Hilfe von Langzeitbelichtungen kannst du Sturm gut darstellen, wenn Wolken über den Himmel ziehen. Dabei ist es besonders wichtig auf einen guten Stand des Stativ zu achten. Und natürlich ein stabiles Stativ zu nutzen. Als ich das Foto des Fischerbootes  aufnahm, war es so stürmisch, dass ich bei meinem Stativ die unteren Beine gar nicht erst ausgefahren haben. Ich blieb bodennah. Die Perspektive kam dem Motiv zusätzlich entgegen.

Lichtspuren auf Straßen

Bei relativ einsamen Straßen warten wir etwas länger bis ein Auto die Scheinwerferlinien ins Bild malt. Notfalls muss du selbst losfahren! In belebten Städten ist das natürlich gar kein Problem.

Ein Auto in Henningsvaer

Ein Auto in Henningsvaer

Hilfsmittel für Langzeitfotografie

Welche Kamera eignet sich für die Langzeitfotografie?

 

  • Spiegelreflexkameras,
  • Systemkameras und
  • hochwertige Kompaktkameras mit größerem Aufnahmesensor sind ideal für die Zwecke der Langzeitbelichtungen.

Ob mit oder ohne Wechselobjektiv, ein Filtergewinde zum Anbringen der Grau- und Polarisationsfilter muss vorhanden sein. Bei den Spiegelreflexkameras ist eine dicht schließender Okularabdeckung unabdingbar. Spiegellose Systemkameras und Kompaktkameras sind dagegen unempfindlich gegen Sucherstreulicht.

Langzeitfotografie mit dem Smartphone

Die Masse der „normalen“ Kompaktkameras und die Smartphones sind weniger geeignet. Mein Huawei Smartphone Mate 9 und das Huawei P 30 Pro sind für die Langzeitfotografie geeingnet. Also sind Stative für Smartphones sinnvoll.

Auch, wenn oft Filtergewinde oder Einstellmöglichkeiten für lange Zeiten und RAW-Format fehlen, ist es einen Versuch wert. Zudem arbeiten diese Teile mit sehr kleinen Aufnahmechips, die auf lange Belichtungszeiten mit starkem Rauschen reagieren. Experimentierfreudige sollen sich trotzdem nicht davon abhalten lassen, damit auch Langzeitaufnahmen zu machen. Smartphones werden immer besser.

 

Brunnen in Rostock

Brunnen in Rostock – Langzeitfotografie mit dem Smartphone ist mittlerweile möglich! Huawei Mate 9

 

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Meereslandschaften eignen sich besonders gut für Langzeitfotos

An der Küste konkurriert oft die Struktur des Wasser mit der Struktur der Felsen oder des Sandes. Mithilfe einer Langzeitaufnahme nimmst du die kleinen Details aus der Wasseroberfläche heraus, sie wird glatt. Der Betrachter der Langzeitfotografie konzentriert nun seine Aufmerksamkeit auf die umgebende Landschaft. Das Foto wird „einfacher“. Die Meeresfotografie ist prädestiniert für die Langzeitfotografie.

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Eshaness, Shetland, ohne Filter

Eshaness, Shetland, ohne Filter

Eshaness, Shetland, mit 1000 fach Graufilter

Eshaness, Shetland, mit 1000 fach Graufilter

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Eshaness, Shetland – die Klippen habe ich an einem ruhigen Abend einmal mit und einmal ohne 1000 fach Graufilter belichtet. Bei beiden Fotos benutzte ich noch ein Polfilter. Die Langzeitbelichtung ist 62 Sekunden lang belichtet.

Langzeitfotografie Schritt für Schritt erklärt

Vorgehensweise:

1. Kamera fest auf dem Stativ fixieren, Kabelauslöser anschließen und in Ruhe den Bildausschnitt einstellen.

2. Empfindlichkeit auf den niedrigst möglichen ISO-Wert stellen, Weißabgleich auf Tageslicht oder Automatisch (was besser ist, muss jeder für sich ausprobieren) und Bildspeicherung im RAW-Format.

3. Entfernungseinstellung auf manuell umschalten und kontrollieren, das geht heutzutage gut mit LiveView. Vorhandenen Bildstabilisator unbedingt ausschalten, der hat sonst den gegenteiligen Effekt.

4. Belichtungszeit bei vorgegebener Blende z.B. f8.0 messen (in Av oder M), z.B. 1/125 sec.

5. Manuelle Methode: Graufilter z.B. 1000-fach aufschrauben und die Zeit mit Filter-Faktor multiplizieren: 1 / 125 * 1000 = 8 sec.  Wem das zu kurz ist, schließt die Blende um zwei weitere Stufen von f8.0 auf f16 und verdoppelt dafür diese Zeit zweimal: 8 * 2 * 2 = 32 sec.

Ihr könnt natürlich auch testen, ob eure Kameraautomatik mit dem starken Graufilter zurechtkommt und einfach mit aufgesetztem Filter im Av-Modus belichten. Das sollte zumindest mit den 64-fach Filtern gut funktionieren. Eventuell müsst ihr die Belichtungskorrektur aktivieren und in der Regel nach + korrigieren.

6. Bis 30 Sekunden lässt sich die Belichtungszeit gewöhnlich im M-Modus einstellen, darüber hinaus gehende Zeiten werden in B-Einstellung über den feststellbaren oder programmierbaren Kabelauslöser realisiert. Den Auslöser mit dem Finger gedrückt halten ist keine gute Idee. Zu groß ist die Gefahr, dass sich die Kamera durch den dauernden Druck leicht bewegt.

7. Für Spiegelreflexkameras ist die Okularabdeckung (meist im Tragegurt integriert) anzubringen, die das Sucherstreulicht abhält.

8. Belichtung starten! Schaut euch die Aufnahme hinterher auf dem Display an und schaltet das Histogramm (mit der Info-Taste) ein. Da seht ihr gut, ob die Belichtung über die ganze Diagrammbreite verteilt, und somit in Ordnung ist.

Grundsätzlich gilt: je heftiger sich das Objekt bewegt und je näher es plaziert ist, desto kürzer können die Zeiten sein. Ein ruhiges Meer in einiger Entfernung benötigt dann schon etliche Minuten zum „Glattbügeln“, für einen Wasserfall genügen oft schon Sekundenbruchteile.
Beste Aufnahmebedingungen findet man naturgemäß am frühen Vormittag und am späten Nachmittag bis hin zur Nach-Sonnenuntergangsphase, da hier die unter Umständen vorhandene Tendenz der Filter zu warmen Tönen die  vorhandene Stimmung unterstützt.
Ich benutze ungern mehrere Filter gleichzeitig, damit die Bildqualität nicht zu sehr leidet. Trotzdem verwende ich Pol- und Graufilter gemeinsam, um beide Effekte zu kombinieren. Der Zweck heiligt halt die Mittel.

Kannenstein, Norwegen

Kannenstein, Norwegen – 1000 fach Graufilter, 60 Sekunden belichtet, f 8, ISO 100

 

Langzeitfotografie am Bach

Im Wald da ist es dämmriger als man denkt. Hier komme ich mit Polfilter und Abblenden leicht auf einige Sekunden Belichtungszeit. Kamera auf Automatik und flankierende Belichtungen von +/- ½ Blende reichen aus. Schwierig wird es eventuell mit direktem Sonnenlicht, da dies gerade im Wald zu extrem hohen Kontrasten führt. Dann fressen die Lichter aus und die Schatten saufen ab.
Vorsicht mit dem Polfilter, nicht auf völliges Löschen der Reflexe drehen,das Wasser braucht diese, um lebendig zu wirken und Fließstrukturen zu zeigen.

Diese kleine Wasserfall ist in Schottland aufgenommen

Diese kleine Wasserfall ist in Schottland aufgenommen. 1/2 Sekunde bei Blende 18

Die Scheidegger Wasserfälle sind ein ideales fotografisches Reiseziel am Bodensee.

 

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1/15 mit Polfilter, Schweden

1/15 mit Polfilter, Schweden

20 Sekunden, mit 64 fach Graufilter plus Polfilter, Schweden

20 Sekunden, mit 1000 fach Graufilter plus Polfilter, Schweden

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  • Bach in Nordschweden, 1000 fach Graufilter, 20 Sekunden
  • Bach in Nordschweden, Polfilter, 1/15 Sekunde

Langzeitfotografie an der Meeresküste

Angepeilt habe ich eine Zeit von circa 30 Sekunden. Kamera ohne Filter auf Stativ, Ausschnitt festlegen, Belichtung messen, z.B.–> 1/30 sec  f 16. Graufilter 110 (1000fach) aufsetzen, ergibt: 1/30 x 1000 = 1000 : 30 = 33 sec. Programmwählrad auf B stellen – Okular abdecken und Belichtungen mit  20 sec, 30 sec und 45 sec anfertigen. Damit hat man sicher eine gute Belichtung eingefangen. Andersrum kann man natürlich auch bei Beibehaltung der Zeit die Blendenstufen variieren. Auf dem Monitor der Digitalkameras lässt sich der Erfolg der Aufnahme sofort beurteilen.

Langzeitfotografie Sternenhimmel

In der Nacht sind keine Filter nötig, höchstens ein klares Schutzfilter, um das Objektiv vor Kondenswasser oder Taubildung zu schützen. Häuser, Bäume, Berge und andere Gegenstände im Bild bilden einen Bezugsrahmen. Nähere Objekte kann man auch während der Belichtung mit einer Taschenlampe oder mit dem entfesselten Blitzgerät ausleuchten, wenn ihr wollt, mit davorgehaltenen Farbfilterfolien. Bei 100° ISO verwende ich meist Blenden von f2.8 bis f5.6 bei Zeiten von 5 min aufwärts bis zu einigen Stunden. Die Blendenöffnung bestimmt die Anzahl der abgebildeten Sterne. Höhere ISO-Werte bilden ebenfalls mehr Sterne ab, und bei klarer Sicht auch die Milchstraße. Hohe ISO-Werte sind auch bei Nordlichtaufnahmen nötig, um die Verschlusszeiten möglichst kurz zu halten. Allerdings steigt dabei das Bildrauschen an. Und bitte auf den Mond aufpassen, daß der nicht unerwartet ins Bild wandert. Durchfliegende Flugzeuge erzeugen punktierte Linien, Sternschnuppen und Planeten ziehen Striche zwischen den Sternbahnen.

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Lyngvik Fyr, Dänemark, Nachtaufnahme,

Lyngvik Fyr, Dänemark, Nachtaufnahme,

Die Sterne ziehen ihre Bahnen, während der Leuchtturm, fest verwurzelt in den Dünen, sein Licht weit hinaus aufs Meer wirft.

Die Sterne ziehen ihre Bahnen, während der Leuchtturm, fest verwurzelt in den Dünen, sein Licht weit hinaus aufs Meer wirft.

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Da das Licht des Leuchtturms eine einzelne Aufnahme so weit überstrahlen würde, dass das Foto unbrauchbar wäre, fotografierten wir den Leuchtturm jeweils mit 16 Sekunden und setzten dann ca 150 Fotos zusammen. Die Nacht war eiskalt, dem Akku wollten wir bei minus 18 ° C sowieso keine 45 minütige Aufnahme zumuten.

Littleisland Lighthouse

Littleisland Lighthouse – Einzelaufnahme von ca. 10 Minuten

Mit Langzeitfotografie den Wind sichtbar machen

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Leuchtturm Dänemark

Leuchtturm Dänemark

Hirtshals, Dänemark

Hirtshals, Dänemark

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Du kennst das: es stürmt, dir bläst der eiskalte Wind ins Gesicht, die Haare stehen dir gen Berg oder fliegen dir in den Augen rum. Du machst ein Foto, aber es wirkt zu ruhig. Es transportiert nicht diese wilde Meeresstimmung. An solchen Tagen mache ich gern Langzeitaufnahmen um den Wind darzustellen. Die Wolken ziehen, das Gras wird hin und her geworfen. Die Fotos sind schwieriger umzusetzen, weil das Stativ und die Kamera durchgerüttelt werden. Doch es lohnt, die Kraft aufzuwenden, sich auf das Stativ zu stemmen, um ein paar scharfe Fotos zu erhalten. Diese beiden Fotos zeigen den Leuchtturm Hirtshals in Dänemark. Die Langzeitaufnahme entstand mit einem 1000 fach Graufilter, Belichtungszeit 30 Sekunden.

Einen Schneesturm mit Langzeitaufnahme und Blitz einfangen

Schneesturm, mit Aufhellblitz, Lofoten

Schneesturm, mit Aufhellblitz, Lofoten – dieses Foto wurde ohne Stativ aufgenommen! 1/80 Sekunde reichte bei dem Sturm aus, um den Schneeflocken diese Dynamik zu geben. Also kann genau genommen eine relativ kurze Belichtungszeit auch als Langzeit gelten!

 

Langzeitfotografie verstärkt die Abendstimmung

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Abendstimmung, Schottland

Abendstimmung, Schottland

Caerlaverrock Castle, Dumfries, Schottland

Caerlaverrock Castle, Dumfries, Schottland

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Caerlaverrock Castle, Dumfries, Schottland – Die Abendstimmung war ganz nett, aber nicht der absolute Hammer. Die Langzeitbelichtung mindert die Kontraste etwas und bringt die Farben und die ziehenden Wolken besser hervor.

Dynamische Fotos bewegter Objekte

Hafeneinfahrt Warnemünde, Deutschland

Hafeneinfahrt Warnemünde, Deutschland – 4 Sekunden, 64 fach Graufilter

Warnow-Einfahrt, Warnemünde, Deutschland

bewegtes Foto – Warnow-Einfahrt, Warnemünde, Deutschland

Le Plalais, Belle Ile, Bretagne, Frankreich

Le Plalais, Belle Ile, Bretagne, Frankreich – 1,6 Sekunden, ohne Filter, es war schon dunkel genug

Solche Fotos wirken durch die beiden Elemente: das bewegte Schiff und der unbewegte Leuchtturm als Kontrast. An den Leuchttürmen kann sich das Auge festhalten.

Kurze Langzeitbelichtungen – als Bildgestaltungsmittel

Eine Langzeitbelichtung muss nicht immer mehrere Sekunden lang sein. Die Dynamik schneller Wellenbewegungen kommt oftmals besser in Belichtungszeiten von weniger als einer Sekunde rüber. Am Abend reicht dann manchmal ein Polfilter aus. Die Belichtungszeit wird bei diesen Aufnahmen als das wichtigste Bildgestaltungsmittel genutzt.

eine etwas längere Belichtungszeit zeigt den Weg, den die Welle am Felsen nimmt. Die sanften Abendfarben unterschreichen den Eindruck, dass das Wasser den Felsen sanft streichelt.

Eine etwas längere Belichtungszeit zeigt den Weg, den die Welle am Felsen nimmt. Die sanften Abendfarben unterschreichen den Eindruck, dass das Wasser den Felsen sanft streichelt. 1/2 Sekunde am Abend, Myrland, Lofoten

Die perfekte Welle, Myrland, Lofoten

Die perfekte Welle, Myrland, Lofoten – 64 fach Graufilter, 1/13 Sekunde, Myrland, Lofoten

Graufilter (ND Filter) und ihre Bezugsquellen

Der meiner Meinung nach beste Graufilter zum Einsteigen in die Langzeitfotografie ist der 64-fache. Das entspricht 6 Blendenstufen. Damit kann man noch den Sucher der Kamera verwenden, wenn auch nicht mehr unbedingt den Autofokus. Der 1000-fach-Filter erfordert weit mehr Aufwand. Und die üblichen in den Shops erhältlichen Graufilter mit 2-, 4- oder 8-facher Verlängerung sind einfach nicht dunkel genug, um bei Tageslicht auf Zeiten länger als eine Sekunde zu kommen. Übrigens, auch ein Polfilter verlängert je nach Ausführung schon ca. 1,8-  bis 2,5-fach.

Gute Graufilter höherer Dichte für Langzeiten bei Tageslicht gibt es von B+W, Heliopan oder Hoya. Viele weitere Marken tummeln sich auf dem Markt und bieten meist ausreichende Güte. Aber große Vorsicht vor Billigstprodukten. Macht einen großen Bogen drum. Es werden ganze Filtersets für ca. 20 Euro angeboten, deren Qualität ist schlicht unterirdisch, die ruinieren jede Aufnahme. Günstige und trotzdem ordentliche Ware liefert der chinesische Filterhersteller Haida, erhältlich über Amazon.de. Wir benutzen meist B+W-Filter und Haidafilter, hier als Hinweis die wichtigsten Ausführungen:

Artikel-Nr.:    Verlängerung        Blendenstufen        Dichte
103                      8-fach                    3                             0,9
106                    64-fach                    6                             1,8
110                1000-fach                  10                             3,0
113              10000-fach                  13                             4,0

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Einige unserer Empfehlungen bei Amazon, basierend auf dem Artikel und dem von uns eingesetzten Equipment:

Manfrotto MT190 XPRO 4

Wir nutzen zur Zeit die Rollei Rock Solid Carbon Stative Beta und Gamma

Haida Optical Serie 100 Starterset II

B+W 106 Graufilter 64x 72mm (Schneider Kreuznach)
B+W Graufilter ND 3,0 1000-fach

HAIDA Graufilter Set bestehend aus ND8, ND64, ND1000 Filtern 72mm inkl. Filtercontainer + Pro Lens Cap – ein günstiges Angebot für Einsteiger

Novoflex MC Schnellwechseladapter Basisset MiniConnect

Hama Kamera-Wasserwaage wer keine digitale Wasserwaage hat oder mag

Hier noch zwei günstige Empfehlungen für Stativköpfe:

Kaiser Tiltall BH-20 Kugelkopf

Rollei T-5S Panorama-Kugelkopf

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Wir erklären die Anwendung weiterer Filter für die Landschaftsfotografie

Das Polfilter – unverzichtbar in der Landschaftsfotografie

Grauverlauffilter von Haida

Stativkaufberatung – denn ohne Stativ wurde keins der Fotos in diesem Blogbeitrag geschossen.

Ausführlicher Testbericht der Rock Solid Carbon Stative von Rollei

Kurzanleitung Langzeitfotografie zum Ausdrucken

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Download: Eine Kurzanleitung für die Langzeitfotografie als pdfLangzeitfoto-Kurzanleitung

 

 

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Besuch bei Schneider Bad Kreuznach

 

vier der fünf Reicherts zu Besuch in der Firma Schneider Kreuznach Vier der fünf Reicherts zu Besuch in der Firma Schneider Kreuznach

Wir waren bei der Firma Schneider Kreuznach zu Besuch. Jahrelang war ich auf dem Weg zur Schule an den Gebäuden von Schneider Kreuznach vorbeigelaufen.Heute sind die Graufilter mein „wichtigstes“ kreatives Fotohilfsmittel, und ich hüte die Filter auf jeder Reise wie meinen Augapfel! Die Firmenführung, bei der uns unsere Jungs begleiteten, war sehr informativ. Wir besichtigten auch die Produktionsstätten und bekamen viel Hintergrundinformation. Wir möchten uns daher hier bei Frau Wettel ganz herzlich bedanken!
 Übrigens zieren Fotos von uns die Verpackung der Graufilter und der Polfilter. Und in den Broschüren finden sich unsere Aufnahmen.

 

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Zum  unserem Artikel-Klassiker über die Langzeitfotografie, der seit dem Jahr 2000 im Internet steht.

Dein Weg zum Nordlichtfoto

Unser umfangreiches EBook: „Dein Weg zum Nordlichtfoto“, könnte Dich auch interessieren!

Wir müssen diesen Artikel wegen Namensnennung als Werbung deklarieren
45 Kommentare
  1. H.- D. Peters
    H.- D. Peters sagte:

    Hallo Gabi, bezüglich Langzeitaufnahmen gibt es für mathematische „ Schwachmatiker“ eine hilfreiche Tabelle von Uwe Statz „ ND- Filter – Belichtungszeiten“ ! Ich habe sie mir auch zugelegt.

    Antworten
  2. Dieter Lorenz
    Dieter Lorenz sagte:

    Ihr Rechenbeispiel für die Langzeitfotografie.

    Für den Graufilter 1000 geben sie an: 1/125 * 1000 = 8 -Sec.

    Die Angaben stimmen aber nicht!
    Richtig ist 1000 : 125 = 8 Sek.

    Antworten
    • Gunter
      Gunter sagte:

      Für alle Leser, die nicht so firm mit der Bruchrechnung sind: Wenn ich mit einemn Kehrwert einer Zahl multipliziere, ist das das Gleiche, als würde ich durch diese Zahl teilen. Also:
      1000 * 1 / 125 = 8 ist dasselbe wie
      1000 / 125 = 8.
      Für den einen Leser ist der eine Weg verständlicher, für den anderen Leser eben ein anderer. Hauptsache das Ergebnis stimmt.
      Dann noch frohe Adventszeit
      Gunter

      Antworten
  3. Dominic
    Dominic sagte:

    Einfach atemberaubende Bilder! Die Bilder sehen wirklich sensationell aus! Vielen Dank auch für deine Anleitung mit der Langzeitbelichtung. Habe mir diese gerade gespeichert und dies wird demnächst angewendet. Vielen Dank!

    Gruss
    Dominic

    Antworten
  4. Fotografia Profesional
    Fotografia Profesional sagte:

    Hallo Familie Reicherts
    Ich bin einfach begeistert über eure tollen Bilder aus dem hohen Norden.
    Einfach genial,
    Gerne hätte ich von euren Ratschlägen betreffend Nordlicht-Fotografie lernen wollen.
    Ist es möglich mir diese Unterlagen zu zustellen.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz.

    Antworten
    • Gabi
      Gabi sagte:

      Hallo,
      Über die Nordlichtfotografie haben wir ein ganzes Buch geschrieben. Das findest Du hier:
      https://www.5reicherts.com/buchladen/
      Ansonsten einfach im Blog schauen, da stehen circa 10 Beiträge zum Thema. Und für die Newsletter Abonennten gibt es eine Kurzanleitung zur Nordlichtfotografie. Einfach in der Sidebar von unserem Blog anmelden.
      liebe Grüße
      Gabi

      Antworten
  5. Dennis
    Dennis sagte:

    Hallo,

    wie sieht es bei einem Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang mit den Zeiten aus? Hier ändert sich ja die Lichtmenge wärend der Aufnahmezeit. Hast du einen Tipp um wie viel ich die Zeit mit ND-Filter hierbei verlängern (Sonnenuntergang) bzw erhöen (Sonnenaufgang) muss?

    Antworten
  6. Maurer Julian
    Maurer Julian sagte:

    Hallo, vielleicht ließt ja noch wer meine Kommentar :D.

    Ich möchte mir einen ND Filter kaufen, welchen ich sowohl am Tag als auch am Abend nutzen kann. Ich möchte das Wasser schön weich darstellen sowie ab und zu die Wolken lang ziehen.
    Jedoch weiß ich nicht ob ich den ND1000 oder ND64 kaufen soll.

    Welche stärke würdet ihr mich Empfehlen.

    MfG.

    Antworten
  7. Richard Meyer
    Richard Meyer sagte:

    Vielen Dank für diesen tollen Bericht über Graufilter, der mir den Einstieg dazu sehr erleichtert hat. Habe mir zuerst mal den Satz von Haida bestellt. Dazu eine Frage, schraubt ihr den Graufilter auf den UV oder Skylight drauf oder entfernt ihr die sog. Schutzfilter??

    Antworten
  8. Jitka
    Jitka sagte:

    Guten Tag,

    ich möchte mir für Aufnahmen am Meer einen Graufilter besorgen.
    Ich habe gelesen, dass ich dort eher einen dunkleren brauche, um das Wasser schön „glattzubügeln.
    Kann meine Sony Alpha 57 (Objektiv: Sony 16-50 mm/f2,8 SSM) mit einem 1000-fach Filter etwas anfangen?

    Welchen von den unten genannten Graufiltern können sie mir bitte empfehlen:
    B+W Graufilter (72mm, MRC, F-PRO) – 1000-fach
    B+W F-Pro 110 Graufilter ND 3,0 E 72 – 1000-fach
    Slim Graufilter ND1000 72mm – Schlanke Fassung + Lens Cap mit Innengriff

    Wichtig ist mir Qualität der Aufnahmen (keinen Farbverfälschung), keine Vignettierung, Handhabung und Kratzfestigkeit des Filters.

    Vielen Dank für ihre Antwort!
    MfG
    J.Heitmann

    Antworten
    • Gabi
      Gabi sagte:

      Hallo J.Heitmann

      Die Sony alpha 57 hat keine Probleme mit starken Graufiltern.
      Wie es mit der Vignettierungsanfälligkeit des 16-50 aussieht, weiss ich nicht, im Zweifelsfall zum Slim-Filter greifen. Die F-Pro Serie ist auch schon schlank gebaut, ist meines Wissens auch mehrfachvergütet, darum auch eine Option. Für beste Qualität in kritischen Situationen, wie starkes Gegenlicht, ein MRC-vergütetes Filter wählen. Normal wird man kaum Unterschiede feststellen können.
      Neutral sind heute fast alle Marken-Graufilter, mit leichter Tendenz zu Warmtönen. Wenn das tatsächlich mal stört, einfach mit aufgesetztem Graufilter den Custom-Weißabgleich mit Graukarte direkt vor der eigentlichen Aufnahme durchführen.

      Ich hoffe, das hilft etwas.
      mfg Gunter Reichert

      Antworten
  9. Konrad
    Konrad sagte:

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die unterschieldichen Belichtungszeiten!
    Ich habe vor kurzem ein Filterset von Graufiltern erworben, die ich nun in meinem Urlaub auf Elba ausprobieren möchte. Die Aufnahmen haben mir sehr gut gefallen!

    Viele Grüße

    Konrad

    Antworten
  10. Johannes S.
    Johannes S. sagte:

    Sehr ausführlicher und gut geschriebener Artikel, gefällt mir sehr gut!
    Ich habe zu dem Thema auch erst einen Beitrag auf meinem, zugegeben noch recht neuen, Blog verfasst. Ich nehme für die Ermittlung der Belichtungszeit eine Tabelle, vor allem bei mehreren Filtern finde ich das sehr praktisch. Ich habe das ganze hier beschrieben: Fotografie mit ND Filtern

    Auch wichtig finde ich, die Filter vorher zu kalibrieren, das es doch bei vielen Filtern starke Abweichungen von den Hersteller angaben gibt.

    Viele Grüße,
    Johannes

    Antworten
  11. Klaus H.
    Klaus H. sagte:

    Servus Gabi,

    sehr gelungene und informative Seite!
    Bin demnächst in Island unterwegs und denke, dass ich in Sachen Ausrüstung gut vorbereiet bin.
    Polarlichter fotografieren, Meer per Langzeitbelichtung glatt ziehen usw. ist zu Hause etwas schwierig zu üben, aber bin mir sicher, das wird funktionieren.
    Wolkenzieher, Sternfotos usw. funktionieren ja auch, denn diese kann man ja auch vom Garten oder ausserhalb der Ortschaft gut machen.
    In erster Linie will ich Langzeitbelichtungen am Meer/See mit Wolkenziehern und Objekten (z.B. Stein) im Vordergrund machen. Dabei würde ich mein Tokina 11-16mm auf manuell-unendlich-fokusieren stellen. Das Objekt im Vordergrund bzw. der Felsen am Boden kann unter Umständen näher als unendlich sein (z.b.1m entfernt), d.h. er wird unscharf. Ich kann wahrscheinlich schon mit der Tiefenschärfe spielen und es ein wenig besser machen, aber ich wollte einfach mal fragen, wie Sie sowas machen.
    Eine Möglichkeit wäre ja dann vielleicht noch, dass man zwei Bilder macht, einmal unendlich fokusieren und einmal auf den Stein und dann im Bildbearbeitungsprogramm zusammenfügen.
    Macht die zweite Möglichkeit für Sie Sinn und wenn ja, mit welchen Programm könnte man das schön zusammenfügen. Mit Lightroom ist es meines Wissens ja nicht möglich und Photoshop CS6, will und kann ich mir nicht leisten. Wäre Photoshop Elements eine gute Ergänzung?
    Über eine hilfreiche Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Grüße aus Rottenburg a. d. Laaber in Niederbayern

    Klaus

    Antworten
  12. Sabina
    Sabina sagte:

    Hallo Gabi,
    unheimlich schöne Bilder hier zu sehen. Ihr spornt mich richtig an, endlich mal meinen Graufilter zu benutzen. Ich besitze ihn schon seit zwei Jahren und habe ihn noch kein einziges Mal eingesetzt. Liegt auch daran, dass ich mich noch nicht belesen habe, aber nun habe ich eine spannende Seite gefunden – eure

    Antworten
  13. Gabi
    Gabi sagte:

    Hi Tino,

    klick mal auf den gelben Button ganz rechts, da kommst Du zu einer Seite, wo Du Dir den Artikel zum Kindle schicken lassen kannst. Da kann man sich aber auch ein pdf schicken lassen.

    liebe Grüße

    Gabi

    Antworten
  14. Tino Bergner
    Tino Bergner sagte:

    Hallo,
    Habe euch schon lange als Favorit in der fotocommunity gespeichert. Ihr habt wahnsinnig schöne Fotos. Bei der Recherche für den nächsten Urlaub Isle of Lewis / skye habe ich nach Motiven gesucht und bin so über das Leuchtturmbild auf die LZB Erklärung gestolbert. Kann ich die Bitte als PDF haben?
    Vielen Dank schon mal

    Grüße aus München

    Tino

    Antworten
  15. Michael Scharnhorst
    Michael Scharnhorst sagte:

    [Als Spam markiert von Antispam Bee | Spamgrund: Server IP]
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich habe mit großem Interesse Ihre Tipps ud Hinweise zur Nachtfotografie gelesen (ganz toll und hochinteressant, Top-Fotos!), weil ich übernächste Woche für eine Woche nach Kiruna fliege, um das Nordlicht anzuschauen – und natürlich zu fotografieren. :-)
    Ich habe zwar schon einige Foto-Erfahrung, aber hinsichtlich Nachtfotografie bzwl solcher bewegter Objekte noch nicht.
    Habe eine Canon 7D, ein Tokina 11-16mm, 2,8 Objektiv, Benro Carbon Stativ mit Schneepads, Cleon II Funkfernauslöser, Sandisk Extreme III CF-Karten – rein gefühlsmäßig würde ich RAW, Programm AV oder Bulb wählen und Blende 2.8 und ISO 200-600 vorgeben – ist das so korrekt? Die Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung ist zu aktivieren oder wirkt sich diese zu ungünstig beim speichern aus (Dauer)? Safety Shift und Automatic Light Optimizer würde ich deaktivieren? Autofokus aus und auf unendlich stellen….
    Für ein paar Tipps oder gute Ratschläge wäre ich Ihnen sehr dankbar!

    Vielen Dank und herzliche Grüße aus Weinböhla

    Michael Scharnhorst

    Antworten
    • Gabi
      Gabi sagte:

      Hi Michael,

      ich denke, wir hatten damals direkt per email auf Deine Fragen geantwortet…
      Das klappt nicht immer, wenn wir unterwegs sind.

      Wir schalten die Rauschunterdrückung in der Kamera ab. Erstens dauert sie so lange, wie die Belichtung des Fotos und bei Nordlicht wird man da schnell ungeduldig und zweitens nimmt sie in der Regel zu viele Details. Das Entrauschen der Fotos machen wir mit dem Plugin NoiseNinja, das funktioniert sehr gut.
      Hoffe, das klappte gut mit der Nordlichtfotografie?!
      liebe Grüße

      Gabi

      Antworten
  16. Uwe
    Uwe sagte:

    Hallo
    Bin durch einen Hinweis bei Fotocommunity auf diesen schönen lehrreichen Beitrag gestoßen.
    Erste erfolgreiche Versuche sind mir auch schon gelungen.
    Sicher habt ihr auch schon Erfahrungen mit dem Grauverlaufsfilter gesammelt,das Thema wäre sicher eine passende Ergänzung zu diesem Bericht.
    Bei Grauverlaufsfiltern ist nur die obere Hälfte abgedunkelt und werden mit einem Rahmen am Objektiv befestigt.Dadurch lässt sich die Verlaufslienie in der Höhe verschieben.
    Grauverlaufsfilter sind bei Landschaftsaufnahmen sehr hilfreich,der Himmel lässt sich so etwas abdunkeln,und der sonst unterbelichtete Vordergrund bekommt wieder mehr Licht ab.
    Führt zu sehr schönen Stimmungsvollen Aufnahmen
    Erfahrene Landschaftsfotografen nutzen in sehr gerne.
    Gruß Uwe

    Antworten
    • Gabi
      Gabi sagte:

      Hi Uwe,

      ja, vielleicht werden wir das Thema noch ergänzen.
      Mal sehen, wie wir dazu kommen.
      Im Internet gibt es wahrscheinlich bereits einige Blogeinträge dazu? Hast Du da mal nachgeschaut?

      liebe Grüße

      Gabi

      Antworten
  17. Chris
    Chris sagte:

    WoW…

    Habe davor noch nie was gehört von Langzweitaufnahmen… Schade, dass ich nur ne gute Smartphone Cam habe… Für Schnappschüsse auf Weltreise reicht es allemal, aber sone Langzeitaufnahme, wäre auch mal ganz nett…

    Werde ich bestimmt mal ausprobieren. Die hier gezeigten Bilder sind auf jeden Fall sehr GEIL!

    Grüße
    Chris

    Antworten
    • Gabi
      Gabi sagte:

      Hi Chris,

      ich denke, Du kannst gewisse Langzeitaspekte auch mit der Smartphone Cam hinbekommen. Wahrscheinlich eher ohne Graufilter. Den brauchst Du am Abend und früh morgens oder sogar in der Nacht eher nicht. Am Bach mit fließendem Wasser reichen ja bereits Zeiten von 1/10 und das bekommst Du auch mit aufgelgen des Smartphotos hin! Einfach ausprobieren!

      liebe Grüße

      Gabi

      Antworten
  18. Britta
    Britta sagte:

    Hallo Gabi,

    Ich war 2011 auf eurer Multimedia-Show im WBZ in Ingelheim. Angefixt von diesen tollen Bildern bin ich diesen Sommer durch Norwegen gezogen. Ich habe mich in den kleinen Ort Bleik (Vesteralen ) verliebt und werde nun im Januar versuchen dort meinen großen Traum zu erfüllen auch einmal Polarlichter sehen zu dürfen. Bisher habe ich mich erst ein einziges Mal überhaupt in Langzeitbelichtung geübt, von daher wäre ich auch sehr erfreut über die PDF zur Nordlicht – Fotografie.Vielleicht habe ich dann eine gewisse Chance auf annehmbare, eigene Polarlichtfotos. Vielen Dank schonmal für diese beiden tollen Artikel aus denen ich schon viele Tips und Infos ziehen konnte.

    lieben Gruß
    Britta

    Antworten
    • Gabi
      Gabi sagte:

      Hi Britta,

      Bleik ist wunderschön! Ich liebe den langen Strand dort sehr.
      Klappte das mit dem Nordlicht im Januar?
      Ich würde mich freuen, darüber zu hören!
      War die Nordlicht Anleitung hilfreich. Klappte die Fotografie?

      liebe Grüße

      Gabi

      Antworten
  19. Gabi
    Gabi sagte:

    Hallo Patrizia,

    wir werden die Fototipps immer weiter ausbauen! Wünsche nach bestimmten Themen nehmen wir auch gern an.
    herzlichen Dank für Deinen Kommentar.

    Gabi

    Antworten
  20. PatriPort
    PatriPort sagte:

    Hallo und ein großes Kompliment an Euch!

    Ich bin schlichtweg von den vielen tollen Fotos und Reiseberichten begeistert!
    Ich bin selbst begeisterte (Hobby)-Fotografin und bin über Tips & Knowhow immer dankbar.

    Liebe Grüße,
    Patrizia

    Antworten
  21. Brigitte
    Brigitte sagte:

    Da ich mir neu einen Graufilter angeschafft und nach Tipps dafür gesucht habe, bin ich auf diese HP gestoßen und total begeistert, nicht nur über die Reisen und die traumhaft schönen Fotos davon, sondern auch über die wirklich prima Tipps, die man gut nachvollziehen kann. Danke dafür!
    Grüße von Brigitte
    (Bad Kreuznach ist meine Geburtststadt)

    Antworten
  22. Gabi
    Gabi sagte:

    Hi Ihr Lieben,

    danke für die zahlreichen Kommentare.
    @Gabi – wir können ja mal zusammen eine „Langzeittour“ machen:-)
    @Patricia: und? gab’s Nordlichter auf Island? Da wollen wir auch nochmal hin:-)
    @Gerd und Goyko: wenn man genau hinschaut sieht man, dass das Wasser auf der rechten Seite bei der längeren Belichtungszeit durchaus weicher ist, allerdings weniger drastisch. Das liegt an der unterschiedlichen Fließgeschwindigkeit und Wassermenge. Der Wasserfall in der Mitte schoss geradezu den Hang hinunter, während rechts nur wenig Wasser relativ langsam über die Felsen floss. Für das Rinnsal müßte die Belichtungszeit noch viel länger sein, wenn es noch „weicher“ erscheinen soll. So ist es auch in unserem Artikel beschrieben.
    Dass es keine Bearbeitung ist, sieht man auch an den Wolken:-) Und ich könnte mich „von“ schreiben, wenn ich die Bildbearbeitung so perfekt beherrschen würde, dass ich Langzeitaufnahmen einfach so am Rechner erstellen könnte:-) Da ist das Arbeiten mit dem Graufilter doch wesentlich einfacher und auch schneller! Goyko, warum sollte ich in meinem Blog schummeln und falsche Angaben machen??
    @Fredy: und kamen die NordlichtInfos an? Die gibt es jetzt auch für eingloggte Besucher direkt im Blog.
    @Horst: ich hoffe, wir haben Ihnen auch die Nordlichtanleitung zugeschickt? Wir fahren bald wieder gen Norden, vielleicht statten wir ja Finnland auch mal einen längeren Besuch ab:-) Wann geht es denn los?

    herzliche Grüße

    Gabi

    Antworten
  23. Horst Hirth
    Horst Hirth sagte:

    Liebe Frau Reicherts,

    durch Empfehlung auf die „5reicherts“ aufmerksam geworden, durchgeblättert und nun ein echter Fan der Reiseberichte und der Fototips, bitte ich Sie, mir Ihre Tips zum Thema “ Nordlichter “ zu senden.
    Als Reisemobilist und Skandinavienfreund bereite ich – auch hinsichtlich Fotografie derzeit eine Reise nach Finnisch Karelien vor.
    Danke dafür, ich werde gerne weiterhin an Ihrem „fotografischen Tropf der Erfahrungen für Langzeit“ hängen !
    Noch herzliche nachösterliche Grüße aus München
    Horst Hirth

    Antworten
  24. Steiner Alfred
    Steiner Alfred sagte:

    Hallo Familie Reicherts
    Ich bin einfach begeistert über eure tollen Bilder aus dem hohen Norden.
    Einfach genial,
    Gerne hätte ich von euren Ratschlägen betreffend Nordlicht-Fotografie lernen wollen.
    Ist es möglich mir diese Unterlagen zu zustellen.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz.

    Fredy

    Antworten
    • Maeckentosch
      Maeckentosch sagte:

      Hallo Familie Reicherts,

      ich bin begeistert von ihrer Seite. Nächstes Jahr im Januar fahre ich auch wieder auf die Lofoten. Wenn die Anleitung für die Sternenfotografie schon fertig ist, würde ich mich freuen wenn sie mir diese zukommen lassen könnten. Ich wünsche ihnen noch viele
      schöne Reisen.

      Mäckentosch

      Antworten
  25. Gert Trumpold
    Gert Trumpold sagte:

    Einen guten Tag an die Reicherts.
    Danke für euren Bericht. Ich habe da eine Frage. Beim Bild : Bach in Nordschweden, 1000 fach Graufilter, 30 Sekunden sehe ich beim Wasserfall rechts keine „Weichzeichnung“ wie beim Wasserfall Hauptmotiv. Woran liegt das. Habe selbst keinerlei Erfahrung mit Langzeitaufnahmen.
    Herzliche Grüße
    Gert

    Antworten
    • Goyko
      Goyko sagte:

      Hehe… gut, dass ich die Kommentare nochmal gelesen habe. ;) Diese Frage interessiert mich auch brennend! Zuerst dachte ich, es sei vielleicht Zeichnung im Felsen, aber wenn man genau hinschaut, sieht man, dass es das gleiche Muster ist. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass es dasselbe Foto mit unterschiedlichen Bearbeitungen ist, oder?! ;) Bin gespannt auf Eure Antwort! Beste Grüße Goyko

      Antworten
  26. Patricia Griesel
    Patricia Griesel sagte:

    Nordlicht. Dazu haben wir eine eigene Anleitung erstellt. Auf Anfrage per pdf!

    Hallo,

    da ich mich gerade auf meine Islandreise vorbereite und gerade über mitzunehmende Filter entscheide, habe ich ihre Seite mit großem Interesse gelesen.

    Dürfte ich Sie bitten, mir die Anleitung für die Nordlichter per Mail zu senden?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Patricia Griesel

    Antworten
  27. medenbäume
    medenbäume sagte:

    Hallo Gabi,

    das habt ihr gut und informativ gestaltet. muss ich mir aber zum wirklichen verstehen zeit nehmen. trotzdem danke, dass ihr eure erfahrungen mit uns teilt. lg gabi

    Antworten

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  1. […] Hier nochmal die Links: Langzeitfotografie, philosphische Betrachtungen Langzeitfotografie, praktische Tipps […]

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